Ihr IT-Systemhaus TTG Daten- und Bürosysteme GmbH für Unternehmen aus Nordthüringen und Südniedersachsen

Backup und Recovery: Die 5 wichtigsten Fragen – vollständig und ehrlich beantwortet

Inhaltsverzeichnis

Veröffentlicht: 03. Juni 2026 · Lesezeit: ca. 13 Minuten

Es ist Montagmorgen. Die Buchhaltung öffnet die Finanzsoftware – und statt der gewohnten Oberfläche erscheint eine Fehlermeldung. Die Datenbank lässt sich nicht laden. Der Server, auf dem seit Jahren alle Rechnungen, Verträge und Kundendaten liegen, antwortet nicht mehr. Ein Mitarbeiter erinnert sich vage: „Das Backup läuft doch automatisch, oder?“ – Niemand weiß es genau.

Diese Situation ist kein Katastrophenszenario aus dem Lehrbuch. Sie ist der Alltag. Festplatten fallen aus, Windows-Updates erzeugen Konflikte, Ransomware verschlüsselt Daten still und heimlich über Nacht. In solchen Momenten entscheidet ein einziger Faktor darüber, ob der Betrieb in zwei Stunden wieder läuft oder zwei Wochen stillsteht: ob ein funktionierendes, regelmäßig getestetes Backup vorhanden ist.

Das Gute: Die meisten Fragen rund um Datensicherung lassen sich klar beantworten. Was wirklich funktioniert, was die Gesetze fordern und was ein verlässliches Konzept kostet – das erfahren Sie in diesem Artikel.

Backup und Recovery Nordthüringen – hinter diesem Suchbegriff stecken echte Fragen von Unternehmern, die wissen wollen: Sind meine Daten sicher? Was passiert, wenn etwas schiefgeht? Und wie kriege ich das alles ohne eigene IT-Abteilung geregelt? Die Antworten sind weniger kompliziert als viele befürchten – aber sie erfordern ein klares Konzept statt Einzellösungen auf Verdacht.

Laut BSI-Lagebericht werden täglich durchschnittlich 119 neue Schwachstellen in IT-Systemen bekannt – Tendenz steigend. Gleichzeitig mussten laut einer Studie des Ponemon Institute rund 55 % der von Ransomware betroffenen Unternehmen ihren Betrieb zeitweise unterbrechen. Kleine und mittlere Unternehmen sind dabei überproportional betroffen: Sie machen rund 80 % aller Ransomware-Opfer aus.

In diesem Artikel beantworten wir die fünf häufigsten Fragen, die Inhaber und Geschäftsführer zum Thema Datensicherung stellen – von den technischen Grundlagen über Kosten und Rechtspflichten bis hin zum konkreten Vergleich verschiedener Lösungsansätze. Sie erhalten Antworten, mit denen Sie heute noch handlungsfähig sind.

KennzahlWertQuelle
Anteil der KMU an Ransomware-Opfern in Deutschlandca. 80 %BKA Bundeslagebild Cybercrime 2024
Betriebsunterbrechungen nach Ransomware-Angriff55 % der betroffenen UnternehmenPonemon Institute / Illumio-Studie, zit. nach Heise Online 2025
Ransomware-Vorfälle mit Datenleak oder Androhung72 % aller angezeigten FälleBSI Lagebericht 2024
Gesamtschaden deutsche Wirtschaft durch Cyberangriffeüber 289 Milliarden Euro (Rekordhoch)Bitkom / Statista 2025

Warum Backup und Recovery so viele Fragen aufwirft – und woher die Unsicherheit kommt

Warum Backup und Recovery so viele Fragen aufwirft – und woher die Unsicherheit kommt – Backup und Recovery Nordthüringen

Fast jedes Unternehmen hat irgendeine Form von Datensicherung. Das Problem: „Irgendeine Form“ ist kein Konzept. Eine externe Festplatte, die einmal im Monat manuell bespielt wird, ist technisch ein Backup – schützt aber kaum vor den tatsächlichen Schadensszenarien des Unternehmensalltags. Diese Lücke zwischen dem Glauben, man sei abgesichert, und dem tatsächlichen Schutz ist der häufigste Grund für große Schäden nach Datenverlust.

