Backup und Recovery: Die Checkliste, die Ihren Betrieb vor Datenverlust schützt
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Veröffentlicht: 01. Juli 2026 · Lesezeit: ca. 14 Minuten
Es ist Montagmorgen. Die Disponentin öffnet die Speditionssoftware – und sieht statt der gewohnten Oberfläche nur eine Fehlermeldung. Auftragshistorie, Lieferadressen, Fahrerplanung: nichts mehr erreichbar. Der Server ist in der Nacht ausgefallen, die Datenbankdatei beschädigt. Irgendwo gibt es ein Backup – aber wann wurde es zuletzt erstellt? Und funktioniert die Wiederherstellung überhaupt?
Die Mitarbeiter warten, Kunden rufen an, Liefertermine rücken näher. Was folgt, sind keine Stunden Ausfall – es sind Tage. Denn wer ein Backup nie auf Wiederherstellbarkeit geprüft hat, merkt im Ernstfall, dass es nicht ausreicht.
Diese Situation ist kein Einzelfall. Sie ist der Alltag in vielen Betrieben – und sie lässt sich mit einer klaren Backup-und-Recovery-Strategie verhindern. Diese Checkliste zeigt Ihnen, wo Sie heute stehen und was Sie morgen konkret ändern können.
Backup und Recovery gehören zu den wichtigsten, aber am häufigsten unterschätzten Themen in der IT kleiner und mittelständischer Unternehmen. Viele Betriebe haben irgendeine Form der Datensicherung – aber ob diese im Ernstfall wirklich funktioniert, bleibt oft ungeprüft. Genau dort liegt das Risiko: nicht im fehlenden Backup, sondern in der ungeklärten Frage, ob es sich auch wiederherstellen lässt.
Die Bedrohungslage hat sich verschärft. Ransomware-Angriffe richten sich zunehmend gezielt gegen kleine und mittlere Unternehmen, weil diese als leichter angreifbar gelten. Hinzu kommen neue regulatorische Anforderungen durch NIS2 und DSGVO, die klare Vorgaben zur Verfügbarkeit und Integrität von Daten machen. Wer hier nicht vorbereitet ist, riskiert nicht nur Datenverlust, sondern auch rechtliche Konsequenzen.
Diese Checkliste führt Sie strukturiert durch acht konkrete Prüfpunkte – von den organisatorischen Grundlagen über technische Mindestanforderungen bis hin zu Kontrolle und Dokumentation. Am Ende wissen Sie, wo Sie gut aufgestellt sind, wo Handlungsbedarf besteht – und wie Sie gezielt gegensteuern.
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| KMU, die Backups selten oder gar nicht auf Wiederherstellbarkeit prüfen | 72 % | DATA REVERSE KMU-Backup-Studie 2025 |
| Anteil der Cyberangriffe in Deutschland, der sich gegen KMU richtet | 80 % | BSI Lagebericht 2024 |
| KMU, die mindestens wöchentlich Backups durchführen | 77 % | DATA REVERSE KMU-Backup-Studie 2025 |
| Neue Schadprogramm-Varianten täglich (Anstieg ggü. Vorjahr: +26 %) | 309.000 | BSI Lagebericht 2024 |
Was auf dem Spiel steht – und warum viele Betriebe auf dem falschen Fuß erwischt werden
Ein Datenverlust trifft Unternehmen selten in ruhigen Phasen. Er trifft sie montags morgens, vor einer wichtigen Lieferung oder mitten in der Jahresabrechnung. Laut dem BSI Lagebericht 2024 richten sich 80 % aller angezeigten Cyberangriffe in Deutschland gegen kleine und mittlere Unternehmen – und täglich werden rund 309.000 neue Schadprogramm-Varianten bekannt, ein Anstieg von 26 % gegenüber dem Vorjahr. Das sind keine abstrakten Zahlen. Das ist der Kontext, in dem Ihre Datensicherung heute bestehen muss.
