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Microsoft 365 im Unternehmen einführen – was Sie wirklich wissen müssen

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Veröffentlicht: 14. Juli 2026 · Lesezeit: ca. 13 Minuten

Es ist Montagmorgen. Die Buchhaltung öffnet eine Tabelle, die ein Kollege am Freitag bearbeitet hat – und sieht eine völlig andere Version als erwartet. Irgendwo hat jemand eine Datei lokal gespeichert, jemand anderes hat per E-Mail eine Kopie verschickt, und jetzt existieren drei verschiedene Stände gleichzeitig. Die Abstimmung per Telefon kostet eine halbe Stunde, die niemand eingeplant hat.

Solche Situationen kennen viele Inhaber und Geschäftsführer aus dem Alltag. Hinzu kommt: Ein Mitarbeiter im Außendienst braucht kurzfristig Zugriff auf ein Dokument – und kommt nicht dran, weil es nur im Büro-Netzwerk liegt. Oder die Sicherheitssoftware meldet eine Schwachstelle in der installierten Office-Version, für die es keinen Patch mehr gibt.

Das sind keine Extremszenarien. Das sind alltägliche Reibungsverluste, die sich summieren – in Zeit, in Nerven und irgendwann auch in barem Geld. Der Wechsel zu einer cloudbasierten Arbeitsplattform klingt nach großem Projekt, ist aber in den meisten Betrieben strukturierter und schneller machbar, als viele erwarten.

Microsoft 365 hat sich in deutschen Unternehmen als meistgenutzte Produktivitätsplattform etabliert – und das aus gutem Grund: Es verbindet vertraute Werkzeuge wie Word, Excel und Outlook mit moderner Cloud-Infrastruktur, zentralem Sicherheitsmanagement und flexibler Nutzerverwaltung. Doch viele Betriebe setzen noch auf veraltete Versionen, die längst keine Sicherheitsupdates mehr erhalten.

Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen stellt sich die Frage: Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Wechsel – und wie geht man das strukturiert an, ohne den laufenden Betrieb zu stören? Die Antwort hängt weniger von der Unternehmensgröße ab als von konkreten Faktoren wie Lizenzstand, Sicherheitsanforderungen und der Art der Zusammenarbeit im Team.

Dieser Ratgeber gibt Ihnen einen praxisnahen Überblick: von den häufigsten Fehlern beim Einstieg über die technischen Grundlagen bis hin zu konkreten Kosten und ersten Schritten. Sie müssen kein IT-Experte sein, um die richtigen Entscheidungen zu treffen – Sie brauchen nur die richtigen Informationen.

KennzahlWertQuelle
Marktanteil Microsoft Office in deutschen Unternehmen85 %Statista / Nielsen Office Report 2020
KMU in Deutschland, die noch Office 2016 oder 2019 einsetzen70 %Intra2net KMU-Studie 2024
Arbeitsplätze mit Office 2013 oder älter16 %Intra2net KMU-Studie 2024
Deutsche KMU, die mindestens eine KI-Anwendung nutzen25 %Bitkom KI-Barometer 2026

Was passiert, wenn Sie Microsoft 365 weiter vor sich herschieben?

Was passiert, wenn Sie Microsoft 365 weiter vor sich herschieben? – Microsoft 365 Migration

Die Zahlen sind eindeutig: Laut einer Studie von Intra2net setzen rund 70 % der kleinen Unternehmen in Deutschland noch Office 2016 oder Office 2019 ein – Versionen, für die Microsoft seit Herbst vergangenen Jahres keine Sicherheitsupdates mehr veröffentlicht. Neu entdeckte Sicherheitslücken bleiben dauerhaft offen. Wer diese Versionen weiter betreibt, setzt seinen Betrieb wissentlich einem vermeidbaren Risiko aus.

Das betrifft nicht nur die IT-Abteilung. Angreifer suchen gezielt nach Betrieben, die auf veralteten Softwareständen arbeiten – automatisierte Scans im Internet machen das erschreckend einfach. Eine Arztpraxis, ein Steuerberater oder ein Handwerksbetrieb, der täglich mit sensiblen Kunden- oder Patientendaten arbeitet, steht dabei genauso im Fokus wie ein großes Unternehmen.

