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Microsoft 365 im Unternehmen: Die 5 häufigsten Fragen – ehrlich und vollständig beantwortet

Inhaltsverzeichnis

Veröffentlicht: 23. Juni 2026 · Lesezeit: ca. 13 Minuten

Es ist Montagmorgen. Die Verwaltungsmitarbeiterin öffnet eine Excel-Datei, die ihr ein externer Dienstleister geschickt hat – und sieht nur Fehlermeldungen. Die Datei wurde mit einer neueren Office-Version erstellt, das eigene System läuft noch mit Office 2016. Parallel fragt ein Mitarbeiter im Homeoffice, warum er keinen Zugriff auf den gemeinsamen Ordner hat. Und die Geschäftsführung fragt sich schon länger, ob das Unternehmen überhaupt noch DSGVO-konform aufgestellt ist.

Solche Momente kennen viele Unternehmer. Sie sind kein Zeichen schlechter Organisation – sie sind schlicht das Ergebnis einer IT-Landschaft, die über Jahre gewachsen ist und nun an ihre Grenzen stößt. Microsoft 365 wird in diesen Gesprächen oft als Lösung genannt. Aber was steckt wirklich dahinter?

Die folgenden fünf Fragen hören wir in der Praxis am häufigsten. Die Antworten sollen Ihnen helfen, ohne Berater-Abhängigkeit eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Microsoft 365 ist längst mehr als eine Bürosoftware. Die cloudbasierte Plattform vereint Kommunikation, Kollaboration, Sicherheit und – zunehmend – Künstliche Intelligenz unter einem Dach. Kein Wunder, dass sie bei Unternehmern viele Fragen aufwirft: Was bekomme ich wirklich? Was kostet es langfristig? Und ist das alles überhaupt DSGVO-konform?

Gerade für Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung ist die Orientierung schwierig. Die Lizenzstruktur ist komplex, die Preise ändern sich, und die Anforderungen durch Datenschutz und Informationssicherheit steigen. Gleichzeitig arbeiten Mitarbeitende längst mit Tools, die nicht offiziell freigegeben sind – ein Risiko, das viele Geschäftsführer unterschätzen.

Dieser Artikel beantwortet die fünf häufigsten Fragen, die uns Unternehmer zu Microsoft 365 stellen – ehrlich, verständlich und mit konkreten Empfehlungen. So erhalten Sie eine belastbare Grundlage für Ihre Entscheidung.

KennzahlWertQuelle
Marktanteil Microsoft Office in deutschen Unternehmen85 %Statista / Nielsen 2020
KMU in Deutschland, die veraltete Office-Pakete einsetzen (Office 2016 oder älter)über 70 %Intra2net KMU-Studie 2024
Deutsche Mitarbeitende, die generative KI-Tools über private Konten nutzen (Shadow AI)34 %Bitkom 2025
Deutsche Unternehmen, die Cloud-Dienste (inkl. SaaS wie M365) nutzen89 %Bitkom Cloud-Report 2023

Warum Microsoft 365 so viele Fragen aufwirft: Hintergrund und häufige Unsicherheiten

Warum Microsoft 365 so viele Fragen aufwirft: Hintergrund und häufige Unsicherheiten – Microsoft 365

Microsoft 365 hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Was einmal als einfaches Abonnement für Word, Excel und Outlook startete, ist heute eine komplexe Plattform: Teams für Kommunikation, SharePoint für Dokumentenmanagement, Intune für Geräteverwaltung, Defender für Sicherheit – und seit Kurzem Copilot als KI-Assistent. Diese Breite ist ein Vorteil, erzeugt aber auch Verwirrung.

Laut einer Studie von Intra2net nutzen über 70 % der kleinen Unternehmen in Deutschland noch Office 2016 oder 2019 – Versionen, die mit keiner Cloudfunktion verknüpft sind. Auf 16 % der Arbeitsplätze läuft sogar noch Office 2010 oder 2013. Das bedeutet: Ein erheblicher Teil der Unternehmen arbeitet mit Software, die nicht mehr aktiv weiterentwickelt wird, keine modernen Sicherheitsupdates erhält und nicht für kollaboratives Arbeiten ausgelegt ist.

