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Backup und Recovery: Warum ein gespeichertes Backup noch keine Sicherheit ist

Inhaltsverzeichnis

Veröffentlicht: 02. September 2026 · Lesezeit: ca. 14 Minuten

Sie sichern Ihre Daten – täglich, wöchentlich, vielleicht sogar automatisiert in die Cloud. Die Frage, die dabei selten gestellt wird: Haben Sie zuletzt geprüft, ob sich aus diesem Backup auch tatsächlich ein funktionierendes System wiederherstellen lässt? Und wie lange würde das dauern?

Viele Geschäftsführer stehen genau an diesem Punkt: Das Backup läuft, die Ampel steht auf Grün, der Dienstleister hat alles eingerichtet. Aber was konkret im Wiederherstellungsfall passiert – wer es ausführt, wie lange es dauert, ob die Daten vollständig und nutzbar sind – das ist oft ungeklärt. Nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil der Alltag keinen Raum dafür lässt.

Genau diese Lücke zwischen „Backup vorhanden“ und „Recovery funktioniert“ ist der blinde Fleck, um den es in diesem Ratgeber geht.

Backup und Recovery sind zwei Seiten derselben Medaille – und trotzdem behandeln die meisten Betriebe sie unterschiedlich. Das Backup wird eingerichtet, läuft im Hintergrund und gerät in Vergessenheit. Die Recovery bleibt ein Versprechen, das niemand einlöst, solange nichts passiert. Dass dabei eine gefährliche Lücke entsteht, zeigt sich erst dann, wenn ein Angriff, ein Hardwarefehler oder ein menschlicher Fehler den Betrieb tatsächlich zum Stillstand bringt.

Aktuelle Zahlen machen den Umfang des Problems greifbar: Während rund drei Viertel aller befragten Unternehmen mindestens wöchentlich sichern, testet die große Mehrheit die Wiederherstellbarkeit ihrer Daten nie oder nur selten – obwohl 14 % in den vergangenen zwölf Monaten tatsächlich einen Datenverlust erlitten haben (DATA REVERSE Backup-Studie Q1/2025). Ein Backup, das im Ernstfall nicht lesbar, unvollständig oder schlicht zu langsam ist, schützt nicht.

Dieser Ratgeber erklärt, welche Fehler beim Thema Datensicherung immer wieder auftauchen, was eine wirklich belastbare Strategie ausmacht und welche konkreten Schritte Sie noch heute anstoßen können – ohne großen Aufwand, aber mit spürbarer Wirkung.

Kennzahl Wert Quelle
KMU, die Backups nie oder selten auf Wiederherstellbarkeit testen 72 % DATA REVERSE Backup-Studie Q1/2025
KMU, die Backups mindestens quartalsweise regelmäßig testen 28 % DATA REVERSE Backup-Studie Q1/2025
Unternehmen mit tatsächlichem Datenverlust in den letzten 12 Monaten 14 % DATA REVERSE Backup-Studie Q1/2025
Anteil KMU unter allen angezeigten Cyberangriffen in Deutschland 80 % BSI-Lagebericht 2024

Wenn das Backup da ist – aber der Betrieb trotzdem steht

Wenn das Backup da ist – aber der Betrieb trotzdem steht – Backup und Recovery

Stellen Sie sich vor, Ihr Server fällt aus. Nicht theoretisch – sondern an einem Dienstagvormittag, mitten in der Produktion. Die erste Frage Ihres IT-Verantwortlichen: „Wann haben wir zuletzt ein Backup gemacht?“ Die zweite Frage, die selten jemand beantworten kann: „Wie lange dauert die Wiederherstellung – und wer führt sie durch?“

Genau hier trennt sich die Theorie von der Praxis. Ein Backup existiert, aber niemand hat je geprüft, ob es vollständig, lesbar und innerhalb einer vertretbaren Zeit wiederherstellbar ist. Das ist kein seltenes Einzelproblem: In der DATA REVERSE Backup-Studie gaben 72 % der befragten Unternehmen an, ihre Backups nie oder selten auf tatsächliche Wiederherstellbarkeit zu testen.

