Managed Services oder eigene IT-Abteilung: Die Entscheidung, die Ihren Betrieb langfristig prägt
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Veröffentlicht: 05. Juli 2026 · Lesezeit: ca. 13 Minuten
Es ist Montagmorgen, kurz nach acht. Ihre Buchhalterin öffnet das ERP-System – und nichts geht. Der Server reagiert nicht, die Fehlermeldung ist kryptisch, und Ihr einziger IT-affiner Mitarbeiter ist im Urlaub. Sie rufen bei einem externen Dienstleister an, der sich erst am Nachmittag melden kann. Bis dahin arbeiten drei Ihrer Mitarbeiter nicht produktiv.
Dieses Szenario ist kein Einzelfall. Es passiert in Handwerksbetrieben, Steuerkanzleien und Produktionsunternehmen gleichermaßen – überall dort, wo IT zwar täglich genutzt wird, aber niemand wirklich die Verantwortung dafür trägt.
Gleichzeitig fragen sich viele Unternehmer: Lohnt es sich wirklich, einen externen IT-Dienstleister dauerhaft zu beauftragen? Oder ist eine eigene Lösung langfristig günstiger? Die Wahrheit liegt – wie so oft – im Detail. Und die Details sind es, die über Kosten, Sicherheit und Ihre Wettbewerbsfähigkeit entscheiden.
Die Frage, ob Managed Services oder eine eigene IT-Abteilung die bessere Wahl ist, gehört zu den folgenreichsten Entscheidungen, die ein Unternehmer im Bereich Digitalisierung treffen kann. Sie betrifft nicht nur das IT-Budget, sondern auch die Sicherheit Ihrer Daten, die Verfügbarkeit Ihrer Systeme und die Zukunftsfähigkeit Ihres Betriebs.
Für viele kleine und mittelständische Unternehmen stellt sich diese Frage konkreter denn je: Fachkräfte für interne IT-Stellen sind kaum zu finden, die Anforderungen durch Datenschutz und Cyberangriffe steigen, und gleichzeitig wächst der Druck, mit digitalen Prozessen effizienter zu werden. Laut einer aktuellen Lünendonk-Studie sehen 78 % der befragten Finanzverantwortlichen Managed Services als strategisch relevant an.
Dieser Artikel liefert Ihnen eine strukturierte Entscheidungsgrundlage: Was steckt hinter den beiden Modellen, welches passt zu welchem Betrieb – und welche Förderprogramme können Ihnen helfen, den Umstieg finanziell abzufedern? Sie erhalten konkrete Zahlen, eine ehrliche Gegenüberstellung und unsere klare Einschätzung aus der Praxis.
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| IT-Dienstleistungsmarkt Deutschland (Umsatz) | 51,6 Mrd. € (2024), davon 20,8 % Managed Services | Bitkom / Hainke IT 2024 |
| Unternehmen wählen MSP wegen fehlender interner Expertise | 61 % der Unternehmen | Datto Global State of the MSP Report 2025 |
| Relevanz von Managed Services für CFOs (aktuell / bis 2027) | 78 % / 83 % | Lünendonk-Studie 2025 |
| Wachstum Managed Security Services Deutschland (2025→2026) | 2,095 Mrd. € → 2,413 Mrd. € (+15,2 %) | Statista / Hainke IT 2025/2026 |
Die Entscheidung, vor der viele Betriebe stehen
Viele Unternehmen in der Region kommen an einen Punkt, an dem die bisherige IT-Lösung nicht mehr trägt. Der Mitarbeiter, der „nebenbei“ die IT betreut, ist überlastet. Die selbst verwalteten Systeme werden komplexer. Und ein ernstes Sicherheitsproblem oder ein Datenverlust würde den Betrieb empfindlich treffen. Genau hier beginnt die Frage: Weiter so – oder Managed Services?
Ein Handwerksbetrieb aus Dingelstädt, der bislang mit einem einzelnen IT-Dienstleister auf Zuruf gearbeitet hat, steht exemplarisch für diese Situation: Die Anforderungen durch digitale Auftragsabwicklung, mobile Endgeräte und DSGVO-konforme Datenhaltung sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen – ohne dass die IT-Betreuung mitgewachsen ist. Solche Situationen sind kein Versagen, sondern das Ergebnis natürlicher Unternehmensentwicklung.