Besonders aufschlussreich ist das Ergebnis der DATA REVERSE KMU-Backup-Studie aus dem ersten Quartal dieses Jahres: 77 % der befragten deutschen KMU sichern ihre Daten mindestens wöchentlich – aber 72 % prüfen nie oder selten, ob die Wiederherstellung dieser Backups auch tatsächlich funktioniert. Das bedeutet: Die meisten Betriebe haben ein Backup, aber keine verlässliche Recovery-Strategie. Das ist ein entscheidender Unterschied.
Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Ein mittelständischer Transportunternehmer aus der Region Dingelstädt sichert seine Auftragsdaten nachtäglich auf eine externe Festplatte. Was er nicht weiß: Die Festplatte ist seit Wochen defekt – still, ohne Fehlermeldung. Erst als ein Virenbefall die Systemdaten zerstört, stellt er fest, dass kein einziges Backup mehr lesbar ist. Drei Tage Stillstand, verlorene Aufträge, verärgerter Kunde. Das hätte sich vermeiden lassen.
Diese Checkliste ist für genau solche Situationen gemacht. Sie zeigt Ihnen, welche Grundlagen wirklich zählen – und wo typische Lücken entstehen. Für eine strukturierte Übersicht zu Ihren gesamten IT-Grundlagen empfiehlt sich außerdem ein Blick auf IT-Infrastruktur & Datensicherung – TTG GmbH.
- Verstehen Sie den Unterschied zwischen Backup (Sicherungskopie) und Recovery (Wiederherstellungsprozess) – beide müssen funktionieren.
- Prüfen Sie, ob Ihr letztes Backup tatsächlich lesbar und vollständig ist – nicht nur ob es existiert.
- Bewerten Sie, wie lange Ihr Betrieb im Ernstfall ohne Daten arbeitsfähig bleibt – das bestimmt Ihre notwendige Recovery-Zeit (RTO).
- Identifizieren Sie Ihre kritischsten Daten: Auftragssystem, Finanzbuchhaltung, Kundendaten, E-Mail-Archiv.
- Stellen Sie sicher, dass das Thema Datensicherung in Ihrem Unternehmen eine verantwortliche Person hat – nicht „irgendwie läuft das“.
Prüfpunkt 1 & 2: Organisatorische Grundlagen für Backup und Recovery – Wer ist zuständig, was wird gesichert?
Datensicherung ohne klare Verantwortung ist keine Datensicherung – sie ist ein Zufallsprodukt. Der häufigste Grund, warum Backups im Ernstfall nicht helfen, ist nicht ein technisches Problem. Es ist ein organisatorisches: Niemand wusste genau, was gesichert wird, niemand hat es je geprüft, und niemand war formal zuständig. Laut DATA REVERSE KMU-Backup-Studie prüfen 72 % der deutschen KMU ihre Backups nie oder selten auf Wiederherstellbarkeit – ein klares Zeichen für fehlende organisatorische Verankerung.
Prüfpunkt 1: Ist die Verantwortung für Backup und Recovery klar geregelt?
In vielen Betrieben kümmert sich „der IT-Mensch“ um Backups – oder die Aufgabe verteilt sich stillschweigend. Das reicht nicht. Es braucht eine benannte Person (oder einen externen Partner), die für die Backup-Strategie verantwortlich ist, regelmäßige Tests durchführt und im Ernstfall sofort handeln kann. Gerade wenn Mitarbeitende ausfallen oder das Unternehmen wächst, muss diese Verantwortung dokumentiert und übergabefähig sein.
- Benennen Sie eine konkrete Person oder einen IT-Dienstleister als Backup-Verantwortlichen.
- Halten Sie die Zuständigkeit schriftlich fest – auch für den Fall von Urlaub oder Krankheit.
- Definieren Sie, wer im Ernstfall wen anruft und welche Schritte sofort eingeleitet werden.
Prüfpunkt 2: Wissen Sie genau, welche Daten gesichert werden – und welche nicht?
Viele Unternehmen sichern ihre Buchhaltung, vergessen aber die lokalen Projektdaten auf Mitarbeiter-Laptops, die Konfigurationsdaten ihrer Netzwerkgeräte oder den E-Mail-Archivordner. Eine vollständige Datenkarte ist Pflicht. Fragen Sie sich: Wenn dieser Rechner morgen ausfällt – was geht verloren? Für eine strukturierte Unterstützung bei der Planung Ihrer Datensicherungsstrategie stehen Ihnen die Leistungen unter Backup & Datensicherung durch die TTG GmbH zur Verfügung.