Die Konsequenz im Ernstfall: Stundenlanger Stillstand, unklare Datenstände, manuelle Nacharbeit und – im schlechtesten Fall – der Verlust von Auftrags- oder Kundendaten, die schlicht nicht mehr rekonstruierbar sind. Für ein Unternehmen mit laufender Produktion oder aktiven Kundenaufträgen kann das existenzbedrohend sein.

Was schützt Sie konkret? Nicht das bloße Vorhandensein eines Backups, sondern ein Backup und Recovery-Konzept, das auch unter Druck funktioniert. Die IT-Infrastruktur & Datensicherung – TTG GmbH verbindet technische Absicherung mit dokumentierten Abläufen – damit im Ernstfall keine Zeit mit Suchen verloren geht.

  • Klären Sie, wer in Ihrem Betrieb im Ernstfall die Wiederherstellung anstößt und durchführt.
  • Halten Sie schriftlich fest, welche Systeme und Daten als geschäftskritisch gelten und zuerst wiederhergestellt werden müssen.
  • Prüfen Sie, ob Ihr Backup-System überhaupt eine vollständige Systemwiederherstellung ermöglicht – oder nur einzelne Dateien sichert.
  • Fragen Sie Ihren IT-Dienstleister, wann und wie zuletzt eine Wiederherstellung testweise durchgeführt wurde.

In Heilbad Heiligenstadt und der gesamten Region erleben wir regelmäßig, dass Betriebe nach einem Vorfall feststellen: Das Backup war da – der Plan für den Ernstfall nicht.

Die häufigsten Irrtümer, die Unternehmen teuer zu stehen kommen

Beim Thema Datensicherung gibt es eine Handvoll Fehler, die sich hartnäckig halten – nicht weil Unternehmen leichtsinnig wären, sondern weil sie auf den ersten Blick plausibel klingen. Hier sind die verbreitetsten:

„Unser NAS im Büro reicht als Backup.“ Ein NAS-Gerät im selben Netzwerk ist kein Backup – es ist eine zweite Kopie, die bei einem Ransomware-Angriff genauso verschlüsselt wird wie die Originaldaten. Angreifer suchen gezielt nach erreichbaren Netzlaufwerken. Ein NAS ohne Netzwerktrennung ist kein Schutzwall, sondern ein zusätzliches Angriffsziel.

„Wir nutzen Cloud-Backup, das reicht.“ Cloud-Backup ist besser als nichts – aber nur, wenn die Wiederherstellung auch tatsächlich erprobt wurde. Manche Cloud-Lösungen synchronisieren Daten in Echtzeit, was bedeutet: Wird eine Datei versehentlich gelöscht oder durch Ransomware verschlüsselt, landet auch die fehlerhafte Version in der Cloud. Ohne Versionierung oder immutable Storage schützt das nicht.

„Das Backup läuft automatisch, ich muss nichts tun.“ Automatisierung entbindet nicht von Kontrolle. Backup-Jobs schlagen fehl, Speichermedien werden voll, Fehlerkonfigurationen bleiben unbemerkt – manchmal monatelang. Wer nie nachschaut, weiß nicht, was tatsächlich gesichert wird.

Aktuell zeigen sich diese Risiken auch in einem anderen Kontext: Anfang September wurden kritische Sicherheitslücken in weit verbreiteter Fernwartungssoftware bekannt – heise Security berichtete über hochriskante Lücken in TeamViewer-Clients, die Schadcode-Ausführung ermöglichen. Wer über solche Zugänge kompromittiert wird, verliert nicht nur Daten – er verliert auch das Vertrauen in sein Backup, wenn Recovery-Prozesse nie getestet wurden.