Ein Handwerksbetrieb aus dem Raum Dingelstädt, den wir begleitet haben, stand vor genau dieser Situation: Unterschiedliche Office-Versionen auf verschiedenen Rechnern, keine zentrale Ablage, und Mitarbeitende, die Angebote per USB-Stick weitergaben. Der Einstieg in Microsoft 365 war kein großes Projekt – aber er erforderte eine klare Strategie für Lizenzauswahl, Datenmigration und Schulung.

Die häufigsten Unsicherheiten, die wir in Beratungsgesprächen hören:

  • „Brauchen wir wirklich alle Funktionen – oder zahlen wir für Dinge, die wir nie nutzen?“
  • „Was passiert mit unseren Daten, wenn sie in der Microsoft-Cloud liegen?“
  • „Wie teuer wird das langfristig – besonders wenn die Preise steigen?“
  • „Können wir auch bei bestehenden Systemen und Prozessen wechseln?“

Diese Fragen sind berechtigt. Eine pauschale Antwort gibt es nicht – aber es gibt belastbare Entscheidungsgrundlagen. Wenn Sie konkrete Orientierung für Ihren Betrieb suchen, finden Sie bei der TTG GmbH einen erfahrenen Ansprechpartner: Microsoft 365 Einführung & Betreuung – TTG GmbH.

Frage 1: Welche Microsoft 365-Lizenz brauche ich wirklich?

Das ist die Frage, die wir am häufigsten hören – und die am seltensten pauschal beantwortet werden kann. Microsoft bietet für Unternehmen aktuell mehrere Hauptpläne an, deren Preisunterschiede erheblich sind: Business Basic liegt bei 5,20 € pro Nutzer und Monat im Jahresabo, Business Standard bei 10,80 €, Business Premium bei 19,10 € und Enterprise E3 bei 34,90 € (alle Preise netto, Stand April 2026). Ab dem 1. Juli 2026 steigen diese Preise um 12 bis 17 % – ein guter Grund, jetzt zu entscheiden.

Die Lizenzwahl hängt von drei zentralen Fragen ab:

  • Brauchen Ihre Mitarbeitenden die Desktop-Apps? Business Basic enthält nur die webbasierten Office-Apps – für viele Büroarbeiten ausreichend, aber nicht für komplexe Excel-Modelle oder spezielle Word-Vorlagen.
  • Wie wichtig ist Sicherheit für Ihr Unternehmen? Business Premium enthält Microsoft Defender, Intune (Geräteverwaltung) und Azure AD Premium – Funktionen, die für Unternehmen mit mobilen Mitarbeitenden oder sensiblen Daten unverzichtbar sind.
  • Sind Sie NIS-2-pflichtig? Seit Oktober 2024 gilt die NIS-2-Richtlinie als deutsches Recht. Betroffen sind rund 30.000 Unternehmen ab ca. 50 Mitarbeitenden oder 10 Mio. € Jahresumsatz. Für diese Betriebe ist Business Premium oder E3 in der Regel die einzig sinnvolle Wahl.

Unsere Einschätzung aus der Praxis: Für die meisten Unternehmen mit 10 bis 50 Mitarbeitenden und einem gesunden Anspruch an Sicherheit ist Business Premium der Sweet Spot. Business Basic klingt günstig, führt aber dazu, dass Sicherheitsfunktionen fehlen und teuer nachgerüstet werden müssen. Enterprise-Pläne sind für Betriebe unter 300 Mitarbeitenden in der Regel überdimensioniert.

SituationEmpfehlungWarum
Kleine Verwaltungseinheit, wenig mobile ArbeitBusiness BasicWebapps reichen, Kosten gering
Gemischtes Team, Homeoffice, Standard-BüroarbeitBusiness StandardDesktop-Apps + Teams inklusive
Sensible Daten, mobile Geräte, NIS-2-RelevanzBusiness PremiumSicherheitspaket vollständig integriert
Großes Unternehmen, komplexe Compliance-AnforderungenEnterprise E3/E5Erweiterte Verwaltung und Governance

Für die BSI-Empfehlungen zu sicherem Cloud Computing lohnt sich ein Blick – besonders wenn Sie erstmals eine Lizenzstrategie für Ihr Unternehmen entwickeln. Weitere Hinweise zur sicheren Konfiguration finden Sie direkt über IT-Sicherheit für Microsoft 365 – TTG GmbH.

