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Druck- und Kopiertechnik im Unternehmen: Was wirklich funktioniert – und was Sie bares Geld kostet

Inhaltsverzeichnis

Veröffentlicht: 04. Juli 2026 · Lesezeit: ca. 12 Minuten

Es ist Montagmorgen. Die Buchhaltung druckt die Ausgangsrechnungen der vergangenen Woche – doch der Multifunktionsdrucker meldet: Toner leer. Die Bestellung liegt irgendwo in einer E-Mail-Kette, niemand weiß, welches Modell das Gerät hat, und der Vertreter der Herstellerfirma ist erst am Mittwoch wieder erreichbar. Bis dahin wartet der Stapel.

Zwei Stunden später: Ein Mitarbeiter im Außendienst schickt ein eingescanntes Angebot per E-Mail – unkomprimiert, neun Megabyte groß, in einer Qualität, die niemand angefordert hat. Die IT-Abteilung gibt es gar nicht, der Geschäftsführer löst solche Dinge nebenbei.

Diese Situationen sind kein Ausnahmefall. Sie gehören für viele Betriebe zur stillen Belastung des Alltags – und genau das ist das Problem: Druck- und Kopiertechnik wird selten als strategisches Thema betrachtet, obwohl sie täglich Zeit, Geld und Nerven kostet.

Die Druck- und Kopiertechnik gehört zu den meistgenutzten und gleichzeitig meistunterschätzten Infrastrukturkomponenten in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Ob Angebot, Lieferschein, Patientenakte oder Bauzeichnung – gedruckte Dokumente sind in vielen Branchen nach wie vor unverzichtbar. Und doch wird selten gefragt: Ist das, was wir heute nutzen, noch zeitgemäß?

Dabei stecken in einer durchdachten Druckinfrastruktur erhebliche Einsparpotenziale – bei Verbrauchsmaterial, Wartung, Energie und vor allem bei der Arbeitszeit. Gleichzeitig sind Drucker und Multifunktionsgeräte ein unterschätztes Sicherheitsrisiko, das von vielen Betrieben komplett übersehen wird.

Dieser Ratgeber erklärt, welche Fehler in der Praxis am häufigsten vorkommen, wie Sie Ihre Druckinfrastruktur Schritt für Schritt auf ein sinnvolles Niveau bringen, was das kostet – und was es kostet, es nicht zu tun. Mit konkreten Empfehlungen, die auch ohne IT-Abteilung umsetzbar sind.

KennzahlWertQuelle
Absatz von Druckern, Scannern und Multifunktionsgeräten in Deutschland2,8 Millionen Geräte (Konsumentenmarkt, 2023)Statista / IDC 2024
Weltweiter Absatz von Druckern, Kopierern und MFPs82,9 Millionen Geräte (2023); rund 100 Mio. fünf Jahre zuvorStatista / IDC 2024
Kapazitätsauslastung in der deutschen Druck- und Medienwirtschaft74,9 % (2024)BVDM 2025
Anteil kleinstbetrieblicher Druckbetriebe (< 20 Beschäftigte)83 % aller Betriebe der BrancheBVDM / Bundesagentur für Arbeit 2025

Was passiert, wenn Ihre Druckinfrastruktur einfach „irgendwie läuft"?

Was passiert, wenn Ihre Druckinfrastruktur einfach „irgendwie läuft

Viele Betriebe haben ihre Druck- und Kopiertechnik nie bewusst ausgewählt – sie ist über die Jahre gewachsen. Ein Gerät wurde angeschafft, weil das alte defekt war. Ein zweites kam dazu, weil ein Mitarbeiter am anderen Ende des Gebäudes keinen Zugriff hatte. Irgendwann stehen vier verschiedene Geräte im Haus, kein Toner ist kompatibel, und die Wartungsintervalle kennt niemand mehr.

Laut Statista und IDC wurden allein in Deutschland zuletzt rund 2,8 Millionen Drucker, Scanner und Multifunktionsgeräte pro Jahr abgesetzt – der Markt ist groß, die Gerätevielfalt entsprechend unübersichtlich. Für Unternehmen ohne strukturierten Ansatz bedeutet das: teures Verbrauchsmaterial für jedes Modell separat, unterschiedliche Treiber, unklare Zuständigkeiten bei Störungen.

