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Backup und Recovery: Was in der Praxis wirklich funktioniert – und was nicht

Inhaltsverzeichnis

Veröffentlicht: 17. Juni 2026 · Lesezeit: ca. 15 Minuten

Es ist Montagmorgen. Die Buchhaltung öffnet die Warenwirtschaft – und bekommt eine Fehlermeldung. Der Server antwortet nicht. Ein Kollege aus der Fertigung meldet, dass auch die Maschinendaten der letzten Nachtschicht fehlen. Die Geschäftsführerin erinnert sich: Es gibt ein Backup. Es läuft doch jeden Abend automatisch, hat die IT einmal erklärt.

Was folgt, ist keine Katastrophe – aber ein sehr unangenehmer Vormittag. Denn als der IT-Dienstleister prüft, wohin das Backup eigentlich gesichert wurde, stellt sich heraus: Das Zielverzeichnis war seit Wochen voll. Die letzten erfolgreichen Sicherungen liegen acht Tage zurück. Acht Tage Auftragsdaten, Lieferscheine, Maschinenlaufzeiten – weg.

Keine Erpressung, kein Hackerangriff, kein Feuer. Nur ein voller Speicher und eine Backup-Lösung, die still und leise aufgehört hatte zu funktionieren. Dieses Szenario ist kein Einzelfall – es ist eine der häufigsten Situationen, mit denen wir als IT-Systemhaus konfrontiert werden.

Backup und Recovery gelten in vielen Betrieben als erledigt: Ein automatischer Job läuft, irgendwo wird etwas gesichert, und das Thema ist aus dem Kopf. Was dabei systematisch übersehen wird, ist die Frage, ob diese Sicherung im Ernstfall tatsächlich funktioniert – und wie lange eine Wiederherstellung dauert. Genau diese Lücke kostet Unternehmen im Ernstfall Zeit, Geld und Vertrauen.

Die Zahlen sind deutlich: Laut BSI-Lagebericht richten sich 80 % der registrierten Cyberangriffe in Deutschland gegen kleine und mittlere Unternehmen. Gleichzeitig testen laut einer aktuellen KMU-Studie ganze 72 % der befragten Betriebe ihre Backups nur selten oder gar nicht auf Wiederherstellbarkeit. Das bedeutet: Die meisten Unternehmen vertrauen auf Sicherungen, die sie im Ernstfall noch nie unter realen Bedingungen geprüft haben.

In diesem Beitrag teilen wir als IT-Systemhaus unsere Erfahrungen aus dem Tagesgeschäft: Welche Ausgangssituationen wir antreffen, welche Fehler immer wieder vorkommen, was sich durch eine strukturierte Backup-Strategie konkret verbessert – und was wir Ihnen als Unternehmer direkt empfehlen, ohne Umwege.

KennzahlWertQuelle
Anteil der Cyberangriffe in Deutschland, die sich gegen KMU richten80 %BSI-Lagebericht 2024
KMU, die Backups selten oder nie auf Wiederherstellbarkeit testen72 %Data Reverse KMU-Backup-Studie 2025
Angegriffene Organisationen, die weniger als 50 % ihrer Daten wiederherstellen konnten57 %Veeam Ransomware Trends Report 2025
Deutsche KMU ohne funktionsfähigen Notfallplan trotz hoher BetroffenheitsrateRund die HälfteMicrosoft-Studie 2024

Was wir bei Backup und Recovery immer wieder sehen: Ein Blick aus der Beraterpraxis

Was wir bei Backup und Recovery immer wieder sehen: Ein Blick aus der Beraterpraxis – Backup und Recovery

Wenn wir als IT-Systemhaus neu zu einem Unternehmen kommen, ist Backup und Recovery eines der ersten Themen, das wir uns gemeinsam anschauen. Und fast immer erleben wir dasselbe Muster: Es gibt eine Lösung, sie läuft seit Jahren – aber niemand hat sie jemals ernsthaft geprüft.

