TerminalFix und offene Fernzugänge: Was hinter dem Angriffsmuster steckt – und wie Sie Ihr Unternehmen schützen
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Veröffentlicht: 04. September 2026 · Lesezeit: ca. 13 Minuten
Mittwochnachmittag, kurz vor Feierabend. Die Buchhalterin eines mittelständischen Handwerksbetriebs sitzt im Homeoffice, verbindet sich wie gewohnt per Fernzugriff mit dem Bürorechner. Eine Seite öffnet sich, die wie ein vertrautes Sicherheitsfenster aussieht – ein CAPTCHA, schnell bestätigt. Sie drückt die Tastenkombination, die ihr eingeblendet wird. Nichts passiert – oder so scheint es. Tatsächlich hat sie in diesem Moment einen Schadcode in die Windows-Zwischenablage kopiert und im Terminal ausgeführt. Erst am nächsten Morgen, als der IT-Dienstleister anruft, wird klar, was in der Nacht auf den Servern geschehen ist.
Szenen wie diese sind kein Einzelfall. Das Angriffsmuster ist bewusst auf Mitarbeiter zugeschnitten, die im Alltag unter Zeitdruck arbeiten und Sicherheitsabfragen als Routineaufgaben wahrnehmen.
Der TerminalFix Angriff Fernzugriff beschreibt eine Angriffsvariante, bei der gefälschte Cloudflare-CAPTCHA-Seiten Nutzer dazu bringen, Schadcode selbst in ihr Windows Terminal einzufügen und auszuführen. Es ist eine Weiterentwicklung der sogenannten ClickFix-Kampagnen – und sie ist deshalb so gefährlich, weil kein technisches Versagen erforderlich ist: Der Angriff setzt auf menschliches Verhalten, nicht auf eine Sicherheitslücke im System.
Fernzugänge gehören heute in fast jedem Betrieb zum Alltag. Homeoffice, Außendienst, Fernwartung durch den IT-Partner – das alles setzt voraus, dass Mitarbeiter von außen auf Unternehmensressourcen zugreifen können. Genau hier liegt das Problem: Viele dieser Zugänge sind technisch nicht ausreichend abgesichert. Offene RDP-Ports, fehlende Mehr-Faktor-Authentifizierung und nicht verwaltete Endgeräte schaffen Angriffsflächen, die Kriminelle systematisch ausnutzen.
Dieser Artikel beantwortet die fünf häufigsten Fragen, die Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer zum TerminalFix Angriff Fernzugriff stellen – ehrlich, konkret und mit Maßnahmen, die sich in der Praxis umsetzen lassen.
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| KMU, die im Schnitt die IT-Sicherheits-Basisanforderungen erfüllen | ca. 56 % | BSI Lagebericht 2025 / security-insider.de |
| Täglich neu entdeckte Sicherheitslücken (Anstieg ggü. Vorjahr: +24 %) | 119 | BSI Lagebericht 2025 |
| Deutsche Unternehmen von Datendiebstahl, Spionage oder Sabotage betroffen | 81 % | Bitkom Wirtschaftsschutz 2024 |
| Gesamtschaden durch Cyberangriffe auf die deutsche Wirtschaft | 266,6 Mrd. Euro (+29 % ggü. Vorjahr) | Bitkom Wirtschaftsschutz 2024 |
Warum der TerminalFix Angriff auf Fernzugriffe so viele Fragen aufwirft
Wenn Unternehmer von einem neuen Angriffsmuster lesen, ist die erste Reaktion häufig: „Das trifft uns bestimmt nicht – wir sind zu klein.“ Diese Einschätzung ist verständlich, aber trügt. Der TerminalFix Angriff auf Fernzugriffe zielt bewusst auf Betriebe, die keine eigene IT-Abteilung haben und bei denen Sicherheitskontrollen im Tagesgeschäft untergehen.
Die Unsicherheit entsteht oft schon beim Begriff selbst: Was genau ist TerminalFix? Handelt es sich um eine Schadsoftware, eine Angriffskampagne oder eine Schwachstelle in einem Produkt? Tatsächlich ist es keines davon im klassischen Sinne. TerminalFix ist ein Angriffsprinzip: Eine täuschend echte CAPTCHA-Aufforderung bringt den Nutzer dazu, eine Tastenkombination auszuführen, die zuvor präparierten Code in die Windows-Zwischenablage ablegt. Ein Klick im Terminal genügt – und das Schadprogramm ist aktiv. Kein Exploit, keine Softwarelücke, nur ein kurzer Moment der Unachtsamkeit.
