IT Systemhaus oder Eigenverwaltung: Wer kümmert sich besser um Hardware & Lifecycle?
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Veröffentlicht: 25. Juni 2026 · Lesezeit: ca. 13 Minuten
Es ist Montagmorgen. Die Buchhalterin schaltet ihren Rechner ein – und nichts passiert. Der PC ist acht Jahre alt, die Festplatte hat sich in der Nacht still verabschiedet. Ein Backup? Das letzte liegt drei Wochen zurück. Der zuständige Mitarbeiter, der sich nebenbei um IT gekümmert hat, ist im Urlaub. Bis ein Techniker kommt, vergeht ein halber Tag.
Solche Situationen sind kein Ausnahmefall. In vielen Betrieben wird Hardware so lange genutzt, bis sie ausfällt – eine Lifecycle-Planung fehlt, Budgets werden kurzfristig vergeben, und niemand weiß genau, welche Geräte wann ausgetauscht werden müssten.
Die gute Nachricht: Das lässt sich ändern. Die entscheidende Frage ist nur, wer diese Aufgabe übernimmt – ein internes Team oder ein erfahrenes IT Systemhaus. Und die Antwort hängt von Ihrer konkreten Situation ab.
Wenn Unternehmen über die Zusammenarbeit mit einem IT Systemhaus nachdenken, steht im Bereich Hardware & Lifecycle oft eine klare Abwägung im Raum: Soll ein externer Partner die Geräteverwaltung übernehmen, oder lässt sich das intern besser steuern? Diese Entscheidung hat weitreichende Folgen – für Sicherheit, Verfügbarkeit und die tatsächlichen Betriebskosten.
Für mittelständische Betriebe ist Hardware nicht einfach ein Einkaufsposten. Sie ist das Fundament jedes Arbeitsprozesses. Veraltete Geräte, fehlende Wartungsintervalle und ungeplante Ausfälle kosten Zeit und Geld – oft mehr, als eine strukturierte externe Betreuung jemals kosten würde. Laut Lünendonk & Hossenfelder wuchs der IT-Dienstleistungsmarkt in Deutschland zuletzt nur um 2,6 Prozent – ein Zeichen dafür, dass viele Unternehmen Investitionen verschieben, obwohl der Handlungsdruck steigt.
In diesem Artikel vergleichen wir beide Ansätze ehrlich und konkret: Was leistet ein IT Systemhaus beim Hardware-Management, was leistet die Eigenverwaltung – und wann lohnt sich welche Option für Ihren Betrieb? Sie erhalten eine Entscheidungshilfe, Kostentransparenz und eine klare Einschätzung aus der Praxis.
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Umsatz IT-Dienstleistungsmarkt Deutschland (2024) | 51,6 Mrd. Euro | Bitkom / KPMG 2025 |
| Anteil Managed Services am IT-Dienstleistungsmarkt | 20,8 % | Bitkom / KPMG 2025 |
| Wachstum Managed Security Services (2025→2026) | +15,2 % (von 2,095 auf 2,413 Mrd. €) | Statista / BSI 2025 |
| Unternehmen, die Managed Services als strategisch relevant einstufen | 99 % | KPMG 2025 |
Die Entscheidung, vor der viele Betriebe stehen
Hardware-Management klingt nach einer simplen Aufgabe: Geräte kaufen, einrichten, irgendwann ersetzen. In der Praxis erleben wir bei Betrieben im Eichsfeld und in Nordhausen aber regelmäßig dasselbe Bild – PCs im Alter von sieben, acht, manchmal zehn Jahren, keine dokumentierten Wartungsintervalle, kein Budget für die nächste Erneuerungswelle. Wenn dann ein Gerät ausfällt, wird reaktiv gehandelt: schnell kaufen, schnell einrichten, weitermachen.
Genau hier beginnt die eigentliche Frage: Soll ein IT Systemhaus die Hardware-Verwaltung übernehmen, oder bleibt das eine interne Aufgabe? Laut KPMG stufen inzwischen 99 % der Unternehmen Managed Services als strategisch relevant ein – ein deutliches Signal dafür, dass externe IT-Betreuung längst kein Luxus mehr ist, sondern Teil einer funktionierenden Betriebsstrategie.
Die Entscheidung hat zwei Dimensionen: die operative und die strategische. Operativ geht es darum, wer Geräte beschafft, einrichtet, wartet und austauscht. Strategisch geht es darum, wer plant – und zwar vorausschauend, nicht reaktiv.