Ein typisches Beispiel aus unserer Praxis: Ein mittelständischer Betrieb aus der Region Dingelstädt hatte über Jahre eine externe Festplatte als einzigen Backup-Speicher genutzt. Das Laufwerk hing dauerhaft am Server – was bedeutete, dass bei einem Ransomware-Angriff auch das Backup sofort verschlüsselt worden wäre. Zum Glück ist das in diesem Fall nicht passiert. Aber die Schwachstelle war real.

Laut BSI – Empfehlungen zur Datensicherung sind genau solche Konstellationen – fehlende Trennung, fehlende Verschlüsselung, fehlende Tests – die häufigsten Ursachen für Datenverluste im Unternehmensumfeld. Der BSI-Lagebericht 2024 bestätigt: 80 % der registrierten Cyberangriffe in Deutschland richten sich gegen kleine und mittlere Unternehmen.

Was wir in solchen Erstgesprächen häufig antreffen, lässt sich in drei Punkte zusammenfassen:

  • Das Backup läuft zwar automatisch, aber niemand prüft regelmäßig, ob es erfolgreich war.
  • Es gibt keine klare Trennung zwischen Produktionssystem und Backup-Speicher.
  • Ein Wiederherstellungsplan existiert auf dem Papier – aber wurde noch nie in der Praxis erprobt.

Unsere Empfehlung an dieser Stelle: Betrachten Sie Ihre aktuelle Backup-Lösung nicht als gegeben. Schauen Sie sich gemeinsam mit Ihrem IT-Partner an, was wirklich gesichert wird, wohin – und ob es im Ernstfall nutzbar ist. Die IT-Infrastruktur & Datensicherung – TTG GmbH beginnt genau dort: mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme.

  • Fragen Sie Ihren IT-Dienstleister nach dem letzten dokumentierten Backup-Test.
  • Prüfen Sie, ob das Backup-Medium physisch vom Produktionsnetz getrennt ist.
  • Stellen Sie sicher, dass Backup-Protokolle regelmäßig ausgewertet werden – nicht nur im Fehlerfall.

Typische Ausgangssituation bei Backup und Recovery: So starten die meisten Unternehmen

Die meisten Betriebe, die zu uns kommen, haben kein Datensicherungsproblem aus Nachlässigkeit – sie haben eines aus Gewohnheit. Irgendwann wurde eine Lösung eingerichtet, sie hat funktioniert, und seitdem läuft sie still im Hintergrund. Niemand zweifelt daran, dass das weiterhin so ist.

Die konkrete Ausgangslage sieht dabei oft so aus: Ein einfaches NAS-Laufwerk im Büro, eine Backup-Software, die täglich oder wöchentlich Daten sichert, und ein diffuses Gefühl, dass „das schon passt“. Laut der Data Reverse KMU-Backup-Studie sichern 77 % der befragten deutschen Unternehmen ihre Daten mindestens wöchentlich – ein solider Wert. Das eigentliche Problem liegt woanders: 72 % dieser Betriebe haben noch nie oder nur selten getestet, ob die gesicherten Daten auch tatsächlich wiederherstellbar sind.

Das bedeutet: Fast drei von vier Betrieben verlassen sich auf ein Sicherheitsnetz, das möglicherweise Löcher hat – ohne es zu wissen. Hinzu kommt, dass viele Backup-Lösungen mit der Zeit technisch überholt wurden: Die gesicherten Dateimengen wachsen, neue Anwendungen kommen hinzu, aber die Backup-Strategie bleibt unverändert.

Typische Merkmale dieser Ausgangssituation:

  • Backup läuft auf einem Gerät, das dauerhaft mit dem Netzwerk verbunden ist.
  • Es gibt keine automatische Benachrichtigung bei fehlgeschlagenen Sicherungen.
  • Die Backup-Software ist veraltet oder wird nicht mehr aktiv gepflegt.
  • Neue Systeme oder Cloud-Anwendungen werden nicht mitgesichert.
  • Es fehlt eine klare Zuständigkeit: Wer prüft das Backup? Wer handelt, wenn etwas fehlt?

