Drucker kaufen oder leasen? So treffen Sie die richtige Entscheidung für Ihren Betrieb
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Veröffentlicht: 20. Juni 2026 · Lesezeit: ca. 13 Minuten
Es ist Montagmorgen. Die Buchhaltung druckt die Ausgangsrechnungen der letzten Woche – doch das Gerät meldet einen Toner-Fehler. Der IT-Verantwortliche ist im Homeoffice, der Servicetechniker hat frühestens übermorgen Zeit. Währenddessen stapeln sich die Dokumente im digitalen Postfach, und die Sekretärin behilft sich mit dem alten Tintenstrahldrucker aus dem Lager, der kaum lesbare Kopien produziert.
Was nach einem Einzelfall klingt, ist in vielen Betrieben Alltag. Veraltete Geräte, ungeklärte Zuständigkeiten und fehlende Wartungsverträge sorgen dafür, dass die Druck- und Kopiertechnik zum unerwarteten Kostentreiber wird – oft ohne dass die Geschäftsführung den genauen Überblick über die tatsächlichen Gesamtkosten hat.
Dabei lässt sich das Problem strukturiert lösen. Die entscheidende Frage ist nicht, welches Gerät das beste ist – sondern welches Modell der Bereitstellung am besten zu Ihrem Betrieb passt.
Die Druck- und Kopiertechnik gehört in den meisten Unternehmen zur unsichtbaren Infrastruktur: Sie läuft – bis sie nicht mehr läuft. Genau in diesem Moment wird deutlich, wie sehr operative Abläufe von funktionierenden Drucksystemen abhängen. Und wie unterschiedlich die Konsequenzen sind, je nachdem, ob ein Betrieb seine Geräte selbst gekauft hat oder über einen Servicevertrag betreibt.
Für Inhaber und Geschäftsführer kleinerer und mittlerer Unternehmen stellt sich dabei eine ganz konkrete Frage: Investiere ich einmalig in Hardware – und übernehme Wartung, Verbrauchsmaterial und IT-Sicherheit selbst? Oder lagere ich das gesamte Druckumfeld an einen spezialisierten Dienstleister aus, zahle monatlich pro Seite und habe dafür planbare Kosten und professionellen Support?
Dieser Artikel stellt beide Modelle gegenüber. Sie erfahren, welche Kosten wirklich anfallen, welche Sicherheitsrisiken oft übersehen werden und wann welche Option für Ihren Betrieb die wirtschaftlich klügere Wahl ist – mit konkreten Entscheidungshilfen und einer Checkliste für den nächsten Schritt.
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Deutsche KMU mit mindestens einem druckbezogenen Datenverlust im vergangenen Jahr | 56 % | HP Inc. / Edelman-Studie 2025 |
| KMU, die Drucksicherheit als nachrangig einstufen | 62 % | HP Inc. / Edelman-Studie 2025 |
| KMU ohne adäquate Sicherheitsmaßnahmen für Bürodrucker | 32 % | Sharp-Studie 2023 (europaweit) |
| Einsparpotenzial durch Flottenkonsolidierung und seitenbasierte Abrechnung | 15–30 % | Docuplan / Branchenanalyse 2025 |
Die Ausgangslage: Welche Entscheidung steht wirklich an?
Viele Unternehmen stehen vor der gleichen Situation: Die vorhandenen Drucker und Kopierer sind in die Jahre gekommen, ein Gerät fällt aus, und plötzlich stellt sich die Frage, ob man einfach wieder kauft – oder die Gelegenheit nutzt, die gesamte Druckinfrastruktur neu zu denken. Das ist der Moment, in dem sich entscheidet, ob die nächsten fünf bis sieben Jahre mit denselben Problemen verlaufen oder ob strukturelle Verbesserungen möglich werden.
Laut einer Branchenanalyse beträgt das Verhältnis von Hardware-Anschaffungskosten zu laufenden Betriebskosten in Unternehmen oft 1:5 (Docuplan, 2025). Das bedeutet: Für jeden Euro, den Sie in ein Gerät investieren, geben Sie im Laufe der Nutzungsdauer fünf weitere Euro für Toner, Wartung, Papier, Energie und IT-Support aus. Viele Geschäftsführer unterschätzen diesen Faktor deutlich.