In einem Handwerksbetrieb aus unserer Region war es genau diese Kombination aus schnellem Fernzugriff und unbekanntem Angriffsmuster, die zu einem mehrstündigen Systemausfall führte. Der Mitarbeiter hatte keine böse Absicht – er kannte das Muster schlicht nicht. Genau dort setzt wirksamer Schutz an: nicht beim Misstrauen gegenüber Mitarbeitern, sondern bei klaren Prozessen und technischen Sicherungen.
Das BSI – IT-Grundschutz für Unternehmen empfiehlt ausdrücklich, Fernzugänge als kritische Infrastruktur zu behandeln – unabhängig von der Unternehmensgröße. Als ISO/IEC 27001 zertifiziertes IT-Systemhaus – TTG GmbH begleiten wir Betriebe genau dabei: mit Maßnahmen, die zur Betriebsgröße passen und keinen Vollzeit-IT-Mitarbeiter voraussetzen.
- Klären Sie intern, wie Ihre Mitarbeiter heute auf Unternehmensressourcen zugreifen (VPN, RDP, Cloud-Portal).
- Fragen Sie Ihren IT-Partner, ob Port 3389 von außen erreichbar ist – das ist in 30 Minuten geprüft.
- Sensibilisieren Sie Ihr Team: Ein kurzes Gespräch über das CAPTCHA-Muster verhindert mehr als jede Firewall allein.
- Prüfen Sie, ob alle Fernzugänge protokolliert werden – wer hat sich wann von wo eingeloggt?
Frage 1: Sind wir überhaupt ein lohnenswertes Ziel für solche Angriffe?
Diese Frage hören wir häufiger als jede andere. Die ehrliche Antwort: Ja – und zwar gerade weil viele Betriebe genau das denken. Angreifer wählen ihre Ziele nicht nach Bekanntheitsgrad oder Umsatz, sondern nach erreichbaren Einfallstoren. Offene Fernzugänge, fehlende Mehrfaktorauthentifizierung und veraltete Systeme sind das entscheidende Kriterium – nicht die Mitarbeiterzahl.
Der TerminalFix Angriff Fernzugriff ist dafür besonders geeignet: Er lässt sich automatisiert auf tausende Ziele gleichzeitig anwenden. Kriminelle scannen das Internet systematisch nach offenen RDP-Ports (Standardport 3389). Wer dort gefunden wird, landet auf einer Angriffsliste – unabhängig davon, ob der Betrieb zehn oder zweihundert Mitarbeiter hat. Der Gesamtschaden durch Cyberangriffe auf die deutsche Wirtschaft liegt inzwischen bei 266,6 Milliarden Euro (Bitkom, Wirtschaftsschutz 2024) – ein Großteil davon entfällt auf kleinere und mittlere Unternehmen.
Ein weiterer Faktor: Viele Betriebe sind Teil von Lieferketten. Wer Zugang zu Ihrem System hat, hat potenziell auch Zugang zu Kundendaten, Auftragsunterlagen oder Produktionsplänen. Das macht Ihr Unternehmen für Angreifer interessant, die eigentlich auf ein größeres Ziel zielen.
Die IT-Sicherheitslösungen der TTG GmbH setzen genau an diesen Schwachstellen an – mit einer initialen Sicherheitsanalyse, die zeigt, welche Zugänge tatsächlich von außen sichtbar sind.
- Lassen Sie einen externen Port-Scan Ihres Netzwerks durchführen – dabei wird sichtbar, was Angreifer sehen.
- Prüfen Sie, ob Ihr Unternehmen Teil einer Lieferkette mit höherwertigen Zielen ist.
- Erfassen Sie alle aktiven Fernzugänge: VPN-Accounts, RDP-Verbindungen, Cloud-Logins.
- Deaktivieren Sie Zugänge ehemaliger Mitarbeiter sofort – das ist eine der häufigsten Schwachstellen.
Frage 2: Wie funktioniert der Angriff technisch – und warum versagt die Firewall?
Der TerminalFix Angriff Fernzugriff nutzt keine klassische Sicherheitslücke in einem Programm. Deshalb schlägt die Firewall nicht an – sie sieht nur normalen Webverkehr. Das Angriffsprinzip lässt sich in drei Schritte zerlegen:
- Täuschung: Der Nutzer landet auf einer Webseite, die eine echte Cloudflare-CAPTCHA-Verifizierung imitiert. Das Design ist professionell, die URL wirkt auf den ersten Blick plausibel.