Diese Situation ist nicht gefährlich, weil jemand schlecht gearbeitet hat – sie ist gefährlich, weil niemand aktiv hingeschaut hat. Professionelles Backup & Datensicherung durch die TTG GmbH bedeutet genau das: regelmäßige Überprüfung, klare Verantwortlichkeiten und eine Strategie, die mit Ihrem Unternehmen wächst.

Unsere Empfehlung: Nehmen Sie sich einmal im Jahr eine Stunde Zeit, um Ihre Backup-Lösung gemeinsam mit Ihrem IT-Partner zu hinterfragen. Folgende Fragen helfen dabei:

  • Welche Systeme und Daten werden gesichert – und welche nicht?
  • Wann wurde zuletzt eine vollständige Wiederherstellung getestet?
  • Wer bekommt eine Meldung, wenn ein Backup fehlschlägt?

Fehler Nr. 1: Backups existieren – aber kein Mensch testet sie

Das ist der häufigste Fehler, den wir in der Praxis antreffen – und gleichzeitig der am schwersten zu erkennende: Die Datensicherung läuft, die Protokolle zeigen grünes Licht, und doch ist im Ernstfall keine verwertbare Sicherung vorhanden. Warum? Weil ein Backup, das nie wiederhergestellt wurde, kein funktionierendes Backup ist.

Laut der Data Reverse KMU-Backup-Studie testen 72 % der befragten deutschen Unternehmen ihre Backups selten oder nie auf Wiederherstellbarkeit. Das ist eine erschreckend hohe Zahl – zumal ein Restore-Test der einzige Weg ist, um sicher zu sein, dass die Sicherung auch wirklich nutzbar ist. Backup-Software kann Fehler melden oder auch nicht. Dateien können inkonsistent gesichert werden. Datenbanken können im gesicherten Zustand korrupt sein – ohne dass das in den Logs sichtbar ist.

Der BSI empfiehlt zur Datensicherung ausdrücklich regelmäßige Wiederherstellungstests als festen Bestandteil jeder Backup-Strategie – nicht als einmalige Maßnahme, sondern als wiederkehrenden Prozess. Denn im Ernstfall bleibt keine Zeit für das Lernen.

Was passiert, wenn ein Restore-Test fehlt? Der Veeam Ransomware Trends Report zeigt: Von den attackierten Organisationen konnten 57 % weniger als die Hälfte ihrer Daten wiederherstellen. Das liegt häufig nicht daran, dass kein Backup vorhanden war – sondern daran, dass das vorhandene Backup nicht vollständig oder nicht konsistent war.

Unsere Einschätzung: Ein Backup-Test einmal pro Quartal ist realistisch und ausreichend für die meisten Betriebe. Das klingt aufwändig, ist es aber nicht – ein strukturierter Teilrestore einer wichtigen Anwendung dauert in der Regel zwei bis drei Stunden. Als IT-Systemhaus, das die ISO/IEC 27001 zertifiziert – TTG GmbH betreibt, sind regelmäßige Restore-Tests für uns kein Sonderaufwand – sie sind Standard.

  • Planen Sie quartalsweise einen dokumentierten Restore-Test für mindestens ein kritisches System.
  • Testen Sie nicht nur Dateien, sondern auch Datenbanken und Anwendungsdaten.
  • Dokumentieren Sie das Ergebnis des Tests: Was wurde wiederhergestellt, wie lange hat es gedauert?
  • Legen Sie fest, wer für die Durchführung und Auswertung verantwortlich ist.

Fehler Nr. 2: Eine Kopie ist keine Sicherheit – das 3-2-1-Prinzip in der Praxis

Fehler Nr. 2: Eine Kopie ist keine Sicherheit – das 3-2-1-Prinzip in der Praxis – TTG GmbH Dingelstädt

Der zweithäufigste Fehler, den wir beobachten, ist weniger offensichtlich: Viele Betriebe haben tatsächlich ein Backup – aber nur eines, an einem einzigen Ort, auf einem einzigen Medium. Das fühlt sich nach Absicherung an. Ist es aber nicht.

