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Druck- und Kopiertechnik im Betrieb: Die 5 Fragen, die Unternehmer wirklich beschäftigen

Inhaltsverzeichnis

Veröffentlicht: 13. Juni 2026 · Lesezeit: ca. 13 Minuten

Es ist Montagmorgen. Die Buchhaltung öffnet ein wichtiges Angebot, das noch heute raus muss – und der Drucker streikt. Toner leer, Papierstau, oder schlicht: die Verbindung zur neuen Arbeitsstation funktioniert nicht. Ein Mitarbeiter versucht, das Problem zu lösen, findet aber keine aktuelle Dokumentation. Der IT-Verantwortliche ist erst ab neun erreichbar. Das Angebot geht eine Stunde später raus als geplant.

Solche Situationen kennen viele Unternehmer. Sie wirken klein, kosten aber Zeit, Nerven und im schlechtesten Fall Aufträge. Dahinter steckt meist kein Einzelfall, sondern ein strukturelles Problem: Die Druck- und Kopiertechnik im Betrieb ist gewachsen, nie wirklich geplant worden – und niemand hat einen vollständigen Überblick über Geräte, Kosten und Zustand der Flotte.

Genau das ist der Ausgangspunkt dieses Artikels. Nicht Katastrophenszenarien, sondern die alltäglichen Fragen, die Unternehmer umtreiben – beantwortet so, dass Sie danach wissen, was in Ihrem Betrieb wirklich zu tun ist.

Die Druck- und Kopiertechnik gehört in vielen Unternehmen zu den am wenigsten beachteten IT-Bereichen – dabei verursacht sie regelmäßig Kosten, Ausfälle und Sicherheitsrisiken, die sich vermeiden ließen. Wer seinen Druckerpark nicht aktiv steuert, gibt schlicht Geld aus, ohne es zu merken.

Gleichzeitig befindet sich der Markt im Wandel: Managed Print Services, Cloud-Drucklösungen und hybride Arbeitsumgebungen stellen neue Anforderungen – auch an kleine und mittlere Unternehmen. Die Fragen, die dabei entstehen, sind oft dieselben: Was kostet mich das wirklich? Wie sicher sind meine Geräte? Und was muss ich aus datenschutzrechtlicher Sicht beachten?

Dieser Artikel beantwortet die fünf Fragen, die wir in der Praxis am häufigsten hören – strukturiert, ehrlich und mit konkreten Handlungsempfehlungen. Ob Sie Ihre Geräteflotte optimieren, Kosten senken oder einfach wissen wollen, ob Ihr aktuelles Setup noch zeitgemäß ist: Sie finden hier belastbare Antworten.

KennzahlWertQuelle
Umsatz im deutschen Drucker- & Kopierermarktca. 497,6 Mio. € (2024)Statista / BVDM 2024
Verhältnis Hardware- zu Betriebskosten1 : 5 (Toner, Wartung, Energie, IT-Support)Quocirca / DOCUPLAN 2024
Mögliche Kostenreduktion durch Flottenkonsolidierung15–30 % Einsparung typischQuocirca 2024
Globaler Managed-Print-Services-Markt10,67 Mrd. USD (2024) → 27,12 Mrd. USD (2035)Market Research Future 2024

Warum die Druck- und Kopiertechnik so viele Fragen aufwirft

Warum die Druck- und Kopiertechnik so viele Fragen aufwirft – Druck- und Kopiertechnik

Kaum ein Bereich der betrieblichen IT ist so unübersichtlich gewachsen wie der Druckerpark. Ein Gerät wurde angeschafft, als ein neuer Mitarbeiter anfing. Ein zweites, als der alte Drucker streikte. Ein Multifunktionsgerät kam hinzu, weil das Angebot gerade günstig war. Das Ergebnis: Geräte verschiedener Hersteller, unterschiedliche Treiber, unklare Wartungsintervalle – und niemand weiß mehr genau, was die gesamte Flotte im Jahr eigentlich kostet.

Laut Quocirca kennen die meisten Unternehmen ihre tatsächlichen Druckkosten nicht. Das ist kein Vorwurf, sondern ein strukturelles Problem: Toner, Wartung, Papier, Energie und IT-Support werden selten zusammen betrachtet. Dabei beträgt das Verhältnis von Anschaffungskosten zu laufenden Betriebskosten oft 1:5 – das bedeutet, für jeden Euro, den Sie in Hardware investieren, geben Sie fünf Euro im Betrieb aus. Das merken viele erst, wenn ein externer Berater die Zahlen auf den Tisch legt.