Laut dem Datto Global State of the MSP Report entscheiden sich 61 % der Unternehmen für einen Managed Service Provider, weil intern schlicht die technische Expertise fehlt. Das ist kein Zeichen von Schwäche – es ist eine nüchterne Einschätzung der eigenen Kernkompetenzen. Denn Ihre Stärke liegt im Tischlerhandwerk, in der Steuerberatung oder im Maschinenbau – nicht im Patch-Management.
Bevor Sie entscheiden, lohnt es sich, beide Modelle genau zu verstehen. Die IT-Förderberatung der TTG GmbH hilft Ihnen dabei, nicht nur das richtige Modell zu finden, sondern auch verfügbare Fördermittel von Anfang an einzuplanen – denn der Antrag muss zwingend vor Projektstart gestellt werden.
- Analysieren Sie, wie viel Zeit Ihre Mitarbeiter wöchentlich mit IT-Problemen verbringen.
- Notieren Sie, wie viele ungeplante IT-Ausfälle Sie in den letzten zwölf Monaten hatten.
- Fragen Sie sich: Wer in Ihrem Betrieb ist bei einem Sicherheitsvorfall erreichbar – auch nachts?
- Prüfen Sie, ob Ihre aktuelle IT-Lösung DSGVO-Anforderungen wirklich vollständig erfüllt.
- Klären Sie intern, welche IT-Aufgaben dauerhaft anfallen und welche nur sporadisch.
Option A – Managed Services: Stärken und Grenzen des Outsourcing-Modells
Managed Services bedeutet: Ein externer IT-Dienstleister übernimmt definierte IT-Aufgaben gegen eine monatliche Pauschale. Das reicht von Monitoring und Patch-Management über Datensicherung und Helpdesk bis hin zu kompletten Sicherheitslösungen. Sie zahlen einen festen Betrag – und können sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren.
Der deutsche IT-Dienstleistungsmarkt erzielte zuletzt einen Umsatz von 51,6 Milliarden Euro, wovon bereits 20,8 % auf Managed Services entfielen (Bitkom / Hainke IT 2024). Dieser Anteil wächst – weil das Modell funktioniert. Insbesondere für Betriebe ohne eigene IT-Abteilung bietet es klare Vorteile:
- Planbare Kosten: Keine überraschenden Ausgaben bei Hardwareausfällen oder Sicherheitsvorfällen – alles ist im Servicevertrag geregelt.
- Zugang zu Expertise: Sie nutzen das gebündelte Know-how eines ganzen Teams – für den Preis eines Bruchteil einer internen Stelle.
- Proaktive Betreuung: Probleme werden erkannt, bevor sie auftreten – nicht erst, wenn der Server schon ausgefallen ist.
- Skalierbarkeit: Wächst Ihr Betrieb, wächst das Servicepaket mit – ohne Recruiting-Aufwand.
- Compliance-Unterstützung: Gute Managed Service Provider helfen aktiv bei DSGVO, NIS2 und branchenspezifischen Anforderungen.
Natürlich gibt es auch Grenzen. Wenn Ihr Betrieb sehr spezifische, proprietäre Software einsetzt oder besonders sensible Daten verwaltet, müssen Serviceverträge genau verhandelt werden. Und nicht jeder Anbieter hält, was er verspricht: Service Level Agreements (SLAs) sollten messbare Reaktionszeiten und klare Eskalationspfade enthalten.
Die Managed Services der TTG GmbH sind so aufgebaut, dass Sie als Auftraggeber jederzeit volle Transparenz haben – über erbrachte Leistungen, offene Tickets und den Zustand Ihrer Systeme. Das ist kein Standard in der Branche, sollte aber Ihr Anspruch sein.
Option B – Inhouse-IT: Was eine eigene IT-Abteilung wirklich bedeutet
Eine eigene IT-Abteilung klingt nach Kontrolle und Unabhängigkeit – und das stimmt in Teilen. Wenn Sie einen oder mehrere IT-Mitarbeiter fest angestellt haben, können Probleme sofort vor Ort gelöst werden, interne Prozesse werden tief verstanden, und das Wissen bleibt im Unternehmen. Für bestimmte Betriebe ist das der richtige Weg.
