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Microsoft 365 Abo vs. Einmallizenz: Was ist die bessere Wahl für Ihren Betrieb?

Inhaltsverzeichnis

Veröffentlicht: 30. Juni 2026 · Lesezeit: ca. 13 Minuten

Es ist Montagmorgen. Die Pflegedienstleiterin öffnet ihren Laptop, um den Dienstplan für die kommende Woche fertigzustellen – und bemerkt, dass Excel keine Verbindung zur freigegebenen Tabelle ihrer Kollegin herstellt. Die Datei liegt auf einem lokalen Server, der übers Wochenende ein Update eingespielt hat. Der IT-Verantwortliche ist nicht im Haus. Die verwendete Office-Version? 2016 – seit Jahren nicht mehr aktualisiert.

Solche Situationen sind kein Ausnahmefall. Sie passieren in Betrieben täglich, wenn Software-Infrastrukturen gewachsen sind, ohne bewusst erneuert zu werden. Der eigentliche Engpass ist dabei selten die Technik allein – es ist die Frage, ob die Lizenzstrategie noch zur Arbeitsrealität passt.

Genau hier setzt die Entscheidung zwischen einem Microsoft 365-Abonnement und einer klassischen Einmallizenz an. Beide Wege haben ihre Berechtigung. Welcher der richtige für Ihren Betrieb ist, hängt von konkreten Faktoren ab – nicht von Trends oder Marketingversprechen.

Die Frage, ob sich Microsoft 365 als monatliches Abonnement oder eine klassische Office-Einmallizenz lohnt, beschäftigt derzeit viele Betriebe in Deutschland. Der Grund: Im Herbst dieses Jahres läuft der Support für Office 2016 und Office 2019 aus – gleichzeitig mit Windows 10 und Exchange 2016/2019. Wer bis dahin keine Entscheidung trifft, setzt seine IT-Sicherheit aufs Spiel.

Für Inhaber und Geschäftsführer kleiner und mittelständischer Unternehmen ist das keine rein technische Frage. Es geht um Kosten, Planbarkeit, Datenschutz und darum, wie die eigene IT in zwei, drei Jahren aussehen soll. Die Unterschiede zwischen Abo-Modell und Einmalkauf sind dabei größer, als sie auf den ersten Blick wirken.

Dieser Artikel vergleicht beide Optionen sachlich und strukturiert: Was steckt hinter jedem Modell, wo liegen die echten Stärken und Grenzen, und welche Lösung passt zu welchem Betriebstyp? Sie erhalten außerdem eine Entscheidungstabelle, realistische Kosteneinschätzungen und eine Checkliste für Ihre nächsten Schritte.

KennzahlWertQuelle
Anteil der KMU, die Office 2016 oder 2019 einsetzen70 %Intra2net KMU-Studie 2024
KMU-Arbeitsplätze mit Office 2013 oder älter (Support längst abgelaufen)16 %Intra2net KMU-Studie 2024
Deutsche Unternehmen, die Cloud-Anwendungen nutzen90 %Bitkom Cloud Report 2025
Unternehmen, die ihre Cloud-Strategie wegen US-Politik überdenken50 %Bitkom Cloud Report 2025

Die Ausgangslage: Warum jetzt eine Microsoft 365 Entscheidung fällig ist

Die Ausgangslage: Warum jetzt eine Microsoft 365 Entscheidung fällig ist – Microsoft 365

Laut der Intra2net KMU-Studie 2024 setzen 70 % der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland noch auf Office 2016 oder Office 2019 – Office 2016 ist mit 37 % die meistgenutzte Version. Gleichzeitig laufen die Support-Zyklen dieser Versionen aus. Was das konkret bedeutet: Keine Sicherheitsupdates mehr, keine Fehlerbehebungen, kein offizieller Herstellersupport.

Besonders brisant ist die Kombination: Im selben Zeitraum endet auch der Support für Windows 10 sowie für Exchange 2016 und 2019. Viele Betriebe stehen damit vor der Aufgabe, gleich mehrere Kernbestandteile ihrer IT auf einmal zu erneuern – das erfordert Planung, Zeit und eine klare Strategie.

In einem Betrieb aus Dingelstädt, der mit seiner Belegschaft täglich auf gemeinsam genutzte Dokumente, Terminplanung und E-Mail-Kommunikation angewiesen ist, bedeutet ein erzwungener Software-Wechsel ohne Vorbereitung im schlechtesten Fall Betriebsunterbrechungen. Das muss nicht sein – wenn frühzeitig die richtige Weiche gestellt wird.

