Backup und Recovery: Warum eine Datensicherung allein nicht reicht – und was wirklich schützt
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Veröffentlicht: 05. August 2026 · Lesezeit: ca. 13 Minuten
Donnerstagvormittag, der Bauleiter ruft aus dem Büro an: Die Aufmaß-Software startet nicht mehr, und die komplette Kundendatei für das laufende Großprojekt ist weg. Kein Zugriff, kein Backup-Symbol auf dem Desktop – nur eine Fehlermeldung. Die Büroangestellte erinnert sich, dass „irgendwas mit Sicherung“ eingerichtet worden war, vor zwei Jahren, vom damaligen IT-Dienstleister. Ob das noch läuft? Wer das weiß? Unklar. Das Angebot für den Kunden muss aber heute raus.
Diese Situation ist kein Extremfall. Sie passiert in ganz ähnlicher Form regelmäßig – und meistens nicht durch einen spektakulären Angriff, sondern durch einen defekten Datenträger, eine versehentlich gelöschte Datei oder ein fehlgeschlagenes Software-Update. Der eigentliche Schmerz entsteht nicht im Moment des Ausfalls, sondern dann, wenn man merkt: Die Sicherung existiert zwar – aber niemand weiß, ob sie funktioniert.
Backup und Recovery gehören zu den Themen, bei denen die meisten Unternehmen glauben, gut aufgestellt zu sein – bis es darauf ankommt. Eine Datensicherung einzurichten ist der erste Schritt, aber bei weitem nicht der letzte. Entscheidend ist, ob sich verlorene Daten im Ernstfall tatsächlich schnell und vollständig wiederherstellen lassen.
Die Realität in vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen sieht anders aus: Backups laufen still im Hintergrund, werden aber nie auf Vollständigkeit oder Wiederherstellbarkeit geprüft. Eine Studie von DATA REVERSE (Q1/2025, n=285) zeigt, dass 72 % der deutschen KMU ihre Backups nie oder selten testen – obwohl 77 % mindestens wöchentlich sichern. Das ist eine gefährliche Lücke.
Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, welche Fehler sich in der Praxis häufen, wie Sie eine belastbare Backup-Strategie Schritt für Schritt aufbauen und warum der organisatorische Teil – wer darf was entscheiden, wer ruft wen an – mindestens so wichtig ist wie die Technik dahinter. Am Ende finden Sie eine Checkliste, die Sie sofort nutzen können.
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| KMU, die Backups nie oder selten auf Wiederherstellbarkeit testen | 72 % | DATA REVERSE Backup-Studie Q1/2025 |
| Deutsche KMU mit hybridem Backup-Ansatz (Cloud + lokal) | 59 % (vs. 19 % drei Jahre zuvor) | DATA REVERSE Backup-Studie Q1/2025 |
| KMU, bei denen Ransomware innerhalb eines Jahres messbaren Schaden verursachte | 34 % | Bitkom Wirtschaftsschutz-Studie 2025 |
| Dokumentierte Ransomware-Angriffe gegen KMU (Anteil aller erfassten Angriffe) | 80 % | BSI Lagebericht IT-Sicherheit 2025 |
Was auf dem Spiel steht, wenn der Ernstfall kommt
Ein Datenverlust trifft Unternehmen selten zu einem günstigen Zeitpunkt. Ob Ransomware, Hardware-Defekt oder menschlicher Fehler – der Schaden entsteht nicht nur durch den Ausfall selbst, sondern durch die Stunden und Tage, in denen der Betrieb stillsteht. Und je länger die Wiederherstellung dauert, desto teurer wird es: entgangene Aufträge, Vertragsstrafen, Reputationsverlust.
Besonders tückisch ist dabei ein weit verbreitetes Missverständnis: Viele Unternehmer setzen Datensicherung mit Datenschutz gleich. Eine Sicherung vorhanden zu haben, bedeutet aber noch nicht, dass Backup und Recovery im Notfall wirklich funktioniert. Der Unterschied liegt im Testen – und genau dort klafft in vielen Betrieben eine echte Lücke.
In Heilbad Heiligenstadt und der gesamten Region betreuen wir von der TTG GmbH Betriebe unterschiedlichster Größe. Immer wieder erleben wir, dass Backup-Systeme seit Monaten still laufen – aber niemand bemerkt hat, dass die Sicherung wegen eines Konfigurationsfehlers schon lange keine vollständigen Daten mehr enthält. Erst beim Versuch der Wiederherstellung kommt die Ernüchterung.