- Erstellen Sie eine vollständige Liste aller Systeme, auf denen geschäftskritische Daten liegen.
- Schließen Sie mobile Geräte, externe Festplatten und Cloud-Arbeitsumgebungen explizit ein.
- Prüfen Sie, ob Software-Konfigurationen und Lizenzdaten ebenfalls gesichert werden.
- Legen Sie für jede Datenkategorie fest: Wie oft wird gesichert? Wie lange wird aufbewahrt?
Prüfpunkt 3 & 4: Technische Mindestanforderungen – Speicherort, Häufigkeit und die 3-2-1-Regel
Technische Grundlagen der Datensicherung klingen nach IT-Fachwissen – sind aber in ihrer Logik klar und für jeden Unternehmer verständlich. Die wichtigste Faustregel heißt 3-2-1: drei Kopien Ihrer Daten, auf zwei verschiedenen Medientypen, davon eine außerhalb Ihres Unternehmens. Das BSI – Empfehlungen zur Datensicherung hält diese Grundstruktur für den Mindeststandard in Unternehmen jeder Größe.
Prüfpunkt 3: Folgen Sie der 3-2-1-Regel – und ist mindestens eine Kopie offline oder unveränderlich?
Ransomware-Angriffe richten sich heute gezielt auch gegen verbundene Backups. Wer sein Backup auf einem Netzlaufwerk speichert, das dauerhaft am Unternehmensserver hängt, hat im Fall einer Verschlüsselung oft keinen Ausweg mehr. IT-Sicherheitsexperten empfehlen deshalb sogenannte Immutable Backups – schreibgeschützte Sicherungskopien, die sich weder verändern noch nachträglich verschlüsseln lassen. Auch eine physisch getrennte Sicherung (zum Beispiel auf Band oder einer Offline-Festplatte im Tresor) ist weiterhin eine sinnvolle Ergänzung.
- Prüfen Sie, ob Sie mindestens drei Kopien Ihrer Daten vorhalten – inklusive einer außerhalb Ihres Firmengebäudes.
- Stellen Sie sicher, dass mindestens eine Backup-Kopie offline oder als Immutable Backup gespeichert wird.
- Vermeiden Sie dauerhaft verbundene Backup-Laufwerke ohne zusätzlichen Schreibschutz.
Prüfpunkt 4: Passt Ihre Backup-Frequenz zur Datenmenge, die Sie sich leisten können zu verlieren?
Die Backup-Häufigkeit hängt vom sogenannten Recovery Point Objective (RPO) ab: Wie viel Datenverlust können Sie tolerieren? Eine Buchhaltung, die täglich Dutzende Buchungen verarbeitet, braucht ein tägliches Backup – mindestens. Laut DATA REVERSE sichern 77 % der deutschen KMU mindestens wöchentlich, 24 % sogar täglich. Für viele Branchen ist das die Untergrenze. Ebenfalls bewährt hat sich die hybride Backup-Strategie: 59 % der KMU kombinieren Cloud- und On-Premises-Lösungen. Anbieter wie Veeam – Backup & Disaster Recovery bieten genau für diesen Ansatz bewährte Lösungen.
- Definieren Sie für jede Datenkategorie einen RPO-Wert: Wie viele Stunden oder Tage Datenverlust sind akzeptabel?
- Prüfen Sie, ob die tatsächliche Backup-Häufigkeit mit diesem Wert übereinstimmt.
- Erwägen Sie eine Kombination aus lokaler Sicherung (schnelle Wiederherstellung) und Cloud-Backup (externe Kopie).
- Achten Sie auf automatisierte Backup-Prozesse – manuelle Sicherungen werden vergessen oder verschoben.
