Microsoft 365 sicher einrichten – Schritt für Schritt zum produktiven Cloud-Arbeitsplatz
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Veröffentlicht: 18. August 2026 · Lesezeit: ca. 13 Minuten
Knapp 70 % der kleinen deutschen Unternehmen nutzen noch veraltete Office-Versionen – Office 2016 führt diese Liste mit einem Anteil von 37 % an (Intra2net KMU-Studie 2024). Was auf den ersten Blick wie eine interne IT-Statistik wirkt, hat handfeste Konsequenzen: Wer heute noch auf einer Einzelplatzlizenz von vor zehn Jahren arbeitet, zahlt womöglich für Sicherheitslücken, die längst bekannt sind – und für Funktionen, die seine Konkurrenz schon produktiv nutzt. Gleichzeitig stiegen die Listenpreise für Microsoft 365 Business Basic und Standard zum 1. Juli 2026 um 12 bis 16 % – ein guter Zeitpunkt, das eigene Setup einmal grundlegend zu hinterfragen, bevor die nächste Verlängerung automatisch greift.
Microsoft 365 ist heute für viele Betriebe weit mehr als eine Bürosoftware: Es ist die Plattform, auf der E-Mails laufen, Dateien geteilt werden, Teams kommunizieren – und zunehmend auch der Ort, an dem Sicherheitsrichtlinien greifen oder scheitern. Wer die Einrichtung halbherzig angeht, bemerkt das oft erst, wenn etwas schiefläuft.
Gleichzeitig ist die Zahl der Unternehmen, die Cloud-Dienste aktiv nutzen, deutlich gestiegen: Laut Statistischem Bundesamt setzen inzwischen 54 % aller deutschen Unternehmen kostenpflichtige Cloud-Services ein – bei Betrieben mit 10 bis 49 Mitarbeitenden liegt der Anteil bei 51 %. Der Schritt in die Cloud ist also kein Sonderprojekt mehr, sondern betrieblicher Alltag. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie gut die Einrichtung gelingt.
Dieser Leitfaden führt Sie durch die konkrete Umsetzung: von der Bestandsaufnahme und Lizenzwahl über die Sicherheitskonfiguration bis zu den typischen Stolperfallen, die erfahrene IT-Dienstleister immer wieder sehen. Sie brauchen dafür kein tiefes IT-Fachwissen – aber etwas Zeit und die Bereitschaft, ein paar Entscheidungen bewusst zu treffen.
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Anteil kleiner deutscher Unternehmen mit veralteten Office-Versionen | 70 % | Intra2net KMU-Studie 2024 |
| Häufigste eingesetzte veraltete Version: Office 2016 | 37 % der betroffenen Betriebe | Intra2net KMU-Studie 2024 |
| Deutsche Unternehmen, die kostenpflichtige Cloud-Services nutzen | 54 % gesamt, 51 % bei 10–49 MA | Destatis 2025 |
| Preisanstieg Microsoft 365 Business Basic ab Juli 2026 | +16 % (von 6,00 auf 7,00 USD/Nutzer/Monat) | Hagel IT, Juni 2026 |
Das Ziel: Was Sie nach der Einrichtung gewonnen haben
Bevor Sie in die Umsetzung gehen, lohnt ein klarer Blick auf das Ergebnis – nicht als Motivationsfolie, sondern als konkreter Maßstab, an dem Sie später prüfen können, ob die Einrichtung wirklich vollständig war.
Ein sauber eingerichtetes Microsoft 365 bedeutet konkret: Alle Mitarbeitenden melden sich mit modernen, gesicherten Konten an. E-Mails, Kalender und Dateien sind sowohl im Büro als auch mobil erreichbar, ohne dass jemand Daten auf USB-Sticks oder privaten Cloud-Diensten zwischenspeichert. Vertrauliche Dokumente – etwa Lieferscheine, Rechnungen, Dispositionsdaten – liegen an einem zentralen Ort, versioniert und zugriffskontrolliert. Und bei einem Gerätedefekt oder einem Mitarbeiterwechsel lässt sich ein Konto in Minuten sperren oder übertragen.
Das klingt nach einem langen Weg. In der Praxis erleben wir, dass ein mittelgroßer Betrieb – mit klarem Plan und einem IT-Dienstleister an der Seite – die Grundkonfiguration an einem oder zwei Arbeitstagen abschließen kann. Was länger dauert, ist die Datenmigration und die Nutzerschulung. Aber auch das lässt sich phasenweise angehen.
