Microsoft 365 im Unternehmen: So nutzen Sie das volle Potenzial – sicher und ohne Reibungsverluste
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Veröffentlicht: 09. Juni 2026 · Lesezeit: ca. 13 Minuten
Es ist Montagmorgen. Die Buchhaltung öffnet wie gewohnt Excel, um die Wochenauswertung vorzubereiten – doch die Datei, die die Kollegin am Freitagnachmittag auf dem Firmenserver gespeichert hat, ist auf dem eigenen Rechner nicht aktuell. Beide Versionen unterscheiden sich, niemand weiß welche die richtige ist. Gleichzeitig wartet in der Produktion ein Lieferant auf eine freigegebene Bestellung, die irgendwo im E-Mail-Postfach eines Mitarbeiters schlummert, der heute krank ist.
Solche Situationen kosten Zeit, Nerven und im schlimmsten Fall Aufträge. Sie sind kein Zeichen schlechter Organisation – sie sind ein Zeichen dafür, dass die IT-Infrastruktur nicht mehr zum Arbeitsalltag passt.
Genau hier setzt eine gut eingerichtete Cloud-Lösung an. Die Frage ist nicht ob, sondern wie Sie den Umstieg sinnvoll und sicher gestalten.
Microsoft 365 ist für viele Unternehmen längst mehr als ein Office-Paket – es ist die Schaltzentrale für E-Mail, Dokumentenablage, interne Kommunikation und zunehmend auch für automatisierte Prozesse. Trotzdem arbeiten erschreckend viele Betriebe noch mit Softwareversionen, für die es seit Herbst 2025 keine Sicherheitsupdates mehr gibt.
Für Inhaber und Geschäftsführer stellt sich dabei eine klare Frage: Was kostet mich der Wechsel – und was kostet es mich, ihn weiter aufzuschieben? Die Antwort ist selten so eindeutig wie in diesem Fall, denn veraltete Software bedeutet nicht nur Komfortverlust, sondern konkrete Haftungsrisiken und Angriffsflächen für Cyberkriminelle.
Dieser Ratgeber erklärt, welche Fehler Unternehmen beim Einstieg in Microsoft 365 am häufigsten machen, wie Sie systematisch vorgehen, was es wirklich kostet und welche ersten Schritte sich sofort umsetzen lassen – auch ohne eigene IT-Abteilung.
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| KMU, die noch Office 2016 oder 2019 einsetzen | 70 % aller kleinen Unternehmen | Intra2net KMU-Studie 2024 |
| KMU-Arbeitsplätze mit Office 2013 oder älter (Support abgelaufen) | 16 % der erfassten Arbeitsplätze | Intra2net KMU-Studie 2024 |
| Deutsche Unternehmen, die Cloud-Dienste aktiv nutzen | 89 % | Bitkom Cloud-Report 2023 |
| Marktanteil Microsoft Office in deutschen Unternehmen | 85 % | Statista / Nielsen 2020 |
Was passiert, wenn Sie die Microsoft 365 Einführung weiter aufschieben?
Die Zahlen sind deutlich: Laut der Intra2net KMU-Studie 2024 setzen 70 % der kleinen Unternehmen in Deutschland noch auf Office 2016 oder Office 2019 – beides Versionen, für die Microsoft seit Herbst 2025 keine Sicherheitsupdates mehr veröffentlicht. Auf 16 % der Arbeitsplätze laufen sogar noch Office 2013 oder Office 2010, Software, die seit über einem Jahrzehnt ohne Herstellersupport ist.
Was bedeutet das konkret? Ein Rechner ohne aktuelle Sicherheitspatches ist wie eine Eingangstür mit defektem Schloss. Angreifer kennen die Schwachstellen – und nutzen sie gezielt aus, weil sie wissen, dass viele Betriebe den Wechsel hinausschieben.
Hinzu kommt: Mit dem Support-Ende für Office 2016 und 2019 fielen im Herbst 2025 auch die Sicherheitsupdates für Windows 10 und Exchange 2016/2019 weg. Das bedeutet, dass viele Unternehmen gleich mehrere Systemkomponenten auf einmal erneuern müssen – ein koordinierter Schritt, der Planung erfordert.