Die zentrale Frage lautet: Abo-Modell mit Microsoft 365 oder Einmallizenz mit Office 2021 (dem Nachfolger von 2019)? Beide Varianten sind am Markt erhältlich, beide haben ihren Platz. Für eine fundierte Entscheidung brauchen Sie keine IT-Ausbildung – aber ein klares Bild der Unterschiede.

  • Prüfen Sie, welche Office-Version aktuell in Ihrem Betrieb läuft.
  • Klären Sie, wann der Support für Ihre aktuelle Version endet.
  • Verschaffen Sie sich einen Überblick über alle Systeme, die gleichzeitig erneuert werden müssen (Windows, Exchange, Office).
  • Legen Sie fest, welche Anforderungen Ihre Mitarbeiter an Collaboration und mobiles Arbeiten haben.

Wenn Sie diesen Schritt lieber mit einem erfahrenen Partner angehen möchten: Die Microsoft 365 Einführung & Betreuung – TTG GmbH begleitet Sie von der Bestandsaufnahme bis zur Inbetriebnahme.

Option A – Das Microsoft 365 Abonnement: Stärken und Grenzen

Microsoft 365 ist kein klassisches Software-Paket, das man kauft und installiert. Es ist ein Dienst-Abonnement, das neben den bekannten Office-Programmen (Word, Excel, Outlook, Teams) auch Cloud-Speicher, Sicherheitsfunktionen und regelmäßige Funktionsupdates umfasst. Laut dem Bitkom Cloud Report 2025 nutzen bereits 90 % der deutschen Unternehmen Cloud-Anwendungen – Microsoft 365 ist dabei einer der meistverbreiteten Dienste überhaupt.

Die zentralen Stärken des Abonnements:

  • Immer aktuell: Sie erhalten automatisch alle neuen Versionen und Sicherheitsupdates – kein manueller Aufwand, kein Ablaufdatum.
  • Skalierbar: Lizenzen lassen sich bei Bedarf hinzubuchen oder reduzieren – ideal für Betriebe mit wechselndem Personalbestand.
  • Collaboration-Funktionen inklusive: Microsoft Teams, SharePoint und OneDrive for Business sind direkt integriert.
  • Gerätebindung flexibel: Je nach Plan können Mitarbeiter die Software auf bis zu fünf Geräten nutzen – PC, Mac, Tablet und Smartphone eingeschlossen.
  • Sicherheitsfunktionen inklusive: Höhere Tarife (Business Premium) enthalten erweiterten Schutz gegen Phishing, Ransomware und unbefugten Zugriff.

Die Grenzen des Modells:

  • Laufende Kosten: Das Abonnement läuft monatlich oder jährlich – es gibt keinen einmaligen Endbetrag. Wer die Lizenz nicht verlängert, verliert den Zugriff auf die Software.
  • Datenlagerung in der Cloud: Dokumente werden standardmäßig in Microsoft-Rechenzentren gespeichert. Für datenschutzsensible Branchen erfordert das klare Konfigurationsregeln.
  • Abhängigkeit vom Anbieter: Preisänderungen, Funktionsänderungen oder geopolitische Entwicklungen können das Modell beeinflussen – 78 % der deutschen Unternehmen sehen laut Bitkom eine zu große Abhängigkeit von US-Cloud-Anbietern.

Für Unternehmen, die auf moderne Zusammenarbeit, mobiles Arbeiten und aktuelle Sicherheitsstandards setzen, ist das Abonnement in den meisten Fällen die sinnvollere Wahl. Wie Sie Microsoft 365 dabei sicher einsetzen, zeigt Ihnen die IT-Sicherheit für Microsoft 365 – TTG GmbH.

Option B – Die Einmallizenz (Office 2021): Stärken und Grenzen

Office 2021 ist die aktuelle Einmallizenz-Version von Microsoft – einmalig kaufen, dauerhaft nutzen, kein Abonnement. Sie erhalten Word, Excel, Outlook und PowerPoint in einer festen Version, die lokal auf dem Rechner installiert wird. Kein Cloud-Konto, keine monatliche Zahlung, keine automatischen Funktionsupdates.