Ein Beispiel aus unserer Region: Ein Betrieb mit rund 20 Arbeitsplätzen hatte seit Jahren unterschiedliche Office-Versionen im Einsatz – darunter noch Office 2016. Freigegebene Laufwerke, kein zentrales Passwortmanagement, E-Mail über einen lokalen Server ohne Redundanz. Die Umstellung auf Microsoft 365 hat dort nicht nur die Zusammenarbeit vereinfacht, sondern auch das Risiko spürbarer Ausfälle deutlich reduziert.
Für eine strukturierte Einführung – von der Lizenzwahl bis zur ersten Anmeldung Ihrer Mitarbeitenden – steht Ihnen die Microsoft 365 Einführung & Betreuung – TTG GmbH als erfahrener Partner zur Seite.
- Definieren Sie vorab, was „fertig“ für Ihren Betrieb bedeutet – E-Mail, Dateiablage, Teams-Telefonie?
- Legen Sie fest, welche Abteilungen oder Rollen zuerst umgestellt werden.
- Benennen Sie intern eine verantwortliche Person für die Koordination.
- Klären Sie, welche bestehenden Systeme (ERP, Warenwirtschaft, Branchensoftware) betroffen sind.
Voraussetzungen: Was Sie vor dem Start klären sollten
Eine Microsoft 365-Einführung scheitert selten an der Technik – häufiger an fehlender Vorbereitung. Wer weiß, was er hat, trifft bessere Entscheidungen. Deshalb beginnt die eigentliche Arbeit mit einer Bestandsaufnahme, nicht mit dem Kauf.
Lizenzen und Verlängerungsdaten prüfen. Seit Juli 2026 gelten neue Listenpreise: Business Basic kostet 7,00 USD statt 6,00 USD, Business Standard stieg auf 14,00 USD. Bestandskunden zahlen bis zur nächsten Vertragsverlängerung noch die alten Preise – aber die Verlängerung kommt. Wer sein Datum nicht kennt, wird überrascht. Rufen Sie Ihren IT-Dienstleister an oder sehen Sie im Microsoft Admin Center unter „Abonnements“ nach.
Welcher Plan passt? Die folgende Tabelle hilft bei der Einordnung:
| Ihre Situation | Empfehlung | Warum |
|---|---|---|
| Hauptsächlich E-Mail und Dateiablage, schmales Budget | Business Basic | Web-Apps inklusive, kein Desktop-Office |
| Mitarbeitende brauchen vollwertiges Office auf dem Rechner | Business Standard | Desktop-Apps für bis zu 5 Geräte pro Nutzer |
| Sensible Daten, Compliance-Anforderungen, mobiles Arbeiten | Business Premium | Erweiterte Sicherheitsfunktionen, Intune, Defender |
Add-ons auf Doppelzahlung prüfen. Mit der Verdopplung der Postfachgröße auf 100 GB (Rollout seit Juni 2026) können bisher separat gebuchte Exchange-Speichererweiterungen überflüssig werden. Gleichen Sie Ihre aktuelle Add-on-Liste ab, bevor Sie verlängern.
Für alle Sicherheitsfragen rund um die Konfiguration bietet die IT-Sicherheit für Microsoft 365 – TTG GmbH konkrete Unterstützung.
- Exportieren Sie eine Liste aller aktuellen Lizenzen und Add-ons aus dem Admin Center.
- Notieren Sie Ihr Verlängerungsdatum und setzen Sie sich eine Erinnerung 60 Tage vorher.
- Erfassen Sie alle Geräte, die noch Legacy-Protokolle wie IMAP oder POP nutzen (Scanner, Drucker, ältere Software).
- Stimmen Sie mit Ihrem Steuerberater oder Datenschutzbeauftragten ab, ob DSGVO-relevante Daten in die Cloud migriert werden sollen.
Schritt 1: Tenant einrichten und Nutzerkonten anlegen
Der erste konkrete Schritt ist die Einrichtung Ihres Microsoft-Tenants – also Ihrer eigenen, abgeschlossenen Microsoft 365-Umgebung. Wenn Sie die Lizenzen über einen Microsoft-Partner beziehen, übernimmt dieser die initiale Einrichtung. Kaufen Sie direkt bei Microsoft, starten Sie unter Microsoft 365 – offizielle Dokumentation mit dem Setup-Assistenten.