Frage 2: Wie sicher ist Microsoft 365 – und was muss ich selbst absichern?

Microsoft 365 ist grundsätzlich sicher – aber „sicher“ bedeutet nicht „automatisch geschützt“. Microsoft übernimmt die Verantwortung für die Verfügbarkeit und Sicherheit der Infrastruktur. Was auf dieser Infrastruktur passiert – also wie Ihre Mitarbeitenden mit Daten umgehen, welche Geräte genutzt werden, wie Zugriffsrechte vergeben sind – liegt in Ihrer Verantwortung. Dieses Prinzip nennt sich Shared Responsibility Model und wird im Detail in der Microsoft 365 – offiziellen Dokumentation beschrieben.

Was das konkret bedeutet: Ein schwaches Passwort, ein nicht aktivierter Mehr-Faktor-Authentifizierungs-Schutz (MFA) oder ein privates Gerät ohne Geräteverwaltung kann selbst eine gut konfigurierte Microsoft 365-Umgebung kompromittieren. Laut Bitkom nutzen 34 % der deutschen Mitarbeitenden generative KI-Tools über private Konten außerhalb der Unternehmens-IT – sogenannte Shadow AI. Das ist nicht nur ein Datenschutzproblem, sondern auch ein ernstes Sicherheitsrisiko.

Was Sie konkret tun sollten:

  • Mehrstufige Authentifizierung aktivieren: MFA ist die wirkungsvollste Einzelmaßnahme gegen Kontoübernahmen – und in Microsoft 365 kostenlos enthalten.
  • Zugriffsrechte regelmäßig prüfen: Wer hat Zugriff auf welche Daten? Ausgeschiedene Mitarbeitende sollten sofort deaktiviert werden.
  • Geräteverwaltung einrichten: Mit Microsoft Intune (in Business Premium enthalten) können Sie festlegen, welche Geräte auf Unternehmensdaten zugreifen dürfen.
  • Bedingten Zugriff konfigurieren: Nicht jedes Gerät und jeder Standort sollte automatisch Vollzugriff erhalten.
  • Schulungen durchführen: Technik allein schützt nicht. Mitarbeitende müssen wissen, was Phishing ist und wie sie verdächtige Mails erkennen.

Unsere Einschätzung: Die meisten Sicherheitsvorfälle, die wir in der Praxis sehen, entstehen nicht durch technische Lücken bei Microsoft – sondern durch fehlende Konfiguration auf Unternehmensseite. Das ist die gute Nachricht: Sie können das ändern. Als ISO/IEC 27001 zertifiziertes Unternehmen – TTG GmbH begleiten wir Sie dabei strukturiert und nachvollziehbar.

Frage 3: Was kostet Microsoft 365 wirklich – und lohnt sich das gegenüber dem Kauf?

Frage 3: Was kostet Microsoft 365 wirklich – und lohnt sich das gegenüber dem Kauf? – TTG GmbH Dingelstädt

Die Lizenzkosten sind nur ein Teil der Wahrheit. Ein Microsoft 365 Business Premium-Abo kostet aktuell 19,10 € pro Nutzer und Monat (netto, Jahresabo, Stand April 2026). Bei 20 Mitarbeitenden sind das rund 4.584 € pro Jahr. Das klingt nach viel – bis man es mit dem realen Aufwand für eine veraltete On-Premises-Infrastruktur vergleicht.

Was bei der klassischen Kauflizenz oft nicht mitgerechnet wird:

  • Anschaffungskosten für Server und Hardware (alle 5–7 Jahre)
  • Wartung und Betrieb des eigenen Exchange-Servers
  • Softwarepflege und Sicherheitsupdates
  • Ausfallzeiten bei Hardware-Defekten
  • Fehlende Skalierbarkeit bei Personalwachstum oder -abbau

Hinzu kommt: Ab dem 1. Juli 2026 steigen die Microsoft 365-Listenpreise um 12 bis 17 %. Wer jetzt ein Jahresabo abschließt, sichert sich die aktuellen Preise. Das ist kein Verkaufsargument – das ist schlicht ein kalkulierbarer Zeitpunkt.