Das Szenario: Ein Unternehmen sichert täglich auf ein NAS-Laufwerk im gleichen Büroraum wie der Produktionsserver. Bei einem Brand, einem Wasserschaden oder einem Einbruch sind Server und Backup gleichzeitig verloren. Bei einem Ransomware-Angriff, der sich durchs Netzwerk ausbreitet, ist das dauerhaft verbundene NAS ebenfalls betroffen. Das Backup löst das Problem nicht – es ist Teil des Problems.

Die Lösung ist das sogenannte 3-2-1-Prinzip, das von IT-Sicherheitsexperten und dem BSI gleichermaßen empfohlen wird: Drei Kopien der Daten, auf zwei verschiedenen Medientypen, davon eine außerhalb des Unternehmensstandorts. Dieses Prinzip klingt einfach – in der Praxis setzen es jedoch weit weniger Betriebe um, als man vermuten würde.

Besonders relevant ist in diesem Zusammenhang das Konzept der Immutable Backups: Sicherungen, die nach dem Schreiben nicht mehr verändert oder gelöscht werden können – weder durch Benutzer noch durch Schadsoftware. Lösungen wie Veeam – Backup & Disaster Recovery bieten genau das: unveränderliche Backups in der Cloud oder auf gesonderten Speichersystemen, die auch bei einem aktiven Angriff nicht kompromittiert werden können.

Laut Microsoft-Studie verfügt bestenfalls die Hälfte der deutschen KMU über einen funktionsfähigen Notfallplan. Und ein Notfallplan ohne externes oder immutables Backup ist wenig wert, wenn im Ernstfall beide Kopien betroffen sind. Nutzen Sie die Managed Services der TTG GmbH, um Ihre Backup-Architektur nach dem 3-2-1-Prinzip strukturiert aufzubauen.

  • Stellen Sie sicher, dass mindestens eine Backup-Kopie physisch oder logisch vom Produktionsnetz getrennt ist.
  • Prüfen Sie, ob Ihre Backup-Lösung Immutable Backups unterstützt.
  • Lagern Sie eine Sicherungskopie außerhalb Ihres Unternehmensgebäudes – in der Cloud oder an einem externen Standort.
  • Dokumentieren Sie, welche Daten wie oft gesichert werden und wer dafür verantwortlich ist.
SituationEmpfehlungWarum
Backup nur auf internem NASZusätzliche Cloud-Sicherung einrichtenSchutz vor Ransomware, Brand und Diebstahl
Backup vorhanden, aber nie getestetQuartalsweisen Restore-Test einplanenUngetestete Backups sind keine Garantie
Kein Notfallplan vorhandenRecovery-Plan mit IT-Partner erarbeitenIm Ernstfall zählt jede Minute

Was danach besser wird: Konkrete Verbesserungen durch eine strukturierte Backup und Recovery-Strategie

Wenn Unternehmen ihre Backup-Strategie strukturiert überarbeiten, berichten sie fast ausnahmslos von denselben Verbesserungen: mehr Klarheit, mehr Sicherheit – und überraschend wenig zusätzlichem Aufwand im laufenden Betrieb. Das Gegenteil von dem, was viele vorher befürchtet haben.

Was sich konkret ändert: Statt eines stillen Backup-Jobs, der im Hintergrund läuft, gibt es nun ein klares Monitoring mit automatischen Meldungen bei Fehlern. Statt Hoffnung gibt es Dokumentation: Wer hat das letzte Backup geprüft, wann wurde zuletzt ein Restore-Test durchgeführt, wie lange hat die Wiederherstellung gedauert? Diese Zahlen machen den Unterschied zwischen einem Backup-Konzept und einer Backup-Strategie.

Ein konkretes Ergebnis, das wir in der Praxis sehen: Betriebe, die auf eine strukturierte Lösung mit automatischem Monitoring und regelmäßigen Tests umgestellt haben, reduzieren ihre durchschnittliche Wiederherstellungszeit im Ernstfall erheblich. Wo vorher niemand wusste, wo welche Daten liegen und wer im Ernstfall handeln muss, gibt es nun klare Prozesse – und damit deutlich geringere Ausfallzeiten.