Ein Handwerksbetrieb aus dem Eichsfeld, der regelmäßig Bauunterlagen und Angebote druckt, kann mit einer ungeplanten Druckinfrastruktur leicht 30–40 % mehr für Toner und Wartung ausgeben als notwendig. Betriebe in Nordhausen berichten ähnliches: Der Kostentreiber ist meist nicht das Gerät selbst, sondern der Betrieb ohne Steuerung und Überblick.

Die gute Nachricht: Dieses Problem lässt sich mit überschaubarem Aufwand lösen. Die Druck- und Softwarelösungen der TTG GmbH helfen Ihnen dabei, eine klare Bestandsaufnahme zu machen und gezielt zu optimieren – ohne großen Investitionsdruck.

  • Erstellen Sie eine Liste aller Druckgeräte im Haus – Modell, Alter, Standort, monatliche Nutzung.
  • Prüfen Sie, wie viele verschiedene Tonertypen Sie aktuell vorhalten müssen.
  • Notieren Sie, wer im Unternehmen für die Wartung und Nachbestellung zuständig ist – oder ob diese Frage unbeantwortet bleibt.
  • Berechnen Sie grob die jährlichen Ausgaben für Verbrauchsmaterial pro Gerät.
  • Fragen Sie Ihre Mitarbeiter: Welches Gerät macht am häufigsten Probleme?

Die häufigsten Fehler und gefährlichen Missverständnisse bei Druckgeräten

Der größte Irrtum, den wir in der Praxis immer wieder erleben: Drucker und Kopierer gelten als „dumme Hardware“ – sie drucken, scannen, fertig. Tatsächlich sind moderne Multifunktionsgeräte vollwertige Netzwerkcomputer mit eigenem Betriebssystem, Speicher, Festplatte und Internetzugang. Wer das ignoriert, übersieht ein echtes Sicherheitsrisiko.

Laut BSI – Sicherheit von Druckern und MFPs werden Netzwerkdrucker und Multifunktionsgeräte regelmäßig als Einfallstor für Angreifer genutzt – weil sie selten gepatcht werden und oft mit Standardpasswörtern betrieben werden. Das ist kein theoretisches Szenario: In der Praxis finden sich auf Druckerplatten oft Kopien sensibler Dokumente, die niemand gelöscht hat.

Weitere Fehler, die wir regelmäßig bei der IT-Infrastruktur & Hardwarebetreuung – TTG GmbH vor Ort vorfinden:

  • Keine Firmware-Updates: Viele Geräte laufen mit veralteter Software – Angriffsflächen bleiben offen.
  • Standardpasswörter unverändert: Die Weboberfläche des Druckers ist aus dem Netzwerk erreichbar – mit „admin/admin“ als Login.
  • Druckjobs ohne Authentifizierung: Jeder im Netzwerk (oder darüber hinaus) kann drucken – unkontrolliert und ohne Protokoll.
  • Keine Druckrichtlinien: Farbe, Duplex, Seitenformat – alles läuft auf Gerätestandard, niemand denkt an Kostensteuerung.
  • Veraltete Treiber: Inkompatibilitäten mit aktuellen Betriebssystemen führen zu unnötigen Ausfällen.
  • Kein zentrales Monitoring: Toner- und Papierstände werden erst bemerkt, wenn es zu spät ist.

Unserer Erfahrung nach sind mindestens drei dieser sechs Punkte in jedem zweiten Betrieb ungelöst. Das ist keine Kritik – es ist einfach kein Thema, das jemand aktiv im Blick hat. Genau das ist das Problem.

Schritt für Schritt: So bringen Sie Ihre Druckinfrastruktur in Ordnung

Eine strukturierte Druckinfrastruktur entsteht nicht durch ein neues Gerät – sie entsteht durch einen klaren Prozess. Das klingt nach Aufwand, ist es aber nicht: Ein halber Tag reicht für die ersten drei Schritte, und die Wirkung spüren Sie sofort.

Schritt 1 – Bestand aufnehmen: Erfassen Sie alle Geräte, ihre Netzwerkadressen, Altersangaben und den aktuellen Firmwarestand. Viele Druckerhersteller bieten kostenlose Discovery-Tools an, die Ihr Netzwerk automatisch durchsuchen.