Domain verbinden. Damit E-Mails künftig über Ihre eigene Adresse laufen (z. B. name@ihrbetrieb.de), müssen Sie Ihre Domain bei Ihrem Registrar (z. B. IONOS, Strato, Hetzner) mit dem Microsoft-Tenant verknüpfen. Microsoft stellt dafür automatisch die notwendigen DNS-Einträge bereit. Planen Sie dafür 30 bis 60 Minuten ein – die DNS-Übertragung selbst kann bis zu 24 Stunden dauern.
Nutzerkonten anlegen. Legen Sie zunächst nur die Konten an, die Sie in der ersten Phase brauchen – nicht gleich alle auf einmal. Empfehlenswert ist eine Namenskonvention (z. B. vorname.nachname@firma.de), die Sie konsequent durchhalten. Vergeben Sie Lizenzen gezielt: Nicht jeder Mitarbeitende braucht denselben Plan.
Administratorkonto absichern. Das globale Admin-Konto sollte keine reguläre E-Mail-Adresse sein und ausschließlich für Verwaltungsaufgaben genutzt werden. Vergeben Sie ein starkes, einzigartiges Passwort und aktivieren Sie sofort die Multi-Faktor-Authentifizierung für dieses Konto – bevor Sie irgendetwas anderes konfigurieren.
Die ISO/IEC 27001 zertifiziert – TTG GmbH hat bei zahlreichen Einrichtungen begleitet: Fehler beim Admin-Konto zählen zu den häufigsten und folgenreichsten Versäumnissen.
- Richten Sie die eigene Domain im Admin Center ein und verifizieren Sie sie über DNS.
- Erstellen Sie ein separates globales Administratorkonto mit starkem Passwort.
- Aktivieren Sie MFA für das Admin-Konto sofort nach der Erstellung.
- Legen Sie Nutzerkonten nach einheitlicher Namenskonvention an.
- Weisen Sie Lizenzen gezielt nach tatsächlichem Bedarf zu.
Schritt 2: Sicherheit konfigurieren – die wichtigsten Einstellungen
Wer Microsoft 365 einrichtet, ohne die Sicherheitsgrundlagen zu setzen, übergibt einen Schlüssel ohne Schloss. Dieser Schritt ist kein optionaler Zusatz – er gehört zur Grundkonfiguration.
Security Defaults aktivieren. Microsoft stellt für alle Tenants kostenlose Sicherheits-Voreinstellungen bereit, die Multi-Faktor-Authentifizierung für alle Nutzer erzwingen und Legacy-Authentifizierungsprotokoll blockieren. Die Aktivierung dauert etwa 15 Minuten im Azure Active Directory-Portal. Für die meisten kleineren Betriebe reicht das als Startpunkt aus.
Legacy-Authentifizierung prüfen. Bevor Sie IMAP, POP und einfaches SMTP-Auth abschalten, müssen Sie wissen, ob Drucker, Scanner oder ältere Branchensoftware diese Protokolle noch verwenden. Prüfen Sie das im Azure AD-Anmeldeprotokoll – dort sehen Sie, welche Geräte und Apps noch auf Legacy-Protokolle angewiesen sind. Erst dann abschalten.
Berechtigungen strukturieren. Nicht jeder Mitarbeitende braucht Zugriff auf alle SharePoint-Dokumente oder alle freigegebenen Postfächer. Richten Sie Gruppen ein und vergeben Sie Berechtigungen über diese Gruppen – nicht über Einzelnutzer. Das spart bei Personalwechseln erheblich Aufwand.
Ein aktueller Hinweis: Wer im Betrieb Zoom für Videokonferenzen einsetzt, sollte das System sofort auf die aktuelle Version aktualisieren. Heise Security berichtete im August 2026 über eine Zero-Klick-Lücke, über die Angreifer in laufenden Video-Calls fremden Code einschleusen können – ohne Nutzerinteraktion. Microsoft Teams, das in Microsoft 365 integriert ist, war davon nicht betroffen.
Weitere Orientierung bietet das BSI – Sicheres Cloud Computing mit konkreten Empfehlungen für Unternehmen.
Für komplexere Anforderungen – etwa Conditional Access oder Intune-Geräteverwaltung – unterstützt die IT-Infrastruktur & Cloud-Migration – TTG GmbH.
- Aktivieren Sie Security Defaults im Azure Active Directory-Portal.
- Prüfen Sie vorab, welche Geräte noch IMAP/POP verwenden – dann Legacy-Auth gezielt abschalten.