Die Stärken der Einmallizenz:

  • Planbare Einmalkosten: Sie zahlen einmalig – das erleichtert die Budgetplanung, besonders für Betriebe ohne laufende IT-Budgets.
  • Kein Cloud-Zwang: Alle Daten verbleiben lokal oder auf Ihrem eigenen Server. Keine Pflichtverbindung zu Microsoft-Diensten.
  • Stabil und vertraut: Die Software verändert sich nicht – keine unerwarteten Oberflächen-Updates oder neue Funktionen, die Mitarbeiter erst erlernen müssen.
  • Datenschutz vereinfacht: Wer DSGVO-sensible Daten verarbeitet, hat bei lokaler Speicherung klare Verhältnisse.

Die Grenzen der Einmallizenz:

  • Fester Support-Zeitraum: Office 2021 erhält Support bis Oktober 2026 – dann beginnt das nächste Ablaufdatum. Sie kaufen also Zeit, kein dauerhaftes Sicherheitsnetz.
  • Keine Collaboration-Funktionen inklusive: Teams, SharePoint und OneDrive sind nicht Teil des Pakets. Wer diese Dienste nutzen möchte, zahlt separat oder wechselt doch zum Abonnement.
  • Keine KI-Funktionen: Microsoft Copilot und moderne KI-Assistenten stehen nur Abonnenten zur Verfügung.
  • Gerätegebunden: Die Einmallizenz gilt in der Regel für einen PC. Wer mehrere Geräte oder Heimarbeitsplätze absichern will, braucht mehrere Lizenzen.

Das BSI empfiehlt generell, Software immer auf aktuellem Patchstand zu halten. Informationen dazu finden Sie in den BSI-Empfehlungen zu Cloud Computing und Softwaresicherheit. Als ISO/IEC 27001 zertifizierter IT-Partner – TTG GmbH beraten wir Sie, welches Modell Ihre Sicherheitsanforderungen am besten erfüllt.

Direkte Gegenüberstellung: Microsoft 365 Abo oder Einmallizenz – wann lohnt sich was?

Direkte Gegenüberstellung: Microsoft 365 Abo oder Einmallizenz – wann lohnt sich was? – TTG GmbH Dingelstädt

Beide Lizenzmodelle haben ihren Platz – die Frage ist, welches zu Ihrer konkreten Betriebssituation passt. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Entscheidungskriterien zusammen. Sie ersetzt kein Beratungsgespräch, gibt Ihnen aber eine erste klare Orientierung.

Situation in Ihrem BetriebEmpfehlungWarum
Mitarbeiter arbeiten von verschiedenen Standorten oder im HomeofficeMicrosoft 365 AboCloud-Zugriff, Teams und OneDrive sind direkt inklusive
Strenge Datenschutzanforderungen, alle Daten bleiben lokalEinmallizenz (Office 2021)Kein Cloud-Pflichtanteil, klare DSGVO-Verhältnisse
Schwankende Mitarbeiterzahl (saisonale Kräfte, Wachstum geplant)Microsoft 365 AboLizenzen monatlich anpassbar, kein Investitionsrisiko
Kleiner Betrieb, feste Belegschaft, IT verändert sich kaumEinmallizenz (Office 2021)Planbare Einmalkosten, stabiler Betrieb ohne Cloud-Abhängigkeit
NIS-2-Pflicht oder erhöhte SicherheitsanforderungenMicrosoft 365 Business PremiumEnthält erweiterte Sicherheitsfunktionen (MFA, Defender, Conditional Access)
Kein eigenes IT-Personal, kaum Zeit für WartungMicrosoft 365 AboUpdates automatisch, kein manuelles Patch-Management nötig

Ein wichtiger Hinweis zu NIS-2: Seit Oktober 2024 ist die NIS-2-Richtlinie deutsches Recht. Rund 30.000 Unternehmen ab etwa 50 Mitarbeitern oder 10 Millionen Euro Jahresumsatz sind direkt betroffen. Für diese Betriebe reicht eine Einmallizenz ohne ergänzende Sicherheitsmaßnahmen in der Regel nicht aus.

  • Prüfen Sie, ob Ihr Unternehmen unter die NIS-2-Pflicht fällt.
  • Klären Sie, ob Ihre Mitarbeiter heute schon auf Daten von mehreren Geräten zugreifen.
  • Kalkulieren Sie die Gesamtkosten beider Modelle über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren.
  • Berücksichtigen Sie den internen Aufwand für Updates und Lizenzverwaltung als echten Kostenfaktor.