- Zwischenablage: Mit dem Klick auf „Ich bin kein Roboter“ wird im Hintergrund Schadcode in die Windows-Zwischenablage kopiert – ohne sichtbares Feedback.
- Ausführung: Der Nutzer wird aufgefordert, eine Tastenkombination (meist Win+R oder direkt im Terminal) auszuführen, um die „Verifizierung abzuschließen“. Damit startet er den Schadcode selbst.
Antivirenprogramme erkennen dieses Muster oft nicht, weil kein klassisch verdächtiger Download stattfindet. Der Code wird direkt im Speicher ausgeführt. Firewalls blockieren den Angriff nicht, weil der Nutzer die Verbindung selbst initiiert hat.
Aktuell warnt das BSI vor einer laufenden Angriffskampagne, die genau dieses Muster einsetzt – Fernwartungs- und Terminal-Zugänge sollten deshalb umgehend geprüft werden (BSI Lagebericht Cybersicherheit). Hinzu kommt: Täglich werden 119 neue Sicherheitslücken entdeckt – ein Anstieg von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr (BSI Lagebericht 2025). Selbst gut gepflegte Systeme sind daher nie statisch sicher.
Die Sichere IT-Infrastruktur für KMU – TTG GmbH umfasst Schutzmechanismen, die über klassische Firewalls hinausgehen: Endpoint Detection, DNS-Filter und Benutzerrechte-Management.
- Schränken Sie Benutzerrechte ein: Kein Mitarbeiter sollte mit Administrator-Rechten im Alltag arbeiten.
- Aktivieren Sie DNS-Filter, die bekannte Schaddomains blockieren – viele UTM-Firewalls enthalten diese Funktion.
- Konfigurieren Sie Windows so, dass das Ausführen von Skripten im Terminal für Standardnutzer gesperrt ist.
- Schulen Sie Ihr Team konkret auf das CAPTCHA-Muster: „Wenn eine Webseite Sie auffordert, Win+R zu drücken, ist das ein Angriff.“
Frage 3: Was kostet wirksamer Schutz – und was ist wirklich notwendig?
Viele Geschäftsführer gehen davon aus, dass ernsthafter IT-Schutz ein größeres Budget erfordert. Das stimmt nicht pauschal. Beim TerminalFix Angriff Fernzugriff sind die wirksamsten Maßnahmen entweder kostenlos oder mit bestehenden Lizenzen bereits abgedeckt.
Eine ehrliche Einschätzung der wichtigsten Schritte:
| Maßnahme | Kosten | Aufwand |
|---|---|---|
| RDP-Port 3389 per Firewall für externe Zugriffe sperren | Kostenlos | ca. 30 Minuten mit IT-Partner |
| MFA für Microsoft 365 aktivieren (Microsoft Authenticator) | In M365-Lizenz enthalten | 1–2 Stunden Einrichtung |
| VPN mit MFA als Fernzugang einrichten | ab ca. 5–15 € pro Nutzer/Monat | Halber Tag (mit IT-Partner) |
| Conditional Access / MDM für Endgeräte | In M365 Business Premium enthalten | Einmalige Konfiguration |
| Endpoint Detection & Response (EDR) | ab ca. 3–8 € pro Gerät/Monat | Deployment durch IT-Partner |
Was wir in der Praxis beobachten: Die kostenfreien Maßnahmen werden am häufigsten aufgeschoben – nicht wegen des Aufwands, sondern weil sie niemand explizit beauftragt hat. Dabei ist das Sperren von Port 3389 die einzeln wirksamste Maßnahme gegen den TerminalFix Angriff Fernzugriff.
Das NIS2-Umsetzungsgesetz verpflichtet viele Unternehmen inzwischen gesetzlich zu Zugriffskontrolle und Mehr-Faktor-Authentifizierung. Wer diese Maßnahmen ohnehin einführen muss, kann sie mit den bestehenden Microsoft-Lizenzen ohne Mehrkosten umsetzen. Die IT-Dienstleistungen der TTG GmbH helfen dabei, den tatsächlichen Bedarf zu ermitteln – ohne Pauschalangebote.
- Fragen Sie Ihren IT-Partner nach einer Bestandsaufnahme: Welche Lizenzen sind vorhanden, welche Funktionen ungenutzt?
- Prüfen Sie, ob Microsoft 365 Business Premium bereits gebucht ist – Conditional Access ist dann enthalten.