Laut BKA machen KMU rund 80 % aller Ransomware-Opfer aus. Gleichzeitig verfügen die wenigsten dieser Betriebe über eine dokumentierte Recovery-Strategie – also einen schriftlich festgelegten Plan, wie Systeme nach einem Ausfall wiederhergestellt werden. Man hat Backups, aber keinen Plan, wie man sie nutzt. Das ist in etwa so, als hätte man einen Feuerlöscher, ohne zu wissen, wie er funktioniert.

Ein konkretes Beispiel aus der Region: Eine Arztpraxis in Dingelstädt sichert ihre Praxisverwaltungssoftware täglich auf einen lokalen NAS-Server. Als dieser Server nach einem Wasserschaden in der Praxis ausfällt, ist auch das Backup weg – weil Datensicherung und Originaldaten physisch am selben Ort lagen. Das ist kein Einzelfall, sondern ein strukturelles Problem, das sich mit einer einfachen 3-2-1-Regel vermeiden lässt.

Die Unsicherheit bei Unternehmern rührt auch daher, dass Angebote und Begriffe kaum vergleichbar wirken: Cloud-Backup, Offsite-Sicherung, Disaster Recovery, RTO, RPO – der Markt überschwemmt mit Fachbegriffen. Wer sich einen verlässlichen Überblick verschaffen möchte, findet bei IT-Infrastruktur & Datensicherung – TTG GmbH einen praxisnahen Einstieg, der auf die Anforderungen mittelständischer Betriebe zugeschnitten ist.

  • Prüfen Sie, ob Ihre Backups räumlich getrennt von den Originaldaten aufbewahrt werden
  • Klären Sie, ob Ihre Sicherungen automatisiert oder manuell ausgeführt werden
  • Stellen Sie fest, wann zuletzt ein Restore-Test durchgeführt wurde
  • Fragen Sie sich: Haben Sie einen schriftlichen Wiederherstellungsplan?

Frage 1: Reicht eine tägliche Datensicherung wirklich aus – oder brauche ich mehr?

Das ist die häufigste Frage, die uns Unternehmer stellen – und die Antwort lautet: Es kommt darauf an, wie viel Datenverlust Sie sich leisten können. In der Fachsprache heißt das „Recovery Point Objective“ (RPO): Wie viele Stunden oder Tage an Daten dürfen im schlimmsten Fall verloren gehen? Wer täglich hunderte Buchungen, Patientendaten oder Fertigungsaufträge erzeugt, hat einen anderen RPO als ein Steuerberater, der einmal täglich seinen Briefverkehr aktualisiert.

Ein tägliches Backup deckt für viele Betriebe den Grundbedarf ab – aber nur, wenn es wirklich täglich ausgeführt und regelmäßig auf Vollständigkeit geprüft wird. Laut BSI-Empfehlungen sollten Unternehmen mindestens eine vollständige, geprüfte Datensicherung pro Tag vorhalten, ergänzt durch inkrementelle Sicherungen für kritische Systeme. Die BSI – Empfehlungen zur Datensicherung sind dabei ein verlässlicher, kostenloser Ausgangspunkt für die eigene Planung.

Was viele übersehen: Ein Backup ist nur so gut wie der letzte Restore-Test. Studien zeigen, dass ein erheblicher Anteil aller Backups im Ernstfall nicht vollständig wiederhergestellt werden kann – wegen Konfigurationsfehlern, fehlerhaften Datenträgern oder inkompatiblen Softwareversionen. Testen Sie deshalb Ihre Wiederherstellung mindestens vierteljährlich unter realen Bedingungen.

Für eine strukturierte Einschätzung empfehlen sich die Backup & Datensicherung durch die TTG GmbH als Orientierung – mit konkreten Empfehlungen je nach Unternehmensgröße und Branche.

  • Definieren Sie Ihren RPO: Wie viele Stunden Datenverlust wären für Ihren Betrieb tolerierbar?
  • Ergänzen Sie tägliche Vollsicherungen durch stündliche inkrementelle Sicherungen für kritische Systeme
  • Planen Sie mindestens einmal pro Quartal einen vollständigen Restore-Test ein
  • Protokollieren Sie jeden Backup-Lauf automatisch und lassen Sie Fehler per E-Mail melden
  • Stellen Sie sicher, dass Backups nicht nur lokal, sondern auch extern oder in der Cloud vorgehalten werden

Frage 2: Was bedeutet die 3-2-1-Regel – und wie setze ich sie praktisch um?

