Backup-Wiederherstellung testen im Handwerksbetrieb: Was ein grünes Dashboard nicht verrät
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Veröffentlicht: 12. Oktober 2026 · Lesezeit: ca. 13 Minuten
Stellen Sie sich diese Situation vor: Ihr Backup läuft seit Monaten anstandslos durch, das Dashboard zeigt grün. Dann fällt ein Rechner aus – und plötzlich stellt sich die Frage, ob Sie die Daten jetzt wirklich zurückspielen können. Machen Sie das selbst oder rufen Sie jemanden an? Und wenn ja: Wen, und wie lange dauert das? Die meisten Betriebe beantworten diese Fragen erst dann, wenn der Druck akut ist. Dabei ist genau das der Moment, in dem jede Vorbereitung fehlt. Ob Sie Ihre Datensicherung einmal im Quartal testen oder erst nach einem Vorfall – diese Entscheidung ist keine IT-Frage, sondern eine unternehmerische. Und sie hat direkte Auswirkungen auf Ihre Lieferfähigkeit, Ihre Haftung und Ihren Ruf bei Kunden.
Die Backup-Wiederherstellung testen – das klingt nach einem technischen Detail, das die IT regelt. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass genau hier die größten Lücken entstehen. Ein Backup, das nie auf seine Wiederherstellbarkeit geprüft wurde, ist im Ernstfall nicht besser als kein Backup. Das gilt für jeden Betrieb, aber im Handwerk trifft es besonders hart: Auftragsunterlagen, Aufmaßdaten, Bautagebücher und die eingesetzte Handwerkersoftware sind das operative Herz des Unternehmens.
Wie verbreitet das Problem ist, zeigt eine Befragung von 285 deutschen KMU aus dem ersten Quartal dieses Jahres: 72 % testen die Funktionsfähigkeit ihrer Backups selten oder nie – und 14 % erlitten im vorangegangenen Jahr einen tatsächlichen Datenverlust (Quelle: DataReverse KMU-Backup-Studie Q1/2025). Das sind keine abstrakten Zahlen: Hinter jedem dieser Fälle steht ein Betrieb, der im schlimmsten Moment merkt, dass sein Sicherheitsnetz nicht trägt.
Dieser Artikel erklärt, was wir bei der Betreuung von Handwerksbetrieben immer wieder beobachten – welche Fehler häufig passieren, wie ein realistischer Testrhythmus aussieht, und was Sie noch heute verändern können, ohne dafür IT-Kenntnisse zu benötigen.
Was wir immer wieder sehen: Backup vorhanden, Restore unbekannt
In der Betreuung von Handwerksbetrieben ist das Bild überraschend konsistent: Das Backup läuft, die Meldungen kommen täglich, und der Inhaber fühlt sich abgesichert. Was fehlt, ist die Antwort auf die entscheidende Folgefrage – ob die gesicherten Daten im Ernstfall auch tatsächlich wiederhergestellt werden können. Das ist ein fundamentaler Unterschied, der in der Praxis oft erst dann sichtbar wird, wenn es zu spät ist.
Wenn wir im Rahmen einer IT-Infrastruktur & Datensicherung – TTG GmbH Bestandsaufnahme nach dem letzten Restore-Test fragen, lautet die häufigste Antwort: „Das haben wir noch nie gemacht“ oder „Da war mal was, aber ich weiß nicht mehr wann.“ Beides ist nachvollziehbar – aber keines davon ist eine tragfähige Grundlage für den Fortbestand des Betriebs.
Dabei geht es beim Backup-Wiederherstellung testen nicht darum, täglich Aufwand zu betreiben. Ein realistischer Rhythmus sieht so aus:
- Monatlich: Eine einzelne Datei oder einen Auftragsordner wiederherstellen (Aufwand: 30–60 Minuten, keine IT-Kenntnisse nötig)
- Quartalsweise: Einen vollständigen Server oder eine virtuelle Maschine in einer isolierten Umgebung zurückspielen
- Jährlich: Einen simulierten Totalausfall mit Zeitmessung – wie lange dauert es, bis der Betrieb wieder arbeitsfähig ist?