- Vergeben Sie SharePoint- und Postfachberechtigungen über Gruppen, nicht über Einzelnutzer.
- Führen Sie eine einfache Zugriffsübersicht: Wer darf was sehen?
Schritt 3: Datenmigration und Inbetriebnahme
Die eigentliche Umstellung – also der Wechsel des laufenden Betriebs auf Microsoft 365 – ist der Schritt, der am meisten Vorbereitung verlangt und am häufigsten unterschätzt wird. Gut geplant läuft er ohne Ausfall durch; schlecht geplant kostet er Nerven und Arbeitsstunden.
E-Mails migrieren. Microsoft stellt im Admin Center verschiedene Migrationspfade bereit: IMAP-Migration für externe Postfächer, Cutover-Migration für kleinere Exchange-On-Premises-Umgebungen oder Hybrid-Migration für größere Installationen. Welcher Weg der richtige ist, hängt davon ab, woher Ihre E-Mails kommen. Klären Sie das im Vorfeld – nicht beim ersten Fehler.
Dateien zentral ablegen. Statt lokaler Netzlaufwerke oder NAS-Systeme kommt künftig SharePoint oder OneDrive for Business zum Einsatz. Empfehlenswert: Übertragen Sie nicht alles auf einmal. Beginnen Sie mit einer Abteilung oder einem Projektordner, prüfen Sie die Struktur, und weiten Sie den Rollout dann aus. Dateien mit sensiblen Inhalten – etwa Fahrtenbücher, Kundenstammdaten, Frachtnachweise – sollten Sie vorab auf ihre DSGVO-Relevanz prüfen.
Nutzerschulung nicht vergessen. Der häufigste Grund für schlechte Akzeptanz nach einer Umstellung: Die Mitarbeitenden wurden nicht eingebunden. Planen Sie mindestens eine kurze Einführungssitzung pro Team ein. Zeigen Sie konkret, wo Dateien jetzt liegen, wie Teams-Chats funktionieren und wie die neue Anmeldung mit MFA abläuft.
Unserer Erfahrung nach reicht für einen Betrieb mit bis zu 25 Arbeitsplätzen ein strukturierter Einführungsnachmittag, um die wichtigsten Abläufe zu vermitteln. Was danach noch offenbleibt, lässt sich im laufenden Betrieb nachschulen.
Für die Planungsphase und Begleitung der Migration steht Über 25 Jahre IT-Erfahrung – TTG GmbH als Partner zur Verfügung.
- Wählen Sie den passenden Migrationspfad für Ihre E-Mails (IMAP, Cutover oder Hybrid).
- Beginnen Sie die Dateimigration mit einer Abteilung als Pilotprojekt.
- Klären Sie vorab, welche Dateien DSGVO-relevant sind und besonderer Sorgfalt bedürfen.
- Planen Sie eine kurze Nutzerschulung pro Team ein – vor dem Go-Live, nicht danach.
- Testen Sie nach der Migration, ob alle alten Systeme (ERP, Branchensoftware) noch funktionieren.
Typische Stolperfallen – und wie Sie sie umgehen
Manche Fehler wiederholen sich bei der Einführung von Microsoft 365 so zuverlässig, dass man sie fast vorhersagen kann. Hier sind die häufigsten – mit dem konkreten Gegenmittel.
Stolperfalle 1: Zu viele Lizenzen des falschen Typs. Ein Speditionsbetrieb aus unserer Region hatte nach der Umstellung festgestellt, dass mehrere Fahrer und Lagerhelfer mit Business Premium-Lizenzen ausgestattet waren – obwohl sie ausschließlich mobil auf ein freigegebenes Postfach zugreifen. Das war schlicht Überausstattung. Nach dem Lizenz-Audit ließen sich pro Monat mehrere Hundert Euro einsparen.
Stolperfalle 2: Copilot Chat als versteckter Kostenfaktor. Seit der Integration ist Copilot Chat in allen kommerziellen Business-Plänen fest enthalten – ohne Opt-out. Wer den vollwertigen Microsoft 365 Copilot möchte, zahlt zusätzlich rund 26 € pro Nutzer und Monat. Prüfen Sie, ob das für Ihre Mitarbeitenden tatsächlich einen Mehrwert bringt, bevor Sie das Add-on buchen. Das neue „Copilot in 30″-Programm erlaubt einen 30-tägigen Test mit 25 Nutzern.