In Heilbad Heiligenstadt beobachten wir von der TTG GmbH regelmäßig, dass Betriebe die Dringlichkeit erst dann erkennen, wenn ein konkreter Vorfall eingetreten ist – zu spät, um Schaden vollständig abzuwenden. Unserer Erfahrung nach reicht ein einzelner ungepatchter Rechner, um ein ganzes Netzwerk zu kompromittieren.

Was Sie jetzt tun sollten:

  • Prüfen Sie, welche Office-Version auf jedem Arbeitsplatz in Ihrem Unternehmen installiert ist (Start → Datei → Konto → Produktinformation).
  • Notieren Sie, welche Geräte noch Office 2016, 2019 oder älter verwenden – das ist Ihre Dringlichkeitsliste.
  • Informieren Sie sich über aktuelle Lizenzoptionen für Microsoft 365, bevor die Preise zum 1. Juli steigen.
  • Sprechen Sie mit Ihrem IT-Dienstleister über einen konkreten Migrationsfahrplan – nicht über ein Angebot, sondern über einen Plan.

Wer jetzt handelt, sichert sich außerdem die aktuellen Preise: Laut Microsoft-Partnerinformationen steigen die M365-Business-Preise ab Juli um 12 bis 17 %. Für eine strukturierte Microsoft 365 Einführung & Betreuung – TTG GmbH ist der Zeitpunkt also günstiger als in wenigen Monaten.

Die häufigsten Fehler – und warum sie teurer werden als der Wechsel

Viele Unternehmen zögern den Wechsel zu Microsoft 365 nicht aus Unwissenheit heraus, sondern weil hartnäckige Missverständnisse im Weg stehen. Das kostet – in Sicherheitslücken, in Effizienz und, wenn es ungünstig läuft, in echten Schadensfällen.

Missverständnis 1: „Wir haben doch noch Lizenzen, die laufen.“
Bestehende Perpetual-Lizenzen (Einmalkauf) laufen weiter – aber ohne Sicherheitsupdates. Eine Lizenz zu besitzen bedeutet nicht, geschützt zu sein. Die Intra2net-Studie zeigt, dass 16 % der Arbeitsplätze sogar noch Office 2013 oder 2010 nutzen – Software, die seit Jahren keinerlei Support mehr erhält.

Missverständnis 2: „Die Cloud ist unsicher.“
Tatsächlich ist eine gut konfigurierte Microsoft-365-Umgebung für die meisten kleinen Betriebe sicherer als ein selbst verwalteter Server im Keller. Das BSI bewertet sicheres Cloud Computing als realistische Option für Unternehmen – sofern Konfiguration und Zugriffsrechte stimmen. Entscheidend ist nicht die Frage „Cloud oder kein Cloud?“, sondern wie die Cloud eingerichtet wird.

Missverständnis 3: „Das ist zu komplex für uns.“
Die Einführung scheitert selten an der Technik, sondern an fehlender Vorbereitung: kein klarer Verantwortlicher, keine Schulung der Mitarbeitenden, kein Datenmigrationsplan. Das ist lösbar – aber nur, wenn man es strukturiert angeht.

Konkrete Empfehlungen, um diese Fehler zu vermeiden:

  • Prüfen Sie vor dem Start, welche Daten wo liegen – lokale Server, externe Festplatten, E-Mail-Archive.
  • Benennen Sie intern eine verantwortliche Person für das Projekt, auch wenn es nur einen halben Tag pro Woche betrifft.
  • Planen Sie eine kurze Einführungsschulung für alle Mitarbeitenden – zwei Stunden reichen für den Einstieg.
  • Klären Sie vorab, welche Fachanwendungen mit Microsoft 365 kompatibel sein müssen.

Für eine fundierte Einschätzung Ihrer konkreten Sicherheitslage empfehlen wir, die Themen IT-Sicherheit für Microsoft 365 – TTG GmbH gemeinsam mit einem erfahrenen Partner zu besprechen – bevor ein Vorfall das übernimmt.

Schritt für Schritt: So führen Sie Microsoft 365 strukturiert ein

Eine Microsoft-365-Migration muss kein monatelanges Großprojekt sein. Für einen Betrieb mit zehn bis fünfzig Mitarbeitenden sind drei bis sechs Wochen realistisch – vorausgesetzt, die Vorbereitung stimmt. Hier ist ein bewährtes Vorgehen, das in der Praxis funktioniert.