Dieser Dreischritt lässt sich kalendarisch festhalten, wie ein Wartungstermin für Ihre Fahrzeuge. Der Unterschied: Beim Auto merken Sie sofort, wenn etwas nicht stimmt. Bei einem defekten Backup merken Sie es erst dann, wenn Sie dringend darauf angewiesen sind.
Unserer Erfahrung nach reicht es für die meisten Betriebe nicht aus, nur den monatlichen Test durchzuführen und die größeren Überprüfungen zu verschieben. Gerade Handwerkersoftware wie Streit V.1 oder pds, in der sämtliche Angebote, Aufträge und Abrechnungen liegen, muss mindestens einmal jährlich vollständig wiederhergestellt und auf Funktion geprüft worden sein – bevor der Ernstfall eintritt.
- Legen Sie heute einen festen Testtermin im Kalender fest – monatlich, quartalsweise, jährlich
- Benennen Sie konkret, welche Systeme beim nächsten Test geprüft werden
- Prüfen Sie, ob Ihre Handwerkersoftware in den Testplan einbezogen ist
- Halten Sie das Ergebnis schriftlich fest – auch wenn alles funktioniert hat
So starten die meisten Betriebe: gut gemeint, aber lückenhaft
Die typische Ausgangssituation in einem Handwerksbetrieb sieht so aus: Es gibt eine externe Festplatte oder einen NAS (ein Netzwerkspeichergerät im eigenen Haus), auf den täglich automatisch gesichert wird. Vielleicht läuft zusätzlich eine Cloud-Sicherung. Der Inhaber weiß, dass etwas gesichert wird – aber was genau, in welchem Zustand und wie schnell es zurückzuspielen wäre, ist unklar.
Für einen Betrieb mit fünf bis zehn Mitarbeitern ist das ein verbreitetes Muster. Die Datensicherung wurde irgendwann eingerichtet, hat seitdem funktioniert und ist damit aus dem Blickfeld verschwunden. Genau das macht sie riskant.
Was in dieser Ausgangslage häufig fehlt:
- Eine schriftliche Festlegung, was wiederhergestellt werden muss und in welcher Reihenfolge – Fachbegriff: Wiederherstellungsplan
- Definierte Zielwerte: Wie viel Datenverlust ist vertretbar (RPO – Recovery Point Objective)? Wie lange darf die Wiederherstellung dauern (RTO – Recovery Time Objective)?
- Eine zweite Person, die den Restore-Prozess kennt und im Notfall durchführen kann
- Eine Sicherungskopie, die räumlich getrennt oder unveränderlich (immutable) gespeichert ist
Hinzu kommt ein strukturelles Problem: Mobile Daten aus der Zeiterfassung auf der Baustelle, Fotos aus Aufmaß-Apps und digitale Bautagebücher landen oft auf Privatgeräten der Monteure – und sind damit gar nicht erst Teil der zentralen Sicherung. Wenn ein Mitarbeiter ein Foto vom Installationszustand vor der Verkleidung auf seinem privaten Smartphone macht und das Gerät verloren geht, ist dieses Bild unwiederbringlich weg. Im Gewährleistungsfall kann das teuer werden.
Das Backup & Datensicherung durch die TTG GmbH beginnt deshalb immer mit einer Bestandsaufnahme: Was wird wo gesichert – und was fällt versehentlich durchs Raster?
- Erfassen Sie alle Systeme, auf denen betriebliche Daten entstehen – inklusive Mobilgeräte
- Klären Sie, ob mobile Daten automatisch synchronisiert und gesichert werden
- Legen Sie schriftlich fest, welche Daten wie lange aufbewahrt werden müssen (GoBD-konforme Aufbewahrungsfristen für Belege: zehn Jahre)
- Prüfen Sie, ob Ihre Sicherung räumlich vom Primärsystem getrennt aufbewahrt wird
Der häufigste Fehler: Backup-Wiederherstellung testen wird dauerhaft verschoben
Kein Betrieb entscheidet bewusst, seine Backup-Wiederherstellung nie zu testen. Es passiert schleichend: Der Test wird auf nächsten Monat verschoben, dann auf nach dem Sommer, dann irgendwann auf „wenn wir mal Zeit haben.“ Zeit entsteht im Handwerk selten von selbst.