Stolperfalle 3: Doppelt bezahlte Add-ons. Mit der Verdopplung des Postfachspeichers auf 100 GB sind externe Exchange-Erweiterungen für die meisten Betriebe obsolet geworden. Wer das nicht prüft, zahlt doppelt.
Stolperfalle 4: Security-Einstellungen nach dem Start vergessen. Viele Betriebe aktivieren Security Defaults – und denken dann nicht mehr daran. Planen Sie einen jährlichen Security-Review ein. Das BSI empfiehlt Unternehmen in seiner Orientierungshilfe zu Cloud Computing, Zugriffsrechte und Konfigurationen regelmäßig zu überprüfen.
Als ISO/IEC 27001-zertifizierter IT-Partner mit über 25 Jahren Erfahrung sehen wir bei Audits immer wieder dieselben Lücken – nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil im Tagesgeschäft niemand Zeit dafür findet. Ein strukturierter Jahres-Check schließt genau diese Lücken. Für Betriebe in Heilbad Heiligenstadt und der gesamten Region bietet die Microsoft 365 Beratung anfragen einen direkten Einstieg.
- Gleichen Sie Ihre Lizenzliste gegen den tatsächlichen Nutzungsbedarf ab – vor jeder Verlängerung.
- Kündigen Sie Add-ons, die durch die Paketaufwertung überflüssig wurden (z. B. Postfachspeicher-Erweiterungen).
- Bewerten Sie den Copilot-Bedarf ehrlich – und nutzen Sie den Testzugang, bevor Sie fix buchen.
- Planen Sie einen jährlichen Security-Review fest im Kalender ein.
Ergebnis prüfen: Woran Sie erkennen, dass alles richtig läuft
Die Einrichtung ist abgeschlossen – aber wie wissen Sie, ob alles wirklich funktioniert? Diese Frage wird erstaunlich selten gestellt. Dabei lassen sich die wichtigsten Prüfpunkte ohne IT-Fachwissen selbst abarbeiten.
Anmeldung und MFA testen. Melden Sie sich auf einem Gerät ab, das Sie noch nicht genutzt haben – zum Beispiel einem Smartphone im mobilen Netz. Sie sollten beim Login zur Multi-Faktor-Authentifizierung aufgefordert werden. Klappt das nicht, ist MFA nicht korrekt konfiguriert.
E-Mail-Zustellung prüfen. Senden Sie eine E-Mail von einer externen Adresse an Ihre neue Microsoft 365-Adresse – und eine zurück. Prüfen Sie, ob die E-Mail im Posteingang landet und ob Signaturen, Abwesenheitsregeln und freigegebene Postfächer korrekt funktionieren.
Dateifreigaben testen. Rufen Sie eine SharePoint-Datei über einen Browser auf einem Gerät auf, das nicht in die Domain eingebunden ist. Sie sollten – je nach eingestellter Berechtigungsebene – entweder Zugriff erhalten oder eine klare Zugriffsverweigerung sehen. Beides ist korrekt, solange es der gewollten Konfiguration entspricht.
Admin Center im Blick behalten. Das Microsoft 365 Admin Center zeigt unter „Integrität“ den Status aller Dienste in Echtzeit. Richten Sie E-Mail-Benachrichtigungen für Dienstunterbrechungen ein – das dauert zwei Minuten und spart im Ernstfall wertvolle Reaktionszeit.
Einen letzten Blick auf Windows werfen. Wenn Ihr Betrieb Windows Server oder Windows 11 betreibt: Golem berichtete im August 2026, dass Microsoft Mitte Oktober den Support für Windows Server 2022 und Windows 11 24H2 beendet. Prüfen Sie jetzt, ob betroffene Systeme in Ihrer Umgebung vorhanden sind und Updates eingeplant werden müssen.
- Testen Sie die MFA-Anmeldung auf einem neuen Gerät oder Browser.
- Senden und empfangen Sie Testmails über interne und externe Adressen.
- Prüfen Sie Dateifreigaben und Berechtigungen auf einem nicht verwalteten Gerät.
- Aktivieren Sie Dienstbenachrichtigungen im Admin Center.
- Kontrollieren Sie, ob Ihre Windows-Systeme noch Support erhalten – und planen Sie ggf. Updates ein.
Ihre Checkliste: So starten Sie jetzt
- Ermitteln Sie Ihr aktuelles Lizenzverlängerungsdatum im Microsoft Admin Center – setzen Sie sich eine 60-Tage-Erinnerung.