Für eine fundierte Entscheidung empfehlen wir Ihnen folgende erste Schritte:
- Erfassen Sie, wie alt Ihre Geräte im Durchschnitt sind und wann die letzten Ausfälle aufgetreten sind.
- Prüfen Sie, ob in Ihrem Betrieb jemand dediziert für Hardware-Planung zuständig ist – oder ob das „nebenbei“ läuft.
- Kalkulieren Sie die versteckten Kosten: Ausfallzeiten, Datenverluste, ungeplante Einkäufe.
- Fragen Sie sich, ob Ihre aktuelle IT-Betreuung proaktiv plant oder nur auf Störungen reagiert.
Unsere IT-Infrastruktur & Gerätebetreuung – TTG GmbH zeigt, wie strukturierte Hardware-Betreuung in der Praxis aussieht – von der Bestandsaufnahme bis zum Lifecycle-Plan.
Option A: Hardware-Eigenverwaltung – Stärken und Grenzen
Viele mittelständische Betriebe verwalten ihre IT-Hardware intern – oft durch einen technisch versierten Mitarbeiter, der diese Aufgabe zusätzlich zu seiner eigentlichen Tätigkeit übernimmt. Dieser Ansatz hat durchaus Vorteile: kurze Entscheidungswege, direkte Verfügbarkeit vor Ort und keine Abhängigkeit von externen Reaktionszeiten.
Doch die Grenzen dieses Modells sind real. Wer IT-Infrastruktur nebenher verwaltet, hat weder die Zeit noch die spezialisierten Kenntnisse, um eine systematische Lifecycle-Planung umzusetzen. Das zeigt sich in der Praxis: Geräte werden nicht nach Nutzungszyklen, sondern nach dem Prinzip „läuft noch“ betrieben. Sicherheitsupdates werden verzögert, Garantiefristen ablaufen unbemerkt, und Austauschbudgets werden nicht rechtzeitig eingeplant.
Hinzu kommt: Die BSI – Sichere Clients für KMU empfiehlt klare Vorgaben für Client-Management, Patch-Zyklen und Gerätebeschaffung – Anforderungen, die ohne strukturiertes Prozesswissen kaum einzuhalten sind. Mit der NIS2-Pflicht (seit Ende letzten Jahres deutsches Gesetz, betrifft Betriebe ab 50 Mitarbeitern oder 10 Mio. € Umsatz) steigt der Druck auf dokumentierte IT-Prozesse zusätzlich.
Was die Eigenverwaltung leisten kann – und wo sie typischerweise an ihre Grenzen stößt:
- Stärke: Schnelle Reaktion auf einfache Probleme ohne Koordinationsaufwand.
- Stärke: Kein laufender Dienstleistungsvertrag nötig – flexibel bei geringem Gerätevolumen.
- Grenze: Fehlende Dokumentation führt zu Wildwuchs im Gerätepark.
- Grenze: Wissenstransfer bricht ab, sobald der zuständige Mitarbeiter das Unternehmen verlässt.
- Grenze: Kein systematisches Monitoring – Ausfälle werden erst nach dem Eintreten bemerkt.
- Grenze: Keine belastbaren Zahlen für Budget- und Investitionsplanung.
Werfen Sie auch einen Blick auf die IT-Dienstleistungen der TTG GmbH, um zu sehen, welche Aufgaben ein strukturierter externer Partner konkret übernehmen kann – als Vergleichsgrundlage für Ihre eigene Bestandsaufnahme.
Option B: Hardware-Management durch ein IT Systemhaus – Stärken und Grenzen
Ein erfahrenes IT Systemhaus übernimmt Hardware-Management nicht als Einzelleistung, sondern als strukturierten Prozess: Bestandsaufnahme, Lifecycle-Planung, Beschaffung, Einrichtung, Wartung und geordnete Ablösung. Das klingt nach mehr Aufwand – ist in der Praxis aber das Gegenteil, weil Planung Reaktion ersetzt.
Der zentrale Vorteil liegt in der Systematik. Ein IT Systemhaus weiß, welche Geräte wann das Ende ihres Nutzungszyklus erreichen, welche Sicherheitsupdates ausgelaufen sind und welche Investitionen im nächsten Jahr nötig werden. Das schafft Planbarkeit – für Budget, Personal und Betriebssicherheit.