Ein Metallverarbeitungsbetrieb aus der Region Dingelstädt, der seine Angebotserstellung und Kundenkommunikation noch über lokale Exchange-Server abwickelt, steht vor genau dieser Situation: Server, Betriebssystem und Office müssen koordiniert migriert werden, am besten ohne Produktionsausfall.
- Prüfen Sie, welche Office-Version auf Ihren Arbeitsplätzen läuft (Datei → Konto → Produktinfo).
- Stellen Sie fest, ob Ihr E-Mail-Server (Exchange) noch Sicherheitsupdates erhält.
- Informieren Sie sich über die Folgen eines möglichen Datenschutzverstoßes durch ungepatchte Software.
- Planen Sie die Migration nicht als Sofortaktion, sondern als strukturiertes Projekt.
Wenn Sie unsicher sind, wo Ihr Unternehmen gerade steht, lohnt sich ein unverbindliches Erstgespräch: Microsoft 365 Einführung & Betreuung – TTG GmbH.
Die häufigsten Fehler bei der Microsoft 365 Einführung
Der häufigste Denkfehler: „Wir haben das immer so gemacht, es hat noch nie Probleme gegeben.“ Bis es eines gibt. Nach Auswertung von über 1.500 PC-Arbeitsplätzen zeigt die Intra2net KMU-Studie, dass mehr als 80 % der kleinen Betriebe Office-Pakete einsetzen, die dringend aktualisiert werden müssten – viele davon, ohne es zu wissen.
Ein zweiter verbreiteter Irrtum: „Microsoft 365 ist teuer und für große Konzerne.“ Tatsächlich startet das Einstiegspaket Business Basic bei wenigen Euro pro Nutzer und Monat. Zum Vergleich: Eine einmalige Sicherheitsverletzung durch ungepatchte Software kostet ein mittelständisches Unternehmen im Schnitt ein Vielfaches davon – ganz abgesehen vom Reputationsschaden.
Ein dritter Fehler betrifft die Einrichtung: Viele Betriebe aktivieren Microsoft 365, richten E-Mails ein – und lassen dabei zentrale Sicherheitsfunktionen wie Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) oder bedingte Zugriffsrichtlinien deaktiviert. Das ist, als würde man eine neue Haustür kaufen und den Schlüssel stecken lassen.
| Situation | Empfehlung | Warum |
|---|---|---|
| Office 2016/2019 noch im Einsatz | Sofort auf Microsoft 365 wechseln | Kein Sicherheitsupport mehr seit Herbst 2025 |
| MFA nicht aktiviert | MFA sofort einschalten | Verhindert 99 % der kontobasierten Angriffe |
| Daten nur lokal gespeichert | OneDrive/SharePoint nutzen | Versionierung, Zugriff und Backup in einem |
| Keine IT-Richtlinie für Cloud-Nutzung | Nutzungsrichtlinie dokumentieren | DSGVO-Konformität und klare Verantwortlichkeiten |
- Aktivieren Sie Multi-Faktor-Authentifizierung für alle Benutzerkonten – nicht nur für Administratoren.
- Überprüfen Sie, welche Mitarbeiter welche Berechtigungen haben, und reduzieren Sie unnötige Adminrechte.
- Legen Sie fest, welche Daten in die Cloud dürfen und welche nicht.
- Lesen Sie die Empfehlungen des BSI zu sicherem Cloud Computing als Orientierungsrahmen.
Mehr zu konkreten Schutzmaßnahmen finden Sie bei der IT-Sicherheit für Microsoft 365 – TTG GmbH.
Schritt für Schritt: So gelingt die Microsoft 365 Einführung systematisch
Eine gut geplante Einführung von Microsoft 365 dauert für einen Betrieb mit 10 bis 50 Nutzern typischerweise vier bis acht Wochen – wenn man strukturiert vorgeht. Überstürzter Aktionismus kostet hingegen Zeit, Geld und Nerven. Der Schlüssel liegt in der Reihenfolge.
Laut Bitkom Cloud-Report 2023 nutzen bereits 89 % der deutschen Unternehmen Cloud-Dienste – die Erfahrungswerte für einen reibungslosen Umstieg sind also vorhanden. Dennoch scheitern viele Projekte nicht an der Technik, sondern an fehlender Vorbereitung im Betrieb selbst.