Schritt 2 – Sicherheitsgrundlagen herstellen: Ändern Sie alle Standardpasswörter, deaktivieren Sie nicht benötigte Netzwerkprotokolle, und prüfen Sie, ob Firmware-Updates verfügbar sind. Das BSI gibt konkrete Empfehlungen für die sichere Konfiguration von Druckern und MFPs, die sich auch ohne tiefes IT-Fachwissen umsetzen lassen.

Schritt 3 – Druckrichtlinien einführen: Legen Sie fest, wer in Farbe drucken darf, wann beidseitiger Druck Standard ist, und welche Abteilung welches Gerät primär nutzt. Das spart nach unserer Einschätzung in den meisten Betrieben 15–25 % der Druckkosten – ohne ein einziges neues Gerät.

Für die Sichere Drucklösungen für KMU – TTG GmbH empfehlen wir außerdem:

  • Aktivieren Sie die Festplattenverschlüsselung auf MFP-Geräten, soweit das Modell das unterstützt.
  • Richten Sie Pull-Printing ein: Druckjobs werden erst ausgegeben, wenn sich der Nutzer am Gerät authentifiziert.
  • Dokumentieren Sie alle Geräte und Zugangsdaten zentral – nicht auf einem Zettel an der Maschine.
  • Legen Sie fest, wer bei Störungen der erste Ansprechpartner ist, und hinterlegen Sie Servicekontakte sichtbar.

Schritt 4 – Überprüfung und Monitoring einrichten: Nutzen Sie Software, die Tonerstand, Seitenvolumen und Gerätestatus zentral anzeigt. So reagieren Sie, bevor ein Gerät ausfällt.

Technische Grundlagen verständlich: Was hinter modernen Druckgeräten steckt

Technische Grundlagen verständlich: Was hinter modernen Druckgeräten steckt – TTG GmbH Dingelstädt

Sie müssen kein IT-Experte sein, um Ihre Druckumgebung zu verstehen. Aber ein Grundverständnis hilft bei Kaufentscheidungen – und dabei, Angebote von Händlern richtig einzuschätzen.

Multifunktionsgeräte (MFPs) vereinen Drucken, Kopieren, Scannen und oft Faxen in einem Gerät. Sie sind heute in der Regel vollständig netzwerkfähig, unterstützen drahtloses Drucken (WLAN, Bluetooth) und haben eigene Weboberflächen zur Verwaltung. Auf ihrer internen Festplatte werden – je nach Einstellung – alle verarbeiteten Dokumente temporär oder dauerhaft gespeichert. Das ist der Kern des Sicherheitsproblems, das viele unterschätzen.

SituationEmpfehlungWarum
Kleines Büro, 1–5 Nutzer, wenig VolumenKompaktes MFP (Laser oder Inkjet)Geringer Platzbedarf, niedrige Anschaffungskosten
Mittleres Büro, 5–20 Nutzer, regelmäßiges VolumenNetzwerk-MFP mit ZugriffsverwaltungKostensteuerung, zentrale Verwaltung, Sicherheit
Viele Abteilungen, sensible DokumenteMFP mit Pull-Printing und FestplattenverschlüsselungDSGVO-konformes Drucken, Zugriffsprotokollierung
Hohe Farbdruckvolumen (z. B. Werbung, Präsentationen)Farblaser mit SeitenkostenvertragPlanbare Kosten, professionelle Qualität

Beim Thema Toner vs. Tinte gilt eine einfache Faustregel: Für Büroumgebungen mit regelmäßigem Volumen ist Laser fast immer die wirtschaftlichere Wahl – niedrigere Seitenkosten, höhere Geschwindigkeit, weniger Wartungsaufwand. Tinte lohnt sich nur bei sehr geringem Volumen oder wenn Fotodruck eine Rolle spielt.

Als ISO/IEC 27001 zertifizierter IT-Dienstleister – TTG GmbH empfehlen wir außerdem, bei der Geräteauswahl auf den Hersteller-Support-Zeitraum zu achten: Ein Drucker, der nach drei Jahren keine Sicherheitsupdates mehr erhält, ist für Ihr Netzwerk ein Risiko – unabhängig davon, wie gut er noch druckt.

  • Achten Sie beim Kauf auf den garantierten Firmware-Support-Zeitraum des Herstellers.
  • Wählen Sie Geräte, die eine verschlüsselte Datenübertragung (TLS/HTTPS) unterstützen.
  • Prüfen Sie, ob das Gerät DSGVO-konforme Festplattenbereinigung (automatisches Überschreiben) bietet.
  • Bevorzugen Sie Hersteller, die Gerätemanagement-Software kostenlos oder günstig mitliefern.