Worauf Sie achten sollten, um typische Fehler zu vermeiden:

  • Trennen Sie Ihr Backup-Medium physisch oder logisch vom restlichen Netzwerk.
  • Aktivieren Sie Versionierung: Ältere Datenstände müssen abrufbar sein, nicht nur der aktuelle.
  • Kontrollieren Sie Backup-Protokolle mindestens einmal pro Woche auf Fehler und Warnungen.
  • Überprüfen Sie, ob Ihre Cloud-Lösung echte Datensicherung bietet – oder nur Synchronisation.

Wer hier strukturiert vorgeht, findet konkrete Unterstützung bei der Backup & Datensicherung durch die TTG GmbH – von der Erstanalyse bis zur laufenden Überwachung.

Schritt für Schritt zu einer belastbaren Sicherungsstrategie

Eine funktionierende Backup und Recovery-Strategie entsteht nicht durch ein einziges Tool, sondern durch ein durchdachtes Vorgehen in klar definierten Schritten. Der Aufwand ist überschaubar – die Wirkung ist es nicht.

Schritt 1: RTO und RPO definieren. Bevor Sie irgendetwas einrichten, brauchen Sie zwei Zahlen: Wie lange darf Ihr Betrieb maximal ausfallen (Recovery Time Objective, RTO)? Und wie viele Stunden Datenverlust sind betrieblich verkraftbar (Recovery Point Objective, RPO)? Für ein Unternehmen mit laufenden Aufträgen kann ein RPO von vier Stunden bereits zu lang sein. Ohne diese Kennzahlen bleibt jede Backup-Strategie ein Schuss ins Blaue.

Schritt 2: Die 3-2-1-Regel konsequent umsetzen. Drei Kopien Ihrer Daten, auf zwei unterschiedlichen Medientypen, davon eine außerhalb des Unternehmens – in der Cloud oder an einem physisch getrennten Standort. Die BSI – Empfehlungen zur Datensicherung beschreiben dieses Prinzip als Mindeststandard – und in der Praxis sehen wir, dass viele Betriebe noch nicht einmal diese Basis vollständig umgesetzt haben.

Schritt 3: Mindestens ein unveränderliches Backup einrichten. Immutable Backups – etwa über S3 Object Lock oder schreibgeschützte Snapshots – können von Angreifern weder überschrieben noch gelöscht werden. Das erweitert die klassische 3-2-1-Regel zur 3-2-1-1-0-Strategie: drei Kopien, zwei Medien, eine extern, eine unveränderlich, null ungetestete Wiederherstellungen.

Schritt 4: Recovery-Tests einplanen. Mindestens einmal pro Quartal sollte eine vollständige Wiederherstellung testweise durchgeführt und dokumentiert werden. Nicht nur einzelner Dateien – sondern eines vollständigen Systems oder einer kritischen Anwendung.

Schritt 5: Backup-Konzept schriftlich fixieren. Wer ist verantwortlich? Was wird gesichert? In welchem Intervall? Wie lange dauert die Wiederherstellung? Dieses Dokument ist Grundlage für NIS-2-Compliance, Versicherungsanforderungen und interne Audits.

  • Legen Sie RTO und RPO schriftlich fest – idealerweise im Gespräch mit Ihrer Geschäftsführung.
  • Prüfen Sie, ob Ihre aktuelle Lösung die 3-2-1-Regel vollständig erfüllt.
  • Richten Sie mindestens eine immutable Backup-Kopie ein.
  • Terminieren Sie den nächsten Restore-Test konkret im Kalender – nicht irgendwann.

Als ISO/IEC 27001 zertifiziertes IT-Systemhaus – TTG GmbH begleiten wir Unternehmen durch jeden dieser Schritte – mit dokumentierten Prozessen, die auch Prüfern und Versicherern standhalten.

Backup-Technologien im Vergleich: Was hinter den Begriffen steckt

Backup-Technologien im Vergleich: Was hinter den Begriffen steckt – TTG GmbH Dingelstädt

Vollbackup, inkrementell, differenziell, Snapshot, immutable – wer sich durch Angebote und Produktblätter liest, begegnet einer Vielzahl von Begriffen. Was davon für Ihr Unternehmen relevant ist, hängt vor allem von zwei Faktoren ab: Wie viel Speicherkapazität steht zur Verfügung – und wie schnell muss die Wiederherstellung gehen?