Prüfpunkt 5 & 6: Sicherheit und Datenschutz – Verschlüsselung, Zugriffsschutz und DSGVO
Ein Backup ist nur dann sicher, wenn es auch vor unbefugtem Zugriff geschützt ist. Besonders in Branchen, die mit sensiblen Personendaten arbeiten – von Kundenadressen über Zahlungsdaten bis hin zu vertraglichen Informationen – gelten unter der DSGVO klare Anforderungen an die Sicherheit gespeicherter Daten. Laut einer Microsoft-Studie war jedes dritte kleine und mittlere Unternehmen betroffen von einem Cyberangriff. Das zeigt: Auch Ihre Backups sind potenzielle Angriffsziele.
Prüfpunkt 5: Sind Ihre Backup-Daten verschlüsselt – sowohl bei der Übertragung als auch im Ruhezustand?
Unverschlüsselte Backups sind ein oft übersehenes Datenschutzrisiko. Wird eine Backup-Festplatte gestohlen oder ein Cloud-Speicher gehackt, liegen alle Daten im Klartext vor. Die DSGVO verlangt technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz personenbezogener Daten – die Verschlüsselung von Backups gehört dazu. Prüfen Sie außerdem, ob Ihre Backup-Lösung eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung unterstützt, wenn Daten in die Cloud übertragen werden.
- Stellen Sie sicher, dass alle Backup-Kopien verschlüsselt gespeichert werden – lokal und in der Cloud.
- Prüfen Sie, ob die Verschlüsselung auch während der Übertragung aktiv ist (Transport Encryption).
- Verwalten Sie Verschlüsselungsschlüssel sicher und getrennt von den Backup-Daten selbst.
Prüfpunkt 6: Wer hat Zugriff auf Ihre Backups – und ist dieser Zugriff protokolliert?
Zugriffsrechte auf Backup-Systeme werden in der Praxis selten regelmäßig überprüft. Ehemalige Mitarbeitende behalten mitunter Zugang, Passwörter werden nicht geändert, Zugriffsversuche nicht protokolliert. Das ist ein ernstes Sicherheits- und Datenschutzproblem. Darüber hinaus stellt NIS2 für viele Branchen zusätzliche Anforderungen an Zugangskontrolle und Nachweisbarkeit. Lassen Sie sich zu den aktuellen regulatorischen Anforderungen für Ihr Unternehmen durch die Managed Services der TTG GmbH beraten.
- Prüfen Sie, wer aktuell Zugriff auf Ihre Backup-Systeme hat – und entfernen Sie veraltete Berechtigungen.
- Aktivieren Sie Protokollierung (Logging) für alle Zugriffe auf Backup-Umgebungen.
- Setzen Sie auf Mehr-Faktor-Authentifizierung (MFA) für den Zugang zu Cloud-Backup-Plattformen.
- Dokumentieren Sie, wo personenbezogene Daten in Backups gespeichert werden – das ist DSGVO-Pflicht.
Prüfpunkt 7 & 8: Laufende Kontrolle und Dokumentation – testen, was im Ernstfall bei Backup und Recovery zählt
Das Testen von Backups ist der am häufigsten übersprungene Schritt in der Datensicherung – und gleichzeitig der wichtigste. Wer nie prüft, ob seine Sicherung sich auch wiederherstellen lässt, betreibt keinen echten Schutz, sondern ein beruhigendes Ritual. Die DATA REVERSE KMU-Backup-Studie zeigt: 72 % der deutschen KMU testen ihre Backups selten oder nie. Das ist die größte Einzellücke in der Backup-und-Recovery-Strategie vieler Unternehmen.
Prüfpunkt 7: Testen Sie regelmäßig die tatsächliche Wiederherstellung Ihrer Daten?
Ein Restore-Test bedeutet: Sie stellen tatsächlich Daten aus einem Backup wieder her – nicht nur auf einem separaten System, sondern in einer realistischen Testumgebung. Dabei prüfen Sie, ob die Daten vollständig und korrekt sind, ob die notwendige Software verfügbar ist und ob der gesamte Prozess in der definierten Recovery-Zeit (RTO) abläuft. Unserer Erfahrung nach reicht es nicht, einmal im Jahr einen Test durchzuführen – wir empfehlen vierteljährliche Tests, mindestens aber halbjährlich. Weitere Informationen zu guten Praktiken bietet die Bitkom – Digitale Sicherheit & Datenschutz-Seite.