Eine faire Gegenüberstellung:

KostenartKauflizenz (On-Prem)Microsoft 365 Abo
Einmalige AnschaffungHoch (Software + Hardware)Keine
Laufende LizenzkostenGering (nach Kauf)Monatlich planbar
SicherheitsupdatesBegrenzt / kostenpflichtigInklusive
Neue FunktionenNur durch UpgradeAutomatisch inklusive
SkalierbarkeitAufwendigFlexibel je Nutzer

Unsere Einschätzung: Für die meisten Unternehmen mit mehr als 5 Mitarbeitenden ist das Abo-Modell auf 3–5 Jahre gerechnet günstiger als der Betrieb einer eigenen Infrastruktur – wenn man alle Kosten ehrlich ansetzt. Wichtig ist dabei eine sorgfältige Migration. Unterstützung dabei finden Sie bei IT-Infrastruktur & Cloud-Migration – TTG GmbH.

Frage 4: Ist Microsoft 365 DSGVO-konform – was gilt wirklich, was ist Mythos?

Kein Thema rund um Microsoft 365 erzeugt mehr Verunsicherung als Datenschutz. Die häufigste Aussage, die wir hören: „Mein Datenschutzbeauftragter sagt, Microsoft 365 ist nicht DSGVO-konform.“ Diese Aussage war in dieser Absolutheit nie richtig – und ist es heute weniger denn je.

Seit dem 26. Februar 2025 hat Microsoft die EU Data Boundary vollständig umgesetzt. Das bedeutet: Kundendaten von EU/EFTA-Kunden werden innerhalb der Europäischen Union verarbeitet und gespeichert – einschließlich Microsoft 365 Copilot. Das ist ein wesentlicher Schritt, der viele frühere Kritikpunkte entkräftet.

Was tatsächlich gilt:

  • Ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit Microsoft ist Pflicht – und wird über das Microsoft Admin Center abgeschlossen. Das ist kein bürokratischer Aufwand, sondern Grundvoraussetzung.
  • Technisch-organisatorische Maßnahmen (TOMs) müssen dokumentiert sein. Microsoft liefert die Infrastruktur, Sie sind verantwortlich für die Konfiguration und Nutzung.
  • Diagnosedaten und telemetrische Daten können in der Admin-Konsole gezielt reduziert werden. Viele Betriebe wissen nicht, dass diese Einstellungen existieren.
  • Copilot verarbeitet keine Trainingsdaten aus Ihren Inhalten, wenn Sie die entsprechenden Einstellungen korrekt setzen.

Was ein Mythos ist: Microsoft 365 sei grundsätzlich verboten oder unvereinbar mit der DSGVO. Das stimmt nicht. Es ist ein Werkzeug – und wie jedes Werkzeug muss es korrekt eingesetzt werden. Die Bitkom-Handreichung zu Microsoft 365 und DSGVO bietet eine gute fachliche Grundlage für die Einschätzung in Ihrem Unternehmen.

Unsere Einschätzung: Ein rechtssicherer Betrieb von Microsoft 365 ist möglich – er erfordert aber eine bewusste Konfiguration und eine dokumentierte Datenschutzstrategie. Dass beides aufwendig ist, stimmt nicht: In der Praxis ist das mit professioneller Begleitung an einem Nachmittag grundlegend erledigt. Über 25 Jahre IT-Erfahrung – TTG GmbH fließen in diese Beratung ein.

Frage 5: Gibt es sinnvolle Alternativen zu Microsoft 365 – oder ist der Wechsel alternativlos?

Die ehrliche Antwort: Es gibt Alternativen – aber keine, die in Breite, Integration und Verbreitung mit Microsoft 365 mithalten kann. Laut Statista/Nielsen hält Microsoft Office in deutschen Unternehmen einen Marktanteil von 85 %, Google Docs kommt auf 9 %. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger Investitionen in Funktionalität und Kompatibilität.

Relevante Alternativen im Überblick:

AlternativeStärkenSchwächen im Unternehmensalltag
Google WorkspaceEinfach, günstig, kollaborativFormatkompatibilität, Datenschutz (US-Server), fehlende Windows-Integration
LibreOffice / OpenOfficeKostenlos, lokalKein Cloud-Collaboration, kein Support, Formatprobleme
Nextcloud + OnlyOfficeSelbst gehostet, DSGVO-freundlichHoher Betriebsaufwand, eingeschränkter Funktionsumfang
IONOS HiDrive / StratoDeutsche Server, günstigKein vollständiges Office-Paket, kein Teams-Äquivalent

Wann eine Alternative sinnvoll ist: Wenn Ihr Unternehmen ausschließlich intern kommuniziert, wenig Formatkompatibilität mit Externen benötigt und einen hohen Eigenbetrieb leisten kann, können selbst gehostete Lösungen funktionieren. In der Praxis – besonders in der Region Nordthüringen und Eichsfeld, wo Betriebe eng mit Behörden, Lieferanten und bundesweit agierenden Kunden zusammenarbeiten – ist Microsoft 365 die reibungsloseste Wahl.