Was konkret auf dem Spiel steht:
- Betriebsdaten wie Angebote, Abrechnungen und Kundenstammdaten sind oft nicht redundant gespeichert
- Spezialsoftware (ERP, Branchenlösungen) lässt sich ohne Datenbasis kaum neu aufsetzen
- Behördliche Meldepflichten (z. B. nach DSGVO) greifen bereits ab 72 Stunden nach einem Vorfall
- Cyber-Versicherungen verlangen zunehmend den Nachweis getesteter Wiederherstellungsverfahren – fehlt dieser, kann die Versicherung die Leistung verweigern
Mehr dazu, wie eine solide Grundlage aussieht, finden Sie in unserer Übersicht zu IT-Infrastruktur & Datensicherung – TTG GmbH.
Die häufigsten Fehler – und warum sie so hartnäckig sind
Beim Thema Backup und Recovery gibt es eine Handvoll Fehler, die sich immer wiederholen – branchenübergreifend und unabhängig von der Unternehmensgröße. Wer sie kennt, kann sie vermeiden.
Fehler 1: Backup ohne Restore-Test. Eine Sicherung, die nie wiederhergestellt wurde, ist eine Annahme – keine Garantie. 72 % der KMU testen ihre Backups nie oder selten (DATA REVERSE Q1/2025). In der Praxis heißt das: Drei von vier Betrieben wissen schlicht nicht, ob ihre Sicherung im Ernstfall trägt.
Fehler 2: Backup im selben Netz wie die Produktion. Wer sein Backup auf einem Netzlaufwerk speichert, das mit demselben Server verbunden ist wie die Arbeitsdaten, hat im Ransomware-Fall wenig gewonnen. Angreifer verschlüsseln heute routinemäßig alle erreichbaren Laufwerke – das BSI empfiehlt daher ausdrücklich die physische oder logische Trennung der Backup-Infrastruktur vom Produktionsnetz (vgl. BSI – Empfehlungen zur Datensicherung).
Fehler 3: Nur ein Speichermedium, nur ein Ort. Eine einzelne externe Festplatte, die im Serverschrank liegt, erfüllt keine Mindestanforderungen. Sie kann stehlen, brennen oder schlicht ausfallen.
Fehler 4: Kein Wiederherstellungsplan. Wer sichert, aber nicht schriftlich festgelegt hat, wer im Ernstfall was tut, verliert wertvolle Zeit. Oft weiß nur eine einzige Person im Betrieb, wie die Wiederherstellung funktioniert – und ist im Urlaub oder krank.
Fehler 5: Backup und Recovery als rein technisches Thema behandeln. Die Technik ist lösbar. Gefährlicher ist die organisatorische Lücke: fehlende Zuständigkeiten, keine Eskalationswege, keine Kommunikationsstrategie für den Krisenfall.
- Prüfen Sie, ob Ihre Sicherung physisch vom Produktionsnetz getrennt ist
- Legen Sie schriftlich fest, wer im Ernstfall entscheidet und handelt
- Stellen Sie sicher, dass mindestens zwei Personen den Restore-Prozess kennen
- Überprüfen Sie, ob Ihr Backup-System aktuell Fehlermeldungen produziert
Unsere Leistungen rund um Backup & Datensicherung durch die TTG GmbH helfen Ihnen, diese Lücken systematisch zu schließen.
Schritt für Schritt zu einer belastbaren Backup-Strategie
Eine gute Backup-Strategie entsteht nicht durch ein einmaliges Einrichten eines Tools, sondern durch einen strukturierten Prozess. Der folgende Ablauf lässt sich auch ohne eigenes IT-Team umsetzen – vorausgesetzt, die Verantwortlichkeiten sind klar geregelt.
Schritt 1: Inventur Ihrer Daten. Welche Daten sind für Ihren Betrieb geschäftskritisch? Kundenstamm, laufende Aufträge, Buchungsdaten, Maschinenkonfigurationen? Notieren Sie diese Liste – sie ist die Grundlage für alles Weitere.
Schritt 2: 3-2-1-Regel umsetzen. Drei Kopien Ihrer Daten, auf zwei verschiedenen Medientypen, davon eine extern. Das ist die Mindestempfehlung des BSI (Grundschutz CON.3) und der günstigste Einstieg in eine belastbare Backup-Strategie. Lokal auf NAS oder Festplatte, zusätzlich in die Cloud – fertig ist die Grundstruktur.