Laut Lünendonk & Hossenfelder wuchs der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland zuletzt um 2,6 Prozent – gedämpft durch wirtschaftliche Unsicherheiten. Gleichzeitig stieg die Nachfrage nach strukturierten Managed Services und Cybersecurity spürbar. Das zeigt: Unternehmen, die investieren, tun es gezielt in externe Kompetenz.
Ein gutes IT Systemhaus bringt außerdem eine wichtige Qualitätssicherung mit: die ISO/IEC 27001 Zertifizierung – TTG GmbH. Diese Norm belegt, dass IT-Prozesse – einschließlich Geräteverwaltung – nach einem dokumentierten, auditierten Sicherheitsstandard ablaufen. Für Betriebe, die mit sensiblen Daten arbeiten, ist das kein Nice-to-have.
Was ein IT Systemhaus leisten kann – und wo auch hier Grenzen bestehen:
- Stärke: Proaktives Monitoring und strukturierte Lifecycle-Planung statt Reaktion.
- Stärke: Dokumentierter Gerätebestand, Garantieübersicht und Patch-Management aus einer Hand.
- Stärke: Skalierbar – wächst mit Ihrem Unternehmen mit, ohne Personalaufwand intern.
- Stärke: Einkaufsvorteile durch Hersteller-Partnerschaften (z. B. Microsoft-Partner-Status).
- Grenze: Funktioniert nur, wenn klare Prozesse und Kommunikationswege definiert sind.
- Grenze: Für sehr kleine Betriebe (unter 5 Geräte) kann der Rahmenvertrag über dem konkreten Nutzen liegen.
Unsere Einschätzung: Für Betriebe ab etwa 10 Arbeitsplätzen ist ein IT Systemhaus beim Hardware-Lifecycle fast immer die wirtschaftlichere Lösung – weil ungeplante Ausfälle teurer sind als jede Servicepauschale.
Direkte Gegenüberstellung: Wann lohnt sich welche Option?
Die Frage „IT Systemhaus oder Eigenverwaltung?“ lässt sich nicht pauschal beantworten – sie hängt von der Größe Ihres Gerätebestands, Ihren internen Ressourcen und Ihren Sicherheitsanforderungen ab. Die folgende Tabelle gibt Ihnen eine strukturierte Entscheidungshilfe:
| Situation in Ihrem Betrieb | Empfehlung | Warum |
|---|---|---|
| Weniger als 10 Arbeitsplätze, stabile Hardware, kein Wachstum | Eigenverwaltung mit klarem Wartungsplan | Überschaubarer Aufwand, wenn jemand im Haus zuständig ist |
| 10–50 Arbeitsplätze, gemischter Gerätepark, gelegentliche Ausfälle | IT Systemhaus mit Managed Service | Systematische Planung amortisiert sich durch vermiedene Ausfallzeiten |
| Sensible Daten (Gesundheit, Finanzen, Recht), Compliance-Pflichten | IT Systemhaus mit ISO-Zertifizierung | Dokumentierte Prozesse sind Pflicht – intern kaum leistbar |
| Wachsendes Unternehmen, neue Standorte, Mitarbeiterwechsel | IT Systemhaus | Skalierbarkeit und zentrale Dokumentation sind entscheidend |
| IT-Fachkraft im Haus, strukturierte Prozesse bereits vorhanden | Hybridmodell: intern + externer Partner für Spezialthemen | Eigene Stärken nutzen, Lücken gezielt schließen |
Ein wichtiger Faktor, der in der Eigenverwaltung oft unterschätzt wird: die Compliance-Anforderungen. Die NIS2-Richtlinie betrifft seit ihrer Umsetzung in deutsches Recht rund 29.500 Unternehmen – ab 50 Mitarbeitern oder 10 Mio. € Jahresumsatz, in 18 Sektoren. Geschäftsführer haften dabei persönlich. Ein dokumentierter Gerätebestand und nachweisbare Patch-Prozesse sind in diesem Kontext keine optionale Ergänzung.
Praktische Empfehlungen für Ihre Entscheidung:
- Zählen Sie Ihre aktiven Arbeitsplätze und prüfen Sie das Durchschnittsalter der Geräte.
- Bewerten Sie, ob in Ihrem Betrieb dokumentierte IT-Prozesse vorhanden sind.
- Klären Sie, ob Ihre Branche unter NIS2 oder andere Compliance-Vorgaben fällt.