Phase 1: Bestandsaufnahme (ca. 2–3 Tage)
Erfassen Sie alle genutzten Office-Versionen, Mailserver, freigegebene Laufwerke und Fachanwendungen. Klären Sie, welche Daten in die Cloud sollen und welche – z. B. aus regulatorischen Gründen – lokal verbleiben müssen. Das offizielle Microsoft-365-Dokumentationsportal bietet dafür nützliche Checklisten und Planungshilfen.

Phase 2: Lizenzauswahl und Tenant-Einrichtung (ca. 1 Woche)
Wählen Sie das passende Lizenzpaket (mehr dazu in Abschnitt 5) und richten Sie den Microsoft-365-Tenant ein. Das umfasst Domainverknüpfung, Nutzerverwaltung und Sicherheitsgrundkonfiguration. Hier sollten Multi-Faktor-Authentifizierung und Zugriffsrichtlinien von Anfang an aktiviert werden – nicht als nachträglicher Schritt.

Phase 3: Datenmigration und Tests (ca. 1–2 Wochen)
E-Mails, Kalender und Kontakte werden migriert. Freigegebene Dokumente wandern in SharePoint oder Teams. Testen Sie zunächst mit einer kleinen Gruppe von zwei bis drei Mitarbeitenden, bevor alle umgestellt werden.

Phase 4: Schulung und Go-Live
Eine kurze Einführung für alle Nutzer verhindert Frust und Support-Aufwand. Planen Sie in der ersten Woche nach dem Go-Live etwas mehr Zeit für Rückfragen ein.

Empfehlungen für einen reibungslosen Ablauf:

  • Starten Sie nie mit einer Vollmigration aller Nutzer gleichzeitig – Pilotgruppe nutzen.
  • Sichern Sie alle Daten vor der Migration vollständig – unabhängig vom geplanten Vorgehen.
  • Dokumentieren Sie jede Einstellung und jedes Zugriffsrecht schriftlich.
  • Aktivieren Sie Conditional Access und MFA bereits im Tenant-Setup, nicht erst im Nachgang.

Als ISO/IEC 27001 zertifizierter IT-Partner – TTG GmbH folgen wir bei solchen Migrationen einem geprüften Prozess, der Sicherheitsanforderungen von Anfang an mitdenkt – nicht als Add-on, sondern als Grundlage.

Die wichtigsten technischen Bausteine – verständlich erklärt

Die wichtigsten technischen Bausteine – verständlich erklärt – TTG GmbH Dingelstädt

Sie müssen kein IT-Spezialist sein, um die wesentlichen Komponenten von Microsoft 365 zu verstehen. Aber ein Grundverständnis hilft Ihnen, bessere Entscheidungen zu treffen – und im Gespräch mit Ihrem IT-Dienstleister auf Augenhöhe zu bleiben.

Exchange Online: Ihr E-Mail-System läuft in der Cloud. Keine eigene Serverwartung mehr, automatische Sicherheitsupdates und 50 GB Postfach pro Nutzer. Für die meisten kleinen Betriebe ist das die einfachste und zuverlässigste E-Mail-Lösung.

SharePoint & OneDrive: Ersetzen das klassische Netzlaufwerk. Dateien liegen zentral, sind versioniert und von jedem Gerät erreichbar. Freigegebene Dokumente lassen sich gemeinsam bearbeiten – ohne E-Mail-Anhänge hin- und herzuschicken.

Microsoft Teams: Kombiniert Chat, Videokonferenzen und Dateiablage in einer Oberfläche. Besonders nützlich für Betriebe mit Außendienst, mehreren Standorten oder flexiblen Arbeitszeiten.

Microsoft Entra ID (früher Azure AD): Verwaltet, wer auf was zugreifen darf. Mit bedingtem Zugriff lässt sich z. B. festlegen, dass bestimmte Daten nur von firmeneigenen Geräten aus erreichbar sind.

Microsoft 365 Copilot: Seit Ende vergangenen Jahres auch für Unternehmen unter 300 Mitarbeitenden verfügbar – als Business-Variante zum Einstiegspreis von rund 19,70 € pro Nutzer und Monat. KI-gestützte Zusammenfassungen, Entwürfe und Analysen direkt in Word, Outlook und Teams. Laut Bitkom KI-Barometer nutzen bereits 25 % der deutschen KMU mindestens eine KI-Anwendung – Tendenz steigend.