Ein konkretes Beispiel aus der Region: Ein Handwerksbetrieb aus Heilbad Heiligenstadt kam mit einer Anfrage zu uns, weil sein Drucker „immer Probleme macht“. Bei der Analyse stellte sich heraus, dass drei Geräte betrieben wurden, die zusammen mehr Wartungsaufwand erzeugten als ein modernes Multifunktionsgerät mit Servicevertrag gekostet hätte. Die Druck- und Softwarelösungen der TTG GmbH halfen dabei, die Flotte auf zwei zentral verwaltete Geräte zu reduzieren – mit messbarer Zeit- und Kostenersparnis.

Die häufigsten Unsicherheiten, die wir in Beratungsgesprächen erleben:

  • Unklare Gesamtkosten der bestehenden Geräteflotte
  • Kein Überblick über Wartungsverträge und Ablaufdaten
  • Fehlende Sicherheitseinstellungen auf Netzwerkdruckern
  • Keine Regelung für das Drucken im Homeoffice
  • Unsicherheit über datenschutzkonforme Entsorgung alter Geräte

Diese Fragen sind legitim – und sie haben klare Antworten. Die folgenden Abschnitte liefern sie.

Frage 1: Lohnt sich ein Managed-Print-Service-Vertrag für Ihre Druck- und Kopiertechnik?

Das ist die Frage, die wir am häufigsten hören – und die ehrliche Antwort lautet: Es kommt auf Ihre Ausgangssituation an. Aber für die meisten Betriebe ab fünf bis zehn Arbeitsplätzen: ja, sehr wahrscheinlich.

Managed Print Services (MPS) bedeuten, dass Sie nicht mehr einzelne Geräte kaufen und selbst warten, sondern eine definierte Druckinfrastruktur als Service beziehen – in der Regel auf Basis eines Seitenpreises. Das Modell deckt Toner, Wartung, Reparaturen und oft auch den Austausch defekter Geräte ab. Sie zahlen also nicht mehr für Hardware und Verbrauchsmaterial getrennt, sondern einen kalkulierbaren Betrag pro gedruckter Seite.

Der globale MPS-Markt wächst laut Market Research Future von rund 10,67 Mrd. USD auf voraussichtlich 27,12 Mrd. USD – ein deutliches Signal, dass Unternehmen weltweit dieses Modell für sinnvoll halten. Der Grund ist simpel: Planbarkeit. Statt unerwarteter Reparaturrechnungen haben Sie einen festen Betrag pro Monat – und jemanden, der sich darum kümmert.

Die IT-Infrastruktur & Hardwarebetreuung – TTG GmbH bietet genau diese strukturierte Betreuung für Betriebe in der Region an. Unserer Erfahrung nach reichen klassische Kaufmodelle ohne Wartungsvertrag für Betriebe mit regelmäßigem Druckbedarf nicht aus – der Betreuungsaufwand landet früher oder später intern, ohne dass jemand dafür eingeplant ist.

Wann lohnt sich MPS besonders – und wann nicht?

SituationEmpfehlungWarum
5+ Arbeitsplätze, regelmäßiger DruckbedarfMPS empfehlenswertPlanbare Kosten, keine internen Betreuungsressourcen nötig
1–3 Geräte, gelegentlicher DruckWartungsvertrag ausreichendGeringeres Volumen rechtfertigt kein vollständiges MPS
Homeoffice-Anteil hochMPS mit Cloud-DruckfunktionZentrale Steuerung auch für dezentrale Arbeitsplätze
Bestehende Geräte noch neuwertigMPS erst nach Ablauf der GarantieKeine Doppelkosten durch laufende Abschreibung
  • Prüfen Sie, wie viele Seiten Ihr Betrieb monatlich druckt – diese Zahl ist die Grundlage jeder MPS-Kalkulation.
  • Fragen Sie Ihren aktuellen Anbieter nach einem Vollkostenvergleich: Hardware + Toner + Wartung + IT-Support.
  • Bestehen Sie auf einem Pilotvertrag mit klar definierten KPIs, bevor Sie langfristig unterschreiben.
  • Klären Sie, ob Homeoffice-Arbeitsplätze in den Vertrag eingeschlossen sind.

Frage 2: Wie sicher ist Ihre Druck- und Kopiertechnik im Netzwerk – und was müssen Sie tun?