- Setzen Sie MFA für alle Konten mit Fernzugriff als erste Maßnahme um – noch vor dem nächsten Urlaub.
- Planen Sie Patch-Management verbindlich: Kritische Updates innerhalb von 48 Stunden, reguläre monatlich.
Frage 4: Was sagt die DSGVO – und welche Meldepflichten gelten wirklich?
Beim Thema TerminalFix Angriff Fernzugriff werden Datenschutz und IT-Sicherheit oft vermischt. Beides ist relevant, aber es gelten unterschiedliche Regeln – und nicht jeder Angriff löst automatisch eine DSGVO-Meldepflicht aus.
Was die DSGVO tatsächlich verlangt: Sobald bei einem Sicherheitsvorfall personenbezogene Daten betroffen sind – also Kundendaten, Mitarbeiterdaten, Patientendaten – besteht eine Meldepflicht gegenüber der zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörde. Die Frist beträgt 72 Stunden ab Kenntnis des Vorfalls. Viele Betriebe wissen nicht, dass diese Pflicht auch dann gilt, wenn Daten nur potenziell einsehbar waren – ein Angreifer muss sie nicht tatsächlich abgezogen haben.
Zusätzlich verpflichtet das NIS2-Umsetzungsgesetz betroffene Unternehmen zu erheblich weitergehenden Sicherheitsmaßnahmen: Zugriffskontrolle, Mehr-Faktor-Authentifizierung und Meldepflichten bei erheblichen Sicherheitsvorfällen innerhalb von 24 Stunden an das BSI. Für viele Betriebe in produzierenden Branchen, im Gesundheitsbereich oder in der Versorgungsinfrastruktur ist das bereits heute bindend.
Ein verbreiteter Mythos: „Wir sind zu klein für NIS2.“ Das stimmt nur für einen Teil der Betriebe. Die Schwellenwerte liegen bei 50 Mitarbeitern oder 10 Millionen Euro Jahresumsatz – wer darunter liegt, ist in der Regel nicht direkt verpflichtet, aber als Zulieferer größerer Unternehmen indirekt betroffen.
Mehr Orientierung bietet die BSI-Übersicht für Unternehmen und Organisationen, die konkrete Handlungshilfen für verschiedene Unternehmensgrößen enthält. Informationen dazu finden sich auch beim regionalen IT-Partner TTG GmbH.
- Klären Sie mit einem Datenschutzbeauftragten, welche Daten bei einem Fernzugriffs-Angriff betroffen sein könnten.
- Richten Sie einen Notfallplan ein: Wer informiert wen, wenn ein Vorfall festgestellt wird?
- Dokumentieren Sie alle Sicherheitsvorfälle – auch jene, die glimpflich ausgegangen sind.
- Prüfen Sie, ob Ihr Unternehmen unter NIS2 fällt oder als Zulieferer indirekt betroffen ist.
- Stellen Sie sicher, dass Ihre Datenschutzerklärung und Verarbeitungsverzeichnisse aktuell sind.
Frage 5: Gibt es sichere Alternativen zu RDP – oder muss es immer VPN sein?
RDP (Remote Desktop Protocol) ist nicht grundsätzlich unsicher – es kommt auf die Konfiguration an. Der TerminalFix Angriff Fernzugriff nutzt primär Schwachstellen in der Konfiguration aus, nicht im Protokoll selbst. Die Frage ist also nicht „RDP ja oder nein“, sondern „wie betreiben wir Fernzugriff sicher“.
Drei Optionen im direkten Vergleich:
| Variante | Sicherheit | Aufwand | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| RDP direkt über Port 3389 (öffentlich) | Kritisch | Niedrig (deshalb verbreitet) | Sofort abstellen |
| RDP über VPN + MFA | Hoch | Mittel | Empfohlen für die meisten Betriebe |
| RD Gateway (Microsoft) | Hoch | Mittel–hoch | Sinnvoll bei vielen Nutzern |
| Cloud-basierter Desktop (Azure Virtual Desktop) | Sehr hoch | Hoch (initial) | Für Wachstumsbetriebe interessant |
Ein Steuerberatungsbüro aus der Region Nordhausen hatte jahrelang RDP direkt über Port 3389 betrieben – die Einrichtung war schnell gegangen, und es hatte „nie Probleme gegeben“. Nach einem Sicherheits-Check stellte sich heraus, dass der Server regelmäßig Angriffsversuche verzeichnete, die im Log aber nie ausgewertet worden waren. Die Umstellung auf VPN mit MFA dauerte einen Nachmittag und kostete keinen zusätzlichen Lizenzbetrag.