Hier ist ein bewährter Ablauf, der sich in der Praxis vielfach bewährt hat:
- Bestandsaufnahme: Welche Software, welche Server, welche Dateiablage ist aktuell im Einsatz? Dokumentieren Sie das in einem einfachen Inventar.
- Lizenzwahl: Welche Nutzergruppen brauchen welche Funktionen? Nicht jeder Mitarbeiter braucht das Premium-Paket.
- Testmigration: Starten Sie mit einer kleinen Gruppe (z. B. Geschäftsführung und IT-affine Mitarbeitende) und sammeln Sie Feedback.
- Schulung: Investieren Sie einen halben Tag pro Team in eine strukturierte Einführung. Das spart Wochen an Frust.
- Schrittweise Ablösung: Alte Server und lokale Ablagen nicht sofort abschalten – parallel betreiben, bis alle sicher umgestellt sind.
- Abschlusskontrolle: Prüfen Sie nach vier Wochen, ob alle Sicherheitseinstellungen greifen und ob die Nutzer die neuen Abläufe wirklich verwenden.
- Benennen Sie intern einen Ansprechpartner für die Migration – auch wenn dieser kein IT-Profi ist.
- Kommunizieren Sie den Zeitplan und die Vorteile offen ins Team: Akzeptanz entscheidet über Erfolg.
- Nutzen Sie die offizielle Microsoft 365-Dokumentation für technische Details und Anleitungen.
- Planen Sie einen Puffer von zwei Wochen für unvorhergesehene technische Abhängigkeiten.
Die TTG GmbH ist als ISO/IEC 27001 zertifizierter IT-Dienstleister in der Lage, diesen Prozess vollständig zu begleiten – von der ersten Analyse bis zur abgeschlossenen Migration.
Technische Grundlagen der Microsoft 365 Einführung verständlich erklärt
Microsoft 365 ist kein einzelnes Programm, sondern ein Bündel von Diensten, die aufeinander abgestimmt sind. Wer das versteht, kann besser entscheiden, was er wirklich braucht – und zahlt nicht für Funktionen, die in seinem Betrieb keine Rolle spielen.
Die drei wichtigsten Bestandteile für den Unternehmensalltag:
- Exchange Online: Ihr E-Mail-Dienst in der Cloud – ersetzt den lokalen Exchange-Server, der seit Herbst 2025 keinen Support mehr erhält.
- SharePoint & OneDrive: Gemeinsame Dokumentenablage, auf die alle Berechtigten von überall zugreifen können – Schluss mit „Welche Version ist die aktuelle?“
- Microsoft Teams: Videokonferenzen, Chat und Dateifreigabe in einem. Seit November 2025 können Unternehmen dank einer EU-Einigung Microsoft 365 auch ohne Teams lizenzieren – wer Teams nicht benötigt, muss es nicht mehr mitbezahlen.
Ein häufig unterschätzter Aspekt ist das Thema Datensicherung. Microsoft sichert die Verfügbarkeit seiner Dienste – aber nicht jede einzelne Datei, die ein Nutzer versehentlich löscht. Für eine vollständige Datensicherung brauchen Sie zusätzlich eine Backup-Lösung, die explizit Microsoft 365-Daten sichert.
Zum Thema DSGVO: Microsoft betreibt für deutsche und europäische Unternehmen Rechenzentren in der EU. Dennoch sollten Sie in Ihrem Verarbeitungsverzeichnis dokumentieren, welche Daten Sie in Microsoft 365 verarbeiten – das ist keine Frage des Vertrauens, sondern der Nachweispflicht.
- Prüfen Sie, ob Ihr Unternehmen Exchange Online oder einen lokalen Server nutzt – und planen Sie den Wechsel rechtzeitig.
- Richten Sie eine separate Backup-Lösung für Microsoft 365 ein, die auch gelöschte Elemente sichert.
- Dokumentieren Sie Microsoft 365 in Ihrem DSGVO-Verarbeitungsverzeichnis.
- Entscheiden Sie bewusst, ob Teams zu Ihren Arbeitsabläufen passt – seit der EU-Einigung ist es kein Pflichtbestandteil mehr.
Für die technische Umsetzung der Cloud-Infrastruktur steht Ihnen das Team der TTG GmbH zur Seite: IT-Infrastruktur & Cloud-Migration – TTG GmbH.