Das Ergebnis ist, dass die Datensicherung technisch läuft, aber niemand weiß, ob sie im Ernstfall trägt. Das BSI bezeichnet nicht getestete Backups ausdrücklich als unzureichenden Schutz – wer mehr über die Grundprinzipien zuverlässiger Datensicherung wissen möchte, findet sie in den BSI-Empfehlungen zur Datensicherung.
Erschwerend kommt hinzu: Ransomware-Angriffe – also Schadsoftware, die Daten verschlüsselt und Lösegeld fordert – zielen gezielt auf Backup-Systeme, um eine Wiederherstellung zu verhindern. Wer kein unveränderliches oder physisch getrenntes Backup hat, verliert im Ernstfall auch seine Sicherungskopien. Der BSI-Lagebericht 2024 verzeichnet täglich rund 309.000 neue Schadprogramm-Varianten – ein Anstieg von 26 % gegenüber dem Vorjahr.
Besonders kritisch ist die Situation, wenn nur eine einzige Person im Betrieb den Restore-Prozess kennt. Ist diese Person krank, im Urlaub oder hat das Unternehmen verlassen, ist niemand mehr handlungsfähig. Diese Lücke findet sich erstaunlich selten in Notfallplänen – obwohl sie in der Praxis häufig entscheidend ist.
Stellen Sie sich die Frage: „Könnte eine fremde Person, die unser Backup-System noch nie gesehen hat, aus unserer Dokumentation heraus eine vollständige Wiederherstellung durchführen?“ Wenn die Antwort nein ist, besteht Handlungsbedarf.
- Benennen Sie mindestens zwei Personen, die den Restore-Prozess kennen und dokumentiert durchführen können
- Erstellen Sie ein schriftliches Runbook – eine schrittweise Anleitung zur Wiederherstellung, die auch ohne IT-Vorkenntnisse nutzbar ist
- Stellen Sie sicher, dass Ihre Backup-Lösung mindestens eine unveränderliche oder räumlich getrennte Kopie enthält
- Tragen Sie den nächsten Restore-Test heute als Termin ein – nicht als Absicht, sondern als verbindlichen Kalendereintrag
Auch der Blick auf aktuelle Sicherheitsmeldungen lohnt sich: Hersteller von Backup-Software schließen regelmäßig kritische Sicherheitslücken. Wer seine Backup-Software nicht aktuell hält, riskiert, dass Angreifer genau über diesen Weg in die Sicherungskopien eindringen. Das ist kein theoretisches Risiko – es ist ein aktives Angriffsziel. Die ISO/IEC 27001 zertifiziert – TTG GmbH arbeitet nach nachgewiesenen Sicherheitsstandards, die genau solche Angriffsvektoren systematisch adressieren.
Das zweithäufigste Problem: Was getestet wird, entspricht nicht dem Ernstfall
Selbst Betriebe, die regelmäßig testen, machen dabei einen typischen Fehler: Sie testen immer dieselbe Datei, immer denselben Ordner – und glauben damit, ihre Datensicherung vollständig geprüft zu haben. Was dabei auf der Strecke bleibt, sind die Systeme, die im Ernstfall zuerst gebraucht werden.
Ein Handwerksbetrieb, der seine Handwerkersoftware seit einem Jahr nicht wiederhergestellt hat, weiß nicht, ob die Datenbank beim Restore noch konsistent ist, ob alle Bewegungsdaten der letzten Monate vollständig sind und ob die Software nach einer Neuinstallation auf dem wiederhergestellten System überhaupt wieder läuft. All das ist erst beim Test sichtbar – nicht vorher.
Die Lösung ist ein rotierender Testplan: Nicht immer dasselbe prüfen, sondern alle relevanten Systemkategorien im Wechsel testen. Für einen typischen Handwerksbetrieb bedeutet das:
| Systemkategorie | Testfrequenz | Warum |
|---|---|---|
| Handwerkersoftware (z. B. Streit, pds, Label) | Jährlich vollständig | Datenbankintegrität und Lizenzfähigkeit prüfbar |
| Arbeitsplätze / Endgeräte | Quartalsweise je ein Gerät | Betriebsbereitschaft nach Restore sicherstellen |
| E-Mail-Postfächer (inkl. Bestellungen, Lieferantenkorrespondenz) | Quartalsweise | GoBD-Relevanz: E-Mails als Handelsbrief aufbewahrungspflichtig |
| Mobile Erfassungsdaten (Aufmaß, Bautagebuch) | Monatlich stichprobenartig | Synchronisation auf mobile Geräte oft lückenhaft |
Wichtig dabei: Wiederhergestellte Systeme dürfen niemals direkt in das laufende Netzwerk eingebunden werden. Konflikte mit bestehenden Systemen – etwa durch doppelte IP-Adressen oder überschriebene Benutzerkonten – können den laufenden Betrieb empfindlich stören. Der Test muss in einer isolierten Umgebung stattfinden.