Der Veeam Ransomware Trends Report zeigt: Nur 10 % der attackierten Organisationen konnten mehr als 90 % ihrer Daten wiederherstellen. Das ist eine ernüchternde Zahl – aber sie macht deutlich, wie groß der Unterschied zwischen einer gut geplanten und einer ungeplanten Backup-Lösung ist. Unternehmen, die investieren, zählen zu den 10 %. Die anderen 90 % lernen es auf die harte Tour.

Als regionaler IT-Partner, der Betriebe in Nordthüringen und Südniedersachsen seit über zwei Jahrzehnten begleitet, sehen wir: Der Aufwand für eine professionelle Backup-Strategie ist überschaubar. Was sich nicht überschauen lässt, sind die Kosten eines Ausfalls ohne Absicherung. Mehr zur regionalen Präsenz und Erreichbarkeit finden Sie unter Ihr IT-Systemhaus in Nordthüringen – TTG GmbH.

  • Richten Sie automatische Statusmeldungen ein, die bei fehlgeschlagenen Backups sofort alarmieren.
  • Definieren Sie klare RTO- und RPO-Ziele: Wie lange darf Ihr Betrieb ausfallen? Wie viel Datenverlust ist akzeptabel?
  • Legen Sie schriftlich fest, wer im Ernstfall welche Schritte ausführt – und testen Sie diesen Plan.
  • Prüfen Sie, ob Ihre bestehende Lösung auch Cloud-Anwendungen und Mobilgeräte einschließt.
  • Kalkulieren Sie die Kosten einer modernen Backup-Lösung gegen den potenziellen Schaden eines Ausfalls – die Rechnung ist fast immer eindeutig.

Drei Erkenntnisse, die wir gerne früher gewusst hätten

Nach Jahren der Beratung und Betreuung von Unternehmen in der Region – von Handwerksbetrieben in Dingelstädt bis hin zu Maschinenbauern im südniedersächsischen Raum – gibt es drei Erkenntnisse, die wir immer wieder teilen. Nicht als Theorie, sondern als gelebte Erfahrung.

Erkenntnis 1: Ein Backup ohne Wiederherstellungsplan ist eine halbe Lösung. Die technische Sicherung allein reicht nicht. Was fehlt, ist die Antwort auf die Frage: Was tun wir, wenn das Backup gebraucht wird? Wer entscheidet, welche Systeme zuerst wiederhergestellt werden? Wer informiert Kunden und Lieferanten? Diese organisatorischen Fragen sind genauso wichtig wie die technischen – und werden trotzdem oft vergessen. Das BSI empfiehlt dazu konkret die Erstellung und regelmäßige Überprüfung eines Notfallplans.

Erkenntnis 2: Ransomware-Angriffe richten sich heute gezielt gegen Backups. Was früher selten vorkam, ist heute Standardvorgehen vieler Angreifer: Bevor die eigentliche Verschlüsselung beginnt, werden Backups gesucht und ebenfalls verschlüsselt oder gelöscht. Immutable Backups – schreibgeschützte Sicherungen, die sich nicht nachträglich verändern lassen – sind deshalb keine Zusatzausstattung mehr. Sie sind notwendiger Basisschutz. Jedes dritte KMU war laut Microsoft-Studie im vergangenen Jahr von einem Cyberangriff betroffen.

Erkenntnis 3: Testen schafft Vertrauen – und spart im Ernstfall Zeit. Betriebe, die regelmäßig Restore-Tests durchführen, sind nicht nur besser abgesichert. Sie sind auch ruhiger, wenn etwas passiert – weil sie wissen, dass die Sicherung funktioniert. Das ist ein Unterschied, den man nicht unterschätzen sollte.

Als Backup-Strategie von TTG GmbH planen lassen: Als ISO/IEC 27001-zertifizierter IT-Partner mit über 25 Jahren Erfahrung in Nordthüringen und dem Eichsfeld stehen wir für genau diese Art von strukturierter, ehrlicher Beratung. Nicht Produkte verkaufen, sondern Lösungen entwickeln, die zu Ihrem Betrieb passen.