Das BSI – Sicheres Cloud Computing empfiehlt Unternehmen, bei der Wahl eines Cloud-Dienstes neben Kosten auch Zertifizierungen, Transparenz und Datenschutznachweise zu berücksichtigen – ein Maßstab, den Microsoft 365 mit der EU Data Boundary und ISO-Zertifizierungen erfüllt.

Als ISO/IEC 27001-zertifizierter IT-Partner mit über 25 Jahren Erfahrung in der Region – von Dingelstädt bis in den Südniedersächsischen Raum – begleitet die TTG GmbH Unternehmen sowohl bei der Einführung von Microsoft 365 als auch bei der sachlichen Bewertung von Alternativen. Ohne Verkaufsdruck, mit klarer Einschätzung. Sprechen Sie uns an: Microsoft 365 Beratung anfragen.

Das Wichtigste auf einen Blick: Fünf Erkenntnisse für Ihre Microsoft 365-Entscheidung

Wenn Sie diesen Artikel in fünf Minuten überfliegen müssten, wären das die fünf Punkte, die wirklich zählen:

  1. Die Lizenzwahl entscheidet über Sicherheit und Kosten. Business Premium ist für die meisten Unternehmen der sinnvollste Einstieg – nicht wegen des Preises, sondern wegen der integrierten Sicherheitsfunktionen. Ab Juli 2026 steigen die Preise um bis zu 17 %: Wer jetzt entscheidet, spart.
  2. Microsoft 365 ist so sicher wie Sie es konfigurieren. MFA, Zugriffsrechte, Geräteverwaltung – diese Einstellungen liegen in Ihrer Verantwortung. Microsoft stellt die Infrastruktur, Sie steuern die Nutzung. Wer das vernachlässigt, riskiert Sicherheitslücken unabhängig von der Lizenz.
  3. DSGVO-Konformität ist möglich – aber nicht automatisch. Seit Umsetzung der EU Data Boundary speichert und verarbeitet Microsoft 365 EU-Kundendaten in der EU. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag und eine dokumentierte Konfiguration sind Pflicht – kein bürokratisches Hindernis, sondern Basisschutz.
  4. Shadow AI ist das unterschätzte Risiko. Laut Bitkom nutzen 34 % der deutschen Mitarbeitenden KI-Tools über private Konten. Microsoft 365 Copilot bietet eine unternehmenskontrollierte Alternative – mit klaren Datenschutzvorkehrungen. Wer das ignoriert, verliert die Kontrolle über seine Daten schleichend.
  5. Alternativen gibt es – aber die Entscheidung sollte faktenbasiert sein. Google Workspace, Nextcloud oder LibreOffice können in bestimmten Szenarien sinnvoll sein. Für Unternehmen mit externen Partnern, mobilen Teams und Compliance-Anforderungen ist Microsoft 365 in der Praxis die verlässlichere Wahl.

Die gute Nachricht: Sie müssen diese Entscheidung nicht alleine treffen. Ein strukturiertes Erstgespräch mit einem erfahrenen IT-Partner reicht in der Regel aus, um eine belastbare Grundlage zu schaffen – ohne stundenlange Analysen oder aufwendige Ausschreibungen.