- Holen Sie sich eine sichere Hardware-Verwaltung für KMU – TTG GmbH als Vergleichsangebot – und rechnen Sie dann den Eigenverwaltungsaufwand ehrlich dagegen.
Was die Praxis zeigt: Erfahrungen aus Betrieben in der Region
Theorie und Praxis klaffen beim Thema Hardware-Lifecycle häufig auseinander. Was wir in Betrieben der Region regelmäßig beobachten: Die meisten Unternehmer unterschätzen, wie viel Zeit interne Mitarbeiter mit IT-Problemen verbringen – und wie wenig davon geplant ist.
Ein typisches Bild aus dem Handwerk: Ein Betrieb mit 18 Mitarbeitern hat seinen Gerätepark nie systematisch erfasst. Vier verschiedene Gerätegenerationen laufen nebeneinander, Updates werden unregelmäßig eingespielt, ein einheitliches Backup-System fehlt. Als ein Notebook mit Kundendaten ausfällt, kostet die Wiederherstellung zwei Arbeitstage – wertvolle Zeit, die niemand eingeplant hatte.
Nach der Umstellung auf ein strukturiertes Hardware-Management durch ein IT Systemhaus verändert sich das Bild grundlegend: Geräte sind dokumentiert, Garantieinformationen zentral abrufbar, Austauschbudgets werden frühzeitig eingeplant. Der Betrieb kauft nicht mehr reaktiv, sondern nach Plan.
Laut Bitkom gehören generative KI, Cloud und Cybersecurity zu den Technologien mit der stärksten Nachfrage nach externen IT-Dienstleistungen. Hardware-Lifecycle ist dabei die Basis: Ohne gepflegte, aktuelle Geräte lassen sich weder Cloud-Dienste noch Sicherheitslösungen zuverlässig betreiben.
Was Betriebe aus der Praxis berichten:
- Nach der ersten strukturierten Bestandsaufnahme entdecken viele Betriebe Geräte, die längst hätten abgelöst werden sollen.
- Budgetplanungen für IT werden realistischer, wenn ein klarer Lifecycle-Plan als Grundlage dient.
- Mitarbeiter arbeiten produktiver, wenn Geräte zuverlässig funktionieren und Updates automatisch eingespielt werden.
- Die Einführung von Managed Services reduziert die Zahl spontaner IT-Störungen spürbar.
Wenn Sie wissen möchten, wie andere Betriebe in Ihrer Region diesen Schritt gemacht haben, sprechen Sie direkt mit uns: Über TTG GmbH – Ihr IT-Partner seit über 25 Jahren.
Kosten und Aufwand: Was Sie wirklich einplanen müssen
Wer Hardware-Management intern abwickelt, zahlt keine Servicepauschale – aber er zahlt trotzdem. Die tatsächlichen Kosten verstecken sich in Ausfallzeiten, ungeplanten Notfallkäufen, Überstunden des internen Kümmerers und nicht zuletzt im Produktivitätsverlust der betroffenen Mitarbeiter. Diese Kosten erscheinen nicht auf der IT-Rechnung, aber sie sind real.
Ein strukturierter Vergleich zeigt: Ein Arbeitsausfall von vier Stunden bei einem Mitarbeiter mit 3.500 € Bruttogehalt kostet das Unternehmen – inklusive Lohnnebenkosten – etwa 100 bis 130 Euro. Passiert das drei- bis viermal im Jahr wegen vermeidbarer Hardware-Probleme, ist eine Managed-Service-Pauschale für denselben Arbeitsplatz oft bereits gedeckt.
Der Markt für Managed Security Services in Deutschland wächst von 2,095 Milliarden Euro auf voraussichtlich 2,413 Milliarden Euro – ein Plus von 15,2 Prozent innerhalb eines Jahres (Statista 2025). Das zeigt: Betriebe erkennen den wirtschaftlichen Nutzen professioneller externer Betreuung zunehmend – nicht als Kostenfaktor, sondern als Investition in Verfügbarkeit und Sicherheit.
Das BSI empfiehlt für Unternehmen jeder Größe klare Prozesse im Client-Management – von der Gerätebeschaffung bis zur sicheren Entsorgung. Wer diese Prozesse intern aufbauen möchte, braucht Zeit, Knowhow und Dokumentationsaufwand. Wer sie extern einkauft, bekommt sie schlüsselfertig.