Ein Vollbackup sichert alle Daten vollständig – einfach, aber speicherintensiv. Es eignet sich als Basis, nicht als einzige Methode. Inkrementelle Backups sichern nur die Änderungen seit dem letzten Backup (gleich welcher Art), was Speicher spart, die Wiederherstellung aber komplexer macht. Differenzielle Backups sichern alle Änderungen seit dem letzten Vollbackup – ein Kompromiss aus Geschwindigkeit und Übersichtlichkeit.

Snapshots sind Momentaufnahmen eines Systems zu einem bestimmten Zeitpunkt – sehr schnell zu erstellen, aber kein Ersatz für externe Sicherungen, da sie oft im selben Speicherpool liegen.

Die folgende Tabelle hilft bei der Einordnung:

Situation Empfehlung Warum
Kleine Datenmenge, einfache Struktur Vollbackup täglich + Cloud-Kopie Überschaubar, schnell wiederherstellbar
Große Datenmengen, häufige Änderungen Vollbackup wöchentlich + inkrementell täglich Spart Speicher, sichert Aktualität
Ransomware-Schutz als Priorität Immutable Backup (S3 Object Lock / Air-Gap) Angreifer können Backup nicht überschreiben
Kurze Ausfallzeiten gefordert (niedriges RTO) Snapshot + Replikation auf zweiten Standort Schnellste Wiederherstellung möglich

59 % der KMU nutzen bereits hybride Lösungen aus Cloud und On-Premises (DATA REVERSE Backup-Studie Q1/2025) – ein guter Ansatz, der aber nur dann schützt, wenn beide Komponenten aufeinander abgestimmt und regelmäßig getestet werden. Lösungen wie Veeam – Backup & Disaster Recovery ermöglichen genau diese Kombination mit automatisierten Recovery-Tests und klaren Protokollen.

  • Definieren Sie, welche Systeme welche Backup-Methode benötigen – nicht alles braucht dasselbe.
  • Trennen Sie Backup-Speicher vom Produktivsystem – physisch oder durch Netzwerksegmentierung.
  • Prüfen Sie, ob Ihre aktuelle Lösung Backup und Recovery als integrierten Prozess abbildet.
  • Achten Sie auf automatische Protokollierung: Fehlgeschlagene Jobs müssen sichtbar sein.

Unserer Erfahrung nach reicht für die meisten Betriebe ein gut konfiguriertes hybrides Modell – solange die Recovery-Tests nicht fehlen. Die Managed Services der TTG GmbH übernehmen Überwachung, Protokollierung und Testdurchführung als laufenden Service.

Was Datensicherung kostet – und was fehlende Datensicherung kostet

Die Kostenfrage steht bei vielen Geschäftsführern früh im Gespräch. Dabei wird oft die falsche Seite der Gleichung betrachtet: Was kostet ein Backup-System? Selten: Was kostet ein Ausfall?

Zur Einordnung: Der BSI-Lagebericht 2024 verzeichnet täglich rund 309.000 neue Schadprogramm-Varianten – ein Anstieg von 26 % gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig richten sich 80 % aller angezeigten Cyberangriffe in Deutschland gegen kleinere und mittlere Unternehmen. Das Risiko ist real – und die Folgekosten eines Angriffs ohne funktionierendes Backup und Recovery übersteigen die Investitionskosten in eine solide Lösung regelmäßig um ein Vielfaches.

Was ein Ausfall konkret kostet, hängt von Ihrer Branche und Betriebsstruktur ab – aber einige Positionen sind universell:

  • Produktionsausfall: Jede Stunde Stillstand kostet direkt Umsatz – bei einem mittelgroßen Fertigungsbetrieb schnell vierstellige Beträge pro Stunde.
  • Externe Datenrettung: Professionelle Datenrettung liegt je nach Aufwand zwischen 500 und mehreren tausend Euro – ohne Erfolgsgarantie.
  • Reputationsschaden: Lieferverzögerungen und Datenverluste bei Kunden sind schwerer zu beziffern, aber oft langfristig wirkend.
  • Regulatorische Folgen: Wer nach NIS-2 oder DSGVO dokumentationspflichtig ist und keinen Nachweis über Backup und Recovery vorhalten kann, riskiert zusätzlich Bußgelder.