Ihre Checkliste: So starten Sie jetzt

  1. Prüfen Sie, welche Office-Version auf Ihren Arbeitsplätzen läuft – und ob sie noch Sicherheitsupdates erhält (Office 2016 und älter: nein).
  2. Ermitteln Sie die Anzahl Ihrer Mitarbeitenden, die Microsoft 365 tatsächlich benötigen – differenziert nach Vollzugriff und Nur-Lesezugang.
  3. Entscheiden Sie auf Basis der Lizenzübersicht, ob Business Basic, Standard oder Premium für Ihre Anforderungen passt – nutzen Sie dafür die Tabelle in diesem Artikel.
  4. Aktivieren Sie nach der Einrichtung als erstes die Mehrstufige Authentifizierung (MFA) für alle Nutzerkonten – das dauert unter 30 Minuten.
  5. Schließen Sie den Auftragsverarbeitungsvertrag mit Microsoft über das Admin Center ab – er ist kostenlos und DSGVO-Pflicht.
  6. Prüfen Sie, ob in Ihrem Unternehmen KI-Tools über private Konten genutzt werden – und klären Sie Ihre Mitarbeitenden über die Risiken auf.
  7. Dokumentieren Sie Ihre technisch-organisatorischen Maßnahmen (TOMs) für den Datenschutzbeauftragten oder die nächste Prüfung.
  8. Sprechen Sie vor dem 1. Juli 2026 mit einem IT-Partner über Ihre Lizenzstrategie – um die aktuellen Preise noch zu sichern.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich sofort alles auf Microsoft 365 umstellen oder geht das schrittweise?

Ein schrittweiser Umstieg ist nicht nur möglich, sondern in den meisten Fällen empfehlenswert. Viele Unternehmen starten mit E-Mail und Teams, bevor sie SharePoint oder Intune einführen. So können Mitarbeitende Schritt für Schritt mitgenommen werden, ohne dass der laufende Betrieb leidet. Wichtig ist, von Anfang an eine klare Migrationsreihenfolge zu planen – sonst entstehen Parallelstrukturen, die später aufwendig zu bereinigen sind.

Was passiert mit meinen Daten, wenn ich das Microsoft 365-Abo kündige?

Microsoft gibt Ihnen nach der Kündigung eines Abos in der Regel 90 Tage Zeit, Ihre Daten zu exportieren. Danach werden sie gelöscht. Das ist transparent geregelt und kein verstecktes Risiko – aber es erfordert eine bewusste Offboarding-Strategie. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte regelmäßige Backups außerhalb der Microsoft-Cloud einplanen, etwa über eine drittanbieter-Lösung.

Brauche ich für Microsoft 365 einen eigenen Server?

Nein. Das ist sogar einer der zentralen Vorteile: Microsoft 365 ist vollständig cloudbasiert, Sie benötigen keine eigene Serverinfrastruktur für E-Mail, Dateiablage oder Kommunikation. Lediglich wenn Sie spezifische On-Premises-Systeme (z. B. ERP, Produktionssoftware) weiterhin betreiben, kann eine Hybrid-Lösung sinnvoll sein. Ein lokaler IT-Partner kann Ihnen helfen, diese Schnittstellen sauber zu planen.

Wie lange dauert die Einführung von Microsoft 365 im Unternehmen?

Das hängt stark von der Unternehmensgröße und der bisherigen IT-Infrastruktur ab. Für ein Unternehmen mit 10 bis 30 Mitarbeitenden und keinem eigenen Exchange-Server ist eine vollständige Migration in zwei bis vier Wochen realistisch – inklusive Schulung. Bei komplexeren Systemen, bestehenden Serverstrukturen oder speziellen Compliance-Anforderungen kann es zwei bis drei Monate dauern. Die TTG GmbH begleitet diesen Prozess strukturiert von der Analyse bis zur Übergabe.

Ist Microsoft 365 auch für Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitenden sinnvoll?

Ja – oft sogar besonders. Kleine Unternehmen profitieren überproportional, weil sie keine eigene IT-Abteilung unterhalten können. Microsoft 365 übernimmt viele Aufgaben, die sonst manuell oder gar nicht erledigt werden: automatische Updates, sichere E-Mail, zentrale Dateiablage, Videokonferenzen. Der Aufwand für Einrichtung und Pflege ist gering, der Nutzen hoch. Business Basic oder Standard sind für diese Betriebe meist ausreichend.

Über den Autor
Martin Trappe ist Geschäftsführer der TTG Daten- und Bürosysteme GmbH in Dingelstädt. Mit über 25 Jahren Erfahrung im IT-Mittelstand betreut er kleine und mittelständische Unternehmen in Nordthüringen, Eichsfeld und Südniedersachsen. Die TTG GmbH ist ISO/IEC 27001 zertifiziert – dem höchsten Standard für Informationssicherheit.

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