Für eine strukturierte Entscheidungsvorbereitung empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen IT-Partner – insbesondere wenn gleichzeitig Windows und Exchange erneuert werden. Die IT-Infrastruktur & Cloud-Migration – TTG GmbH begleitet genau solche Migrationsprojekte.

Was die Praxis zeigt: Erfahrungen aus dem Betriebsalltag

Theorie und Praxis klaffen bei IT-Entscheidungen oft auseinander. Deshalb lohnt ein Blick darauf, wie die Entscheidung zwischen Abo und Einmallizenz in realen Betriebssituationen funktioniert – und wo Unternehmen immer wieder dieselben Fehler machen.

Ein typisches Bild: Ein Betrieb mit 15 bis 30 Mitarbeitern hat seit Jahren Office 2016 im Einsatz. Die Software läuft stabil, niemand beschwert sich – bis ein Sicherheitsupdate fehlt, eine externe Partnerplattform eine neuere Formatversion erfordert, oder die gemeinsame Bearbeitung von Dokumenten an ihre Grenzen stößt. Der Schmerz ist oft nicht dramatisch. Er schleicht sich ein.

Laut dem Bitkom Cloud Report 2025 geben bereits 62 % der deutschen Unternehmen an, ohne Cloud-Lösungen nicht mehr arbeitsfähig zu sein. Das zeigt: Die Frage ist nicht mehr ob Cloud, sondern wie viel Cloud und mit welchem Sicherheitsrahmen.

Wo die Einmallizenz in der Praxis gut funktioniert:

  • Einzelarbeitsplätze mit klar definierten, unveränderlichen Aufgaben
  • Betriebe, die ihren eigenen Server betreiben und dort alle Daten zentral speichern
  • Umgebungen, in denen der Datenschutzbeauftragte Cloud-Speicher explizit ausschließt

Wo das Abo-Modell in der Praxis die bessere Wahl ist:

  • Teams, die gemeinsam an Dokumenten arbeiten – Dienstpläne, Angebote, Protokolle
  • Betriebe mit mehreren Standorten oder Außendienstmitarbeitern
  • Unternehmen, die kein eigenes IT-Personal haben und Wartungsaufwand minimieren wollen
  • Betriebe, die künftig KI-gestützte Funktionen wie automatische Zusammenfassungen oder intelligente Suche nutzen möchten

Eine häufige Fehleinschätzung: Viele Inhaber rechnen nur den monatlichen Lizenzpreis des Abonnements gegen den Einmalkaufpreis. Dabei werden der interne Aufwand für manuelle Updates, die Kosten für separat zugekaufte Collaboration-Tools und der erhöhte Supportbedarf bei veralteter Software nicht berücksichtigt. Das vollständige Kostenbild sieht dann meist anders aus – dazu mehr im nächsten Abschnitt. Für eine verlässliche Einschätzung Ihres Bedarfs steht Ihnen das Team mit über 25 Jahren IT-Erfahrung – TTG GmbH jederzeit zur Verfügung.

Microsoft 365 vs. Einmallizenz: Kosten und Aufwand im Vergleich

Die reine Lizenzfrage greift zu kurz. Wer die Gesamtkosten beider Modelle realistisch bewerten will, muss vier Kostenblöcke im Blick behalten: Lizenzen, Migration, Betrieb und Sicherheit. Betrachten Sie das über einen Zeitraum von drei Jahren – dann werden die Unterschiede deutlich.

Microsoft 365 Abonnement – typische Kostenstruktur:

  • Microsoft 365 Business Basic: ab ca. 6 € pro Nutzer/Monat (Cloud-Dienste, kein Desktop-Office)
  • Microsoft 365 Business Standard: ab ca. 12,50 € pro Nutzer/Monat (inkl. Desktop-Apps)
  • Microsoft 365 Business Premium: ab ca. 22 € pro Nutzer/Monat (inkl. erweiterter Sicherheit)
  • Einmalige Einrichtungskosten für Migration, Konfiguration und Schulung: kalkulieren Sie je nach Betriebsgröße einige Hundert bis wenige Tausend Euro

Office 2021 Einmallizenz – typische Kostenstruktur:

  • Office Home & Business 2021 (ein PC): ca. 300 € Einmalkauf
  • Office Professional 2021: ca. 440 € Einmalkauf
  • Bei 10 Arbeitsplätzen: 3.000–4.400 € einmalig – zuzüglich Installationsaufwand
  • Kein Teams, kein SharePoint, kein OneDrive Business inklusive – separat kostenpflichtig

Für einen Betrieb in der Region Nordthüringen und Eichsfeld, der heute noch mit Office 2016 arbeitet und gleichzeitig auf Windows 10 und einen alten Exchange-Server setzt, bedeutet der Umstieg ohnehin eine umfassende Investition. Das ist der ideale Moment, das Gesamtpaket zu evaluieren – nicht nur die Office-Lizenz.