Entscheidungshilfe für die Lizenzwahl:

SituationEmpfehlungWarum
Nur E-Mail und Office-Apps nötigM365 Business Basic (5,20 €/Monat)Günstigster Einstieg, Apps nur online
Desktop-Installation + Teams gewünschtM365 Business Standard (10,80 €/Monat)Vollständige Apps lokal + Cloud-Dienste
Erhöhte Sicherheitsanforderungen (z. B. NIS2)M365 Business Premium (19,10 €/Monat)Erweiterte Security-Features inklusive

Zur Unterstützung bei der Planung Ihrer IT-Infrastruktur & Cloud-Migration – TTG GmbH stehen wir gerne für eine unverbindliche Ersteinschätzung zur Verfügung.

Was Microsoft 365 kostet – und was es kostet, es nicht zu tun

Sprechen wir über Zahlen. Die aktuellen Listenpreise für Microsoft 365 Business (Stand April dieses Jahres): Basic 5,20 €, Standard 10,80 €, Premium 19,10 € – jeweils pro Nutzer und Monat. Für einen Betrieb mit 15 Mitarbeitenden im Standard-Paket bedeutet das rund 162 € monatlich oder knapp 1.950 € im Jahr.

Das klingt nach Kosten. Aber rechnen Sie dagegen: Ein einziger Tag Betriebsausfall durch einen Ransomware-Angriff auf veraltete Office-Software kostet einen mittelständischen Betrieb laut Bitkom-Erhebungen durchschnittlich mehrere Tausend Euro – ohne die Kosten für externe Forensik, Datenverlust oder Reputationsschaden einzurechnen. Dazu kommt: Ab Juli steigen die Microsoft-365-Preise um 12 bis 17 %. Wer jetzt wechselt, sichert sich die günstigeren Konditionen.

Was ist im Preis enthalten?

  • Automatische Sicherheitsupdates – keine manuellen Patches mehr
  • Immer aktuelle Office-Versionen auf bis zu 5 Geräten pro Nutzer
  • 50 GB Postfach pro Nutzer (Standard / Premium)
  • 1 TB Cloud-Speicher pro Nutzer über OneDrive
  • Microsoft Teams für Kommunikation und Zusammenarbeit

Was kostet die Migration selbst?
Ein realistischer Einmalaufwand für einen Betrieb mit 10 bis 30 Nutzern liegt – je nach Komplexität der bestehenden IT – zwischen 1.500 und 5.000 € für externe Begleitung. Das amortisiert sich schnell, wenn man den Wegfall eigener Serverwartung, IT-Notfallkosten und Lizenz-Einzelkäufe gegenrechnet.

Unserer Erfahrung nach sind es meist nicht die direkten Lizenzkosten, die Unternehmen zögern lassen – es ist die Ungewissheit über den Aufwand. Die gute Nachricht: Mit einem klaren Fahrplan und einem erfahrenen Partner an der Seite ist der Wechsel gut planbar. Für über 25 Jahre IT-Erfahrung – TTG GmbH bedeutet das: keine Überraschungen, kein versteckter Aufwand.

Erfahrungen aus der Region: Was gut funktioniert – und was man besser früher angeht

In Nordthüringen, Eichsfeld und Südniedersachsen begleiten wir Betriebe unterschiedlichster Branchen bei der Einführung und dem Betrieb von Microsoft 365. Die Erfahrungen sind eindeutig: Wer den Wechsel strukturiert angeht, profitiert schnell – wer improvisiert, erzeugt meist mehr Aufwand als nötig.

Ein typisches Beispiel aus dem Raum Heilbad Heiligenstadt: Eine Praxis mit mehreren Standorten nutzte bis vor Kurzem lokale Server für die gemeinsame Dateiablage. Der Zugriff von unterwegs war umständlich, die Datensicherung unzuverlässig – und nach einem Hardwareausfall waren zwei Tage Arbeit verloren. Nach der Migration auf Microsoft 365 mit SharePoint und Exchange Online laufen Datenzugriff und Kommunikation zuverlässig über alle Standorte hinweg. Der Aufwand für die Migration? Vier Tage, begleitet von einem erfahrenen IT-Partner.

Was wir dabei immer wieder beobachten: Die technische Migration ist in der Regel der einfachere Teil. Entscheidend ist die Kommunikation mit den Mitarbeitenden – wer versteht, warum etwas sich ändert, macht die Umstellung mit. Wer überrumpelt wird, verweigert sie.