Aber die Realität sieht für die meisten kleinen und mittelständischen Unternehmen anders aus. Laut Bitkom waren zuletzt mehr als 137.000 IT-Stellen in Deutschland unbesetzt. Qualifizierte IT-Fachkräfte zu finden, zu gewinnen und zu halten ist für einen Mittelständler mit begrenzten Ressourcen außerordentlich schwierig – und teuer.
- Personalkosten: Ein erfahrener IT-Administrator kostet inklusive Lohnnebenkosten schnell 55.000–75.000 € pro Jahr. Urlaubsvertretung und Krankheit sind dabei nicht abgedeckt.
- Weiterbildung: IT-Wissen veraltet schnell. Ohne regelmäßige Schulungen – die Zeit und Geld kosten – sinkt die Qualität der internen IT.
- Einseitigkeit: Eine einzelne Person kann nicht gleichzeitig Netzwerkexperte, Sicherheitsspezialist, Cloud-Architekt und Helpdesk sein.
- Verfügbarkeit: Bei Urlaub, Krankheit oder Kündigung bricht die IT-Betreuung ein – oft in den ungünstigsten Momenten.
Die Stärken der Inhouse-IT liegen vor allem dort, wo Betriebe stark gewachsen sind, hochgradig individuelle IT-Systeme betreiben oder in regulierten Branchen tätig sind, die einen eigenen IT-Verantwortlichen vorschreiben. In diesen Fällen kann ein interner IT-Leiter – kombiniert mit externen Spezialisten für bestimmte Bereiche – die optimale Lösung sein.
Für Sicherheitsthemen gilt das besonders: Die Geförderten IT-Sicherheitslösungen der TTG GmbH zeigen, wie Betriebe selbst ohne eigene IT-Abteilung ein professionelles Sicherheitsniveau erreichen können – und das mit Unterstützung durch aktive Förderprogramme.
Direkte Gegenüberstellung: Wann lohnt sich welches Modell?
Die Entscheidung zwischen Managed Services und Inhouse-IT ist keine Frage des Prinzips – sie ist eine Frage Ihrer konkreten Situation. Die folgende Tabelle gibt Ihnen eine ehrliche Orientierung. Sie basiert auf unserer Erfahrung aus der täglichen Praxis mit Betrieben unterschiedlicher Größe und Branchen.
| Ihre Situation | Empfehlung | Warum |
|---|---|---|
| Unter 20 Mitarbeiter, keine IT-Stelle vorhanden | Managed Services | Inhouse-IT wäre unverhältnismäßig teuer; externe Betreuung liefert mehr Leistung pro Euro |
| 20–80 Mitarbeiter, ein IT-Mitarbeiter „macht alles“ | Managed Services als Ergänzung | Entlastung des internen Mitarbeiters, Schließen von Kompetenzlücken, bessere Verfügbarkeit |
| Über 100 Mitarbeiter, komplexe IT-Landschaft | Hybrid: Inhouse-Leitung + externer MSP | Strategische IT intern führen, operative Aufgaben auslagern – maximale Effizienz |
| Streng regulierte Branche (z. B. Medizin, Finanzwesen) | Hybrид mit geprüftem MSP | Compliance-Anforderungen erfordern dokumentierte Prozesse – ein zertifizierter MSP liefert das |
| Starkes Wachstum geplant | Managed Services | Skaliert ohne Recruiting-Aufwand und ohne Risiko bei Personalfluktuation |
Laut KPMG sehen 99 % der Unternehmen Managed Services als strategisch relevant an – und 87 % haben sie bereits in ihre Prozesse integriert. Das ist kein Trend, das ist eine Marktreaktion auf reale Anforderungen.
Unserer Einschätzung nach ist die reine Inhouse-IT für Betriebe unter 50 Mitarbeitern heute wirtschaftlich kaum noch sinnvoll darstellbar – nicht weil externe Lösungen immer besser sind, sondern weil die Personalkosten, die Anforderungen an Verfügbarkeit und die Breite des benötigten Know-hows das Modell strukturell überfordern.
Die ISO/IEC 27001-zertifizierte TTG GmbH unterstützt Sie dabei, das für Ihren Betrieb passende Modell zu entwickeln – inklusive einer realistischen Kostenrechnung und der Einplanung verfügbarer Fördermittel.
- Vergleichen Sie die Gesamtkosten beider Modelle über 3 Jahre – nicht nur die monatliche Rate.
- Beziehen Sie Ausfallkosten pro Stunde in Ihre Kalkulation ein.