Was moderne Druck- und Kopiertechnik kostet – und was es kostet, sie zu vernachlässigen

Viele Unternehmer schrecken vor Investitionen in neue Drucktechnik zurück, weil die Anschaffungskosten sichtbar sind – die Folgekosten veralteter oder schlecht verwalteter Geräte dagegen nicht. Das ist ein klassisches Wahrnehmungsproblem, das sich mit ein paar konkreten Zahlen auflösen lässt.

Ein typisches Netzwerk-Multifunktionsgerät der mittleren Klasse kostet in der Anschaffung zwischen 600 und 1.500 Euro. Über einen Nutzungszeitraum von fünf Jahren fallen dazu Verbrauchsmaterial- und Wartungskosten an – je nach Volumen zwischen 200 und 600 Euro pro Jahr. Das klingt überschaubar.

Rechnen Sie dagegen die versteckten Kosten unkontrollierter Druckinfrastruktur:

  • Unnötige Farbdrucke: Ein Farbdruck kostet je nach Gerät 8–15 Cent, ein Schwarzweißdruck 1–3 Cent. Ohne Druckrichtlinien drucken Mitarbeiter alles in Farbe – das vervierfacht die Seitenkosten.
  • Ausfallzeiten: Jede ungeplante Druckerstörung kostet im Schnitt 30–60 Minuten Arbeitszeit pro betroffenem Mitarbeiter. Bei einem Stundenlohn von 25 Euro und zwei Vorfällen pro Monat ergibt das über 300 Euro Produktivitätsverlust im Jahr – nur durch Druckerausfälle.
  • Sicherheitsvorfälle: Ein Datenschutzverstoß durch ein unsicher konfiguriertes Druckgerät kann Bußgelder nach DSGVO auslösen. Die Bitkom-Studie zum Thema Datenschutz zeigt, dass technische Schwachstellen zu den häufigsten Ursachen meldepflichtiger Datenpannen gehören.
  • Kompatibilitätsprobleme: Veraltete Treiber und Betriebssysteminkompatibilitäten verursachen regelmäßig IT-Support-Einsätze, die ebenfalls Geld kosten.

Als Faustregel gilt: Wer seine Druckinfrastruktur aktiv steuert – mit Druckrichtlinien, zentralem Monitoring und einem klaren Wartungsplan – spart gegenüber einem ungeplanten Betrieb erfahrungsgemäß 20–35 % der Gesamtdruckkosten ein. Bei einem mittelgroßen Büro mit zehn Mitarbeitern kann das schnell 800–1.500 Euro pro Jahr bedeuten.

Mehr über die Möglichkeiten eines strukturierten IT-Betriebs erfahren Sie bei Über TTG GmbH – Ihr IT-Systemhaus in Nordthüringen.

Was gut funktioniert: Erfahrungen aus der Region

Ein Steuerberatungsbüro aus Nordhausen stand vor einem typischen Problem: Drei verschiedene Druckermodelle im Haus, monatlich drei unterschiedliche Tonersorten im Einkauf, und eine Kanzleisoftware, die mit dem neuesten Treiber eines Geräts nicht mehr kompatibel war. Die Lösung war keine Großinvestition – es war vor allem eine Entscheidung für ein einheitlicheres System.

Nach der Konsolidierung auf zwei kompatible Multifunktionsgeräte, der Einführung von Pull-Printing und einer einfachen Druckrichtlinie (Schwarzweiß als Standard, Farbe nur auf Anforderung) sanken die monatlichen Druckkosten in diesem Betrieb um gut ein Viertel. Entscheidend war dabei nicht das Gerät, sondern die Steuerung: Wer druckt was, wann und in welchem Format.

Als ISO/IEC 27001-zertifizierter IT-Partner mit über 25 Jahren Erfahrung in Nordthüringen begleitet die TTG GmbH solche Projekte regelmäßig – von der Bestandsaufnahme bis zur Einrichtung. Was wir dabei immer wieder erleben: Die eigentliche Arbeit liegt nicht in der Technik, sondern in der Klärung einfacher Fragen. Wer ist zuständig? Was wird wirklich gebraucht? Und was läuft schon lange einfach so mit?