Was kostet ein solides Backup-System? Für ein Unternehmen mit 10–30 Arbeitsplätzen liegt eine professionell eingerichtete und betreute Lösung – inklusive Cloud-Anteil, Monitoring und quartalsweisen Restore-Tests – typischerweise im dreistelligen Monatsbereich. Das klingt nach Aufwand, ist es aber nicht – ein Nachmittag Einrichtung und danach kaum manueller Aufwand.

Wichtig: NIS-2 verlangt inzwischen auch von Unternehmen, die formal nicht direkt betroffen sind, nachweisbar funktionierende Recovery-Prozesse – weil Versicherungen und Auftraggeber entsprechende Nachweise zunehmend einfordern. Das verschiebt die Frage von „brauchen wir das?“ zu „können wir es uns leisten, es nicht zu haben?“.

  • Berechnen Sie Ihren eigenen RTO-Schaden: Stundensatz × maximal tolerierbarer Ausfall.
  • Fragen Sie Ihre Cyberversicherung, welche Backup-Nachweise für den Schadensfall erforderlich sind.
  • Prüfen Sie, ob Ihre Auftraggeber oder Lieferkette Backup-Nachweise verlangen.
  • Vergleichen Sie die monatlichen Kosten einer Managed-Backup-Lösung mit dem Risikopotenzial – nicht mit dem Nullszenario.

Mehr zur Frage, was IT-Sicherheit für Ihr Unternehmen bedeutet, lesen Sie beim IT-Systemhaus TTG GmbH.

Erfahrungen aus der Praxis: Was wirklich funktioniert

Aus über 25 Jahren Arbeit als regionaler IT-Partner haben wir eine klare Beobachtung: Die Betriebe, die nach einem Vorfall am schnellsten wieder arbeiten, sind selten die, die das teuerste System haben – sondern die, die ihre Recovery-Prozesse kennen und regelmäßig erprobt haben.

Ein Handwerksbetrieb aus unserer Region – rund 20 Mitarbeiter, Auftragssteuerung und Materialdisposition vollständig digital – hatte ein NAS als zentrale Sicherungslösung. Als ein Ransomware-Angriff die Produktivsysteme verschlüsselte, stellte sich heraus: Das NAS war im selben Netzwerksegment und wurde ebenfalls verschlüsselt. Die letzte externe Sicherung lag mehrere Wochen zurück. Der Betrieb stand vier Tage still.

Was danach geändert wurde: eine hybride Backup und Recovery-Lösung mit täglicher Cloud-Sicherung, einem immutable Off-Site-Backup und einem dokumentierten Recovery-Plan. Seitdem werden Restore-Tests quartalsweise durchgeführt und protokolliert – auch für die Betriebshaftpflichtversicherung, die entsprechende Nachweise verlangt.

Als ISO/IEC 27001-zertifizierter IT-Partner begleiten wir Unternehmen aus der Region bei genau diesem Weg – von der Analyse der bestehenden Backup-Infrastruktur bis zur Einrichtung revisionssicherer Recovery-Prozesse. Die Zertifizierung bedeutet: Unsere eigenen Prozesse zu Datensicherung und Informationssicherheit werden regelmäßig extern geprüft – das, was wir empfehlen, leben wir selbst.

Eine nützliche Orientierung für den Einstieg bietet auch der BSI-Leitfaden zur Datensicherung – praxisnah, kostenlos und gut auf KMU-Strukturen zugeschnitten.