Drucker gelten in vielen Betrieben nicht als sicherheitsrelevante Geräte. Das ist ein Irrtum, der teuer werden kann. Moderne Multifunktionsdrucker sind vollwertige Netzwerkgeräte mit eigenem Betriebssystem, eigenem Speicher und oft direktem Internetzugang. Sie verarbeiten sensible Dokumente – Angebote, Verträge, Patientendaten, Lohnabrechnungen.

Das BSI – Sicherheit von Druckern und MFPs weist ausdrücklich darauf hin, dass Drucker und Multifunktionsgeräte eine der am häufigsten unterschätzten Schwachstellen in Unternehmensnetzwerken darstellen. Reale Sicherheitslücken wie CVE-2024-51978 in verbreiteten Geräten zeigen: Angreifer nutzen genau diese blinden Flecken.

Laut Quocirca gilt Drucksicherheit als eine der am häufigsten übersehenen Schwachstellen bei der Cyberabwehr – trotz wachsender Sensibilität bei IT-Verantwortlichen. Das Paradox: Viele Unternehmen investieren in Firewalls und Antivirensoftware, lassen aber den Drucker im selben Netz laufen wie die Buchhaltung – ohne Zugriffsschutz, ohne verschlüsselte Übertragung, ohne aktuelles Firmware-Update.

Die gute Nachricht: Die wichtigsten Schutzmaßnahmen sind nicht kompliziert. Sichere Drucklösungen für KMU – TTG GmbH umfassen genau diese grundlegenden Absicherungsschritte, die sich in wenigen Stunden umsetzen lassen.

Was Sie konkret tun sollten:

  • Aktivieren Sie die Firmware-Auto-Update-Funktion Ihres Druckers oder planen Sie regelmäßige manuelle Updates ein.
  • Ändern Sie das Standard-Administratorpasswort aller Netzwerkdrucker – viele Geräte laufen noch mit Werkspasswort.
  • Segmentieren Sie Ihr Netzwerk: Drucker sollten nicht im selben Segment wie sensible Systeme laufen.
  • Aktivieren Sie die verschlüsselte Druckübertragung (IPP over TLS oder ähnliche Protokolle).
  • Deaktivieren Sie nicht benötigte Dienste und Protokolle direkt in der Gerätekonfiguration.
  • Prüfen Sie, ob Ihr Drucker einen internen Speicher hat, der beim Ausrangieren gelöscht werden muss.

Frage 3: Was kostet Ihre Druck- und Kopiertechnik wirklich – und wo lässt sich sparen?

Frage 3: Was kostet Ihre Druck- und Kopiertechnik wirklich – und wo lässt sich sparen? – TTG GmbH Dingelstädt

Diese Frage hat eine kurze Antwort: wahrscheinlich mehr, als Sie denken. Und eine ausführliche: Die meisten Betriebe kennen ihre tatsächlichen Druckkosten nicht, weil sie nie vollständig erfasst wurden.

Das Verhältnis von Anschaffungskosten zu laufenden Betriebskosten beträgt laut Quocirca oft 1:5. Das bedeutet: Ein Gerät, das Sie für 800 Euro gekauft haben, kostet Sie über seine Lebensdauer hinweg weitere 4.000 Euro – für Toner, Wartung, Papier, Energie und internen IT-Aufwand. Das ist keine Hochrechnung für Großunternehmen, sondern gelebte Realität in kleinen und mittleren Betrieben.

Durch gezielte Konsolidierung der Geräteflotte und den Wechsel zu seitenbasierten Abrechnungsmodellen lassen sich die Druckkosten typischerweise um 15–30 % senken. Das klingt nach wenig, summiert sich aber: Bei einem Betrieb mit 2.000 Euro monatlichen Druckkosten sind das bis zu 600 Euro – pro Monat, jedes Monat.

Zur Absicherung dieser Investitionsentscheidungen empfiehlt sich eine Beratung auf Basis zertifizierter Standards. Die ISO/IEC 27001 zertifizierte TTG GmbH analysiert im Rahmen einer Flottenaudit nicht nur die Kosten, sondern auch die Sicherheits- und Compliance-Anforderungen – damit Sie keine Entscheidung treffen, die später nachgebessert werden muss.

Wo lässt sich konkret sparen?