In Betrieben in und um Mühlhausen erleben wir das regelmäßig: Steuerberater oder Handwerksunternehmen haben vor Jahren mehrere Einzelgeräte angeschafft – günstig im Einkauf, teuer im Betrieb. Die Druck- und Softwarelösungen der TTG GmbH setzen genau hier an: mit einer Bestandsaufnahme, die echte Zahlen liefert statt Schätzungen.
Zwei grundlegende Modelle stehen zur Wahl:
- Eigenkauf (Kauf/Leasing): Sie erwerben die Hardware, organisieren Verbrauchsmaterial und Wartung selbst oder über Einzelverträge.
- Managed Print Services (MPS): Ein Dienstleister stellt Geräte, Verbrauchsmaterial, Wartung und Support bereit – abgerechnet wird pro gedruckter Seite.
Welches Modell für Ihren Betrieb das richtige ist, hängt von Druckvolumen, IT-Ressourcen, Sicherheitsanforderungen und Planungshorizont ab. Beide haben klare Stärken – und konkrete Grenzen.
Option A: Eigenkauf – Kontrolle mit Eigenverantwortung
Der klassische Weg ist der Kauf eines oder mehrerer Drucker und Multifunktionsgeräte. Sie zahlen einmalig, das Gerät gehört Ihnen, und Sie entscheiden selbst über Nutzung, Wartung und Erneuerung. Für viele Unternehmer klingt das nach der einfachsten und günstigsten Lösung – und in bestimmten Situationen ist sie das auch.
Der Markt für Drucker und Kopierer in Deutschland erzielte laut Statista im Jahr 2024 einen Umsatz von rund 497,6 Mio. Euro. Das zeigt: Der Eigenkauf ist nach wie vor das dominierende Modell. Doch die reine Anschaffung ist nur der erste Kostenpunkt.
Stärken des Eigenkaufs:
- Einmalige, planbare Investition – kein laufender Vertrag
- Volle Kontrolle über Gerät, Treiber, Netzwerkanbindung und Konfiguration
- Keine Mindestlaufzeiten oder Seitenvolumen, die erfüllt werden müssen
- Geeignet für sehr niedrige oder stark schwankende Druckvolumen
- Einfache Beschaffung über Händler oder IT-Infrastruktur & Hardwarebetreuung – TTG GmbH
Grenzen des Eigenkaufs:
- Wartung, Toner-Bestellung und Reparaturen liegen vollständig in Ihrer Verantwortung
- Sicherheits-Updates für vernetzte Drucker werden in der Praxis häufig vergessen
- Ungeplante Ausfälle treffen den Betrieb ohne sofortigen Serviceanspruch
- Skalierung bei Wachstum erfordert neue Investitionen
- Versteckte Folgekosten (Toner, Energie, IT-Zeit) werden oft unterschätzt
Besonders das Thema Sicherheit wird beim Eigenkauf systematisch vernachlässigt. Laut der HP/Edelman-Studie stufen 62 % der deutschen KMU Drucksicherheit als nachrangig ein. Moderne Drucker sind jedoch vollwertige Netzwerkgeräte, die sensible Daten zwischenspeichern – von Lohnzetteln bis zu Kundenverträgen. Wer die Firmware nicht aktuell hält und keine Zugriffskontrollen einrichtet, öffnet potenziell ein Einfallstor ins Unternehmensnetzwerk.
Fazit: Der Eigenkauf ist sinnvoll, wenn Sie geringe Druckvolumen haben, IT-Kompetenz intern verfügbar ist und Sie bewusst Verantwortung für Betrieb und Sicherheit übernehmen.
Option B: Managed Print Services – Rundum-Betreuung mit planbaren Kosten
Managed Print Services (MPS) funktionieren nach einem grundlegend anderen Prinzip: Sie kaufen keine Hardware, sondern eine definierte Serviceleistung. Der Dienstleister stellt Ihnen Geräte bereit, liefert Verbrauchsmaterial automatisch nach, übernimmt Wartung und Reparatur – und rechnet monatlich nach tatsächlich gedruckten Seiten ab. Das Ergebnis: vollständig planbare Druckkosten ohne überraschende Zusatzrechnungen.
Laut der Branchenanalyse von Docuplan (2025) lassen sich Druckkosten durch Flottenkonsolidierung und seitenbasierte Abrechnungsmodelle typischerweise um 15 bis 30 % senken. Das entspricht bei einem mittelständischen Betrieb mit monatlichem Druckvolumen im fünfstelligen Bereich einer spürbaren Entlastung des Jahresbudgets.