Was die Microsoft 365 Einführung kostet – und was es kostet, sie aufzuschieben
Sprechen wir über Zahlen. Microsoft 365 Business Basic kostet derzeit rund 6 Euro pro Nutzer und Monat, Business Standard rund 12,50 Euro, Business Premium rund 22 Euro. Zum 1. Juli 2026 steigen die Preise für Business Basic und Standard um 12 bis 17 % – Business Premium bleibt stabil. Wer jetzt umsteigt, sichert sich die aktuellen Konditionen.
Wer Microsoft 365 Copilot – die KI-Erweiterung – nutzen möchte, zahlt zusätzlich 18,20 Euro pro Nutzer und Monat (bis Juni 2026 im Aktionspreis: 15,60 Euro). Copilot ist nicht im Standardpaket enthalten und für viele Betriebe in einem ersten Schritt verzichtbar. Unserer Erfahrung nach lohnt sich Copilot erst dann, wenn die grundlegenden Abläufe in Microsoft 365 stabil funktionieren.
Dem gegenüber stehen die Kosten des Nichtstuns: Ein erfolgreicher Cyberangriff auf einen schlecht gesicherten Arbeitsplatz mit veralteter Software kostet laut Bitkom-Berechnungen kleine und mittlere Unternehmen im Schnitt mehrere zehntausend Euro – einschließlich Wiederherstellung, Ausfallzeit und möglicher Bußgelder bei DSGVO-Verletzungen.
| Lizenz | Preis pro Nutzer/Monat | Empfehlung für |
|---|---|---|
| Business Basic | ca. 6 € | Einfache E-Mail- und Cloud-Ablage, kein vollständiges Desktop-Office nötig |
| Business Standard | ca. 12,50 € | Betriebe, die vollständige Office-Desktop-Apps benötigen |
| Business Premium | ca. 22 € | Erhöhter Schutzbedarf, Compliance-Anforderungen, Intune-Geräteverwaltung |
| Copilot Add-on | 18,20 € (Promo: 15,60 €) | Nur wenn Microsoft 365 bereits stabil eingeführt ist |
- Kalkulieren Sie den tatsächlichen Bedarf pro Mitarbeitergruppe – nicht jeder braucht dasselbe Paket.
- Beachten Sie die Preiserhöhung ab Juli 2026 bei Ihrer Budgetplanung.
- Fragen Sie Ihren IT-Partner nach Non-Profit- oder Bildungsrabatten, falls diese für Ihren Betrieb in Frage kommen.
- Beziehen Sie mögliche Förderung in Ihre Kalkulation ein – das BAFA fördert Unternehmensberatung, zu der auch IT-Beratung zählen kann.
Mit über 25 Jahren IT-Erfahrung – TTG GmbH wissen wir, welche Lizenzkonstellationen für welche Unternehmensgrößen sinnvoll sind – und wo Betriebe regelmäßig zu viel oder zu wenig lizenzieren.
Was gut funktioniert: Praxiserfahrungen mit der Microsoft 365 Einführung
Theorie ist das eine – aber was erleben Betriebe in der Praxis wirklich, wenn sie auf Microsoft 365 umsteigen? Ein metallverarbeitender Betrieb aus der Region Dingelstädt, der seine Auftragsbearbeitung und interne Kommunikation bislang über einen lokalen Server und klassische Office-Installationen abgewickelt hat, stand vor einer Situation, die viele kennen: heterogene Software-Versionen, kein zentrales Berechtigungsmanagement, Dokumente auf Netzlaufwerken ohne klare Struktur.
Nach der strukturierten Migration auf Microsoft 365 – inklusive Exchange Online, SharePoint und einer zentralen Benutzerverwaltung über Azure Active Directory – berichteten die Verantwortlichen vor allem von einem Effekt: weniger Rückfragen, weil jeder die aktuelle Dokumentenversion sieht, und deutlich schnellere Reaktionszeiten bei Angeboten, da Unterlagen auch vom Außendienst aus zugänglich sind.
Das deckt sich mit dem, was wir als ISO/IEC 27001-zertifizierter IT-Partner mit über 25 Jahren Erfahrung in Nordthüringen und dem Eichsfeld regelmäßig beobachten: Der größte Mehrwert entsteht nicht durch einzelne Funktionen, sondern durch die Vernetzung der Tools untereinander – E-Mail, Kalender, Dateien und Kommunikation in einem konsistenten System.