  • Reduzieren Sie die Anzahl der Geräte: Wenige leistungsstarke Multifunktionsgeräte sind günstiger im Betrieb als viele Einzeldrucker.
  • Wechseln Sie zu seitenbasierter Abrechnung – so zahlen Sie nur, was Sie tatsächlich drucken.
  • Aktivieren Sie Standard-Duplexdruck und Druckquotas für Mitarbeiter, um Papierverbrauch zu senken.
  • Prüfen Sie Energiesparfunktionen: Schlafmodus und automatisches Abschalten reduzieren Betriebskosten messbar.
  • Führen Sie eine jährliche Druckkostenanalyse durch – als Grundlage für Entscheidungen, nicht als einmaliges Projekt.

Frage 4: Was muss ich bei Druckern in Bezug auf die DSGVO beachten?

Das ist ein Bereich, in dem wir in der Praxis viele Missverständnisse erleben. Deshalb zunächst die wichtigste Aussage vorab: Ja, die DSGVO gilt auch für Ihre Drucker. Nein, das ist kein bürokratisches Randthema – sondern eine konkrete Anforderung mit möglichen Konsequenzen.

Moderne Multifunktionsdrucker speichern Druckaufträge, Scan-Protokolle und teilweise auch Faxdaten intern. Wenn diese Daten Personenbezug haben – und das haben sie regelmäßig, etwa bei Lohnabrechnungen, Patientenunterlagen oder Kundenangeboten – unterliegen sie dem Schutzregime der DSGVO. Das betrifft nicht nur den laufenden Betrieb, sondern auch die Entsorgung: Wer einen alten Drucker verkauft oder entsorgt, ohne den internen Speicher zu löschen, verstößt möglicherweise gegen datenschutzrechtliche Pflichten.

Laut den Empfehlungen der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) sind Unternehmen verpflichtet, technische und organisatorische Maßnahmen zu treffen, die dem Stand der Technik entsprechen – das schließt Netzwerkdrucker ausdrücklich ein. Dazu gehören Zugriffskontrollen, Löschkonzepte und die Dokumentation der eingesetzten Systeme.

Die TTG GmbH – Ihr IT-Systemhaus in Nordthüringen begleitet Betriebe dabei, die technischen und organisatorischen Maßnahmen rund um die Druckinfrastruktur DSGVO-konform zu gestalten – ohne unnötigen Overhead.

Was Sie konkret regeln müssen:

  • Stellen Sie sicher, dass auf Ihre Drucker nur autorisierte Mitarbeiter zugreifen können – physisch und digital.
  • Aktivieren Sie die automatische Löschung des internen Druckspeichers nach jedem Auftrag, sofern Ihr Gerät diese Funktion bietet.
  • Dokumentieren Sie Ihre Drucker im Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten gemäß Art. 30 DSGVO.
  • Regeln Sie die datenschutzkonforme Entsorgung ausgemusterter Geräte schriftlich – inkl. Nachweis der Datenlöschung.
  • Schulen Sie Ihre Mitarbeiter: Ausgedruckte Dokumente mit Personenbezug dürfen nicht offen am Drucker liegen bleiben.

Frage 5: Kaufen, leasen oder mieten – welches Modell passt zu Ihrer Druck- und Kopiertechnik?

Diese Frage hat keine universelle Antwort – aber sie hat klare Kriterien. Die Entscheidung zwischen Kauf, Leasing und Miete hängt von Ihrem Druckvolumen, Ihrer Liquiditätssituation und davon ab, wie viel internen Aufwand Sie bereit sind zu investieren.

Kauf bedeutet maximale Kontrolle – aber auch volle Verantwortung für Wartung, Ersatzteile und Austausch. Das lohnt sich, wenn Sie ein geringes Druckvolumen haben und die Geräte über viele Jahre nutzen möchten. Leasing bietet Planbarkeit bei der Liquidität und erlaubt regelmäßige Hardware-Aktualisierungen – sinnvoll für Betriebe mit mittlerem Druckvolumen und Bedarf an aktueller Technik. Managed Print Services (inkl. Miete) gehen noch einen Schritt weiter: Hier kaufen Sie kein Gerät, sondern ein Ergebnis – gedruckte Seiten zu einem definierten Preis, inklusive aller Nebenleistungen.

Für einen Steuerberater in Mühlhausen oder Nordhausen mit hohem Dokumentenaufkommen sieht die Rechnung anders aus als für ein kleines Planungsbüro mit gelegentlichem Druckbedarf. Als Drucker und Software anfragen können Sie bei der TTG GmbH eine kostenfreie Erstanalyse anstoßen, die genau diese Frage auf Basis Ihrer konkreten Zahlen beantwortet.