Als Ansprechpartner für unverbindliche Beratung steht Ihnen die TTG GmbH zur Verfügung – mit über 25 Jahren Erfahrung als regionaler IT-Partner und ISO/IEC 27001-Zertifizierung beraten wir Sie zu der Lösung, die zu Ihrer Infrastruktur passt. Weitere Orientierung bietet der Bitkom-Bericht Wirtschaftsschutz 2024, der die wachsende Bedrohungslage für deutsche Unternehmen dokumentiert.
- Entscheiden Sie sich für VPN + MFA als Mindeststandard für alle Fernzugänge.
- Prüfen Sie, ob ein RD Gateway für Ihre Nutzerzahl die bessere Wahl ist.
- Erlauben Sie Fernzugriffe nur von inventarisierten Firmengeräten – keine privaten PCs ohne MDM.
- Lassen Sie Ihre Fernzugriffslösung mindestens einmal jährlich auf Konfigurationsfehler prüfen.
Das Wichtigste zum TerminalFix Angriff Fernzugriff auf einen Blick
Wer die Abschnitte dieses Artikels gelesen hat, hat bereits mehr verstanden als viele Betriebe, die täglich ähnlichen Risiken ausgesetzt sind. Hier die fünf Kernpunkte, die Sie mitnehmen sollten:
- TerminalFix ist kein technischer Exploit – es ist Social Engineering. Der TerminalFix Angriff Fernzugriff nutzt menschliches Verhalten aus: Zeitdruck, Gewohnheit, Vertrauen in bekannte Oberflächen. Technische Schutzmaßnahmen allein reichen deshalb nicht aus – Mitarbeiter müssen das Muster kennen.
- Offene RDP-Ports sind das größte einzelne Risiko. Wer Port 3389 direkt aus dem Internet erreichbar lässt, macht es Angreifern unnötig einfach. Diese Lücke lässt sich in 30 Minuten schließen – ohne Kosten, ohne Ausfallzeit.
- Mehr-Faktor-Authentifizierung ist der wichtigste Schutzschritt. Selbst wenn Zugangsdaten kompromittiert werden: Mit MFA bleibt der Angreifer draußen. Der Microsoft Authenticator ist in vielen M365-Lizenzen bereits enthalten.
- DSGVO und NIS2 schaffen rechtliche Pflichten. Ein erfolgreicher TerminalFix Angriff Fernzugriff kann eine 72-Stunden-Meldepflicht auslösen. Wer keinen Notfallplan hat, verliert im Ernstfall wertvolle Zeit.
- Die meisten Schutzmaßnahmen sind mit vorhandenen Mitteln umsetzbar. Wer Microsoft 365 Business Premium nutzt, hat Conditional Access, MFA und MDM bereits lizenziert – oft nur nicht aktiviert. Fragen Sie Ihren IT-Partner nach einer Bestandsaufnahme.
Aktuelle Ereignisse zeigen, wie eng diese Themen zusammenhängen: Kürzlich meldete heise Security eine aktiv ausgenutzte Sicherheitslücke in Google Chrome, die ein sofortiges Update auf allen Mitarbeiter-PCs erfordert – Angreifer führten dabei Schadcode in der Chrome-Sandbox aus. Das unterstreicht: Patch-Management und Fernzugangssicherheit sind keine getrennten Themen. Wer den TerminalFix Angriff Fernzugriff ernst nimmt, sollte beides gemeinsam angehen.
- Holen Sie sich eine Einschätzung Ihres aktuellen Sicherheitsstands – als erster Schritt, nicht als Projekt.
- Setzen Sie MFA und VPN noch in diesem Quartal um.
- Bringen Sie das Thema in die nächste Mitarbeiterrunde – fünf Minuten Aufklärung über das CAPTCHA-Muster können einen Angriff verhindern.
Ihre Checkliste: So starten Sie jetzt
- Prüfen Sie, ob Port 3389 (RDP) von außen erreichbar ist – fragen Sie Ihren IT-Partner oder nutzen Sie einen kostenlosen Port-Scanner (ca. 10 Minuten).
- Sperren Sie Port 3389 für externe Zugriffe in Ihrer Firewall-Konfiguration – Umsetzung in ca. 30 Minuten, ohne Zusatzkosten.
- Aktivieren Sie Mehr-Faktor-Authentifizierung für alle Fernzugänge: VPN, Microsoft 365 und Cloud-Portale (Microsoft Authenticator ist in M365 enthalten).