Schritt 3: Immutable Backup ergänzen. Wer Backup und Recovery wirklich gegen Ransomware absichern will, braucht eine unveränderliche Kopie – sogenannte Immutable Backups per Object Lock. Selbst wenn ein Angreifer Admin-Rechte erlangt, kann er diese Sicherung nicht löschen oder verschlüsseln. Tools wie Veeam – Backup & Disaster Recovery oder Acronis bieten das out-of-the-box.
Schritt 4: Restore-Test einplanen – konkret. Blocken Sie einen Termin pro Quartal. Der Test dauert in der Regel 30–60 Minuten: eine Datei, einen Ordner oder eine komplette VM wiederherstellen, Ergebnis dokumentieren. Dieser schriftliche Nachweis ist kein bürokratischer Selbstzweck – er ist Pflicht unter NIS2 und DORA und wird von Cyber-Versicherern aktiv eingefordert.
Schritt 5: Wiederherstellungsplan schreiben. Eine einfache Textdatei reicht: Wer ruft wen an? Wer hat Zugriff auf die Backup-Systeme? Wer informiert Kunden oder Behörden? Dieser Plan wird einmal jährlich überprüft und ggf. angepasst.
- Datenliste der geschäftskritischen Systeme erstellen
- 3-2-1-Regel als Mindeststandard implementieren
- Immutable Backup für mindestens eine Kopie aktivieren
- Quartals-Restore-Test im Kalender fixieren und schriftlich festhalten
- Wiederherstellungsplan mit Rollen und Eskalationswegen dokumentieren
Als ISO/IEC 27001 zertifiziertes Unternehmen – TTG GmbH begleiten wir Sie bei jedem dieser Schritte – von der Konzeption bis zur Dokumentation für Audits und Versicherer.
Technik verständlich: Was hinter modernen Backup-Konzepten steckt
Backup und Recovery muss kein Fachjargon-Dschungel sein. Die folgenden Konzepte sind entscheidend – und lassen sich in wenigen Sätzen erklären.
Vollsicherung, differenziell, inkrementell: Eine Vollsicherung kopiert alle Daten komplett. Inkrementelle Sicherungen erfassen nur Änderungen seit dem letzten Backup – sie sind schnell, aber im Wiederherstellungsfall aufwändiger. Differenzielle Sicherungen speichern alle Änderungen seit der letzten Vollsicherung. Für die meisten KMU empfehlen wir: täglich inkrementell, wöchentlich differenziell, monatlich vollständig.
RPO und RTO – zwei Zahlen, die zählen: Der Recovery Point Objective (RPO) beschreibt, wie viele Datenverlust Sie maximal verkraften – z. B. maximal 4 Stunden. Der Recovery Time Objective (RTO) definiert, wie lange die Wiederherstellung dauern darf. Kennen Sie diese Werte für Ihr Unternehmen? Wenn nicht, ist das der erste Gesprächspunkt, den Sie mit Ihrem IT-Partner führen sollten.
Hybride Backup-Umgebungen: Laut DATA REVERSE Q1/2025 kombinieren inzwischen 59 % der deutschen KMU lokale und Cloud-Sicherung – ein Wert, der sich in drei Jahren verdreifacht hat. Das ist sinnvoll, erhöht aber auch die Komplexität. Wer beide Umgebungen ohne zentrales Monitoring betreibt, riskiert blinde Flecken: Eine Sicherung schlägt fehl, niemand bemerkt es.
Zur Orientierung, welche Lösung für Ihre Situation passt:
| Situation | Empfehlung | Warum |
|---|---|---|
| Kleiner Betrieb, wenig Daten, kein IT-Team | Cloud-Backup (z. B. Microsoft 365 Backup) + externe Festplatte | Einfach, günstig, sofort umsetzbar |
| Mittlerer Betrieb, eigener Server, sensible Daten | NAS lokal + Cloud (hybrid) + Immutable Backup | Belastbar, NIS2-konform, testbar |
| NIS2/DORA-pflichtig oder Cyber-Versicherung vorhanden | Managed Backup mit Monitoring, dokumentierten Restore-Tests | Nachweis-Pflicht, Versicherbarkeit |
- RPO und RTO für Ihr Unternehmen konkret definieren
- Backup-Zeitplan auf tägliche Inkremente und wöchentliche Vollsicherung umstellen
- Zentrales Monitoring für hybride Umgebungen einrichten
- Fehlermeldungen aus dem Backup-System aktiv überwachen (nicht nur protokollieren)
Unsere Managed Services der TTG GmbH übernehmen Monitoring, Fehlerbehebung und Dokumentation – damit Sie sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren können.