Jeder Test sollte vollständig protokolliert werden: Zeitstempel, Dauer je Schritt, aufgetretene Fehler und ob die definierten RTO/RPO-Ziele eingehalten wurden. Diese Protokolle sind nicht nur für interne Zwecke wichtig – sie sind bei NIS2-Audits und Cyberversicherungs-Verlängerungen zunehmend Pflicht. Die Managed Services der TTG GmbH übernehmen diese Dokumentation strukturiert und revisionssicher.
- Erstellen Sie einen rotierenden Testplan, der alle Systemkategorien abdeckt
- Schließen Sie Ihre Handwerkersoftware explizit in den jährlichen Volltest ein
- Führen Sie jeden Test in einer isolierten Umgebung durch – niemals im laufenden Netzwerk
- Protokollieren Sie jeden Restore mit Zeitstempel und Ergebnis
Was danach besser wird: konkrete Veränderungen aus der Praxis
Typisch ist folgende Konstellation: Ein Sanitär- und Heizungsbetrieb mit zwölf Mitarbeitern setzt pds als Handwerkersoftware ein. Die Monteure erfassen Stunden und Material über eine mobile App, die Daten werden abends synchronisiert. Die Sicherung läuft auf einen lokalen NAS – ohne Cloud-Kopie, ohne dokumentierten Testplan. Als nach einem Hardwareschaden der NAS ausfällt, stellt sich heraus: Die letzte vollständige Sicherung ist 48 Stunden alt, weil die Synchronisation der mobilen Geräte seit Wochen fehlerhaft lief – unbemerkt, weil niemand je einen Restore-Test durchgeführt hatte. Der Datenverlust betrifft zwei Tage Aufmaße, Stundennachweise und Materialbuchungen – alles muss manuell rekonstruiert werden.
Was nach einer strukturierten Umstellung regelmäßig beobachtet wird: Der monatliche Datei-Restore kostet tatsächlich nur 30 bis 45 Minuten und wird schnell zur Routine. Der quartalsweise Server-Test bringt in der Praxis häufig überraschende Erkenntnisse – etwa dass eine Datenbank seit Wochen nicht mehr vollständig gesichert wurde, weil ein Pfad nach einem Software-Update geändert worden war. Wer das im Test entdeckt, kann es beheben. Wer es erst im Ernstfall entdeckt, steht still.
Wer seine Backup-Strategie nach dem 3-2-1-1-0-Standard aufbaut – drei Kopien, auf zwei verschiedenen Medien, eine davon außer Haus, eine unveränderlich, null ungetestete Restores – schläft nachweislich ruhiger. Und er ist für Cyberversicherungen ein deutlich besserer Risikopartner: Viele Anbieter fordern dokumentierte Restore-Tests mittlerweile explizit beim Abschluss oder der Verlängerung einer Police. Mehr zur Ausgestaltung einer solchen Strategie finden Sie auch in den Empfehlungen des Zentralverbands des Deutschen Handwerks zur Digitalisierung.
Für Betriebe in Dingelstädt und der weiteren Region begleitet die TTG GmbH diesen Prozess seit über 25 Jahren – von der Bestandsaufnahme bis zum ersten dokumentierten Restore-Test. Ihr IT-Systemhaus in Nordthüringen – TTG GmbH kennt die spezifischen Anforderungen von Handwerksbetrieben: GoBD-konforme Belegablage, E-Rechnung bei öffentlichen Auftraggebern und die besonderen Herausforderungen mobiler Datenerfassung auf der Baustelle.