- Führen Sie mindestens einmal pro Quartal einen vollständigen Restore-Test durch – dokumentiert und ausgewertet.
- Testen Sie nicht nur die technische Wiederherstellung, sondern auch den Prozess: Wer ruft wen an? Wer hat die Zugangsdaten?
- Simulieren Sie verschiedene Szenarien: lokaler Ausfall, Ransomware-Angriff, versehentlich gelöschte Datei.
Prüfpunkt 8: Sind Ihre Backup-Prozesse vollständig dokumentiert und aktuell gehalten?
Dokumentation klingt bürokratisch – ist aber der einzige Weg, dass im Ernstfall nicht alles vom Wissen einer einzelnen Person abhängt. Was wird gesichert? Wo liegen die Backup-Medien? Wer hat die Zugangsdaten? Wie lange dauert eine Wiederherstellung? Diese Informationen müssen schriftlich vorliegen und regelmäßig aktualisiert werden. Für Unternehmen, die nach ISO/IEC 27001 zertifiziert – TTG GmbH handeln oder sich in diese Richtung entwickeln möchten, ist eine lückenlose Dokumentation ohnehin Pflicht.
- Erstellen Sie ein schriftliches Backup-Konzept mit allen relevanten Informationen – auch für Dritte verständlich.
- Pflegen Sie eine aktuelle Übersicht aller Backup-Medien, Speicherorte und Zugangsdaten (sicher verwahrt).
- Überprüfen Sie die Dokumentation mindestens einmal jährlich auf Aktualität.
- Stellen Sie sicher, dass die Dokumentation nicht nur digital vorliegt – ein Systemausfall darf den Notfallplan nicht unzugänglich machen.
Ihren IT-Partner finden Sie unter Ihr IT-Systemhaus in Nordthüringen – TTG GmbH – sprechen Sie uns auf ein strukturiertes Backup-Audit an.
Was tun, wenn ein Punkt nicht erfüllt ist? Priorisierung nach Risiko
Kein Unternehmen erfüllt von Beginn an alle acht Prüfpunkte vollständig. Das ist normal – und kein Grund zur Panik. Entscheidend ist, dass Sie die offenen Punkte nach ihrem tatsächlichen Risiko priorisieren und strukturiert abarbeiten. Nicht alles ist gleich dringend, aber einiges ist dringender als es auf den ersten Blick erscheint.
Das BSI – Empfehlungen zur Datensicherung empfiehlt, zuerst die Punkte zu schließen, die im Ernstfall den größten Schaden verursachen. Nach unserer Erfahrung aus über 25 Jahren als IT-Partner in der Region – von Dingelstädt bis ins südliche Niedersachsen – sind das in den meisten Betrieben drei Kernprobleme: kein Restore-Test, kein Offsite-Backup, keine klare Verantwortung.
| Situation | Empfehlung | Warum |
|---|---|---|
| Kein Restore-Test durchgeführt | Sofort – diese Woche | Ohne Test ist kein Backup verlässlich – das ist die gefährlichste Lücke |
| Backup nur lokal, kein Offsite-Exemplar | Innerhalb von 2 Wochen | Brand, Einbruch oder Ransomware vernichten sonst alle Kopien gleichzeitig |
| Keine klare Verantwortung benannt | Innerhalb von 1 Woche | Im Ernstfall kostet Unklarheit wertvolle Stunden |
| Backups nicht verschlüsselt | Innerhalb von 30 Tagen | DSGVO-Risiko und Datenschutzverstoß im Fall eines Diebstahls |
| Dokumentation fehlt oder veraltet | Innerhalb von 30 Tagen | Notfallplan ohne Dokumentation ist kein Notfallplan |
Als ISO/IEC 27001-zertifizierter IT-Partner mit über 25 Jahren Erfahrung in Nordthüringen und der Eichsfeld-Region begleiten wir Betriebe genau bei dieser Priorisierung. Wir schauen uns an, was Sie heute haben, identifizieren die kritischen Lücken – und helfen Ihnen, diese Schritt für Schritt zu schließen. Ohne Panikmache, ohne unnötige Komplexität. Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Erstgespräch: Backup-Strategie von TTG GmbH planen lassen.