- Stellen Sie sicher, dass alle Fernzugänge über einen VPN-Tunnel geführt werden – kein direktes RDP aus dem Internet.
- Deaktivieren Sie Zugänge ausgeschiedener Mitarbeiter sofort und überprüfen Sie alle aktiven Accounts auf Aktualität.
- Sprechen Sie Ihr Team auf das TerminalFix-Muster an: „Wenn eine Webseite Sie auffordert, Win+R zu drücken oder Code einzufügen – nicht ausführen, sofort melden.“
- Führen Sie einen verbindlichen Patch-Zyklus ein: kritische Updates innerhalb von 48 Stunden, reguläre Updates monatlich – einschließlich Browser wie Google Chrome.
- Dokumentieren Sie alle Fernzugriffsberechtigungen schriftlich und lassen Sie diese einmal jährlich überprüfen.
Häufig gestellte Fragen
Müssen wir sofort handeln, oder reicht es, das beim nächsten IT-Termin anzusprechen?
Beim TerminalFix Angriff Fernzugriff gilt: Je offener Ihr Fernzugang heute ist, desto dringlicher sind die ersten Schritte. Das Sperren von Port 3389 und das Aktivieren von MFA lassen sich kurzfristig umsetzen und sollten nicht auf den nächsten regulären Wartungstermin verschoben werden. Für alles Weitere – VPN-Einrichtung, Endgeräteverwaltung, Schulungen – kann ein strukturierter Fahrplan sinnvoller sein als Hektik.
Wir nutzen nur Cloud-Dienste und kein eigenes Rechenzentrum – betrifft uns das trotzdem?
Ja. Der TerminalFix Angriff Fernzugriff richtet sich nicht nur gegen lokale Server. Auch Cloud-Portale, Microsoft 365 und webbasierte Verwaltungsoberflächen sind Ziele, wenn Zugangsdaten kompromittiert werden. MFA schützt hier ebenso wirksam wie beim klassischen RDP-Zugang. Cloud-only bedeutet nicht automatisch sicher – es bedeutet nur, dass die Angriffsfläche anders liegt.
Was kostet eine erste Sicherheitsanalyse bei einem IT-Dienstleister?
Das hängt vom Umfang ab. Ein initialer Check – offene Ports, aktive Benutzerkonten, MFA-Status, Patchlevel – ist bei vielen IT-Partnern als Erstgespräch oder kurzes Audit möglich. Aufwändige Penetrationstests kosten mehr, sind für die meisten kleinen Betriebe aber nicht der erste Schritt. Die TTG GmbH bietet eine unverbindliche Ersteinschätzung an, die zeigt, wo der dringendste Handlungsbedarf liegt.
Können wir uns mit einer Cyberversicherung absichern – und reicht das?
Eine Cyberversicherung kann Schäden begrenzen, ersetzt aber keine technischen Schutzmaßnahmen. Wichtig: Die meisten Policen enthalten Ausschlussklauseln für Fälle, in denen grundlegende Sicherheitsstandards nicht eingehalten wurden – fehlende MFA oder offene RDP-Ports können zur Ablehnung des Leistungsfalls führen. Versicherung und technische Absicherung sollten parallel betrieben werden, nicht alternativ.
Wie erkenne ich, ob unser System bereits kompromittiert wurde?
Typische Hinweise sind ungewöhnliche Anmeldezeiten in Zugriffsprotokollen, unbekannte Benutzerkonten, verlangsamte Systemleistung oder unerwartete Netzwerkaktivitäten nachts und am Wochenende. Viele Betriebe haben diese Protokolle, werten sie aber nie aus. Ein erster Schritt: Bitten Sie Ihren IT-Partner, die Windows-Ereignisprotokolle und VPN-Logs der letzten 30 Tage zu sichten.
Martin Trappe ist Geschäftsführer der TTG Daten- und Bürosysteme GmbH in Dingelstädt. Mit über 25 Jahren Erfahrung im IT-Mittelstand betreut er kleine und mittelständische Unternehmen in Nordthüringen, Eichsfeld und Südniedersachsen. Die TTG GmbH ist ISO/IEC 27001 zertifiziert – dem höchsten Standard für Informationssicherheit.
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Wissen Sie gerade, ob Port 3389 in Ihrem Unternehmen von außen erreichbar ist – und wer in den letzten 30 Tagen per Fernzugriff auf Ihre Systeme zugegriffen hat?
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