Als ISO/IEC 27001-zertifizierter IT-Partner mit über 25 Jahren Erfahrung in Nordthüringen begleiten wir bei der TTG GmbH Betriebe in Nordhausen und der gesamten Region bei genau dieser Abwägung. Unsere Erfahrung: Die meisten Unternehmen, die von Eigenverwaltung auf strukturiertes IT-Management umsteigen, wünschen sich, diesen Schritt früher gemacht zu haben.
Was Sie bei der Kostenkalkulation konkret beachten sollten:
- Rechnen Sie den internen Zeitaufwand für IT-Aufgaben in Euro um – mindestens 1–2 Stunden pro Gerät und Monat sind realistisch.
- Berücksichtigen Sie Garantie- und Wartungskosten für ältere Geräte, die ohne Lifecycle-Plan weiterlaufen.
- Planen Sie Ersatzbeschaffungen nicht reaktiv, sondern auf Basis eines Lifecycle-Kalenders (Zyklus: 4–5 Jahre für Clients).
- Prüfen Sie, ob Förderprogramme – etwa über die BAFA – für Ihre IT-Modernisierung genutzt werden können.
Für eine erste Orientierung lassen Sie sich die Hardware-Migration jetzt planen lassen – ohne Verpflichtung, dafür mit konkreten Zahlen für Ihren Betrieb.
Unsere Einschätzung: Welche Option für welchen Betrieb – und warum
Nach mehr als 25 Jahren IT-Betreuung von Betrieben in Nordthüringen, Eichsfeld und Südniedersachsen haben wir eine klare Einschätzung: Die Frage ist nicht, ob ein IT Systemhaus besser ist als Eigenverwaltung – die Frage ist, ab wann es besser ist. Und diese Grenze liegt in der Praxis fast immer früher, als Unternehmer zunächst annehmen.
Für Betriebe mit bis zu 8–10 Arbeitsplätzen, stabiler Hardware und einem technisch versierten Mitarbeiter im Haus kann eine strukturierte Eigenverwaltung mit klaren Prozessen funktionieren – vorausgesetzt, sie ist wirklich strukturiert und nicht nur ad hoc. Sobald jedoch Geräteanzahl, Standorte oder Sicherheitsanforderungen steigen, kippt die Rechnung.
Unserer Erfahrung nach reicht ein gut gemeintes „wir kümmern uns selbst drum“ für die meisten wachsenden Betriebe dauerhaft nicht aus. Nicht weil interne Mitarbeiter schlechte Arbeit leisten – sondern weil Lifecycle-Management, Compliance-Dokumentation und proaktives Monitoring Vollzeit-Aufmerksamkeit brauchen, die intern schlicht nicht da ist.
Was wir empfehlen – je nach Betriebsgröße:
- Unter 10 Mitarbeiter: Mindestens einen jährlichen Hardware-Check durch ein IT Systemhaus – auch wenn Sie die Tagesverwaltung intern halten.
- 10–50 Mitarbeiter: Managed Service mit Lifecycle-Planung und proaktivem Monitoring – der Aufwand amortisiert sich spürbar.
- Über 50 Mitarbeiter oder Compliance-Pflichten: Vollständige externe Betreuung durch ein zertifiziertes IT Systemhaus – intern nicht mehr wirtschaftlich darstellbar.
Wer ein IT Systemhaus wählt, sollte dabei auf drei Dinge achten: lokale Präsenz (damit Vor-Ort-Service wirklich funktioniert), nachgewiesene Zertifizierungen (ISO/IEC 27001 als Mindeststandard für sicherheitskritische Prozesse) und nachvollziehbare Referenzen aus der Region. Versprechen kann viel – belegen können das nur wenige.
Die Entscheidung für ein strukturiertes Hardware-Management ist keine IT-Entscheidung. Sie ist eine unternehmerische Entscheidung über Verlässlichkeit, Planbarkeit und Sicherheit Ihrer Prozesse. Und die lohnt sich fast immer.
Ihre Checkliste: So starten Sie jetzt
- Erfassen Sie alle aktiven IT-Geräte in Ihrem Betrieb – inklusive Alter, Garantiestatus und zuständiger Person.
- Prüfen Sie, welche Geräte älter als fünf Jahre sind und noch keine Lifecycle-Planung haben.
- Berechnen Sie den internen Zeitaufwand für IT-Aufgaben der letzten zwölf Monate – in Stunden und Euro.
- Klären Sie, ob Ihr Betrieb unter NIS2-Pflichten fällt (ab 50 Mitarbeiter oder 10 Mio. € Umsatz in relevanten Sektoren).