Die 3-2-1-Regel ist der am weitesten verbreitete Standard für belastbare Datensicherung – und sie ist verblüffend einfach: 3 Kopien Ihrer Daten, auf 2 verschiedenen Medientypen, davon 1 Kopie außerhalb des Firmengebäudes. Das klingt nach Aufwand, lässt sich aber mit moderner Software weitgehend automatisieren.

Warum dieser Standard? Weil die meisten Datenverluste nicht durch einen einzelnen Auslöser entstehen, sondern durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren: Ein Ransomware-Angriff verschlüsselt Server und NAS gleichzeitig, wenn beide im selben Netzwerk hängen. Ein Brand oder Wasserschaden trifft alle Geräte im gleichen Raum. Nur eine physisch getrennte, möglichst offline gehaltene Kopie übersteht solche Szenarien unbeschadet.

Praktisch sieht ein 3-2-1-Konzept für einen mittelständischen Betrieb so aus:

  • Kopie 1: Primärsystem (Produktivdaten auf dem Server)
  • Kopie 2: Lokales NAS oder Backup-Server im Firmennetzwerk – für schnellen Restore
  • Kopie 3: Verschlüsselte Cloud-Sicherung oder verschlüsselter Offsite-Datenträger – für den Katastrophenfall

Für die Cloud-Komponente haben sich Lösungen wie Veeam – Backup & Disaster Recovery in der Praxis bewährt: Sie ermöglichen automatisierte, verschlüsselte Sicherungen in zertifizierte Rechenzentren mit transparentem Monitoring. Entscheidend ist nicht die Marke, sondern dass die Cloud-Sicherung in einem EU-konformen Rechenzentrum liegt und vollständig verschlüsselt übertragen und gespeichert wird.

Wer nach ISO/IEC 27001-Standards arbeitet, findet beim zertifizierten Partner hilfreiche Orientierung: ISO/IEC 27001 zertifiziert – TTG GmbH zeigt, welche Sicherheitsstandards bei der Umsetzung relevant sind.

  • Implementieren Sie die 3-2-1-Regel als Mindeststandard – unabhängig von der Unternehmensgröße
  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Cloud-Sicherung ausschließlich in EU-Rechenzentren läuft
  • Verschlüsseln Sie alle Backup-Daten sowohl bei der Übertragung als auch bei der Speicherung
  • Trennen Sie das Backup-Netzwerk vom Produktivnetz, um Querinfektionen bei Ransomware zu verhindern

Frage 3: Was kostet eine professionelle Backup-Lösung – und lohnt sie sich wirklich?

Frage 3: Was kostet eine professionelle Backup-Lösung – und lohnt sie sich wirklich? – TTG GmbH Dingelstädt

Diese Frage verdient eine ehrliche Antwort, ohne Pauschalpreise zu nennen – denn die Kosten hängen stark von der Datenmenge, der gewünschten Wiederherstellungszeit und der vorhandenen Infrastruktur ab. Was wir aus der Praxis sagen können: Eine solide Backup-Lösung für einen Betrieb mit 10 bis 30 Arbeitsplätzen ist deutlich günstiger als der Schaden, den ein einziger Ausfall verursacht.

Zur Einordnung: Laut Bitkom beläuft sich der Gesamtschaden durch Cyberangriffe für die deutsche Wirtschaft auf über 289 Milliarden Euro pro Jahr. Auf Unternehmensebene verlangten Angreifer im Schnitt 1,4 Millionen US-Dollar Lösegeld – und trotzdem konnte laut Ponemon Institute nur jede zehnte betroffene Firma alle Daten vollständig wiederherstellen. Das Backup war entweder nicht vorhanden, nicht aktuell oder nicht getestet.

Typische Kostenkomponenten im Überblick:

SituationEmpfehlungWarum
Bis 5 Arbeitsplätze, wenig kritische DatenCloud-Backup as a Service (monatlicher Fixbetrag)Geringer Invest, sofort startklar, skalierbar
10–30 Arbeitsplätze, komplexe SoftwareHybrid-Lösung: lokales NAS + Cloud-SicherungSchneller Restore lokal, externe Absicherung für Katastrophenfall
Kritische Daten, kurze AusfalltoleranzManaged Backup mit RTO unter 4 StundenGarantierte Wiederherstellungszeit, professionelles Monitoring

Viele Betriebe unterschätzen auch den internen Aufwand: Wer Backup-Management selbst übernimmt, bindet Arbeitszeit, die anderswo fehlt. Ein Managed Services der TTG GmbH-Modell übernimmt Überwachung, Fehlerbehebung und Restore-Tests – planbar im monatlichen Budget.