Stärken von Managed Print Services:
- Monatlich gleichbleibende, kalkulierbare Kosten – keine Überraschungen
- Professioneller Service mit definierten Reaktionszeiten und Vor-Ort-Support
- Automatische Toner-Nachlieferung – kein interner Beschaffungsaufwand
- Sicherheits-Updates und Firmware-Pflege durch den Dienstleister
- Skalierbarkeit: Geräteanzahl und Volumen lassen sich flexibel anpassen
- Entlastung Ihrer IT-Mitarbeiter von Routineaufgaben rund um die Sichere Drucklösungen für KMU – TTG GmbH
Grenzen von Managed Print Services:
- Laufende Verträge mit Mindestlaufzeiten – meist 36 bis 60 Monate
- Bei sehr niedrigem Druckvolumen kann ein Mindestseitenpreis anfallen
- Abhängigkeit vom Dienstleister: Qualität des Service entscheidet über Alltagstauglichkeit
- Datenschutzaspekte bei cloudverbundenen Systemen müssen vertraglich geregelt sein
Das BSI – Sicherheit von Druckern und MFPs empfiehlt ausdrücklich, vernetzte Drucksysteme in das Sicherheitskonzept des Unternehmens einzubeziehen – ein Aspekt, den professionelle MPS-Anbieter standardmäßig abdecken.
Fazit: MPS lohnt sich besonders für Betriebe mit regelmäßigem, mittlerem bis hohem Druckvolumen, die ihre IT-Ressourcen schonen und Druckkosten transparent machen wollen.
Direkter Vergleich: Wann lohnt sich welches Modell?
Die Entscheidung zwischen Eigenkauf und Managed Print Services hängt nicht allein vom Preis ab. Druckvolumen, verfügbare IT-Ressourcen, Sicherheitsanforderungen und die gewünschte Planungssicherheit spielen eine ebenso wichtige Rolle. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Entscheidungskriterien zusammen.
| Situation in Ihrem Betrieb | Empfehlung | Warum |
|---|---|---|
| Weniger als 500 Seiten pro Monat | Eigenkauf | MPS-Mindestvolumen lohnt sich bei geringem Druckbedarf nicht |
| 500–5.000 Seiten monatlich, kein eigenes IT-Personal | Managed Print Services | Planbarkeit und Wartungsentlastung überwiegen die Vertragskosten |
| Mehrere Standorte oder Abteilungen | Managed Print Services | Zentrale Steuerung und einheitliche Abrechnung deutlich effizienter |
| Hohes Sicherheitsniveau erforderlich (z. B. Gesundheitswesen, Steuerberatung) | Managed Print Services mit ISO-zertifiziertem Anbieter | Firmware-Pflege, Zugriffskontrollen und DSGVO-konforme Datenhaltung sind vertraglich gesichert |
| Eigene IT-Abteilung vorhanden, Druckvolumen überschaubar | Eigenkauf mit Servicevertrag | Maximale Kontrolle bei definierten Wartungszeiten |
| Betrieb in Wachstumsphase, Bedarf unklar | Managed Print Services mit flexiblen Laufzeiten | Skalierbarkeit ohne erneute Investitionen |
Ein oft unterschätzter Aspekt: die DSGVO-Konformität. Laut der HP/Edelman-Studie erlitten 56 % der deutschen KMU im vergangenen Jahr mindestens einen druckbezogenen Datenverlust. Vernetzte Drucker speichern Druckjobs, Scan-Historien und Netzwerkkonfigurationen – ohne professionelle Absicherung ein reales Risiko. Die ISO/IEC 27001 zertifiziert – TTG GmbH bietet hier den verlässlichen Rahmen für sicherheitskonforme Drucklösungen.
Unsere Einschätzung: Der Eigenkauf ist kein schlechtes Modell – aber er erfordert konsequente Eigenverantwortung. Wer das nicht leisten kann oder will, ist mit einem professionellen Managed-Service-Ansatz dauerhaft besser bedient. Für die meisten mittelständischen Betriebe mit mehr als fünf Mitarbeitern und regelmäßigem Druckbedarf empfehlen wir MPS als strukturell überlegene Lösung.
Informationen zur sicheren Konfiguration vernetzter Drucksysteme stellt auch das Bitkom – Digitale Vernetzung im Mittelstand bereit.