- Holen Sie einen strukturierten Lifecycle-Vorschlag von einem IT Systemhaus ein – als Vergleichsgrundlage zur Eigenverwaltung.
- Prüfen Sie, ob Ihr potenzieller IT-Partner ISO/IEC 27001-zertifiziert ist – besonders bei sensiblen Daten.
- Sprechen Sie Fördermöglichkeiten für IT-Modernisierung an – z. B. über BAFA oder regionale Förderprogramme.
- Vereinbaren Sie einen konkreten Termin zur Hardware-Bestandsaufnahme – dieser erste Schritt kostet weniger als ein ungeplanter Ausfall.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet ein IT Systemhaus für die Hardware-Betreuung im Monat?
Die Kosten variieren stark je nach Geräteanzahl, Leistungsumfang und Standort. Typisch sind Managed-Service-Pauschalen zwischen 30 und 80 Euro pro Arbeitsplatz und Monat – inklusive Monitoring, Updates und Ansprechpartner. Klingt viel? Rechnen Sie dagegen: Ein einziger ungeplanter Ausfall mit vier Stunden Produktivitätsverlust kostet einen vergleichbaren Betrag. Die meisten Betriebe stellen fest, dass sich die Kosten bereits im ersten Halbjahr amortisieren.
Können wir die Hardware-Verwaltung nicht einfach intern belassen und nur bei Problemen einen Dienstleister rufen?
Das ist möglich – aber teuer. Reaktiver Support ist fast immer kostspieliger als präventive Betreuung, weil Notfälle Priorität haben und entsprechend berechnet werden. Hinzu kommt: Wer nur bei Problemen anruft, bekommt keine Lifecycle-Planung, keine Dokumentation und keine Compliance-Unterstützung. Für Betriebe mit weniger als 10 Geräten kann das funktionieren – für alle anderen empfehlen wir einen strukturierten Rahmenvertrag.
Wie lange dauert es, bis ein IT Systemhaus unsere Geräte vollständig kennt und betreut?
Eine vollständige Bestandsaufnahme dauert je nach Betriebsgröße zwischen einem halben und zwei Arbeitstagen. Danach steht ein dokumentierter Gerätebestand mit Garantie- und Lifecycle-Informationen. Die erste proaktive Wartung und Optimierung schließt sich direkt an. Für die meisten Betriebe bedeutet das: innerhalb von zwei bis vier Wochen läuft die Betreuung vollständig – ohne großen Aufwand intern.
Was passiert mit unseren alten Geräten, wenn sie ausgetauscht werden – DSGVO-konform?
Die sichere Entsorgung alter Hardware ist Teil des Lifecycle-Managements und wird von seriösen IT Systemhäusern mitgedacht. Daten auf Festplatten müssen gemäß DSGVO nachweisbar gelöscht oder physisch vernichtet werden. Ein zertifiziertes IT Systemhaus stellt dafür Löschnachweise aus – wichtig besonders für Betriebe mit Kunden- oder Gesundheitsdaten. Klären Sie diesen Punkt bei der Auswahl Ihres Partners ausdrücklich.
Macht es einen Unterschied, ob das IT Systemhaus lokal ansässig ist oder remote arbeitet?
Bei reinen Cloud-Diensten ist der Standort weniger relevant. Bei Hardware jedoch schon: Defekte Geräte, Vor-Ort-Einrichtung, Netzwerktechnik oder ein schneller Austausch im Notfall erfordern physische Präsenz. Ein lokaler Partner kennt außerdem die regionalen Gegebenheiten, kann kurzfristig reagieren und ist persönlich erreichbar – das ist in der Praxis ein erheblicher Vorteil gegenüber anonymen Ferndienstleistern.
Martin Trappe ist Geschäftsführer der TTG Daten- und Bürosysteme GmbH in Dingelstädt. Mit über 25 Jahren Erfahrung im IT-Mittelstand betreut er kleine und mittelständische Unternehmen in Nordthüringen, Eichsfeld und Südniedersachsen. Die TTG GmbH ist ISO/IEC 27001 zertifiziert – dem höchsten Standard für Informationssicherheit.
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IT-Infrastruktur sicher modernisieren
Veraltete Hardware kostet Zeit und Geld. Die TTG GmbH plant und realisiert Ihre IT-Migration – ohne Produktionsausfälle, für KMU in Nordthüringen und Eichsfeld.