- Fragen Sie potenzielle MSP-Anbieter nach messbaren SLAs und Reaktionszeiten.
- Prüfen Sie, ob der Anbieter nachweislich DSGVO-konform arbeitet.
Was die Praxis zeigt: Erfahrungen aus Betrieben in der Region
Theorie ist gut – aber was erleben Betriebe, die den Schritt zu Managed Services bereits gegangen sind? Aus unserer Arbeit mit Unternehmen in Nordthüringen, dem Eichsfeld und Südniedersachsen können wir einige wiederkehrende Muster benennen.
Typisch ist folgende Ausgangslage: Ein Betrieb mit 15 bis 40 Mitarbeitern hat über Jahre hinweg IT-Probleme reaktiv gelöst – mal dieser Dienstleister, mal ein Bekannter, mal der Mitarbeiter, der „sich damit auskennt“. Als ein Ransomware-Angriff oder ein Serverausfall dann ernsthaften Schaden anrichtete, war der Wechsel zu einem Managed Services Modell oft die direkte Konsequenz.
Was diese Betriebe danach berichten: Die monatliche Pauschale ist planbar. Die IT läuft stabiler. Und die interne Belastung sinkt spürbar – weil Mitarbeiter nicht mehr als improvisierte IT-Helfer einspringen müssen. Laut dem Datto MSP Report geben 61 % der Unternehmen an, den Wechsel zum Managed Service Provider primär wegen fehlender interner Expertise vollzogen zu haben – nicht wegen der Kosten.
Besonders häufig berichten Betriebe von drei konkreten Verbesserungen:
- Schnellere Reaktionszeiten: Statt stundenlangem Warten auf einen freien Techniker gibt es einen definierten Ansprechpartner mit vertraglich geregelter Reaktionszeit.
- Weniger ungeplante Ausfälle: Proaktives Monitoring erkennt Probleme, bevor sie den Betrieb lahmlegen.
- Besseres Sicherheitsniveau: Regelmäßige Updates, Backups und Sicherheitsprüfungen laufen automatisiert – ohne dass der Geschäftsführer daran denken muss.
Förderprogramme können den Einstieg erheblich erleichtern. Das InnoInvest-Programm der Thüringer Aufbaubank fördert Digitalisierungsprojekte mit bis zu 50.000 € – bei einer Mindestinvestition von 30.000 €. Das Programm läuft bis 2029 und ist über das EFRE-Portal bei der Thüringer Aufbaubank beantragbar. Zwingend zu beachten: Der Antrag muss vor Projektbeginn genehmigt sein.
Nutzen Sie die IT-Infrastruktur mit Förderung realisieren – TTG GmbH, um zu erfahren, wie Sie Managed Services und moderne IT-Infrastruktur mit verfügbaren Mitteln finanzieren können.
Kosten und Aufwand: Was Sie wirklich einplanen müssen
Kosten sind oft das erste Argument gegen Managed Services – und das zu Unrecht. Denn die entscheidende Frage lautet nicht: „Was kostet der Managed Service Provider pro Monat?“ Sondern: „Was kostet mich meine aktuelle IT-Situation wirklich – inklusive Ausfälle, Fehlerkosten und verstecktem Aufwand?“
Ein IT-Ausfall von vier Stunden kostet einen Betrieb mit zehn Mitarbeitern schnell 2.000–4.000 €, wenn man Produktivitätsverlust, verpasste Aufträge und den Aufwand für die Wiederherstellung einrechnet. Das ist keine Panikmache, das ist Kalkulation. Laut BSI-Empfehlungen für kleine und mittlere Unternehmen unterschätzen viele Betriebe die wahren Kosten von IT-Vorfällen erheblich.
Für Managed Services können Sie grob mit folgenden monatlichen Richtwerten rechnen:
- Basispaket (Monitoring, Updates, Helpdesk): ca. 40–80 € pro Arbeitsplatz/Monat
- Sicherheitspaket (inkl. Endpoint-Schutz, Backup, SIEM): ca. 80–150 € pro Arbeitsplatz/Monat
- Vollbetreuung (inkl. Cloud, Compliance, 24/7-Support): ab 150 € pro Arbeitsplatz/Monat
Demgegenüber steht eine interne IT-Stelle mit realistischen Gesamtkosten von 60.000–80.000 € pro Jahr – ohne Gewähr für Verfügbarkeit bei Urlaub oder Krankheit, ohne Spezialisierung auf Sicherheitsthemen und ohne automatisches Mitwachsen bei neuen Anforderungen.