Als ISO/IEC 27001-zertifizierter IT-Partner mit über 25 Jahren Erfahrung in der Region Nordthüringen und Eichsfeld kennen wir die typischen Druckumgebungen kleiner und mittlerer Betriebe in der Region – von der Arztpraxis bis zum produzierenden Unternehmen. Das BSI gibt klare Empfehlungen zur sicheren Gestaltung von Druckinfrastrukturen – wir helfen Ihnen, diese Empfehlungen in die Praxis umzusetzen, ohne unnötige Komplexität.

ModellGeeignet fürVorteilNachteil
KaufKleinstbetriebe, niedriges VolumenEinmalige Investition, volle KontrolleWartungsaufwand liegt intern
LeasingMittleres Volumen, LiquiditätsplanungPlanbare Raten, regelmäßige ErneuerungKeine Kostenreduktion bei sinkendem Volumen
MPS / MieteAb 5 Arbeitsplätzen, hohem VolumenAll-inclusive, seitenbasiert, kein BetreuungsaufwandLangfristige Vertragsbindung prüfen
  • Kalkulieren Sie Ihr monatliches Druckvolumen (Seiten/Monat) als Entscheidungsgrundlage.
  • Fragen Sie bei MPS-Angeboten explizit nach: Was passiert bei Geräteausfall? Wie ist die Reaktionszeit vertraglich geregelt?
  • Lassen Sie Leasingverträge auf versteckte Klauseln bei Laufzeitverlängerung prüfen.
  • Vergleichen Sie den Gesamtpreis über 4–5 Jahre – nicht den Monatsbetrag.

Das Wichtigste auf einen Blick: Fünf Erkenntnisse für Ihren Betrieb

Die Druck- und Kopiertechnik ist kein Randthema – sie ist ein unterschätzter Kostenfaktor, ein reales Sicherheitsrisiko und gleichzeitig eine gut lösbare Aufgabe. Hier sind die fünf zentralen Erkenntnisse aus diesem Artikel:

  1. Ihre tatsächlichen Druckkosten sind wahrscheinlich höher als gedacht. Das Verhältnis von Anschaffungs- zu Betriebskosten beträgt laut Quocirca oft 1:5. Wer das nicht misst, kann nicht steuern.
  2. Netzwerkdrucker sind Sicherheitsgeräte – und müssen entsprechend behandelt werden. Fehlende Firmware-Updates, Standardpasswörter und offene Netzwerksegmente sind reale Angriffsvektoren. Das BSI empfiehlt klare Maßnahmen – die Sie heute noch umsetzen können.
  3. Die DSGVO gilt auch für Ihre Drucker. Zugriffsschutz, Löschkonzepte und die Dokumentation im Verarbeitungsverzeichnis sind Pflicht – nicht Kür.
  4. Managed Print Services lohnen sich ab einer bestimmten Betriebsgröße nachweislich. Planbare Kosten, weniger interner Aufwand und ein definierter Service-Level sprechen für dieses Modell – insbesondere bei hybriden Arbeitsumgebungen.
  5. Die Entscheidung Kauf/Leasing/MPS ist keine Glaubensfrage, sondern eine Rechnung. Wer seine Zahlen kennt – Druckvolumen, aktuelle Gesamtkosten, interne Betreuungskapazität – kann diese Entscheidung rational treffen.

Bevor Sie handeln, empfiehlt sich ein strukturierter Blick auf Ihre bestehende Infrastruktur. Eine Flottenanalyse, die Anschaffungskosten, Verbrauchsmaterial, Wartungsaufwand und Sicherheitsstatus zusammenfasst, ist die Grundlage jeder sinnvollen Entscheidung. Viele Unternehmen in Nordthüringen, im Eichsfeld und in Südniedersachsen haben auf diesem Weg in kurzer Zeit messbare Verbesserungen erzielt – ohne große Investitionen, sondern durch bessere Struktur.

Die Druck- und Kopiertechnik ist ein Bereich, in dem sich kleiner Aufwand direkt in barer Münze und mehr Sicherheit niederschlägt. Das klingt nach einem guten Argument, es heute anzugehen.