Zusammenfassung: Was Sie sofort, in 30 Tagen und langfristig für Ihre Backup-und-Recovery-Strategie angehen sollten
Eine belastbare Backup-und-Recovery-Strategie entsteht nicht über Nacht – aber sie beginnt mit wenigen konkreten Schritten, die sich schnell umsetzen lassen. Die folgende Übersicht hilft Ihnen, Prioritäten zu setzen und den Überblick zu behalten.
Sofort – diese Woche:
- Führen Sie einen einfachen Restore-Test durch: Stellen Sie eine beliebige Datei aus Ihrem letzten Backup tatsächlich wieder her.
- Prüfen Sie, ob Ihr Backup eine externe oder offline Kopie enthält.
- Benennen Sie eine verantwortliche Person für das Thema Backup und Recovery in Ihrem Unternehmen.
In den nächsten 30 Tagen:
- Erstellen oder aktualisieren Sie eine vollständige Datenkarte: Welche Systeme werden gesichert, welche nicht?
- Prüfen Sie, ob Ihre Backups verschlüsselt sind – und beheben Sie das, falls nicht.
- Dokumentieren Sie den Backup- und Recovery-Prozess schriftlich – für Sie und für Ihr Team.
- Klären Sie, ob Ihre aktuelle Backup-Häufigkeit mit dem Datenverlust-Risiko Ihres Betriebs übereinstimmt.
Langfristig – kontinuierlich:
- Etablieren Sie einen festen Restore-Test-Rhythmus (mindestens vierteljährlich).
- Prüfen Sie jährlich, ob Ihre Backup-Strategie noch zu Ihrem Wachstum, Ihrer Software-Landschaft und den aktuellen Bedrohungslagen passt.
- Beobachten Sie regulatorische Entwicklungen wie NIS2 und passen Sie Ihre Prozesse bei Bedarf an.
- Ziehen Sie einen erfahrenen IT-Partner hinzu, der regelmäßige Audits durchführt – auch wenn intern alles rund zu laufen scheint.
Backup und Recovery ist kein einmaliges Projekt. Es ist ein kontinuierlicher Prozess, der mit dem Unternehmen wächst und sich an neue Bedrohungen anpasst. Wer heute die Grundlagen legt, schützt morgen seine Daten, seine Kunden und seinen Betrieb – zuverlässig und nachweisbar.
Ihre Checkliste: So starten Sie jetzt
- Prüfen Sie, ob Ihr letztes Backup tatsächlich wiederherstellbar ist – führen Sie noch diese Woche einen einfachen Restore-Test durch.
- Benennen Sie eine verantwortliche Person oder einen externen IT-Partner, der für Backup und Recovery in Ihrem Unternehmen zuständig ist.
- Erstellen Sie eine vollständige Liste aller Systeme und Geräte, auf denen geschäftskritische Daten liegen – inklusive Laptops, mobiler Geräte und Cloud-Dienste.
- Stellen Sie sicher, dass Sie mindestens eine Backup-Kopie außerhalb Ihres Firmengebäudes aufbewahren – in der Cloud oder auf einem sicher verwahrten externen Medium.
- Aktivieren Sie Verschlüsselung für alle Backup-Kopien – sowohl lokal als auch bei der Übertragung in die Cloud.
- Überprüfen Sie die Zugriffsrechte auf Ihre Backup-Systeme und entfernen Sie veraltete oder nicht mehr benötigte Berechtigungen.
- Dokumentieren Sie Ihren Backup-Prozess schriftlich – wer sichert was, wann, wo und wie wird im Notfall wiederhergestellt.
- Sprechen Sie mit Ihrem IT-Partner über einen regelmäßigen Restore-Test-Plan und legen Sie einen festen Rhythmus für die Überprüfung Ihrer Backup-Strategie fest.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel kostet eine professionelle Backup-Lösung für ein kleines Unternehmen?