Förderprogramme können die Investition deutlich reduzieren. Neben InnoInvest (bis 50.000 €) ist für Beratungsleistungen rund um KI und Digitalisierung die BAFA KI-Beratungsförderung relevant: Sie bezuschusst qualifizierte Beratung mit bis zu 80 % für kleine und mittlere Unternehmen. Alle aktuell buchbaren Programme finden Sie über die BAFA – Bundesförderung Wirtschaft und Mittelstand.
Als ISO/IEC 27001-zertifizierter IT-Partner mit über 25 Jahren Erfahrung in Nordthüringen und dem Eichsfeld – mit Sitz in Dingelstädt – wissen wir aus der täglichen Arbeit: Die meisten Betriebe, die zu uns kommen, haben ihre IT-Kosten bisher nicht vollständig erfasst. Das erste Gespräch beginnt deshalb immer mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme. Beratungsgespräch unverbindlich anfragen – und erfahren Sie, was Ihre aktuelle Situation wirklich kostet.
Unsere Einschätzung: Welche Option für welchen Betrieb – und warum
Nach allem, was wir in der Praxis erleben, ist die Frage nicht ob Managed Services, sondern in welcher Form. Die vollständige Inhouse-IT ist für kleine und mittelständische Betriebe unter 50 Mitarbeitern wirtschaftlich nur schwer zu rechtfertigen – es sei denn, die Branche schreibt es vor oder das Geschäftsmodell macht sie zwingend notwendig.
Für die überwiegende Mehrheit der Betriebe in Nordthüringen, dem Eichsfeld und Südniedersachsen gilt: Ein gutes Managed Services Modell liefert mehr Sicherheit, mehr Verfügbarkeit und mehr Planbarkeit – bei vergleichbaren oder sogar geringeren Gesamtkosten als eine interne Lösung.
Das bedeutet nicht, dass Sie jede IT-Entscheidung abgeben. Es bedeutet, dass Sie die operative Verantwortung an Spezialisten übergeben, während Sie die strategische Kontrolle behalten. Wer ist für welches System verantwortlich? Was passiert bei einem Vorfall? Wie wird Ihr Betrieb bei Wachstum unterstützt? Das sind Fragen, die ein guter Anbieter vor Vertragsabschluss klar beantwortet – nicht erst im Problemfall.
Laut Grand View Research wächst der deutsche Managed-Services-Markt bis 2030 mit einer jährlichen Rate von 14,3 %. Das ist kein Zufall: Es ist das Ergebnis von Betrieben, die gerechnet haben – und die Rechnung war eindeutig.
- Wenn Sie unter 30 Mitarbeiter haben und keine eigene IT-Stelle besitzen: Starten Sie mit einem Basispaket und bauen Sie es schrittweise aus.
- Wenn Sie bereits einen internen IT-Mitarbeiter haben: Ergänzen Sie ihn durch spezialisierte Managed Services für Sicherheit und Backup.
- Wenn Sie über 80 Mitarbeiter haben: Prüfen Sie ein hybrides Modell – interne IT-Leitung, externe operative Betreuung.
- Wenn Sie wachsen wollen: Wählen Sie ein Modell, das skaliert – ohne dass jede neue Stelle auch eine neue IT-Frage aufwirft.
- Egal für welches Modell Sie sich entscheiden: Fordern Sie klare SLAs, dokumentierte Prozesse und regelmäßige Berichte ein.
Die Lünendonk-Studie prognostiziert, dass die Relevanz von Managed Services für Finanzverantwortliche bis 2027 auf 83 % steigen wird. Was heute noch eine strategische Option ist, wird morgen für viele Betriebe schlicht Standard sein. Wer jetzt entscheidet, entscheidet aus einer Position der Stärke – nicht aus der Notlage heraus.
Ihre Checkliste: So starten Sie jetzt
- Analysieren Sie Ihre aktuellen IT-Kosten vollständig: Hardware, Software, Personalaufwand, Ausfallzeiten der letzten 12 Monate.
- Ermitteln Sie, welche IT-Aufgaben in Ihrem Betrieb regelmäßig anfallen – und wer sie aktuell übernimmt.