Das BSI empfiehlt für Unternehmen jeder Größe klare Sicherheitsrichtlinien für Drucker und MFPs – das ist kein bürokratischer Overhead, sondern eine Maßnahme, die sich in wenigen Stunden umsetzen lässt und dauerhaft wirkt.

Wenn Sie sich ein erstes Bild machen möchten, was in Ihrem Betrieb sinnvoll wäre, nehmen Sie gern Kontakt auf: Drucker und Software anfragen – wir schauen gemeinsam, was wirklich gebraucht wird.

  • Gerätekonsolidierung: Weniger Modelle bedeuten weniger Aufwand und niedrigere Beschaffungskosten.
  • Pull-Printing: Dokumente landen nicht unbeaufsichtigt im Ausgabefach – ein einfacher DSGVO-Beitrag.
  • Einheitliche Druckrichtlinie: Spart nachweislich Kosten ohne Komfortverlust.
  • Regelmäßige Firmware-Pflege: Verhindert Sicherheitslücken und hält Geräte kompatibel.

Was Sie jetzt tun können: Drei konkrete erste Schritte

Sie müssen Ihre gesamte Druck- und Kopiertechnik nicht auf einmal neu aufstellen. Drei gezielte Maßnahmen bringen bereits kurzfristig spürbare Verbesserungen – und sie kosten hauptsächlich Zeit, nicht Geld.

Erster Schritt: Bestand erfassen – heute noch. Gehen Sie durch Ihr Büro und notieren Sie, welche Druckgeräte vorhanden sind, wie alt sie sind und wie oft sie genutzt werden. Wenn Sie das noch nie gemacht haben, werden Sie wahrscheinlich überrascht sein, was Sie finden – oder nicht finden. Diese Bestandsliste ist die Grundlage für alle weiteren Entscheidungen.

Zweiter Schritt: Sicherheitscheck der Geräteoberflächen. Öffnen Sie die Weboberfläche Ihres Netzwerkdruckers (die IP-Adresse steht meist auf dem Gerätedisplay oder im Router) und prüfen Sie: Ist das Passwort noch der Werksstandard? Gibt es verfügbare Firmware-Updates? Sind nicht benötigte Dienste wie Telnet oder FTP aktiviert? Diese Prüfung dauert 20 Minuten pro Gerät – und kann erhebliche Sicherheitsrisiken aufdecken. Ergänzende Hinweise dazu liefern die BSI-Empfehlungen zur Druckersicherheit.

Dritter Schritt: Druckkosten transparent machen. Aktivieren Sie in der Geräteverwaltung die Druckstatistik – fast jedes Netzwerkgerät bietet das. Schauen Sie sich nach zwei Wochen an, wer wie viel in welchem Format druckt. Diese Daten überraschen fast immer: Einzelne Nutzer oder Abteilungen verursachen häufig überproportionale Druckvolumen, ohne dass es jemand bemerkt hat.

  • Bestandsliste aller Druckgeräte anlegen (Modell, IP, Alter, Nutzung).
  • Weboberfläche jedes Netzwerkdruckers auf Standardpasswörter prüfen und sofort ändern.
  • Verfügbare Firmware-Updates einspielen oder beim Hersteller anfragen.
  • Druckstatistik aktivieren und nach 14 Tagen auswerten.
  • Auf Basis der Auswertung einfache Druckrichtlinien formulieren (z. B. Duplex als Standard).
  • Zuständigkeiten klären: Wer kümmert sich bei Störungen? Wer bestellt Verbrauchsmaterial?

Wenn Sie bei einem dieser Schritte Unterstützung benötigen oder unsicher sind, was Ihre Geräte eigentlich können – sprechen Sie uns an. Oft ist eine Stunde gemeinsame Durchsicht mehr wert als jede Investition in neue Hardware.