  • Lassen Sie Ihre bestehende Backup-Infrastruktur von einem Fachmann analysieren – oft reichen kleine Anpassungen.
  • Führen Sie einen dokumentierten Restore-Test durch – mit Zeitstempel und Ergebnis.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Backup-Konzept den Anforderungen Ihrer Versicherung genügt.
  • Sprechen Sie Ihren IT-Partner auf immutable Backups und Netzwerktrennung an.

Wenn Sie wissen möchten, wie eine solide Backup und Recovery-Strategie für Ihr Unternehmen aussehen kann: Backup-Strategie von TTG GmbH planen lassen – wir schauen gemeinsam auf Ihre aktuelle Situation, ohne Verkaufsgespräch.

Drei erste Schritte, die Sie noch diese Woche angehen können

Backup und Recovery ist kein Projekt, das ein halbes Jahr Vorbereitung braucht. Die wichtigsten Weichen lassen sich in wenigen Stunden stellen – wenn man weiß, wo man anfangen soll. Hier sind drei konkrete erste Schritte, die in jedem Unternehmen sofort umsetzbar sind:

Schritt 1: Bestandsaufnahme in einer Stunde. Sammeln Sie alle aktuell genutzten Backup-Lösungen in einer einfachen Liste: Was wird gesichert? Wie oft? Wo liegt das Backup? Wann wurde zuletzt ein Restore-Test gemacht? Diese Bestandsaufnahme braucht keine IT-Fachkenntnisse – nur zehn ehrliche Antworten. Das Ergebnis zeigt Ihnen in der Regel sofort, wo die größten Lücken sind.

Schritt 2: Einen Restore-Test terminieren. Setzen Sie noch heute einen Termin – innerhalb der nächsten vier Wochen – für einen vollständigen Wiederherstellungstest. Nicht einzelner Dateien, sondern eines kritischen Systems oder einer Kernanwendung. Planen Sie dafür zwei bis vier Stunden ein. Halten Sie fest, wie lange die Wiederherstellung gedauert hat und ob alle Daten vollständig und nutzbar waren.

Schritt 3: Externe Sicherung prüfen. Kontrollieren Sie, ob Ihr aktuelles Backup tatsächlich außerhalb des eigenen Netzwerks liegt – in der Cloud oder an einem physisch getrennten Standort. Liegt alles nur lokal oder im selben Netzwerksegment, besteht dringender Handlungsbedarf. Eine einfache, kostengünstige Cloud-Backup-Lösung mit Versionierung schließt diese Lücke zuverlässig.

Was diese drei Schritte gemeinsam haben: Sie kosten wenig, schaffen aber sofortige Klarheit. Und Klarheit ist beim Thema Backup und Recovery der erste Schritt zu echter Sicherheit.

  • Bestandsaufnahme: Was ist gesichert – und was nicht?
  • Restore-Test terminieren und im Kalender festhalten.
  • Prüfen, ob mindestens eine Backup-Kopie außerhalb des Netzwerks liegt.
  • Ergebnisse dokumentieren – als Grundlage für Ihr Backup-Konzept.
  • Offene Fragen mit einem IT-Dienstleister besprechen – idealerweise vor, nicht nach einem Vorfall.

Wer diese Schritte gegangen ist, hat die Grundlage gelegt. Was danach kommt – immutable Backups, Recovery-Dokumentation, NIS-2-konforme Prozesse – lässt sich dann strukturiert aufbauen, statt im Nachhinein unter Druck zu flicken.

Ihre Checkliste: So starten Sie jetzt

  1. Erfassen Sie alle aktuell genutzten Backup-Lösungen in einer einfachen Liste – Speicherort, Häufigkeit, Verantwortlicher.
  2. Definieren Sie RTO und RPO: Wie lange darf Ihr Betrieb ausfallen, wie viel Datenverlust ist tolerierbar?
  3. Prüfen Sie, ob mindestens eine Datenkopie physisch oder logisch vom restlichen Netzwerk getrennt ist.
  4. Terminieren Sie einen vollständigen Restore-Test innerhalb der nächsten vier Wochen – und dokumentieren Sie das Ergebnis.
  5. Aktivieren Sie Versionierung in Ihrer Cloud-Backup-Lösung, sodass ältere Datenstände abrufbar bleiben.
  6. Klären Sie, ob Ihre Backup-Lösung immutable Storage unterstützt (S3 Object Lock, Air-Gap oder schreibgeschützte Snapshots).
  7. Erstellen oder aktualisieren Sie ein schriftliches Backup-Konzept mit Verantwortlichkeiten und Testintervallen.
  8. Sprechen Sie mit Ihrer Versicherung: Welche Backup-Nachweise werden im Schadensfall verlangt?