Das BSI empfiehlt für den Cloud-Einsatz in Unternehmen klare Sicherheitsrichtlinien, Datenverschlüsselung und eine dokumentierte Konfiguration – unabhängig vom gewählten Anbieter. Als ISO/IEC 27001-zertifizierter IT-Partner mit über 25 Jahren Erfahrung in Nordthüringen und Südniedersachsen begleitet die TTG GmbH aus Dingelstädt genau diesen Prozess: von der Bestandsaufnahme über die Lizenzentscheidung bis zur betriebsbereiten Einrichtung. Sprechen Sie uns direkt an – über die Microsoft 365 Beratung anfragen.

Unsere Einschätzung: Welche Option passt zu welchem Betrieb

Nach dem Vergleich beider Modelle ist unsere Einschätzung klar – auch wenn sie nicht für jeden Betrieb gleich lautet.

Für die große Mehrheit der Betriebe, die wir begleiten, ist Microsoft 365 im Abo die sinnvollere Lösung. Der Grund ist nicht, dass das Abonnement günstiger wäre – das ist es auf den ersten Blick oft nicht. Der Grund ist, dass es eine dauerhaft wartungsarme, sicherheitsorientierte und skalierbare IT-Basis schafft. Gerade für Betriebe ohne eigenes IT-Personal ist das ein erheblicher Vorteil: Updates laufen automatisch, Sicherheitsfunktionen sind in höheren Tarifen bereits integriert, und neue Mitarbeiter können ohne Aufwand ins System aufgenommen werden.

Die Einmallizenz ist dann sinnvoll, wenn drei Bedingungen gleichzeitig zutreffen: Die Belegschaft ist stabil, die Datenschutzanforderungen schließen Cloud-Speicherung aus, und der Betrieb verfügt über eine eigene IT-Infrastruktur, die gepflegt werden kann. Das trifft auf eine Minderheit zu – aber auf eine reale Minderheit.

Unsere Faustregeln:

  • Bis 5 Mitarbeiter, stabiles Setup, kein Collaboration-Bedarf → Einmallizenz kann ausreichen
  • Ab 5 Mitarbeitern, Homeoffice, wechselnde Teams oder NIS-2-Pflicht → Microsoft 365 Abo
  • Erhöhte Sicherheitsanforderungen (z. B. Gesundheitsdaten, Finanzdaten) → Microsoft 365 Business Premium mit IT-Begleitung

Was wir in der Praxis erleben: Viele Betriebe unterschätzen den Aufwand, eine Einmallizenz langfristig sicher zu betreiben. Und sie überschätzen die Komplexität eines geordneten Wechsels zu Microsoft 365. Ein strukturierter Umstieg dauert für einen Betrieb mit 10 bis 20 Arbeitsplätzen in der Regel nicht länger als zwei bis vier Wochen – inklusive Datenmigration und Schulung. Das klingt aufwändig, ist es aber nicht – wenn der Prozess professionell begleitet wird.

Für weitere Hintergründe zu Microsoft 365 und seinen Funktionen empfiehlt sich ein Blick in die offizielle Microsoft 365-Dokumentation. Wenn Sie wissen wollen, was der Umstieg für Ihren konkreten Betrieb bedeutet – sprechen Sie uns an.