Ihre Checkliste: So starten Sie jetzt

  1. Erfassen Sie alle Druckgeräte im Unternehmen mit Modell, Standort, Alter und ungefährem Monatsvolumen.
  2. Prüfen Sie die Weboberfläche jedes Netzwerkdruckers auf Standardpasswörter und ändern Sie diese sofort.
  3. Aktivieren Sie automatische Firmware-Updates oder prüfen Sie manuell auf verfügbare Sicherheitsupdates beim Hersteller.
  4. Stellen Sie sicher, dass die Druckstatistik auf allen Geräten aktiviert ist – und werten Sie sie nach zwei Wochen aus.
  5. Legen Sie eine einfache Druckrichtlinie fest: Duplex als Standard, Farbe nur auf explizite Anforderung.
  6. Dokumentieren Sie alle Gerätezugangsdaten und Servicekontakte zentral und für Vertretungsfälle zugänglich.
  7. Prüfen Sie, ob Pull-Printing für sensible Dokumente in Ihrem Betrieb sinnvoll und technisch möglich ist.
  8. Sprechen Sie mit Ihrem IT-Dienstleister über eine regelmäßige Wartung und ein zentrales Monitoring Ihrer Druckumgebung.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich wirklich einen Wartungsvertrag für meinen Drucker?

Das hängt von Ihrem Druckvolumen und der Bedeutung des Geräts für Ihren Betrieb ab. Für ein einzelnes Gerät mit geringem Volumen ist ein Vertrag oft nicht nötig. Sobald ein Drucker oder MFP täglich intensiv genutzt wird oder mehrere Abteilungen davon abhängen, lohnt sich ein Servicevertrag mit garantierten Reaktionszeiten klar – ungeplante Ausfälle kosten in der Regel mehr als der Vertrag. Fragen Sie Ihren Anbieter nach konkreten Reaktions- und Wiederherstellungszeiten, nicht nur nach pauschalen Versprechen.

Sind günstige Drittanbieter-Toner wirklich ein Problem?

In der Praxis erleben wir das gemischt. Qualitativ hochwertige Kompatibel-Toner funktionieren in vielen Geräten problemlos und können Kosten senken. Günstigste No-Name-Produkte dagegen führen häufiger zu Druckqualitätsproblemen, Geräteschäden oder sogar zum Erlöschen der Herstellergarantie. Unsere Empfehlung: Setzen Sie auf zertifizierte Kompatibel-Produkte von Händlern mit Rückgaberecht – oder bleiben Sie bei Originalware, wenn Ihre Geräte noch unter Garantie stehen.

Wie lange sollte ich einen Drucker oder ein MFP nutzen?

Technisch halten viele Geräte 7–10 Jahre. Aus Sicherheitssicht sollten Sie jedoch früher handeln: Sobald ein Hersteller keine Firmware-Updates mehr liefert, wird das Gerät zur potenziellen Sicherheitslücke in Ihrem Netzwerk. Das passiert bei den meisten Geräten nach 5–6 Jahren. Planen Sie den Austausch lieber aktiv, als ein Gerät zu betreiben, das keine Sicherheitsupdates mehr erhält.

Muss ich DSGVO-Anforderungen bei Druckern beachten?

Ja – und das wird in der Praxis unterschätzt. Netzwerkdrucker und MFPs verarbeiten personenbezogene Daten, wenn sie Dokumente zwischenspeichern. Das betrifft Lohnabrechnung, Patientendaten, Angebote oder Verträge. Konkret bedeutet das: Festplatten müssen bei Geräteausgabe bereinigt werden, Zugriffsrechte sollten geregelt sein, und unbeaufsichtigte Druckausgaben sollten durch Pull-Printing vermieden werden. Die TTG GmbH unterstützt bei der DSGVO-konformen Konfiguration.

Was kostet eine professionelle Analyse meiner Druckinfrastruktur?

Eine erste Einschätzung ist in der Regel schnell und unkompliziert möglich – oft reicht ein Gespräch und eine kurze Bestandsaufnahme vor Ort. Die Kosten für eine strukturierte Analyse hängen von der Größe Ihrer Umgebung ab, sind aber überschaubar und amortisieren sich durch eingesparte Druck- und Wartungskosten häufig innerhalb weniger Monate. Ein konkretes Angebot erhalten Sie direkt bei uns.

Über den Autor
Martin Trappe ist Geschäftsführer der TTG Daten- und Bürosysteme GmbH in Dingelstädt. Mit über 25 Jahren Erfahrung im IT-Mittelstand betreut er kleine und mittelständische Unternehmen in Nordthüringen, Eichsfeld und Südniedersachsen. Die TTG GmbH ist ISO/IEC 27001 zertifiziert – dem höchsten Standard für Informationssicherheit.

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