Was Backup und Recovery kostet – und was es kostet, es zu lassen
Die Kostenfrage ist berechtigt. Und die Antwort ist nüchterner, als viele erwarten: Eine solide Backup-Strategie nach 3-2-1-Standard ist für die meisten kleinen Unternehmen bereits für wenige hundert Euro im Jahr realisierbar – inklusive Cloud-Storage, NAS-Anschaffung und einem jährlichen Restore-Test.
Was dagegen ein Datenverlust kostet, lässt sich weniger pauschal beziffern – aber die Richtung ist eindeutig. Der Bitkom Wirtschaftsschutz-Studie zufolge verursachte Ransomware bei 34 % der befragten deutschen KMU innerhalb eines einzigen Jahres messbaren wirtschaftlichen Schaden. Nicht als theoretisches Risiko – als tatsächlich eingetretener Fall.
Konkrete Kostentreiber im Ernstfall:
- Wiederherstellung durch externe Spezialisten: 1.500–8.000 € pro Vorfall, je nach Komplexität
- Betriebsausfall: Abhängig von Ihrer Tagesleistung – bei einem Handwerksbetrieb mit 10 Mitarbeitern schnell 3.000–10.000 € pro Woche
- DSGVO-Bußgelder: Bei meldepflichtigen Vorfällen ohne ausreichende Schutzmaßnahmen können Aufsichtsbehörden empfindlich reagieren
- Versicherungsausschluss: Wer keine nachgewiesenen Restore-Tests vorweisen kann, riskiert, dass die Cyber-Versicherung im Schadensfall nicht zahlt
Hinzu kommen die gesetzlichen Anforderungen: NIS2 und DORA verlangen nachweislich getestete, schriftlich dokumentierte Wiederherstellungsverfahren sowie die physische oder logische Trennung der Backups vom Quellsystem. Wer diese Anforderungen ignoriert, riskiert nicht nur einen Datenverlust, sondern auch regulatorische Konsequenzen – das ist kein hypothetisches Szenario mehr.
Unserer Erfahrung nach zahlt sich eine professionell betreute Backup-Lösung spätestens beim ersten schwerwiegenden Vorfall mehrfach aus. Und bis dahin gibt sie Ihnen etwas, das sich nicht in Euro messen lässt: Planungssicherheit.
- Eigene Ausfallkosten pro Tag realistisch schätzen (Umsatz ÷ Arbeitstage)
- Angebote für Cloud-Backup-Dienste vergleichen – Einstieg oft unter 50 € monatlich
- Cyber-Versicherungspolice prüfen: Welche Nachweise werden verlangt?
- NIS2-Betroffenheit klären – viele KMU unterschätzen ihre Einstufung
Eine Orientierung zu Backup-Anforderungen unter NIS2 bietet der IT-Systemhaus TTG GmbH – sprechen Sie uns direkt an.
Was wirklich funktioniert: Erfahrungen aus unserer täglichen Arbeit
Ein Beispiel, das wir so oder ähnlich mehrfach erlebt haben: Ein Handwerksbetrieb aus unserer Region – rund 15 Mitarbeiter, eigener Server, Branchensoftware für Aufmaß und Abrechnung – hatte eine automatisierte Sicherung eingerichtet. Backup und Recovery galten als „erledigt“. Als ein Mitarbeiter versehentlich einen zentralen Projektordner löschte, stellte sich heraus: Die Sicherung lief seit Wochen mit Fehlern, weil ein Laufwerkspfad geändert worden war. Keine der aktuellen Dateien war gesichert.
Was hat dem Betrieb geholfen? Nicht mehr Technik, sondern ein einfaches Monitoring-Dashboard, das Fehler im Backup-Prozess sichtbar macht und täglich eine kurze Status-Mail versendet. Dazu ein quartalsweiser Restore-Test, der im Kalender steht – und ein einpaginiger Wiederherstellungsplan, der im Büro ausgedruckt hängt.
Diese Erfahrung teilen wir nicht, um zu beeindrucken, sondern weil sie zeigt: Die technische Lösung ist selten das Problem. Das Problem ist das fehlende Feedback – niemand sieht, wenn eine Sicherung stillschweigend versagt.