  • Kalkulieren Sie den Schaden eines eintägigen Betriebsstillstands – das ist Ihre Vergleichsgröße
  • Fragen Sie Anbieter konkret nach dem garantierten RTO (maximale Wiederherstellungszeit)
  • Vergleichen Sie Gesamtkosten: Software + Hardware + interner Aufwand vs. Managed Service
  • Berücksichtigen Sie Skalierbarkeit: Ihr Datenvolumen wächst – die Lösung sollte mitwachsen

Frage 4: Was schreibt die DSGVO zur Datensicherung in Nordthüringen vor – Pflicht oder Empfehlung?

Die kurze Antwort: Die DSGVO schreibt keine konkrete Backup-Frequenz vor – aber sie verpflichtet Sie als Verantwortlichen, personenbezogene Daten durch „geeignete technische und organisatorische Maßnahmen“ zu schützen. Und das schließt Datensicherung ausdrücklich ein. Wer bei einem Datenverlust keine Backups vorweisen kann, hat ein ernstes Compliance-Problem.

Konkret relevant ist Artikel 32 DSGVO: Er fordert die „Fähigkeit, die Verfügbarkeit der personenbezogenen Daten und den Zugang zu ihnen bei einem physischen oder technischen Zwischenfall rasch wiederherzustellen.“ Das ist nichts anderes als ein rechtlicher Auftrag zur funktionierenden Recovery-Strategie. Ergänzend dazu macht die NIS-2-Richtlinie Backup- und Recovery-Prozesse für rund 30.000 Betriebe und Organisationen in Deutschland zur aufsichtsrechtlichen Nachweispflicht gegenüber dem BSI.

Was in der Praxis häufig falsch läuft:

  • Backups werden in der Cloud gespeichert, ohne zu prüfen, ob der Anbieter EU-Datenschutzrecht einhält
  • Auftragsverarbeitungsverträge (AVV) mit Backup-Anbietern fehlen oder sind veraltet
  • Löschfristen für personenbezogene Daten gelten auch für Backups – das wird meist übersehen
  • Keine Dokumentation der Backup-Prozesse, obwohl die Rechenschaftspflicht (Art. 5 Abs. 2 DSGVO) das erfordert

Unsere klare Einschätzung: Wer Kundendaten, Patientendaten oder Mitarbeiterdaten verarbeitet, kommt um eine rechtssichere Backup-Strategie nicht herum. Das ist kein bürokratischer Selbstzweck, sondern Ihr Schutz im Streitfall. Das Thüringer Landesbeauftragten für Datenschutz stellt dazu praxisnahe Hinweise für kleine Unternehmen bereit.

Für Unternehmen in Nordthüringen, die ihren DSGVO-konformen Backup-Prozess strukturieren wollen, bietet Ihr IT-Systemhaus in Nordthüringen – TTG GmbH konkrete Unterstützung bei der Dokumentation und Umsetzung.

Frage 5: Reicht Cloud-Backup allein – oder brauche ich unbedingt eine lokale Sicherung?

Die ehrliche Antwort: Cloud-Backup allein reicht für die meisten Betriebe nicht aus. Es ist eine unverzichtbare Komponente – aber kein vollständiger Ersatz für eine hybride Strategie. Der entscheidende Faktor ist die Wiederherstellungszeit: Wer im Ernstfall 50 oder 500 Gigabyte aus der Cloud zurückspielen muss, wartet je nach Internetanbindung Stunden bis Tage. Für viele Betriebe ist das inakzeptabel.

Ein direkter Vergleich:

KriteriumNur Cloud-BackupHybrid (lokal + Cloud)
Restore-GeschwindigkeitLangsam (abhängig von Bandbreite)Schnell lokal, sicher extern
Schutz vor RansomwareGut (wenn Immutable Storage)Sehr gut (Netzwerktrennung möglich)
Schutz vor lokalem Schaden (Brand, Wasser)Sehr gutSehr gut
Monatliche KostenGering bis mittelMittel (NAS einmalig + Cloud monatlich)
Komplexität im BetriebGeringMittel (empfiehlt sich Managed Service)

Eine reine Cloud-Lösung kann ausreichen, wenn Ihre Internetanbindung stabil und ausreichend dimensioniert ist, die Datenmengen überschaubar bleiben und der Anbieter „Immutable Backups“ (unveränderliche Sicherungen) anbietet, die auch bei Ransomware-Befall nicht verschlüsselt werden können. Das BSI gibt dazu konkrete Empfehlungen zur Datensicherung, die als Bewertungsmaßstab dienen können.