Häufig gestellte Fragen

Reicht ein tägliches Cloud-Backup für mein Unternehmen aus?

Ein tägliches Cloud-Backup ist ein guter Anfang – aber es kommt darauf an, was genau gesichert wird und ob die Wiederherstellung je getestet wurde. Wenn Ihre Cloud-Lösung Daten nur synchronisiert statt echte Backups mit Versionierung anzulegen, bietet sie keinen Schutz vor versehentlichem Löschen oder Ransomware. Prüfen Sie, ob ältere Datenstände abrufbar sind und wie lang die maximale Wiederherstellungszeit wäre – das sind die entscheidenden Fragen.

Wie oft muss ich meinen Backup-Restore wirklich testen?

Mindestens einmal pro Quartal empfehlen wir einen vollständigen Restore-Test – nicht nur einzelner Dateien, sondern eines kritischen Systems oder einer Kernanwendung. Das klingt nach Aufwand, ist in der Praxis aber oft in zwei bis vier Stunden erledigt. Wichtiger als die Häufigkeit ist die Dokumentation: Datum, Dauer, Ergebnis. Diese Protokolle sind auch für Versicherungen und NIS-2-konforme Audits relevant.

Was bedeutet NIS-2 konkret für mein Backup-Konzept?

Das NIS-2-Umsetzungsgesetz verlangt dokumentierte und regelmäßig getestete Backup- und Recovery-Prozesse. Auch wenn Ihr Unternehmen nicht direkt unter die Richtlinie fällt, wächst der Druck über Versicherungsbedingungen und Anforderungen von Auftraggebern. Konkret bedeutet das: Ein schriftliches Backup-Konzept mit Verantwortlichkeiten, Testintervallen und nachgewiesenen Wiederherstellungszeiten wird zunehmend zur Grundvoraussetzung – nicht nur für große Unternehmen.

Ist ein NAS im Büro kein ausreichendes Backup?

Ein NAS im selben Netzwerk ist keine Backup-Lösung im eigentlichen Sinne – es ist eine zweite Kopie, die bei einem Ransomware-Angriff genauso gefährdet ist wie die Originaldaten. Ransomware durchsucht aktiv alle erreichbaren Netzlaufwerke. Ein NAS kann sinnvoll als eine Komponente in einer 3-2-1-Strategie sein – aber niemals als einzige Sicherung. Zwingend erforderlich ist mindestens eine weitere Kopie außerhalb des Netzwerks.

Was kostet eine professionelle Backup- und Recovery-Lösung monatlich?

Für ein Unternehmen mit 10–30 Arbeitsplätzen liegt eine vollständig betreute Lösung – inklusive Cloud-Backup, Monitoring, Protokollierung und quartalsweiser Restore-Tests – typischerweise im dreistelligen Monatsbereich. Die genaue Höhe hängt von Datenmenge, Systemen und gewünschter Recovery-Geschwindigkeit ab. Die TTG GmbH erstellt auf Anfrage eine individuelle Einschätzung – ohne Verpflichtung und ohne versteckte Kosten.

Über den Autor
Martin Trappe ist Geschäftsführer der TTG Daten- und Bürosysteme GmbH in Dingelstädt. Mit über 25 Jahren Erfahrung im IT-Mittelstand betreut er kleine und mittelständische Unternehmen in Nordthüringen, Eichsfeld und Südniedersachsen. Die TTG GmbH ist ISO/IEC 27001 zertifiziert – dem höchsten Standard für Informationssicherheit.

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