Wichtig für alle, die DSGVO-Bedenken haben: Das BSI empfiehlt für den Einsatz von Cloud-Diensten eine strukturierte Risikoanalyse und klare vertragliche Grundlagen mit dem Anbieter. Beides ist bei Microsoft 365 mit dem Abschluss eines Auftragsverarbeitungsvertrags (AVV) standardmäßig vorhanden – muss aber aktiv dokumentiert werden.
- Sprechen Sie interne Bedenken im Team offen an – Akzeptanz beginnt mit Transparenz.
- Dokumentieren Sie Ihre Microsoft 365-Konfiguration für Auditfähigkeit und Compliance.
- Schließen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit Microsoft ab und hinterlegen Sie ihn in Ihrer DSGVO-Dokumentation.
- Planen Sie nach drei Monaten eine Überprüfung: Was funktioniert gut, was braucht Nachbesserung?
Sprechen Sie mit uns über Ihre konkrete Situation: Microsoft 365 Beratung anfragen.
Was Sie jetzt tun können: Erste Schritte zur Microsoft 365 Einführung
Kein Unternehmen muss Microsoft 365 von heute auf morgen einführen. Aber es gibt drei Dinge, die Sie noch diese Woche tun können – ohne IT-Vorkenntnisse und ohne Investition.
Schritt 1: Bestandsaufnahme machen. Öffnen Sie auf einem beliebigen Arbeitsplatz Word oder Excel, klicken Sie auf „Datei“ → „Konto“ und notieren Sie die angezeigte Produktversion. Wenn dort Office 2016 oder älter steht, haben Sie bereits die wichtigste Information: Handlungsbedarf besteht. Wiederholen Sie das auf fünf repräsentativen Rechnern.
Schritt 2: Kosten realistisch einschätzen. Schätzen Sie grob, wie viele Mitarbeiter welche Art von Office-Nutzung haben: Wer braucht nur E-Mail und einfache Dokumente? Wer arbeitet intensiv mit Excel oder PowerPoint? Auf dieser Basis lässt sich eine erste Lizenzstruktur ableiten – und Sie gehen ein Beratungsgespräch vorbereitet an.
Schritt 3: Gespräch führen, bevor die Entscheidung drängt. Die schlechteste Zeit für eine IT-Migration ist die, in der ein Sicherheitsvorfall bereits eingetreten ist oder ein System ausgefallen ist. Wer jetzt ein unverbindliches Gespräch führt, hat die Ruhe und den Spielraum, die richtige Lösung zu wählen.
Laut einer Microsoft-Befragung sehen 81 % der Führungskräfte in kleinen und mittleren Unternehmen das Jahr 2025 als entscheidendes Jahr für die strategische Neuausrichtung ihrer IT – darunter ausdrücklich die Integration von KI-Werkzeugen wie Copilot. Wer jetzt eine solide Grundlage in Microsoft 365 legt, ist für diese nächste Entwicklungsstufe bereit.
- Laden Sie die Bitkom-Leitfäden zu Cloud Computing als kostenlosen Einstieg herunter.
- Überprüfen Sie, ob Ihr IT-Dienstleister die Migration begleiten kann – oder ob Sie einen spezialisierten Partner brauchen.
- Sprechen Sie das Thema im nächsten Führungskreis aktiv an: IT-Sicherheit ist Chefsache.
- Setzen Sie sich ein konkretes Zieldatum: „Bis zum Ende des Quartals haben wir Klarheit über unsere Lizenzstrategie.“
Ihre Checkliste: So starten Sie jetzt
- Prüfen Sie die installierte Office-Version auf Ihren Arbeitsplätzen (Datei → Konto → Produktinfo) und notieren Sie das Ergebnis.
- Stellen Sie fest, ob Ihr E-Mail-Server (Exchange) oder Ihr Betriebssystem (Windows) noch mit Sicherheitsupdates versorgt wird.
- Erstellen Sie eine einfache Liste aller Mitarbeiter und deren tatsächlichen Software-Bedarf – Grundlage für die Lizenzwahl.
- Aktivieren Sie die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) in Microsoft 365, sofern Sie bereits einen Tenant haben – das geht in wenigen Minuten im Admin-Center.