- Starten Sie mit einem einmaligen Volltest – dieser zeigt sofort, wo Lücken bestehen
- Prüfen Sie, ob die Synchronisation mobiler Geräte tatsächlich täglich und vollständig läuft
- Ergänzen Sie Ihre Sicherung um eine räumlich getrennte oder unveränderliche Kopie
- Dokumentieren Sie den ersten Test vollständig – das ist bereits Ihr erster NIS2-konformer Nachweis
Was wir Ihnen direkt empfehlen: klare Schritte ohne Umwege
Wenn Sie sich nach diesem Artikel fragen, wo Sie anfangen sollen, lautet unsere Antwort: mit dem ersten Restore-Test, noch in diesem Monat. Nicht mit einer vollständigen Neustrukturierung, nicht mit einem langen Auswahlprozess – sondern mit dem konkreten Versuch, eine einzelne Datei oder einen Auftragsordner aus Ihrer bestehenden Sicherung zurückzuspielen.
Dieser erste Test dauert in der Regel weniger als eine Stunde. Er zeigt Ihnen, ob Ihr Backup grundsätzlich funktioniert, wie lange der Prozess dauert, wer ihn durchführen kann – und was fehlt. Das ist mehr Information als die meisten Betriebe aktuell über ihre Datensicherung haben.
Für die weiteren Schritte empfehlen wir eine klare Reihenfolge:
- RTO und RPO je Workload schriftlich festlegen: Was muss zuerst laufen, damit Sie Kunden weiter bedienen können? Wie viel Datenverlust ist für welches System vertretbar?
- Testplan erstellen: Monatlich, quartalsweise, jährlich – mit festen Terminen und benannten Verantwortlichen
- Stellvertreterregelung sicherstellen: Mindestens zwei Personen müssen den Restore-Prozess kennen und ein schriftliches Runbook zur Hand haben
- Backup-Wiederherstellung testen und protokollieren: Jeder Test braucht ein schriftliches Ergebnis – Datum, Dauer, Abweichungen
- Sicherungsstrategie auf 3-2-1-1-0 erweitern: Drei Kopien, zwei Medien, eine außer Haus, eine unveränderlich, null ungetestete Restores
Was Sie dabei nicht alleine stemmen müssen: die Einrichtung der isolierten Testumgebung, die Protokollierung für NIS2-Audits und die Auswahl der richtigen Backup-Lösung für Ihre Handwerkersoftware. Das sind Aufgaben, die wir für Sie übernehmen – zuverlässig und ohne IT-Fachchinesisch.
Sprechen Sie uns an. Das Erstgespräch zeigt Ihnen in 30 Minuten, wo Ihre größten Lücken liegen – und was Sie als erstes schließen sollten. Backup-Strategie von TTG GmbH planen lassen – wir melden uns innerhalb eines Werktags.
Ihre Checkliste: So starten Sie jetzt
- Führen Sie noch diese Woche einen ersten Datei-Restore durch – stellen Sie eine beliebige Datei aus Ihrer Sicherung wieder her und messen Sie, wie lange es dauert.
- Prüfen Sie, ob mobile Geräte Ihrer Monteure in die Sicherung einbezogen sind – Aufmaß-Apps, Zeiterfassung und Bautagebücher müssen automatisch synchronisiert und gesichert werden.
- Legen Sie RTO und RPO schriftlich fest – notieren Sie je System, wie lange der Betrieb ohne diese Daten auskommt und wie viel Datenverlust vertretbar ist.
- Erstellen Sie einen Testkalender – tragen Sie monatliche, quartalsweise und jährliche Restore-Tests als feste Termine ein, mit namentlich benannten Verantwortlichen.
- Benennen Sie eine Stellvertretung – mindestens eine zweite Person muss den Restore-Prozess kennen und anhand einer schriftlichen Anleitung (Runbook) durchführen können.
- Dokumentieren Sie jeden Test schriftlich – Datum, getestetes System, Dauer, aufgetretene Fehler, Ergebnis. Diese Protokolle sind bei Versicherungsabschlüssen und NIS2-Audits nachzuweisen.
- Prüfen Sie, ob Ihre Sicherung eine räumlich getrennte oder unveränderliche Kopie enthält – eine rein lokale Sicherung bietet bei Ransomware oder Feuer keinen ausreichenden Schutz.