- Prüfen Sie Ihren Fördermittelanspruch: InnoInvest (bis 50.000 €), BAFA KI-Beratungsförderung (bis 80 % Zuschuss) und ZIM sind aktiv – aber nur mit Antrag vor Projektstart.
- Fordern Sie bei mindestens zwei Managed Service Providern ein konkretes Angebot an – inklusive SLAs, Reaktionszeiten und Leistungsnachweis.
- Stellen Sie sicher, dass jeder Anbieter DSGVO-konform arbeitet und dies vertraglich zusichert.
- Klären Sie, welche Leistungen im Paketpreis enthalten sind – und welche extra berechnet werden.
- Vergleichen Sie die 3-Jahres-Gesamtkosten beider Modelle – nicht nur die monatliche Rate.
- Sprechen Sie mit einem unabhängigen IT-Berater, bevor Sie einen langfristigen Vertrag unterzeichnen.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet ein Managed Service Provider im Monat wirklich?
Die monatlichen Kosten hängen vom Leistungsumfang und der Anzahl der Arbeitsplätze ab. Basisleistungen wie Monitoring, Updates und Helpdesk starten typischerweise bei 40–80 € pro Arbeitsplatz. Umfassende Sicherheitspakete liegen bei 80–150 €. Vergleichen Sie diese Zahlen immer mit Ihren tatsächlichen Gesamtkosten der aktuellen Lösung – inklusive Ausfallzeiten, Fehlerkosten und internem Zeitaufwand. Die monatliche Rate allein sagt wenig aus.
Verliere ich die Kontrolle über meine IT, wenn ich sie auslagere?
Nein – wenn der Vertrag klar ist. Ein seriöser Managed Service Provider dokumentiert alle Leistungen transparent, gibt Ihnen Zugang zu Berichten und hält Sie über den Zustand Ihrer Systeme auf dem Laufenden. Strategische Entscheidungen – welche Systeme Sie einsetzen, wie Ihre Daten gespeichert werden – treffen Sie weiterhin selbst. Die operative Verantwortung wird delegiert, nicht die unternehmerische Kontrolle.
Wie läuft die Umstellung von Inhouse-IT auf Managed Services ab?
Eine professionelle Umstellung beginnt mit einer Bestandsaufnahme aller bestehenden Systeme, Verträge und Zugänge. Danach wird ein Übergabeplan erstellt, der sicherstellt, dass kein Wissen verloren geht und kein System unbeaufsichtigt bleibt. Erfahrungsgemäß dauert eine geordnete Umstellung 4–8 Wochen. In dieser Zeit läuft der Betrieb normal weiter – ein guter Anbieter sorgt für eine reibungslose Transition ohne Ausfälle.
Ist Managed Services auch für kleine Betriebe mit 5–10 Mitarbeitern sinnvoll?
Gerade für sehr kleine Betriebe kann Managed Services besonders vorteilhaft sein. Denn die Alternative – ein IT-Problem selbst lösen oder auf einen verfügbaren Dienstleister warten – kostet unverhältnismäßig viel Zeit und Nerven. Schon ein einfaches Betreuungspaket stellt sicher, dass Ihre Systeme aktuell, gesichert und im Ernstfall schnell wiederherstellbar sind. Die TTG GmbH bietet auch für kleinere Betriebe passende Einstiegslösungen an.
Welche Förderprogramme kann ich für den Umstieg nutzen?
Aktuell aktiv und buchbar sind: InnoInvest der Thüringer Aufbaubank (bis 50.000 € Zuschuss, Mindestinvestition 30.000 €, Antrag zwingend vor Projektbeginn), die BAFA KI-Beratungsförderung (bis 80 % Zuschuss für KI-bezogene Beratung) sowie das ZIM-Programm für Innovationsprojekte. Nicht mehr verfügbar sind Digital Jetzt, go-digital und der Digitalbonus Thüringen. Eine Förderberatung klärt, welches Programm zu Ihrer Situation passt.
Martin Trappe ist Geschäftsführer der TTG Daten- und Bürosysteme GmbH in Dingelstädt. Mit über 25 Jahren Erfahrung im IT-Mittelstand betreut er kleine und mittelständische Unternehmen in Nordthüringen, Eichsfeld und Südniedersachsen. Die TTG GmbH ist ISO/IEC 27001 zertifiziert – dem höchsten Standard für Informationssicherheit.
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