Was die Praxis zeigt: Erfahrungen aus Betrieben in der Region
Theorie und Praxis klaffen beim Thema Druck- und Kopiertechnik häufig auseinander. Was in der Tabellenkalkulation günstig aussieht, entpuppt sich im laufenden Betrieb oft als versteckter Kostentreiber. Aus unserer täglichen Beratungsarbeit kennen wir drei wiederkehrende Muster.
Muster 1: Der unterschätzte Betriebsaufwand. Ein Handwerksbetrieb mit zwölf Mitarbeitern hatte vier verschiedene Drucker – unterschiedliche Hersteller, unterschiedliche Toner, unterschiedliche Treiber. Die IT-Verwaltung kostete den Inhaber nach eigener Schätzung mehrere Stunden pro Monat. Nach Umstellung auf ein zentrales Multifunktionsgerät im MPS-Modell sank der administrative Aufwand auf nahezu null. Die Kosten reduzierten sich im ersten Jahr um rund 20 %. Das deckt sich mit dem, was Branchenanalysen für konsolidierte Flotten ausweisen: 15 bis 30 % Einsparpotenzial sind realistisch (Docuplan, 2025).
Muster 2: Das Sicherheitsproblem, das keiner sah. In einem Steuerbüro mit sechs Mitarbeitern wurde im Rahmen eines IT-Audits festgestellt, dass der Netzwerkdrucker seit über zwei Jahren kein Firmware-Update erhalten hatte. Die Gerätespeicherung war aktiv, Druckjobs wurden nicht automatisch gelöscht. Das Gerät war faktisch ein offenes Archiv sensibler Mandantendaten. Laut Sharp-Studie haben 32 % der europäischen KMU keine adäquaten Sicherheitsmaßnahmen für ihre Drucker – ein Befund, den wir in der Praxis regelmäßig bestätigt sehen.
Muster 3: Der Wachstumsbetrieb ohne Plan. Ein produzierendes Unternehmen mit 25 Mitarbeitern kaufte über die Jahre nach Bedarf Einzelgeräte nach. Als ein neuer Standort hinzukam, fehlte ein einheitliches Druckkonzept. Die Umstellung auf einen MPS-Vertrag ermöglichte eine zentrale Abrechnung, einheitliche Sicherheitsstandards und eine klare Kostenstellen-Zuordnung.
Was Sie daraus mitnehmen sollten:
- Führen Sie eine ehrliche Bestandsaufnahme Ihrer aktuellen Druckinfrastruktur durch – inklusive der versteckten Zeitaufwände
- Prüfen Sie, wann das letzte Firmware-Update Ihrer Drucker durchgeführt wurde
- Kalkulieren Sie Toner, Energie, IT-Zeit und Ausfallkosten in Ihre Entscheidung ein
- Fragen Sie potenzielle MPS-Anbieter konkret nach Reaktionszeiten und Datenschutzdokumentation
Weitere Orientierung bietet der Bitkom – Digitalisierungsatlas für den Mittelstand, der regelmäßig aktuelle Kennzahlen zur IT-Infrastruktur in deutschen Unternehmen veröffentlicht. Mehr zu unserer regionalen Arbeit erfahren Sie unter Über TTG GmbH – Ihr IT-Systemhaus in Nordthüringen.
Kosten und Aufwand: Was Sie wirklich einplanen müssen
Wer die Kosten für Druck- und Kopiertechnik realistisch planen will, muss über den Kaufpreis hinausdenken. Das Verhältnis von Anschaffungskosten zu Gesamtbetriebskosten liegt laut Branchenanalyse bei 1:5 (Docuplan, 2025). Ein Gerät für 800 Euro kann über fünf Jahre hinweg 4.000 Euro an Toner, Wartung, Energie und IT-Aufwand verursachen – ohne dass ein einziger ungeplanter Ausfall eingerechnet ist.