Als ISO/IEC 27001-zertifizierter IT-Partner mit über 25 Jahren Erfahrung in der Region erleben wir bei der TTG GmbH in Dingelstädt regelmäßig, dass Betriebe erst nach einem Vorfall auf hybride Lösungen umstellen – obwohl der Aufwand für die Umstellung überschaubar ist. Wer jetzt handeln möchte, kann seine individuelle Backup-Strategie direkt mit uns abstimmen: Backup-Strategie von TTG GmbH planen lassen.

Das Wichtigste auf einen Blick: Fünf Erkenntnisse, die Sie sofort nutzen können

Datensicherung ist kein Luxus und kein IT-Thema, das Sie an Ihre Mitarbeiter delegieren können, ohne es selbst zu verstehen. Als Inhaber oder Geschäftsführer tragen Sie die Verantwortung – gegenüber Ihren Kunden, Ihren Mitarbeitern und dem Gesetz. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Grundsätzen ist ein belastbares Backup- und Recovery-Konzept kein Hexenwerk.

Hier sind die fünf zentralen Erkenntnisse aus diesem Artikel:

  1. Ein Backup ist kein Konzept. Erst die Kombination aus regelmäßiger Sicherung, räumlicher Trennung, Verschlüsselung und dokumentiertem Wiederherstellungsplan ergibt echten Schutz. Backup und Recovery Nordthüringen – dieser Begriff steht für ein vollständiges System, nicht für eine einzelne Maßnahme.
  2. Die 3-2-1-Regel ist Ihr Mindeststandard. Drei Kopien, zwei Medientypen, eine Kopie außerhalb des Gebäudes. Wer das konsequent umsetzt, hat bereits mehr Schutz als die Mehrheit der Wettbewerber.
  3. Testen ist Pflicht. Ein ungetestetes Backup ist eine Illusion. Planen Sie feste Restore-Tests ein – mindestens vierteljährlich. Nur was im Test funktioniert, funktioniert auch im Ernstfall.
  4. DSGVO und NIS-2 machen Recovery zur Rechtspflicht. Wer personenbezogene Daten verarbeitet, muss deren Wiederherstellbarkeit nachweisen können. Das ist keine Empfehlung, sondern geltendes Recht.
  5. Cloud allein reicht meist nicht. Die Wiederherstellungszeit aus der Cloud ist für viele Betriebe zu lang. Eine hybride Strategie – lokal für Geschwindigkeit, Cloud für Sicherheit – ist in den meisten Fällen die überlegene Wahl.

Laut BSI-Lagebericht wächst die Zahl täglich bekannter Schwachstellen um rund 24 % im Jahresvergleich. Die Bedrohungslage wartet nicht. Wer heute handelt, schützt morgen seinen Betrieb – und spart im Ernstfall nicht nur Geld, sondern auch Nerven, Zeit und Kundenvertrauen. Nutzen Sie die nachfolgende Checkliste als ersten konkreten Schritt.

Ihre Checkliste: So starten Sie jetzt

  1. Prüfen Sie, ob Ihre aktuellen Backups räumlich getrennt von den Originaldaten aufbewahrt werden – lokal und extern.
  2. Stellen Sie fest, wann zuletzt ein vollständiger Restore-Test durchgeführt wurde – und setzen Sie ein festes Testdatum für das nächste Quartal.
  3. Überprüfen Sie, ob Ihre Backup-Lösung automatisch läuft und ob Fehler automatisch gemeldet werden (Protokoll, E-Mail-Alert).
  4. Dokumentieren Sie Ihren Wiederherstellungsplan schriftlich: Wer macht was, in welcher Reihenfolge, mit welchen Zugangsdaten?
  5. Klären Sie, ob Ihr Cloud-Backup-Anbieter einen gültigen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) bereitstellt und DSGVO-konform in der EU speichert.
  6. Stellen Sie sicher, dass Ihre Backup-Systeme netzwerkseitig vom Produktivsystem getrennt sind, um Ransomware-Querinfektionen zu verhindern.
  7. Sprechen Sie mit Ihrem IT-Dienstleister über eine Klassifizierung Ihrer Daten: Was ist kritisch, was ist unkritisch – und welche Wiederherstellungszeit ist für welche Daten akzeptabel?
  8. Aktivieren Sie „Immutable Backups“ bei Ihrem Cloud-Anbieter, sofern noch nicht geschehen – damit sind gespeicherte Sicherungen auch bei einem aktiven Angriff nicht überschreibbar.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollte ich meine Datensicherung überprüfen lassen?