  • Erarbeiten Sie einen schriftlichen Notfall- und Wiederherstellungsplan – auch wenn er zunächst einfach ist.
  • Setzen Sie auf Backup-Lösungen mit Immutable-Funktion, um Ransomware-Angriffen standzuhalten.
  • Führen Sie Restore-Tests durch und dokumentieren Sie die Ergebnisse schriftlich.

Was wir Ihnen direkt empfehlen: Klarer Rat zu Backup und Recovery ohne Umwege

Wenn Sie als Unternehmer jetzt einen konkreten nächsten Schritt suchen, dann ist es dieser: Prüfen Sie noch diese Woche, ob Ihre Backup-Lösung die folgenden drei Grundvoraussetzungen erfüllt. Wenn nicht, handeln Sie – bevor es jemand anderes erzwingt.

Erstens: Werden alle relevanten Systeme gesichert? Nicht nur der Hauptserver, sondern auch Buchaltungs- und ERP-Systeme, Mobilgeräte, Cloud-Anwendungen und – falls vorhanden – Produktions- oder Maschinendaten. Gerade in Betrieben mit vernetzter Fertigung entstehen hier oft blinde Flecken.

Zweitens: Gibt es mindestens eine Sicherungskopie, die physisch oder logisch vom restlichen Netzwerk getrennt ist? Das BSI-Lagebericht 2024 zeigt: täglich werden im Schnitt 309.000 neue Schadprogramm-Varianten bekannt – ein Anstieg von rund 26 % gegenüber dem Vorjahr. Wer glaubt, sein Netzwerk sei sicher vor jeder neuen Variante, unterschätzt die Dynamik der Bedrohungslage.

Drittens: Gibt es einen schriftlichen Wiederherstellungsplan, der festlegt, wer was wann tut – und der in den letzten zwölf Monaten mindestens einmal erprobt wurde? Laut Microsoft-Studie hat bestenfalls die Hälfte der deutschen KMU einen funktionsfähigen Notfallplan. Das bedeutet: In mindestens jedem zweiten Betrieb ist diese Frage noch offen.

Unsere klare Empfehlung: Warten Sie nicht auf den Ernstfall. Ein strukturiertes Backup- und Recovery-Konzept ist keine Investition in den Worst Case – es ist eine Investition in die Stabilität Ihres laufenden Betriebs. Für Unternehmen im Eichsfeld und Südniedersachsen, die ihre Backup-Strategie konkret überarbeiten möchten, stehen wir als erster Ansprechpartner zur Verfügung.

  • Prüfen Sie, welche Systeme und Datenbereiche aktuell nicht gesichert werden.
  • Hinterfragen Sie, ob Ihr Backup bei einem Ransomware-Angriff wirklich unerreichbar wäre.
  • Erstellen Sie einen einfachen Notfallplan – oder lassen Sie ihn gemeinsam mit Ihrem IT-Partner erarbeiten.
  • Planen Sie den nächsten Restore-Test fest in den Kalender ein.
  • Sprechen Sie mit Ihrem IT-Dienstleister über Immutable Backups und deren Umsetzbarkeit in Ihrer Umgebung.

Ihre Checkliste: So starten Sie jetzt

  1. Prüfen Sie, welche Systeme, Anwendungen und Datenbereiche aktuell in Ihre Datensicherung eingeschlossen sind – und welche nicht.
  2. Stellen Sie sicher, dass mindestens eine Backup-Kopie physisch oder logisch vom Produktionsnetz getrennt ist (externes Laufwerk offline, Cloud-Speicher oder separates Rechenzentrum).
  3. Aktivieren Sie automatische Statusmeldungen in Ihrer Backup-Software, damit Sie bei fehlgeschlagenen Sicherungen sofort informiert werden.
  4. Planen Sie einen Restore-Test für das nächste Quartal fest in Ihren Kalender ein – mindestens für ein kritisches System oder eine wichtige Datenbank.
  5. Dokumentieren Sie das Ergebnis des Restore-Tests schriftlich: Was wurde getestet, wie lange hat die Wiederherstellung gedauert, was muss verbessert werden?
  6. Erarbeiten Sie einen einfachen Notfallplan, der festhält: Wer entscheidet im Ernstfall? Welche Systeme werden zuerst wiederhergestellt? Wer informiert Kunden und Lieferanten?
  7. Sprechen Sie mit Ihrem IT-Partner über Immutable Backups – schreibgeschützte Sicherungen, die auch bei Ransomware-Angriffen nicht kompromittiert werden können.
  8. Überprüfen Sie Ihre Backup-Strategie mindestens einmal jährlich auf Aktualität – neue Systeme, neue Anwendungen und neue Bedrohungslagen erfordern regelmäßige Anpassungen.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine professionelle Backup-Lösung für ein kleines Unternehmen?