Ihre Checkliste: So starten Sie jetzt

  1. Prüfen Sie, welche Office-Version auf jedem Arbeitsplatz installiert ist und wann der Support dafür endet.
  2. Klären Sie, ob Ihr Betrieb unter die NIS-2-Pflicht fällt (ab ca. 50 Mitarbeitern oder 10 Mio. € Umsatz in relevanten Branchen).
  3. Zählen Sie, wie viele Mitarbeiter von verschiedenen Geräten oder Standorten aus auf Office-Daten zugreifen – das ist das wichtigste Argument für das Abo-Modell.
  4. Kalkulieren Sie die Gesamtkosten über drei Jahre: Lizenzen + Einrichtung + laufender Supportaufwand – für beide Modelle.
  5. Sprechen Sie mit Ihrem Datenschutzbeauftragten, ob Cloud-Speicherung für Ihre Daten zulässig ist und welche Konfiguration dafür notwendig ist.
  6. Prüfen Sie, ob gleichzeitig Windows 10 und Exchange aktualisiert werden müssen – und planen Sie alle Maßnahmen gebündelt.
  7. Holen Sie ein konkretes Angebot für Ihre Betriebsgröße ein – inklusive Migration, Schulung und laufender Betreuung.
  8. Legen Sie einen verbindlichen Umsetzungstermin fest, bevor der Support Ihrer aktuellen Version ausläuft.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich Microsoft 365 auch ohne Cloud-Speicherung nutzen?

Ja, das ist möglich. Microsoft 365 lässt sich so konfigurieren, dass Dokumente auf einem lokalen Server oder einem eigenen Netzlaufwerk gespeichert werden – ohne automatische Synchronisation in die Cloud. OneDrive kann deaktiviert werden. Für datenschutzsensible Branchen ist diese Konfiguration empfehlenswert und wird von IT-Partnern wie der TTG GmbH standardmäßig angeboten. Wichtig: Diese Konfiguration sollte dokumentiert und regelmäßig geprüft werden.

Lohnt sich das Abo wirklich, wenn ich nur Word und Excel brauche?

Auf den ersten Blick erscheint die Einmallizenz günstiger, wenn der Bedarf auf klassische Office-Programme beschränkt ist. Rechnen Sie jedoch Sicherheitsupdates, den Aufwand für manuelle Pflege und das nächste Ablaufdatum ein, verringert sich der Kostenvorteil deutlich. Ab etwa fünf Mitarbeitern und einem Planungshorizont von drei Jahren ist das Abonnement in den meisten Fällen wirtschaftlich mindestens gleichwertig – mit erheblich weniger Verwaltungsaufwand.

Wie lange dauert eine Migration auf Microsoft 365?

Für einen Betrieb mit 10 bis 20 Arbeitsplätzen dauert eine strukturierte Migration in der Regel zwei bis vier Wochen – inklusive Datentransfer, Konfiguration und einer kurzen Einweisung der Mitarbeiter. Der laufende Betrieb wird dabei kaum unterbrochen. Voraussetzung ist eine sorgfältige Vorbereitung: Bestandsaufnahme, Lizenzauswahl und Klärung der Datenschutzanforderungen sollten vor dem eigentlichen Umstieg abgeschlossen sein.

Was passiert, wenn ich das Abonnement kündige – verliere ich meine Daten?

Bei einer Kündigung von Microsoft 365 haben Sie in der Regel 30 Tage Zeit, Ihre Daten zu exportieren. Danach wird der Zugang gesperrt. Um dieses Risiko zu minimieren, empfiehlt sich eine regelmäßige lokale Datensicherung – unabhängig vom gewählten Lizenzmodell. Eine ordentliche Backup-Strategie gehört bei jedem IT-Setup zur Pflicht, nicht zur Kür.

Gilt die NIS-2-Richtlinie wirklich für kleine Betriebe?

NIS-2 betrifft Unternehmen ab ca. 50 Mitarbeitern oder 10 Millionen Euro Jahresumsatz in bestimmten Sektoren – darunter Gesundheit, Energie, Transport und digitale Infrastruktur. Kleinere Betriebe sind zwar nicht direkt verpflichtet, können aber als Zulieferer oder Dienstleister indirekt betroffen sein. Eine Prüfung des eigenen Status lohnt sich. Wer vorbeugend handelt, ist nicht nur rechtlich besser aufgestellt – sondern auch gegenüber Geschäftspartnern und Auftraggebern glaubwürdiger.

Über den Autor
Martin Trappe ist Geschäftsführer der TTG Daten- und Bürosysteme GmbH in Dingelstädt. Mit über 25 Jahren Erfahrung im IT-Mittelstand betreut er kleine und mittelständische Unternehmen in Nordthüringen, Eichsfeld und Südniedersachsen. Die TTG GmbH ist ISO/IEC 27001 zertifiziert – dem höchsten Standard für Informationssicherheit.

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