Ihre Checkliste: So starten Sie jetzt

  1. Inventarisieren Sie alle Drucker und Multifunktionsgeräte in Ihrem Betrieb – Modell, Alter, Standort, aktueller Wartungsstatus.
  2. Ermitteln Sie Ihr monatliches Druckvolumen pro Gerät – entweder über den internen Zähler oder über Ihren Tonerabruf der letzten 12 Monate.
  3. Prüfen Sie, ob alle Netzwerkdrucker mit aktueller Firmware laufen und ob die Standard-Administratorpasswörter geändert wurden.
  4. Stellen Sie sicher, dass Ihre Drucker im Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten (Art. 30 DSGVO) dokumentiert sind.
  5. Aktivieren Sie automatische Druckspeicher-Löschung und Duplexdruck als Standard auf allen Geräten – sofern technisch möglich.
  6. Vergleichen Sie Ihre aktuellen Gesamtdruckkosten (Hardware + Toner + Wartung + Energie) mit einem seitenbasierten MPS-Angebot.
  7. Regeln Sie schriftlich, wie ausgemusterte Geräte entsorgt werden – inkl. Nachweis der Datenlöschung vom internen Speicher.
  8. Sprechen Sie mit einem qualifizierten IT-Dienstleister über eine strukturierte Flottenanalyse – als Grundlage für alle weiteren Entscheidungen.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel kostet eine professionelle Druckerflotte für einen Betrieb mit 10 Mitarbeitern?

Das hängt stark vom Druckvolumen ab. Als grober Richtwert: Ein seitenbasiertes MPS-Modell für einen 10-Personen-Betrieb liegt typischerweise zwischen 80 und 200 Euro pro Monat – je nach Volumen, Geräteausstattung und Servicelevel. Wichtiger als der Monatspreis ist der Vollkostenvergleich über mehrere Jahre: Toner, Wartung, Reparaturen und IT-Support eingerechnet, ist MPS in vielen Fällen günstiger als der vermeintlich günstigere Gerätekauf.

Muss ich meinen Drucker ins Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten aufnehmen?

Ja, wenn der Drucker personenbezogene Daten verarbeitet – und das tut er in praktisch jedem Unternehmen. Lohnabrechnungen, Kundenschreiben, Patientendaten: Alles, was ausgedruckt oder gescannt wird, unterliegt der DSGVO. Der Drucker gehört daher in das Verzeichnis nach Art. 30 DSGVO. Das ist kein großer Aufwand, aber ein Pflichtpunkt – und bei einer Datenschutzprüfung einer der ersten Kontrollorte.

Wie oft sollte ich die Firmware meines Druckers aktualisieren?

Mindestens einmal pro Quartal sollten Sie prüfen, ob neue Firmware-Updates vom Hersteller bereitstehen. Bei bekannt gewordenen Sicherheitslücken – wie sie das BSI regelmäßig meldet – sollten Updates umgehend eingespielt werden. Viele Geräte bieten eine automatische Update-Funktion; diese sollten Sie aktivieren. Wer keinen internen IT-Verantwortlichen hat, sollte diesen Punkt in einen Managed-Service-Vertrag einschließen.

Was passiert mit den Daten auf dem Drucker, wenn ich ihn entsorge oder zurückgebe?

Moderne Multifunktionsdrucker haben interne Festplatten oder Flash-Speicher, auf denen Druckaufträge und Scan-Protokolle gespeichert werden können. Vor der Entsorgung oder Rückgabe muss dieser Speicher nachweislich gelöscht werden – entweder über eine herstellerseitige Reset-Funktion oder durch professionelle Datenlöschung. Dokumentieren Sie den Vorgang schriftlich. Das gilt auch für geleaste oder gemietete Geräte am Ende der Vertragslaufzeit.

Lohnt sich der Wechsel zu einem neuen Drucker, wenn der alte noch funktioniert?

Nicht automatisch – aber oft früher als gedacht. Entscheidend sind: Treiber- und Firmware-Support durch den Hersteller, verfügbare Ersatzteile und die Kompatibilität mit aktuellen Betriebssystemen und Cloud-Umgebungen. Wird ein Gerät vom Hersteller nicht mehr mit Sicherheitsupdates versorgt, ist es aus IT-Sicherheitssicht ein Risiko – unabhängig davon, ob es noch druckt. Eine Flottenanalyse schafft hier Klarheit, ohne dass Sie vorschnell investieren müssen.

Über den Autor
Martin Trappe ist Geschäftsführer der TTG Daten- und Bürosysteme GmbH in Dingelstädt. Mit über 25 Jahren Erfahrung im IT-Mittelstand betreut er kleine und mittelständische Unternehmen in Nordthüringen, Eichsfeld und Südniedersachsen. Die TTG GmbH ist ISO/IEC 27001 zertifiziert – dem höchsten Standard für Informationssicherheit.

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