Die Kosten hängen stark von der Datenmenge, den zu sichernden Systemen und dem gewünschten Sicherheitsniveau ab. Einfache Lösungen mit Cloud-Anbindung und automatischem Monitoring beginnen im unteren dreistelligen Bereich monatlich. Wichtiger als der Preis ist die Frage, was ein Datenverlust oder ein mehrtägiger Ausfall Ihren Betrieb kosten würde – diese Rechnung fällt fast immer zugunsten einer professionellen Lösung aus. Sprechen Sie uns auf ein individuelles Angebot an.

Reicht es nicht, wenn wir unsere Daten täglich auf ein NAS-Laufwerk sichern?

Ein NAS-Laufwerk ist ein guter Anfang, aber allein nicht ausreichend. Das Problem: Wenn das Gerät dauerhaft mit dem Netzwerk verbunden ist, kann auch ein Ransomware-Angriff darauf zugreifen. Zusätzlich fehlt bei einem rein lokalen Backup der Schutz vor Brandschäden, Diebstahl oder Überschwemmung. Empfehlenswert ist eine Kombination aus lokalem NAS und einer externen oder Cloud-basierten Sicherung – möglichst als unveränderliches Immutable Backup.

Wie lange dauert es, Daten nach einem Ausfall wiederherzustellen?

Das hängt maßgeblich davon ab, wie gut Ihre Backup-Strategie vorbereitet ist. Ohne Planung kann eine vollständige Wiederherstellung Tage dauern – mit einem strukturierten Recovery-Plan und einer modernen Lösung oft nur wenige Stunden. Entscheidend sind zwei Kennzahlen: die RTO (Recovery Time Objective – wie lange darf der Betrieb ausfallen?) und die RPO (Recovery Point Objective – wie viel Datenverlust ist vertretbar?). Wer diese Werte kennt, kann gezielt planen.

Müssen wir als kleines Unternehmen wirklich NIS2 oder DSGVO beachten?

Die NIS2-Richtlinie betrifft primär Unternehmen in kritischen Infrastrukturen, kann aber auch Zulieferer und Dienstleister indirekt betreffen. Die DSGVO gilt hingegen für nahezu jeden Betrieb, der personenbezogene Daten verarbeitet – also praktisch alle. Sie schreibt vor, dass Daten vor Verlust und unbefugtem Zugriff zu schützen sind. Ein funktionierendes Backup- und Recovery-Konzept ist damit nicht nur sinnvoll, sondern ein Teil der gesetzlichen Sorgfaltspflicht.

Wie oft sollten wir unsere Backup-Strategie überprüfen?

Unsere Empfehlung: mindestens einmal jährlich – und immer dann, wenn sich etwas Wesentliches ändert. Das kann eine neue Software sein, ein zusätzlicher Standort, ein neues Produktionssystem oder eine veränderte Bedrohungslage. Backup und Recovery ist kein einmaliges Projekt, sondern ein laufender Prozess. Wer seine Strategie regelmäßig prüft und anpasst, ist nicht nur sicherer – er schläft auch besser.

Über den Autor
Martin Trappe ist Geschäftsführer der TTG Daten- und Bürosysteme GmbH in Dingelstädt. Mit über 25 Jahren Erfahrung im IT-Mittelstand betreut er kleine und mittelständische Unternehmen in Nordthüringen, Eichsfeld und Südniedersachsen. Die TTG GmbH ist ISO/IEC 27001 zertifiziert – dem höchsten Standard für Informationssicherheit.

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