Laut Bitkom KI-Barometer nutzen bereits 25 % der deutschen KMU mindestens eine KI-gestützte Anwendung – Microsoft 365 Copilot ist für viele Betriebe der praktischste Einstieg, weil die KI direkt in den gewohnten Werkzeugen arbeitet.

Als ISO/IEC 27001-zertifizierter IT-Partner mit über 25 Jahren Erfahrung in Nordthüringen und Eichsfeld kennen wir die besonderen Anforderungen regionaler Betriebe – von der Datenschutzkonformität bis zur NIS2-Vorbereitung. Wir begleiten Migrationen vollständig: Planung, Umsetzung, Schulung und laufender Betrieb.

Wenn Sie konkret wissen möchten, was eine Migration für Ihr Unternehmen bedeutet – in Zeit, Aufwand und Kosten – empfehlen wir ein erstes Gespräch ohne Verpflichtung: Microsoft 365 Beratung anfragen.

Drei konkrete erste Schritte, die Sie noch diese Woche tun können

Sie müssen nicht alles auf einmal entscheiden. Aber es gibt drei Schritte, die Sie sofort angehen können – ohne IT-Vorkenntnisse, ohne große Vorbereitung und ohne Risiko für den laufenden Betrieb.

Schritt 1: Bestandsaufnahme Ihrer aktuellen Office-Versionen (ca. 30 Minuten)
Gehen Sie auf einen repräsentativen Rechner in Ihrem Unternehmen: Öffnen Sie ein Office-Programm, klicken Sie auf „Datei“ → „Konto“ → „Produktinformation“. Die dort angezeigte Versionsnummer zeigt Ihnen, ob Sie noch auf einem Update-fähigen Stand sind. Machen Sie das auf jedem Arbeitsplatz – oder bitten Sie Ihre IT, eine Liste zu erstellen. Das dauert maximal einen halben Tag und liefert Ihnen eine klare Grundlage.

Schritt 2: Lizenzmodell vorausdenken (ca. 1 Stunde)
Überlegen Sie anhand der Tabelle aus Abschnitt 4, welches Paket zu Ihrem Betrieb passt. Brauchen Sie Desktop-Installationen auf mehreren Geräten? Haben Sie Mitarbeitende im Außendienst, die mobil arbeiten? Gibt es besondere Anforderungen an Datenschutz oder IT-Sicherheit – z. B. durch NIS2? Schreiben Sie Ihre Anforderungen auf eine halbe Seite. Das reicht für ein erstes Gespräch mit einem IT-Partner.

Schritt 3: Beratungsgespräch vereinbaren – vor der Preiserhöhung
Die M365-Business-Preise steigen ab Juli um 12 bis 17 %. Wer jetzt handelt, sichert sich die günstigeren Konditionen für mindestens ein Jahr. Ein erstes Gespräch mit einem erfahrenen IT-Dienstleister kostet Sie nichts – aber es gibt Ihnen Klarheit über Aufwand, Kosten und Zeitplan.

Empfehlungen für den nächsten Schritt:

  • Holen Sie sich intern das „Okay“ Ihrer Geschäftsführung oder Ihres Gesellschafters für eine Voruntersuchung.
  • Stellen Sie eine kurze Liste der wichtigsten Fachanwendungen zusammen, die weiterhin funktionieren müssen.
  • Prüfen Sie, ob Sie unter die NIS2-Anforderungen fallen – das BSI stellt dazu aktuelle Orientierungshilfen bereit.
  • Fragen Sie Ihren IT-Dienstleister konkret nach einem Migrationsfahrplan – nicht nach einem Angebot, sondern nach einem Plan.

Der erste Schritt ist immer der schwerste. Aber er ist auch der einzige, der zählt.