- Exportieren Sie alle aktiven Lizenzen und Add-ons und gleichen Sie sie gegen den tatsächlichen Bedarf ab.
- Wählen Sie den passenden Microsoft 365-Plan anhand Ihrer Anforderungen (Basic / Standard / Premium).
- Richten Sie ein separates globales Administratorkonto ein und aktivieren Sie sofort MFA dafür.
- Aktivieren Sie Security Defaults im Azure Active Directory-Portal (Aufwand: ca. 15–30 Minuten).
- Prüfen Sie, welche Geräte und Anwendungen noch IMAP/POP verwenden – bevor Sie Legacy-Auth abschalten.
- Starten Sie die Datenmigration mit einer Pilot-Abteilung und schulen Sie das Team vor dem Go-Live.
- Führen Sie nach der Einrichtung alle Ergebnis-Checks durch: MFA-Test, E-Mail-Zustellung, Dateifreigaben, Admin Center-Benachrichtigungen.
Häufig gestellte Fragen
Lohnt sich Microsoft 365 für einen Betrieb mit weniger als 10 Mitarbeitenden?
Ja – gerade für kleine Betriebe bringt die Plattform überproportional viel: zentrale Dateiablage, professionelle E-Mail-Infrastruktur und eine solide Sicherheitsbasis, die lokal kaum zu diesem Preis abzubilden wäre. Business Basic ist bereits ab 7,00 USD pro Nutzer und Monat verfügbar. Wer ausschließlich im Browser arbeitet, kommt damit vollständig aus. Die Frage ist nicht, ob es sich lohnt – sondern welcher Plan zum tatsächlichen Arbeitsalltag passt.
Wie lange dauert die Einrichtung realistisch?
Für einen Betrieb mit bis zu 25 Arbeitsplätzen ist die Grundkonfiguration – Tenant, Domain, Nutzerkonten, Sicherheitsgrundlagen – an einem Arbeitstag abschließbar. Die Datenmigration (E-Mails, Dateien) braucht je nach Datenmenge ein bis drei weitere Tage. Nutzerschulungen und die Feineinstellung der Berechtigungen kommen obendrauf. Planen Sie zwei Wochen für einen sauber begleiteten Rollout ein – dann bleibt Puffer für das Unerwartete.
Was bedeutet die Preiserhöhung konkret für meinen Vertrag?
Bestandskunden zahlen bis zur nächsten Vertragsverlängerung noch die alten Preise. Danach gelten die neuen Listenpreise – Business Basic +16 %, Business Standard +12 %, Business Premium bleibt stabil. Wenn Sie Ihr Verlängerungsdatum nicht kennen, sehen Sie es im Admin Center unter „Abonnements“. Sprechen Sie rechtzeitig mit Ihrem IT-Dienstleister, ob eine Anpassung des Plans sinnvoll ist.
Ist Microsoft 365 DSGVO-konform?
Microsoft bietet für europäische Kunden die Datenspeicherung in EU-Rechenzentren an und hat einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) als Standardbestandteil der Nutzungsbedingungen integriert. Technisch ist die Grundlage vorhanden. Entscheidend ist aber auch, wie Ihr Betrieb die Plattform konfiguriert – also wer Zugriff auf welche Daten hat. Eine Datenschutzfolgenabschätzung für besonders sensible Datenverarbeitungen ist in vielen Fällen empfehlenswert.
Kann ich Microsoft 365 selbst einrichten oder brauche ich externe Hilfe?
Die Grundeinrichtung ist mit dem Microsoft-Einrichtungsassistenten auch ohne tiefes IT-Wissen möglich. Kritische Punkte – Sicherheitskonfiguration, Legacy-Protokolle abschalten, Berechtigungsstrukturen – erfordern jedoch Sorgfalt. Fehler dort bleiben oft lange unbemerkt und können erhebliche Sicherheitslücken hinterlassen. TTG GmbH begleitet Betriebe auf Wunsch nur bei diesen kritischen Schritten, ohne die gesamte Einrichtung übernehmen zu müssen.
Martin Trappe ist Geschäftsführer der TTG Daten- und Bürosysteme GmbH in Dingelstädt. Mit über 25 Jahren Erfahrung im IT-Mittelstand betreut er kleine und mittelständische Unternehmen in Nordthüringen, Eichsfeld und Südniedersachsen. Die TTG GmbH ist ISO/IEC 27001 zertifiziert – dem höchsten Standard für Informationssicherheit.
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