Typische Kostenpositionen im Eigenkauf:
- Gerätepreis: 400–3.500 Euro je nach Modell und Ausstattung
- Toner und Verbrauchsmaterial: häufig 40–70 % der Gesamtdruckkosten
- Wartung und Reparatur: Einzelaufwand, oft ohne Preisgarantie
- Energie: Netzwerkdrucker im Dauerbetrieb verursachen messbare Stromkosten
- IT-Zeitaufwand für Updates, Treiberpflege und Störungsbeseitigung
Typische Kostenpositionen im MPS-Modell:
- Monatliche Servicerate: pauschal oder volumenabhängig
- Preis pro Seite: 1–8 Cent, je nach Gerät und Vertrag
- Einrichtungsaufwand: meist einmalig, im Vertrag eingeschlossen
- Keine ungeplanten Reparaturkosten – Service ist vertraglich gesichert
Für Betriebe in Mühlhausen und Umgebung, die DSGVO-relevante Daten verarbeiten – etwa in Arztpraxen, Steuerberatungen oder im Personalbereich –, empfiehlt das BSI – Sicherheit von Druckern und MFPs ausdrücklich, Drucksysteme in die Sicherheitsarchitektur einzubeziehen. Das bedeutet: Zugriffskontrolle, verschlüsselte Übertragung und regelmäßige Firmware-Updates sind keine Optionen, sondern Anforderungen.
Als Drucker und Software anfragen – ISO/IEC 27001-zertifizierter IT-Partner mit über 25 Jahren Erfahrung in Nordthüringen und Eichsfeld unterstützt die TTG GmbH Sie bei der vollständigen Kostentransparenz: von der Bestandsaufnahme über die Vertragsgestaltung bis zur laufenden Betreuung. Unserer Erfahrung nach unterschätzen die meisten Betriebe ihren tatsächlichen Druckkostenblock um mindestens 30 % – weil interne IT-Zeit und Beschaffungsaufwände schlicht nicht erfasst werden.
Unsere Einschätzung: Welche Option für welchen Betrieb – und warum
Es gibt keine universell richtige Antwort auf die Frage „kaufen oder MPS?“ – aber es gibt klare Muster, die aus der Praxis heraus belastbare Empfehlungen erlauben. Nach unserer Erfahrung aus zahlreichen Projekten in Nordthüringen, Eichsfeld und Südniedersachsen lässt sich Folgendes sagen:
Eigenkauf empfehlen wir, wenn:
- Ihr monatliches Druckvolumen unter 500 Seiten liegt
- Sie über eine eigene IT-Stelle verfügen, die Wartung und Sicherheit eigenverantwortlich übernimmt
- Ihre Druckanforderungen stabil und gut prognostizierbar sind
- Sie keine sensitiven Daten (Patientendaten, Mandantenakten, Personaldaten) verarbeiten
Managed Print Services empfehlen wir, wenn:
- Ihr Betrieb regelmäßig mehr als 500 Seiten pro Monat druckt
- Keine dedizierte IT-Ressource für Druckerverwaltung vorhanden ist
- Sie Druckkosten transparent und planbar gestalten wollen
- DSGVO-Anforderungen eine professionelle Absicherung der Drucksysteme erfordern
- Ihr Unternehmen wächst oder mehrere Standorte zu koordinieren sind
Ein Aspekt verdient besondere Betonung: die Sicherheit. Laut HP/Edelman-Studie hat jedes zweite deutsche KMU (56 %) bereits mindestens einen druckbezogenen Datenverlust erlitten. Die Druck- und Kopiertechnik ist längst kein reines Bürowerzeug mehr – sie ist ein vernetztes System, das aktiv in die IT-Sicherheitsstrategie eingebunden werden muss. Wer das dem Zufall überlässt, trägt ein kalkulierbares, aber unnötiges Risiko.
Unsere klare Empfehlung: Starten Sie mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme. Wie viele Geräte haben Sie? Wie hoch ist das tatsächliche Druckvolumen? Wie werden Updates und Zugriffe geregelt? Diese drei Fragen kosten Sie eine Stunde – und liefern die Grundlage für eine fundierte Entscheidung. Ergänzend empfehlen wir den Blick in die IHK Erfurt – Digitalisierungsberatung für KMU, die kostenfreie Erstberatungen für Unternehmen in Thüringen anbietet.
Die Entscheidung für die richtige Druck- und Kopiertechnik ist keine einmalige Aufgabe. Sie sollte spätestens alle drei bis fünf Jahre neu bewertet werden – denn Gerätegenerationen, Sicherheitsanforderungen und Betriebsmodelle entwickeln sich kontinuierlich weiter.
Ihre Checkliste: So starten Sie jetzt
- Erfassen Sie alle vorhandenen Drucker und Multifunktionsgeräte – inklusive Alter, Hersteller und Netzwerkanschluss.
- Messen Sie Ihr monatliches Druckvolumen über mindestens vier Wochen (Zählerstand Anfang und Ende des Monats ablesen).