Ihre Checkliste: So starten Sie jetzt

  1. Prüfen Sie die installierte Office-Version auf jedem Arbeitsplatz (Datei → Konto → Produktinformation).
  2. Erstellen Sie eine Liste aller Geräte mit Office 2016, 2019 oder älter – das ist Ihre Handlungsliste.
  3. Stellen Sie alle Fachanwendungen zusammen, die mit Microsoft 365 kompatibel sein müssen.
  4. Aktivieren Sie – falls noch nicht geschehen – die Multi-Faktor-Authentifizierung für alle bestehenden Cloud-Dienste.
  5. Klären Sie intern, wer die Projektverantwortung für die Migration übernimmt.
  6. Wählen Sie das passende Lizenzpaket anhand Ihrer Anforderungen an Mobilzugriff und Sicherheit.
  7. Sprechen Sie Ihren IT-Dienstleister auf einen strukturierten Migrationsfahrplan an – inklusive Datensicherung vor dem Start.
  8. Vereinbaren Sie das Beratungsgespräch noch vor der Preiserhöhung im Juli, um günstigere Konditionen zu sichern.

Häufig gestellte Fragen

Müssen meine Mitarbeitenden alles neu lernen, wenn wir auf Microsoft 365 wechseln?

Nein – Word, Excel, Outlook und PowerPoint sehen in Microsoft 365 nahezu identisch aus wie in den Vorgängerversionen. Die größte Umstellung ist die Nutzung von Teams und SharePoint für die gemeinsame Dateiablage. Eine kurze Einführung von zwei bis drei Stunden reicht für den Einstieg. In der Praxis gewöhnen sich Mitarbeitende innerhalb weniger Tage an die neue Umgebung. Entscheidend ist, dass die Umstellung kommuniziert wird – nicht überraschend kommt.

Sind meine Daten in der Microsoft-Cloud wirklich DSGVO-konform gespeichert?

Microsoft betreibt für europäische Kunden Rechenzentren in der EU – auf Wunsch ausschließlich in Deutschland. Für die DSGVO-Konformität sind jedoch nicht nur der Speicherort, sondern auch Zugriffskonfiguration, Berechtigungsmanagement und ein abgeschlossener Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) entscheidend. Dieser ist im Microsoft-365-Abonnement standardmäßig enthalten. Wir empfehlen, die Konfiguration zusammen mit einem erfahrenen IT-Partner zu dokumentieren – das schützt Sie bei Prüfungen durch Datenschutzbehörden.

Was passiert, wenn wir kündigen – verlieren wir dann alle Daten?

Bei einer Kündigung haben Sie in der Regel 90 Tage Zeit, Ihre Daten zu exportieren. Microsoft stellt dafür Export-Werkzeuge zur Verfügung. Alle Dokumente in SharePoint und OneDrive lassen sich vollständig herunterladen; E-Mails können als PST-Datei exportiert werden. Solange Sie das Abonnement aktiv haben, gehören Ihre Daten Ihnen. Eine regelmäßige externe Sicherung – unabhängig vom Abonnement – empfehlen wir dennoch ausdrücklich als zusätzliche Absicherung.

Lohnt sich Microsoft 365 auch für sehr kleine Betriebe mit nur 3 bis 5 Mitarbeitenden?

Ja – gerade kleine Teams profitieren oft am stärksten. Geteilte Kalender, gemeinsame Dateiablage ohne Server, professionelle E-Mail-Adressen mit eigener Domain und mobiler Zugriff von überall sind Vorteile, die unabhängig von der Teamgröße wirken. Das Business-Basic-Paket kostet ab 5,20 € pro Nutzer und Monat – für fünf Mitarbeitende also rund 26 € monatlich. Dafür entfällt die Sorge um Sicherheitsupdates, Serverausfälle und Datensicherung komplett.

Wie lange dauert die Migration, und müssen wir dafür den Betrieb unterbrechen?

In der Regel nein – eine gut geplante Migration läuft parallel zum Betrieb. Die Umstellung eines typischen Unternehmens mit 10 bis 30 Nutzern dauert drei bis fünf Wochen, wovon die meiste Zeit auf Vorbereitung, Tests und Schulung entfällt. Die eigentliche technische Migration eines Nutzers dauert oft weniger als eine Stunde. Kritische Systeme werden immer zuerst gesichert und in der Regel außerhalb der Geschäftszeiten umgestellt.

Über den Autor
Martin Trappe ist Geschäftsführer der TTG Daten- und Bürosysteme GmbH in Dingelstädt. Mit über 25 Jahren Erfahrung im IT-Mittelstand betreut er kleine und mittelständische Unternehmen in Nordthüringen, Eichsfeld und Südniedersachsen. Die TTG GmbH ist ISO/IEC 27001 zertifiziert – dem höchsten Standard für Informationssicherheit.

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