Die Kosten variieren stark je nach Datenmenge, gewähltem Ansatz und Anbieter. Einfache Cloud-Backup-Lösungen sind ab wenigen Euro pro Nutzer und Monat erhältlich. Eine vollständige, professionell betreute Backup-und-Recovery-Lösung – inklusive Tests und Dokumentation – liegt je nach Umfang im mittleren dreistelligen Bereich monatlich. Das klingt viel, ist aber deutlich günstiger als die durchschnittlichen Kosten eines Datenverlust-Ereignisses, die laut Studien schnell in den fünfstelligen Bereich gehen können.
Reicht ein Cloud-Backup allein aus – brauche ich wirklich eine lokale Kopie?
Ein Cloud-Backup allein ist besser als keines – aber allein reicht es in den meisten Fällen nicht aus. Die Wiederherstellung großer Datenmengen aus der Cloud dauert bei langsamer Internetleitung Stunden oder Tage. Außerdem ist die Verfügbarkeit des Cloud-Anbieters nicht garantiert. Unsere Empfehlung: ein lokales Backup für schnelle Wiederherstellung kombiniert mit einem Cloud-Backup als externe, sichere Kopie. Diese hybride Strategie verfolgen laut DATA REVERSE KMU-Backup-Studie bereits 59 % der deutschen KMU.
Muss ich mein Backup wirklich regelmäßig testen – reicht es nicht, dass es automatisch läuft?
Automatische Backups laufen still im Hintergrund – und scheitern ebenso still, wenn etwas nicht stimmt. Defekte Medien, fehlerhafte Konfigurationen oder unvollständige Sicherungen zeigen sich erst beim Restore-Versuch. Ohne regelmäßige Tests wissen Sie nicht, ob Ihr Backup im Ernstfall wirklich funktioniert. Laut DATA REVERSE prüfen 72 % der KMU ihre Backups nie oder selten auf Wiederherstellbarkeit. Das ist eine der häufigsten – und teuersten – Lücken in der Datensicherung.
Was hat die DSGVO mit meinem Backup zu tun?
Die DSGVO verpflichtet Unternehmen, personenbezogene Daten durch geeignete technische und organisatorische Maßnahmen zu schützen – das gilt auch für Backup-Kopien. Unverschlüsselte Backups, fehlende Zugriffskontrollen oder unklare Speicherorte können im Fall einer Datenpanne zum Problem werden. Außerdem müssen Sie auf Anfrage nachweisen können, wo Daten gespeichert sind – auch in Sicherungskopien. Eine dokumentierte Backup-Strategie schützt Sie nicht nur technisch, sondern auch rechtlich.
Wir haben schon einen IT-Dienstleister – warum sollten wir unsere Backup-Strategie trotzdem selbst prüfen?
Weil Verantwortung nicht vollständig delegierbar ist. Ihr IT-Dienstleister sorgt für die Technik – aber als Geschäftsführer sind Sie für die Daten Ihres Unternehmens und Ihrer Kunden verantwortlich, auch im Sinne der DSGVO. Diese Checkliste hilft Ihnen, die richtigen Fragen zu stellen: Werden Backups getestet? Gibt es eine Offsite-Kopie? Ist alles dokumentiert? Ein guter IT-Partner beantwortet diese Fragen transparent. Die TTG GmbH stellt ihren Kunden auf Wunsch regelmäßige Backup-Berichte zur Verfügung.
Martin Trappe ist Geschäftsführer der TTG Daten- und Bürosysteme GmbH in Dingelstädt. Mit über 25 Jahren Erfahrung im IT-Mittelstand betreut er kleine und mittelständische Unternehmen in Nordthüringen, Eichsfeld und Südniedersachsen. Die TTG GmbH ist ISO/IEC 27001 zertifiziert – dem höchsten Standard für Informationssicherheit.
Kontakt aufnehmen · Über TTG GmbH
Wissen Sie wirklich, ob Ihr Backup heute – in diesem Moment – tatsächlich wiederherstellbar ist?
Ihre Daten sicher schützen lassen
Ein Ransomware-Angriff oder Festplattenausfall kann Ihr Unternehmen lahmlegen. Die TTG GmbH entwickelt eine passende Backup-Strategie für KMU in Nordthüringen.