Als ISO/IEC 27001-zertifizierter IT-Partner mit über 25 Jahren Erfahrung in der Region unterstützen wir Unternehmen dabei, Backup-Konzepte aufzubauen, die nicht nur auf dem Papier funktionieren. Dazu gehören regelmäßige Restore-Tests, dokumentierte Wiederherstellungspläne und ein zentrales Monitoring – alles gemäß den Anforderungen der aktuellen Compliance-Anforderungen unter NIS2 und für Cyber-Versicherer.
Aktuell beobachten wir außerdem, dass Angriffsflächen sich verschieben: Kürzlich wurde bekannt, dass eine Sicherheitslücke in Outlook Web Access aktiv von staatlichen Akteuren ausgenutzt wird – heise Security berichtete im August 2026 über den Angriff. Solche Einfallstore können direkt zu Datenverlust führen, wenn kein sauberes Backup-Konzept dahintersteht.
- Backup-Monitoring mit täglicher Status-Benachrichtigung einrichten
- Wiederherstellungsplan ausdrucken und physisch zugänglich machen
- Laufwerkspfade und Backup-Ziele nach jeder Systemänderung prüfen
- Angriffsflächen wie OWA regelmäßig patchen – Backup schützt nur, wenn es nicht bereits korrumpiert ist
Sprechen Sie uns an – wir analysieren Ihre aktuelle Situation und zeigen Ihnen, wo die größten Lücken sind: Backup-Strategie von TTG GmbH planen lassen.
Drei Schritte, die Sie noch diese Woche angehen können
Backup und Recovery ist kein Projekt für irgendwann. Die folgenden drei Schritte lassen sich kurzfristig umsetzen – ohne großen Aufwand, ohne externes Budget, ohne tiefes IT-Wissen.
Schritt 1: Backup-Status heute prüfen. Öffnen Sie das Protokoll Ihrer Backup-Software und schauen Sie, wann die letzte erfolgreiche Sicherung war. Gibt es Fehlermeldungen? Sind alle relevanten Verzeichnisse eingeschlossen? Dieser Check dauert 15 Minuten und liefert sofortigen Aufschluss.
Schritt 2: Einen Restore-Test in den nächsten 30 Tagen ansetzen. Kein aufwändiges Szenario – stellen Sie eine einzelne Datei oder einen Ordner aus dem Backup wieder her. Dokumentieren Sie Datum, wiederhergestellten Inhalt und ob es funktioniert hat. Dieser Nachweis reicht als erster Schritt für NIS2- und Versicherungsanforderungen.
Schritt 3: Zuständigkeiten schriftlich klären. Eine halbe Stunde, ein einfaches Dokument: Wer ist im Unternehmen für Backup und Recovery verantwortlich? Wer ist die Vertretung? Welche Nummer wird im Ernstfall zuerst gewählt? Wer meldet einen Vorfall an die Datenschutzbehörde? Dieses Dokument muss nicht perfekt sein – es muss vorhanden und aktuell sein.
Was Sie danach angehen sollten:
- 3-2-1-Regel umsetzen, falls noch nicht geschehen – mindestens eine Kopie extern oder in der Cloud
- Immutable Backup für mindestens eine Sicherungskopie aktivieren
- Monitoring einrichten, das Sie bei Backup-Fehlern aktiv benachrichtigt
- Wiederherstellungsplan jährlich testen und Ergebnisse festhalten
Wer diese Schritte konsequent umsetzt, ist gegenüber der Mehrheit der KMU in Deutschland deutlich besser aufgestellt. Backup und Recovery ist kein einmaliges Projekt – aber der Einstieg ist einfacher, als er wirkt. Fangen Sie mit dem an, was Sie heute schon prüfen können.
Ihre Checkliste: So starten Sie jetzt
- Prüfen Sie das Protokoll Ihrer Backup-Software auf Fehler und stellen Sie sicher, dass die letzte Sicherung erfolgreich war.
- Stellen Sie sicher, dass Ihre Backups physisch oder logisch vom Produktionsnetz getrennt sind – mindestens ein separates VLAN oder ein offline Medium.
- Setzen Sie einen Restore-Test an: Stellen Sie eine einzelne Datei aus dem Backup wieder her und dokumentieren Sie das Ergebnis schriftlich.
- Aktivieren Sie mindestens eine unveränderliche (Immutable) Backup-Kopie, z. B. per Object Lock in Ihrer Cloud-Umgebung.