- Kalkulieren Sie Ihre tatsächlichen Gesamtdruckkosten: Toner, Wartung, IT-Zeit, Energie – nicht nur den Gerätepreis.
- Prüfen Sie, wann das letzte Firmware-Update Ihrer Netzwerkdrucker durchgeführt wurde – und ob automatische Updates aktiviert sind.
- Stellen Sie sicher, dass der Gerätespeicher Ihrer Drucker regelmäßig gelöscht wird, insbesondere bei DSGVO-relevanten Dokumenten.
- Vergleichen Sie mindestens zwei MPS-Angebote anhand von Seitenpreis, Reaktionszeit, Vertragslaufzeit und Datenschutzdokumentation.
- Sprechen Sie mit Ihrem IT-Dienstleister über eine integrierte Sicherheitsstrategie, die Drucker und Kopierer einschließt.
- Planen Sie eine Überprüfung Ihrer Druckinfrastruktur spätestens alle drei Jahre fest in Ihre IT-Roadmap ein.
Häufig gestellte Fragen
Lohnt sich Managed Print Services für einen Betrieb mit weniger als zehn Mitarbeitern?
Das hängt weniger von der Mitarbeiterzahl ab als vom tatsächlichen Druckvolumen und den verfügbaren IT-Ressourcen. Bei sehr geringem Druckbedarf unter 500 Seiten im Monat ist ein einfaches Gerät im Eigenkauf oft wirtschaftlicher. Sobald jedoch kein IT-Personal vorhanden ist, das Wartung, Sicherheitsupdates und Toner-Management übernimmt, kann MPS auch für kleine Betriebe eine spürbare Entlastung und Kostentransparenz bringen.
Sind meine Druckdaten bei einem externen MPS-Anbieter sicher?
Das kommt auf den Anbieter und den Vertrag an. Achten Sie darauf, dass der Dienstleister DSGVO-konform arbeitet, einen Auftragsverarbeitungsvertrag anbietet und klar regelt, wo Druckjobs zwischengespeichert werden und wer Zugriff darauf hat. Ein ISO/IEC 27001-zertifizierter Anbieter gibt Ihnen hier die verlässlichste Grundlage. Fragen Sie konkret nach Verschlüsselung, Speicherlöschung und Protokollierung.
Was passiert, wenn ein Gerät im MPS-Vertrag ausfällt?
Seriöse MPS-Anbieter garantieren vertraglich definierte Reaktionszeiten – häufig vier bis acht Stunden vor Ort. Im Vertrag sollten Ersatzgerätestellung bei längerem Ausfall sowie Eskalationsregelungen festgelegt sein. Prüfen Sie diese Punkte vor Vertragsabschluss sorgfältig, denn die Servicequalität variiert erheblich zwischen Anbietern. Referenzen und regionale Präsenz des Dienstleisters sind dabei wichtige Auswahlkriterien.
Kann ich bestehende Drucker in einen MPS-Vertrag einbringen?
In vielen Fällen ja – manche Anbieter übernehmen vorhandene Geräte in ein sogenanntes Hybrid-Modell, bei dem eigene Geräte mit Service-Leistungen kombiniert werden. Das lohnt sich vor allem, wenn die Geräte noch relativ neu und kompatibel sind. Ältere oder nicht standardisierte Geräte werden von MPS-Anbietern oft ausgeschlossen, weil sie die Wartbarkeit einschränken. Klären Sie das vorab mit einem konkreten Geräteaudit.
Wie lange dauert die Umstellung von eigenem Druckerpark auf MPS?
Bei kleineren Betrieben mit bis zu fünf Geräten dauert die vollständige Umstellung in der Regel zwei bis vier Wochen – von der Analyse über die Geräteinstallation bis zur Netzwerkintegration. Größere Installationen mit mehreren Standorten oder speziellen Anforderungen können vier bis acht Wochen in Anspruch nehmen. TTG GmbH begleitet diesen Prozess von der ersten Bestandsaufnahme bis zum Abnahme-Test und minimiert so Ausfallzeiten.
Martin Trappe ist Geschäftsführer der TTG Daten- und Bürosysteme GmbH in Dingelstädt. Mit über 25 Jahren Erfahrung im IT-Mittelstand betreut er kleine und mittelständische Unternehmen in Nordthüringen, Eichsfeld und Südniedersachsen. Die TTG GmbH ist ISO/IEC 27001 zertifiziert – dem höchsten Standard für Informationssicherheit.
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