- Sprechen Sie Ihren IT-Dienstleister konkret an – fragen Sie, wann zuletzt ein vollständiger Restore-Test durchgeführt und protokolliert wurde, und lassen Sie sich das Ergebnis zeigen.
Häufig gestellte Fragen
Wie oft sollten wir die Backup-Wiederherstellung testen?
Ein realistischer Rhythmus für Handwerksbetriebe: monatlich eine einzelne Datei oder einen Auftragsordner (30–60 Minuten), quartalsweise einen vollständigen Server oder eine Arbeitsstation, jährlich einen simulierten Totalausfall mit Zeitmessung. Wichtig ist dabei, nicht immer dasselbe System zu testen – alle Kategorien, inklusive Handwerkersoftware und E-Mail-Postfächer, sollten rotierend geprüft werden. Was einmal im Jahr real getestet wurde, ist kein blindes Vertrauen mehr.
Unsere Handwerkersoftware läuft seit Jahren stabil – muss die auch in den Testplan?
Ja, unbedingt. Gerade bei Software wie Streit, pds oder Label hängt die Funktionsfähigkeit nach einem Restore nicht nur von den Datendateien ab, sondern auch von Lizenzinformationen, Datenbankstruktur und Konfigurationsdateien. Diese können nach einem Software-Update oder einer Systemänderung unbemerkt vom Backup abweichen. Wer seine Handwerkersoftware nie im Restore getestet hat, weiß nicht, ob sie nach einem Ausfall tatsächlich wieder startet – und wie lange die Wiederherstellung dauert.
Unsere Monteure erfassen Daten auf privaten Smartphones – ist das ein Problem?
Es ist ein unterschätztes Risiko. Daten auf privaten Geräten sind in der Regel nicht Teil der zentralen Datensicherung. Geht ein Gerät verloren, werden Aufmaße, Baufotos und Stundennachweise unwiederbringlich gelöscht. Im Gewährleistungsfall – wenn Sie nachweisen müssen, wie ein Installationszustand vor der Verkleidung war – kann das teuer werden. Die Lösung ist eine zentrale, automatische Synchronisation aller mobilen Daten auf ein gesichertes System, bevor Geräte offline gehen.
Was kostet ein professioneller Restore-Test?
Das hängt vom Umfang ab. Ein monatlicher Datei-Restore lässt sich mit etwas Anleitung selbst durchführen – der Aufwand liegt bei unter einer Stunde. Für quartalsweise Server-Tests oder den jährlichen Volltest empfehlen wir die Begleitung durch einen IT-Dienstleister, der gleichzeitig die Protokollierung und die Auswertung übernimmt. Die Kosten dafür sind in aller Regel geringer als ein Tag Betriebsstillstand – und deutlich geringer als ein Datenverlust bei laufenden Aufträgen.
Wir sind GoBD-pflichtig – hat das Einfluss auf unsere Backup-Anforderungen?
Direkt. Die GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern) fordert, dass steuerrelevante Daten über den gesamten Aufbewahrungszeitraum – bis zu zehn Jahre – jederzeit lesbar und auswertbar sein müssen. Das bedeutet: Backups müssen nicht nur existieren, sondern auch langfristig wiederherstellbar sein. Wer seine Sicherung nie testet, kann nicht garantieren, dass er einem Betriebsprüfer in sieben Jahren Zugriff auf lückenlose Belege geben kann.
Martin Trappe ist Geschäftsführer der TTG Daten- und Bürosysteme GmbH in Dingelstädt. Mit über 25 Jahren Erfahrung im IT-Mittelstand betreut er kleine und mittelständische Unternehmen in Nordthüringen, Eichsfeld und Südniedersachsen. Die TTG GmbH ist ISO/IEC 27001 zertifiziert – dem höchsten Standard für Informationssicherheit.
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Wissen Sie heute mit Sicherheit, dass Ihre Handwerkersoftware und alle Auftragsdaten nach einem Systemausfall innerhalb von Stunden – nicht Tagen – vollständig wiederhergestellt werden könnten?
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Ein Ransomware-Angriff oder Festplattenausfall kann Ihr Unternehmen lahmlegen. Die TTG GmbH entwickelt eine passende Backup-Strategie für KMU in Nordthüringen.