- Ergänzen Sie Ihre Sicherungsstrategie zur 3-2-1-Regel: drei Kopien, zwei Medientypen, eine außer Haus oder in der Cloud.
- Dokumentieren Sie Zuständigkeiten im Ernstfall: Wer entscheidet, wer handelt, wer kommuniziert – und wer die Vertretung ist.
- Richten Sie ein automatisches Monitoring ein, das Sie per E-Mail benachrichtigt, wenn eine Sicherung fehlschlägt.
- Terminieren Sie den nächsten Restore-Test und den jährlichen Review des Wiederherstellungsplans fest im Kalender.
Häufig gestellte Fragen
Reicht eine Cloud-Sicherung wie OneDrive oder Google Drive als Backup?
Für die meisten Unternehmen nein – zumindest nicht als einzige Sicherung. Cloud-Synchronisation ist kein echtes Backup: Wer eine Datei lokal löscht oder überschreibt, verliert sie in der Regel auch in der Cloud. Zudem fehlt oft die Versionierung über mehrere Wochen. Als ergänzende Komponente innerhalb einer 3-2-1-Strategie ist die Cloud sinnvoll. Als alleinige Lösung ist sie zu fragil.
Wie oft muss ich mein Backup testen, um NIS2-konform zu sein?
NIS2 schreibt keine feste Frequenz vor, verlangt aber nachweislich getestete Wiederherstellungsverfahren. Ein dokumentierter Restore-Test pro Quartal gilt als praxisgerechte Mindestvorgabe und wird von den meisten Cyber-Versicherern akzeptiert. Entscheidend ist die schriftliche Dokumentation – Datum, getesteter Inhalt, Ergebnis. Ohne diese Nachweise bleibt die Compliance-Aussage unbelegt.
Wir sind ein kleiner Betrieb mit fünf Mitarbeitern – brauchen wir das wirklich?
Ja – gerade kleine Betriebe sind besonders verwundbar, weil sie seltener über IT-Fachpersonal verfügen und Ausfälle den gesamten Betrieb treffen. Der Aufwand für eine grundlegende Backup-Strategie nach 3-2-1-Regel ist überschaubar und mit wenigen hundert Euro im Jahr realisierbar. Der potenzielle Schaden – Betriebsausfall, Datenverlust, DSGVO-Meldepflicht – ist dagegen erheblich.
Was kostet ein professionell betreutes Backup-System monatlich?
Das hängt vom Datenvolumen, der Komplexität der IT-Umgebung und dem gewünschten Service-Level ab. Einfache Managed-Backup-Lösungen für kleine Betriebe starten oft bei 50–150 € monatlich inklusive Monitoring und Support. Größere Umgebungen mit Serverinfrastruktur, hybrider Cloud und Restore-Tests kosten mehr – sind aber im Vergleich zu einem einzigen Datenverlust-Vorfall wirtschaftlich klar im Vorteil. Die TTG GmbH erstellt Ihnen gerne ein konkretes Angebot.
Müssen wir unsere Backup-Lösung wegen DSGVO besonders schützen?
Ja. Backups enthalten personenbezogene Daten – Kundendaten, Mitarbeiterdaten, Korrespondenz – und fallen damit vollständig unter die DSGVO. Das bedeutet: Verschlüsselung der Sicherungsdaten, Zugriffsschutz, klare Löschfristen und eine Verzeichnisführung der verarbeiteten Daten. Wird ein Backup durch einen Angriff kompromittiert, greift zudem die Meldepflicht gegenüber der Datenschutzbehörde innerhalb von 72 Stunden.
Martin Trappe ist Geschäftsführer der TTG Daten- und Bürosysteme GmbH in Dingelstädt. Mit über 25 Jahren Erfahrung im IT-Mittelstand betreut er kleine und mittelständische Unternehmen in Nordthüringen, Eichsfeld und Südniedersachsen. Die TTG GmbH ist ISO/IEC 27001 zertifiziert – dem höchsten Standard für Informationssicherheit.
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Wissen Sie gerade, ob Ihr letztes Backup wirklich wiederherstellbar ist – oder verlassen Sie sich auf eine Sicherung, die im Ernstfall versagt?
Ihre Daten sicher schützen lassen
Ein Ransomware-Angriff oder Festplattenausfall kann Ihr Unternehmen lahmlegen. Die TTG GmbH entwickelt eine passende Backup-Strategie für KMU in Nordthüringen.