Mindestens einmal pro Quartal sollte ein vollständiger Restore-Test stattfinden – also eine echte Wiederherstellung aus dem Backup unter realen Bedingungen. Zusätzlich empfiehlt sich eine monatliche Sichtprüfung der Backup-Protokolle auf Fehler oder Warnmeldungen. Viele Unternehmer verlassen sich darauf, dass das System „läuft“ – ohne je nachgeschaut zu haben. Das reicht nicht. Ein jährliches Audit durch einen externen IT-Dienstleister schafft zusätzliche Sicherheit und Dokumentation für den Ernstfall.

Was passiert mit meinen Backups, wenn ich meinen IT-Dienstleister wechsle?

Das ist ein zu selten gestelltes, aber wichtiges Thema. Stellen Sie vor Vertragsabschluss sicher, dass Ihre Backup-Daten in einem standardisierten, exportierbaren Format vorgehalten werden. Klären Sie vertraglich, wer im Falle einer Zusammenarbeit Eigentümer der Backup-Daten ist. Ein seriöser Anbieter wird Ihnen bei einem Wechsel alle Daten vollständig übergeben. Lassen Sie sich das schriftlich zusichern – das vermeidet Streit und schützt Ihre Betriebskontinuität.

Reicht ein Backup in der Microsoft 365- oder Google-Cloud?

Nein – das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Microsoft und Google sichern ihre eigene Infrastruktur, aber nicht Ihre Daten gegen versehentliches Löschen, Ransomware oder fehlerhafte Synchronisation. Die Anbieter empfehlen in ihren eigenen Nutzungsbedingungen ausdrücklich, dass Kunden eigene Backups ihrer Cloud-Daten anlegen. Für E-Mails, SharePoint-Dateien und Teams-Daten brauchen Sie daher eine separate, eigenständige Backup-Lösung – die Sie unabhängig vom Hauptanbieter betreiben.

Wie lange dauert eine vollständige Wiederherstellung im Ernstfall?

Das hängt entscheidend von Ihrer Lösung und Datenmenge ab. Aus einem lokalen Backup können einfache Systeme in wenigen Stunden wiederhergestellt werden. Aus der Cloud kann ein Restore bei großen Datenmengen und schwacher Internetleitung einen bis mehrere Tage dauern. Definieren Sie deshalb vorab Ihren RTO (Recovery Time Objective) – also die maximale Ausfallzeit, die Sie akzeptieren können – und wählen Sie Ihre Backup-Architektur so, dass dieser Wert realistisch erreichbar ist.

Muss ich als kleines Unternehmen wirklich ein professionelles Backup-Konzept haben?

Ja – und zwar aus drei Gründen: erstens schützt es Ihren Betrieb vor existenzbedrohenden Ausfällen, zweitens verlangt die DSGVO nachweislich die Wiederherstellbarkeit personenbezogener Daten, und drittens zeigt die Praxis, dass Angreifer gezielt kleine Unternehmen angreifen, weil dort Schutzmaßnahmen häufig lückenhafter sind. Die TTG GmbH unterstützt Betriebe jeder Größe dabei, ein für sie passendes und kosteneffizientes Backup-Konzept aufzubauen.

Über den Autor
Martin Trappe ist Geschäftsführer der TTG Daten- und Bürosysteme GmbH in Dingelstädt. Mit über 25 Jahren Erfahrung im IT-Mittelstand betreut er kleine und mittelständische Unternehmen in Nordthüringen, Eichsfeld und Südniedersachsen. Die TTG GmbH ist ISO/IEC 27001 zertifiziert – dem höchsten Standard für Informationssicherheit.

Kontakt aufnehmen · Über TTG GmbH

Wissen Sie gerade wirklich, ob Ihre Daten morgen früh wiederherstellbar wären – oder verlassen Sie sich auf eine Annahme, die noch nie getestet wurde?

Ihre Daten sicher schützen lassen

Ein Ransomware-Angriff oder Festplattenausfall kann Ihr Unternehmen lahmlegen. Die TTG GmbH entwickelt eine passende Backup-Strategie für KMU in Nordthüringen.

Comments are closed.