- Dokumentieren Sie Microsoft 365 in Ihrem DSGVO-Verarbeitungsverzeichnis und schließen Sie den Auftragsverarbeitungsvertrag mit Microsoft ab.
- Überprüfen Sie Ihre bestehende Datensicherung: Sichert Ihre Backup-Lösung auch Microsoft 365-Daten (E-Mails, OneDrive, Teams)?
- Sprechen Sie mit einem IT-Partner über einen strukturierten Migrationsplan – bevor der nächste Vorfall den Zeitplan diktiert.
- Setzen Sie ein verbindliches Datum für die erste Planungsrunde – zum Beispiel noch in diesem Monat.
Häufig gestellte Fragen
Ist Microsoft 365 DSGVO-konform einsetzbar?
Ja – mit der richtigen Konfiguration. Microsoft bietet für europäische Unternehmen EU-Rechenzentren und einen standardisierten Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV). Entscheidend ist, dass Sie diesen Vertrag aktiv abschließen, die verarbeiteten Datenarten in Ihrem Verarbeitungsverzeichnis dokumentieren und unnötige Telemetrie-Einstellungen deaktivieren. Das BSI empfiehlt zudem, vor Einführung eine Risikoanalyse durchzuführen. Kein Cloud-Dienst ist automatisch DSGVO-konform – aber Microsoft 365 lässt sich regelkonform betreiben.
Was passiert, wenn wir vorerst bei Office 2019 bleiben?
Seit Herbst 2025 veröffentlicht Microsoft keine Sicherheitsupdates mehr für Office 2016 und Office 2019. Das bedeutet: Neu entdeckte Sicherheitslücken in diesen Produkten bleiben dauerhaft offen. Angreifer wissen das und suchen gezielt nach Betrieben, die noch auf diesen Versionen arbeiten. Aus Sicht der IT-Sicherheit und der DSGVO-Nachweispflicht ist ein Weiterbetrieb ohne Update-Versorgung kein akzeptables Risiko – unabhängig von der Betriebsgröße.
Wie lange dauert die Umstellung auf Microsoft 365?
Für einen Betrieb mit 10 bis 30 Nutzern rechnen wir erfahrungsgemäß mit vier bis sechs Wochen für eine vollständige, sorgfältige Migration – inklusive Bestandsaufnahme, Testphase, Schulung und Abschlusskontrolle. Wer es eilig hat, kann schneller vorgehen, riskiert dabei aber Reibungsverluste im Betrieb. Unsere Empfehlung: lieber eine Woche länger planen als eine Woche Produktionsausfall riskieren. Die TTG GmbH begleitet diesen Prozess von Anfang bis Ende.
Brauchen wir Microsoft Teams, wenn wir schon andere Kommunikationstools nutzen?
Nein. Seit November 2025 können Unternehmen Microsoft 365-Pakete auch ohne Teams lizenzieren – eine direkte Folge des EU-Kartellverfahrens. Wenn Sie bereits eine andere Lösung für Videokonferenzen oder Chat einsetzen und damit zufrieden sind, müssen Sie Teams nicht zwingend übernehmen. Prüfen Sie aber, ob Teams in Ihrem Betrieb Abläufe vereinfachen könnte – viele Betriebe nutzen es nach anfänglicher Skepsis deutlich mehr als erwartet.
Was kostet uns Microsoft 365 wirklich – inklusive Einführung?
Die Lizenzkosten beginnen bei rund 6 Euro pro Nutzer und Monat für Business Basic. Hinzu kommen einmalige Kosten für Einrichtung, Datenmigration und Schulung – je nach Betriebsgröße und Komplexität zwischen einigen Hundert und einigen Tausend Euro. Das klingt viel, ist aber im Verhältnis zu den Kosten eines Sicherheitsvorfalls oder einer erzwungenen Notfallmigration gering. Lassen Sie sich einen konkreten Kostenvoranschlag erstellen, bevor Sie entscheiden.
Martin Trappe ist Geschäftsführer der TTG Daten- und Bürosysteme GmbH in Dingelstädt. Mit über 25 Jahren Erfahrung im IT-Mittelstand betreut er kleine und mittelständische Unternehmen in Nordthüringen, Eichsfeld und Südniedersachsen. Die TTG GmbH ist ISO/IEC 27001 zertifiziert – dem höchsten Standard für Informationssicherheit.
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